Die ersten PV Anlagen schalten ab, wegen mehr als 250 Volt im Netz

Wenn Deine Anlage angemeldet ist, sofort beim Netzbetreiber melden, sofern Abschaltungen wirklich vom Netz kommen, damit er es bei der Netzplanung berücksichtigt. Vorher sicherheitshalber mal die eigene Anlage testweise abschalten und schauen, ob die hohe Spannung wirklich aus dem Netz kommt. Kann theoretisch auch an einer langen Leitung mit geringem Kabelquerschnitt zum Wechselrichter kommen.

Man will die PV fördern und macht das mit Steuergeldern. Ohne Smartmeter durchgängig umgesetzt, wird sich da kaum etwas ändern. Und bis die durchgängig umgesetzt sind, werden noch viele Jahre ins Land gehen.

Eigentlich ist die Einspeisevergütung auch bei einer aktuell angeschlossenen PV-Anlage viel zu hoch und eine Subvention durch den Steuerzahler. Motiviert dazu sich keinen Speicher anzuschaffen. Glücklicherweise gibt es normalerweise keine Einspeisevergütung für Balkonkraftwerke.

1 „Gefällt mir“

ich erinnere nochmal an meinen Hinweis.

Solange die Spannungsüberschreitung nur um wenige Volt geschieht, könnte man den Spannungsabfall zwischen Solaranlage und Hauptanschlusspunkt mit einem Spartrafo kompensieren - und das technisch ohne Unterlaufen des Sinnes dieser Abschaltung.

1 „Gefällt mir“

@wihz Und keine wie auch immer geartete Regelung der BKW. Flächendeckender Einbau von SM? Ich höre sie rufen:

Überwachung, my ZK ist my Castle....

Ich hab für den Hoymiles 600 einen 12V halogentrafo drin der 250V -> 238V macht. Den china invertern ist überspannung egal.

1 „Gefällt mir“

[quote data-userid="12534" data-postid="225200"]Eigentlich ist die Einspeisevergütung auch bei einer aktuell angeschlossenen PV-Anlage viel zu hoch und eine Subvention durch den Steuerzahler.

[/quote]

Das finde ich ist eine interessante Aussage. Ziel der Einspeisevergütung ist doch, für den Energieerzeuger/Bereitsteller, dass sich seine Anlage schneller amortisiert. Erweitertes Ziel sollte sein, die Energiewende zu unterstützen - was ich für absolut lobenswert halte. Aber, auch mit Speicher, in unserem Fall rund 50kWh, und 12kWp auf dem Dach (aktuell noch keine Großverbraucher im Sinne von Emobilität und/oder Splitklima oder WP) ist der Speicher, zumindest in der Sommerzeit, gegen halb elf voll.

Damit sich meine Anlage aber schneller amortisiert würde ich dennoch gern einspeisen wollen weil ja noch nicht mal der halbe Tag rum ist, trotz Speicher. Aber für lau? Sicher nicht! Erst recht nicht wenn mich die AC Anbindung der PV Anlage nochmal 3500Steine kostet weil der Zählerschrank nicht der aktuellsten Gelddrucker-VDE Norm entspricht. Sorry, da kann ich mir die Polemik nicht verkneifen.

Nein, diese dermaßen desaströs eingeleitete und bis dato umgesetzte Energiewende motiviert zu einer Insellösung ohne jegliche Ärgernisse hinsichtlich Abschaltung, horrende kosten für Abnahmen und/oder Zählerschrankerweiterungen usw. usw.

Fakt ist, es fehlt an Infrastruktur und ggfs. Speichermöglichkeiten im großen Stil. Der ein- oder andere Heimspeicher wird kaum dem Energiebedarf auch nur der Beleuchtung eines Stahlwerks dienlich sein. Ja das wurde durch Schwarz und Schwarz-Rot lange Jahr(zehnt)e verpennt oder zumindest die Bundesnetzagentur hat tatenlos dabei zugesehen. Jetzt will die Ampel aber das Pferd von hinten aufzäumen, wie das gelingt, sieht man ja.

2 „Gefällt mir“

Damit es mehr Solaranlagen zu einem akzeptablen Preis gibt, muss m.E. die Vorschrift weg, dass nur ein beim VNB eingetragener bzw. gemeldeter Elektrofachbetrieb bzw. Solateur mit Meister eine Anlage anmelden und abnehmen kann. Warum darf das nur ein Betrieb machen, der in der Handwerksrolle mit dem Elektrotechniker-Handwerk eingetragen ist und im Elektro-Installateurverzeichnis eingetragen ist?

Statt dessen sollte man m.E. jeden mit Fachkenntnis die Anlagen bauen lassen können und man sollte die Prüfung von einer vom Elektrofachwerk unabhängigen Institution durchführen. Dies es leider nicht gibt. Statt dessen macht man den Bock zum Gärtner. Wer prüft, ob der Elektriker das Gewerk fachgerecht ausgeführt hat?

Ob mein Auto eine Plakette bekommt und auf der Straße fahren kann, prüft auch nicht grundsätzlich der KFZ-Fachbetrieb, sondern eine unabhängige Institution wie TÜV oder DEKRA. Wenn ich an meinem Auto schraube, hindert mich auch keiner daran. Ich muss dieses fachgerecht machen und danach dies bei größeren Änderungen vom TÜV oder DEKRA abnehmen lassen.

Eine Änderung könnte die Preise massiv senken. Wenn ich mir einen neuen Schaltschrank installieren lasse, bezahle ich beim Elektrikerfachbetrieb das doppelte des normalen Verkaufspreises für das Material wie z.B. Hager-Zählerschrank, etc. Zusätzlich bezahle ich zwei Personen pro Stunde, die die Ausführung machen. Auch den Lehrling, der nur den Schraubendreher anreicht und das Material schleppt.

Ich finde es nicht verwerflich, wenn es Vorgaben gibt wie Elektrik fachgerecht sein soll. Die Preise für die Ausführung sind nur zu hoch, obwohl diese das nicht sein müssten.

Ja, man wird jetzt sagen, dass damit die Elektriker arbeitslos werden. Das glaube ich nicht. Sanitäre Anlagen müssen beispielsweise auch nicht abgenommen werden und ich kann das eigene Haus bis auf wenige Gewerke auch selbst bauen, wenn ich will. Trotzdem gibt es noch Betriebe für Sanitär und Heizung sowie Firmen die Häuser bauen.

3 „Gefällt mir“

@latenight Danke für den Tip. Eigentlich müsste der VNB sehen, was hier im Netz passiert. Und wenn schon die Anmeldung mehr als 6 Monate dauert, wird die edis kaum Kapazitäten für solche Probleme haben.

Ich habe selber eine Sun2000.

genau so ist das

und diese bürokratiekrake will ich mir auch nicht ans bein binden

ich habe damit kein problem wenn meine installation fürn paar hundert eur vom elektriker geprüft wird bevors ans netz geht.

aber so wie es jetzt läuft, no way.

der zug ist bei mir aber schon abgefahren meine anlage ist auf inselbetrieb optimiert. pech gehabt, oder glück je nach dem wie man es siet.

auf diese ständigen abschaltungen und teuren strombezug hätte ich auch kein bock wenn ich doch wenigstens meinen eigenen bedarf decken könnte

3 „Gefällt mir“

@voltmeter Bin ich vollkommen bei dir. Aber, auch wenns hier in dem Trööt eher OT ist: Ich hab noch keine richtige Lösung die Unterdeckung ab ende November bis ca. mitte Februar zu kompensieren... Mit nem kleinen Fossil-Moppel wollte ich eigentlich nicht nachladen. Und die nächste Ausbaustufe, also weitere 12kWp auf das Hauptdach kommt frühestens in 2025....

@voltmeter Da wird aber immer das Problem bleiben, dass man in einer "kurzen" Überprüfung nicht alles sicher checken kann. Und am Ende niemand dafür haften will. Aber ich stimme dir dahin zu, dass ich mir das ebenso wünschen würde. Ich denke aber nicht das es realistisch ist.

Als Eli (ohne Konzession) mache ich alles selbst und lasse das dann von einem befreundeten Eli mit Konzession abnehmen. ABER trotzdem wäre ich NICHT für die DIY Lösung. Schon das fehlerhafte Anziehen einer Schraube im Zählerschrank/UV kann zu schweren Schäden (Sternpunktverschiebung) oder gar Brand führen. Kein Eli wird deshalb eine fertige Installation ohne gründliche Prüfung akzeptieren. Und wenn man das wirklich gründlich macht (bis auf die letzte Schraube) kann man es auch gleich ganz machen.

Es bleiben doch genug andere Arbeiten wie: Trasse für die Leitungen bereiten, Durchbrüche, Potentialausgleich etc. Ich wäre froh diese "schmutzigen" Arbeiten nicht machen zu müssen und wirklich nur "Elektrik".

genau und man kann sich dann auch gleich den eli mit konzession sparen und sich komplett vom instabilsten stromnetz aller zeiten in deutschland trennen, das wäre kein verlust.

natürlich für leute die im winter sparsam mit dem strom umgehen können.

2 „Gefällt mir“

Ich kann nur staunen über solche Aussagen. Wir hatten in den letzten 25 Jahren vielleicht 4 mal einen Stromausfall. 2mal nur für Sekunden. Einmal über 12 Stunden, da war der Fehler aber direkt vor unserer Haustür. Freunde und Bekannte deutschlandweit verteilt haben mir auch noch nicht von irgendwelchen Problemen mit dem Stromnetz berichtet.

Ich würde also eher von einem extrem stabilen Stromnetz sprechen. Das einzige was ich sehe: Da muss in den nächsten Jahren viel passieren, damit das weiter so bleibt.

3 „Gefällt mir“

beschäftige dich mal mit den redispatch maßnamen im höchstspannungsnetz, schau wieviele es vor 10 jahren gab und wieviele es jetzt sind

die netze pfeiffen aus dem letzten loch

1 „Gefällt mir“

@win Wir haben mittlerweile die höchste Anzahl an Redispatch Maßnahmen die es je gab und die Zahlen steigen immer weiter. Zigtausende Jährlich bis 2022.

Das ein Redispatch Meldepflichtig ist, liegt daran das es ein Eingriff ins Stromnetz ist um das Netz in den notwendigen Parametern zu halten, damit es nicht zusammen bricht. Also ist es instabiler als noch 2000, wo es nur eine Handvoll Eingriffe brauchte.

Das könnte schnell ändern.

Ich hab einen heizoel-moppel rumstehen weil heizungsausfall im winter ist ungesund.

Der moppel müsste dann alle 2 tage 8h laufen um meine 15kwh zu laden.

2 „Gefällt mir“

Wozu? Das Netz ist bis heute absolut stabil für mich als Endkunde. Und das für die Zukunft einiges an Hausaufgaben da ist, hatte ich ja geschrieben.

Ich kann doch auch nicht von der instabilsten Benzinversorgung sprechen, die wir je in Deutschland hatten, nur weil die Möglichkeit für Ausfälle größer geworden ist. Derzeit ist die Benzinversorgung absolut stabil.

2 „Gefällt mir“

@voltmeter Beschäftige Dich mal mit realen Stromausfällen und nicht mit Regeleingriffen.

In den letzten 19 Jahren hatten wir gefühlt einen Stromausfall, in zwei Wochen Italienurlaub hatten wir? EINEN Stromausfall auf Grund eines heftigen Unwetters.

Heute großflächiger Spannungseinbruch auf 120V in meinem Umfeld.

Glasfaser tot und beschädigte elektronische Geräte.

Keine Ahnung obs an den neuen EFH mit fetten PV liegt. Letzte Zeit öfter um die 250V hier.

1 „Gefällt mir“

Der Truthahn hat auch nichts zu befürchten er wird ja regelmäßig gefüttert...

n-1 regel kannst du dir auch mal anschauen

es gibt stellenweise keine reserveleitungen mehr, wenn ein redispatch fehlschlägt und/oder eine naturkatastrophe bzw ein terroranschlag dazukommt ist es schnell zappenduster. wenns dumm läuft im großteil von europa.

die redispatchmaßnamen sind ein indikator für einen baldigen totalausfall

ein tipp an alle

sorgt vor!

sagt auch das BBK