Deye Hybrid 12 kw angekommen und installiert...Erfahrungen

Der Deye kann 3x 5200W. Nicht ok für einen 12kw WR?

@terwi

Muss man sich die Gesamtleistung von Max. DC Eingangslesitung von 15600 W so vorstellen, dass jeder String nur 1/3 schafft = 5200 W?

Das bedeutet, dass pro String nur 12.68... Module - sprich 12 Module an einen String dran könnten. Dann würde sich eine Aufteilung von 2 x 10 an PV1 und 1 x 11 an PV2 anbieten. Ist das jetzt die Lösung?

Bifacial oder nicht - da scheint es unterschiedliche Meinungen zu geben. Da sie kaum teuerer als die einfachen Module sind, hab ich mich dafür entschieden.

Viele Grüße

Gisbert

@benni & andere

.... JA, IST RICHTIG, aber....

Es geht hier um den maximalen Strom (und logo die max. Spannung / MPPT-Bereich), den der Deye jeweils per String verarbeiten kann !!!

Dem WR ist das Pup-Egal, was der String an Strom liefern kann.

Er nimmt das maximale raus was er vertragen kann - mehr nicht, auch wenn der String mehr an Strom KÖNNTE !

Wenn z.b. 15 Panels 550W bei 40V und 17A liefern, würde der WR nur seinen Bedarf rauszaubern.

D.h., Oversized schadet defintiv nicht.

Im WInter ist das eher abslut von Vorteil - im Sommer verschenkt man möglicherweise was.

Schlimmer wäre "undersized" - zu wenig Spannung wegen bei zu wenig Modulen ....

@gisbert & andere

Das Alpha & Omega ist: Überschreite NIEMALS die maximal Spannung der Strings am Eingang des WR !!!

DER WR BESTIMMT DIE MAXIMALE LEISUNG die er verarbeiten kann ..... wenn die Panels zu viel liefern KÖNNTEN !!!

Sind die Panels / Strings "dünner" dimensioniert, dann kommt halt eben das dabei raus, was die MPP-Tracker leisten können.

.... wie ein Wasserschlauch, mit Durchmesser X und Druck Y liefert auch nur eine max. Menge in Kubikmetern.

@terwi

Hallo terwi,

der MPPT kann 200 - 650V. Die Maximalspannung liegt bei 800V. Laut Auswertung liegt bei 10 Modulen (410W) Umin bei 285V und Umax bei 360V, also im Bereich des Arbeitsbereichs des MPPT und unterhalb der Maximalspannung.

Bei 16 Modulen wäre es Umin 457V und Umax 576V, das wäre auch ok, auch die Maximalspannung wäre 728V bei -10°C, aber die Leistung ist auf 5200W begrenzt, bei möglichen 6560W.

In der Gesamtbetrachtung liege ich damit bei der Alternative 1 richtig?

  • 2 Strings je 10 Module auf PV1
  • 1 String mit 11 Modulen auf PV2

@gisbert @terwi @benni @chrissolar und andere:

Nein.

Habe vor einigen Monaten schon einen Post hier geschrieben, das hat allerdings nur zu hitzigen Diskussionen ohne Hintergrundwissen der Beteiligten geführt.

Wer ein wenig Ahnung von Schaltnetzteilen oder Halbleitern hat, wird wissen, dass ein DC-DC-Konverter einen maximalen Schaltstrom (und eine maximale Ein-Ausgangsspannung) hat. Dieser ist auch primär von den Drainstrom der FETs begrenzt. Entscheidend ist also primär der Eingangsstrom, nicht in erster Linie die Leistung.

MPPT1 ist doppelt so groß wie MPPT2, weil ersterer (über 2 Anschlüsse) doppelt so viel Strom aufnehmen kann. Die Eingangsleistung ist dabei vollkommen egal. Der WR begrenzt aber bei 15,6 kW Summenleistung. Das ist alles und genauso steht es auch im Datenblatt, keine Ahnung, warum das immer falsch interpretiert wird.

Mittlerweile habe ich meinen Deye erhalten und konnte das auch nachweisen, weil nämlich meine bestehende Anlage mit 2 identischen Strings mit Südausrichtung für eine Leistungaufnahme von über 7,4 kW im März gleichzeitig sorgten. Weil U_LL im Winter so aber auch > 800 V sein kann, habe ich nur deswegen nicht symmetrisch auf 3 Strings aufgeteilt. MPPT1 nimmt daher immer noch bis zu 11,3 kW auf, insgesamt reguliert er aber bei 15,6 kW. Mehr als 12k werden durch einen mit Daten vom Wetterdienst intelligent gesteuerten Ladezeitplan des Akkus in der Mittagszeit möglich gemacht:

Na ja der Deye 12k kann 12kW wandeln, die 15kW sind mögliche PV Leistung, die er verträgt, in der weisen Annahme, die max. PV Leistung wird eh nur selten erreicht. Willst du 15kW Wandler Leistung, musst einen 15k kaufen (gibt es so einen überhaupt?)

Nein, das hast du jetzt verstanden und hat damit auch nichts zu tun.

andersrum, Ursache und Wirkung: weil MPPT1 (doppelt) so viel Strom aufnehmen kann, hat er 2 Anschlüsse. Nicht die Zahl der Anschlüsse ist maßgebend, sondern die maximale Stromaufnahme.

Ich pflichte drrocky da absolut bei.

Es scheint immer noch sehr viel Halb-/Nichwissen zu geben.

Der WR (egal welcher) definiert die maximal umzusetzende Leistung.

Und zwar in der Menge, was seine DC-DC-Wandler (gesamt) leisten können.

Es spielt dabei überhaupt keine Geige, was die Strings hergeben würden.

Angenommen ich schalte 3 Strings mit je 16 Panels a 550W - das wären 26.4 kWp - auf und der Lorenz ballert gnadenlos, dann kommen beim 12K auch nur 12K (max. 13,2K) raus.

Voraussetzung ist: Die Eingänge werden seitens Spannung NICHT übetfahren.

Aus technischer Sicht:

Ein String ist eine Stromquelle mit veränderlichem Innen-Widerstand, dessen größtmöglichste Leistung sich im MAXIMUM POWER POINT ergibt.

D.h., abhängig von der Belichtung - UND auch von der Belastung durch den WR !

Der WR ist eine Stromsenke mit ebenfalls veränderlichem Innen-Widerstand, den er selbst so einstellt, das sich ein maximaler Strom aus den Strings ergibt.

Dabei ist der max. Strom durch den minimalsten Innenwiderstand des Wandlers physikalisch begrenzt.

Das nennt man MPPT --- Maximum Power Point Tracking.

Der MPP-Tracker im WR prüft ständig die Spannung und den Strom des Strings und ändert entsprechend den Innenwiderstand des Wandlers, so daß sich eine optimale Leistungssausbeute / - Anpassung (P = U x I) des Strings ergibt.

Ist der Sring von der Leistung her "oversized", dann fährt der WR halt überwiegend auf Vollgas, mit dem kleinstmöglichem Innenwiderstand.

.... so lange auch der Tracker in in seinem Bereich (200-650V) arbeiten kann !

Ob das nun (finanziell) Sinn macht, sei mal dahingestellt. Eine Rechenaufgabe....

Steht nun aber die Entscheidung an, ob 395Wp, 425Wp oder gar 550Wp Panels eingesetzt werden sollen, ist wiederum eine Frage der Auslegung, maximaler Stringlänge, Verschaltung und der Platz auf dem Dach ....

Will alles wohl überlegt und berechnet sein.

Nachtrag;

Hier übrigends eine sehr schöne Bescheibung der Hochschule Karlsruhe betreiff Leistungsanpassung von Solarmodule:
https://www.eit.hs-karlsruhe.de/hertz/teil-b-gleichstromtechnik/verbindung-von-zweipolen/leistungsanpassung.html
... einfach mal die vier Kapitel / grauen Balken aufklicken und aufmerksam lesen ...

Oder:

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Kann mir jemand sagen, was bei euch für ein LS , zwischen Grid und WR 10 kW hängt?

Ich favorisiere C-Typen.

Trennschalter ist im WR integriert.

@eulhofer danke!!! Reichen 16A ? 63A wie in der Anleitung, ist doch Blödsinn. HAK ist mit 50A abgesichert.

Gruß

Die Absicherung netzseitig hat NICHTS mit der Absicherung DC-seitig zu tun.

Wenn du nach den Panels noch einen Extra-Leitungs-(Schutz-)Schater haben möchtest, dann orientiert sich der Strom an dem was die Panels hergeben.

Jeder gute Hersteller gibt die max. Absicherung an.

16A Typ B oder C sollten es tun.

ACHTUNG: Immer allpolig abschalten ! 1 String = 2-Fach LS, 2 Strings = 4-fach LS

Und drauf achten: Keine Hausverteilung's LS für AC ! Die müssen 1000V DC vertragen.

Er hat einen Trennschalter - allerdings sollte man vermeiden diesen öfters unter Last zu betätigen (ist ja auch i.d.R. nie nötig).
Je nach Konfiguration reicht es die Netzspannung zu unterbrachen, dann ist auch die DC-Seite ohne Last. Bei Insel-/Ersatzstrom-/Akkuladung-/Schwarzstartbetrieb sind natürlich andere Massnahmen zum herunterfahren der PV-Leistung nötig.

Überspannungsschutz ist im WR integriert. Der WR muss halt ordentlich an die Pot-Schiene geerdet werden.
Die Vorschrift/Abhängigkeit von der Leitungslänge hat was mit den bei Überspannung entstehenden Strömen/Leitungswiderständen/Erwärmung/Brandschutz zu tun.
Wenn bei Dir der Blitz einschlägt, dann hilft auch ein externer Überspannungsschutz nicht mehr. Es geht um "eingeschleppte" Überspannung.

Natürlich! Einen Leitungsschutzschalter, der - wie der Name schon sagt - auf die verwendete Leitung (Länge, Querschnitt, Verlegeart etc) abgestimmt vorgeschaltet werden MUSS! Die eingbaute Sicherung schützt lediglich den Deye.
RCD ist m.E. nicht nötig, da der Deye eine integrierte Fehlerstromerkennung auf der AC- und DC-Seite hat. Wenn Du Dich besser fühlst, dann setz einen mit min. 300mA davor.

Ich habe einen Trennschalter (keine Sicherung) am Loadausgang verbaut, damit ich meine Verteilung mit einem Handgriff definitiv spannungsfrai bekomme, wenn dies mal nötig sein sollte (steht auch so im Handbuch).

Das kommt doch allein auf deine Leitung an (Länge, Querschnitt, Verlegeart etc.).
Die Angabe im Handbuch bezieht sich auf die Schaltfestigkeit eines Trennschalters und nicht auf die vorgeschaltete Leitungssicherung.
Wenn Du Deine Leitung mit 63A absichern (mit Betonung auf "SICHERN") möchtest, dann müsstest Du locker mit 16qmm zum Deye unterwegs sein!

Wem antwortest Du hier? Auf welche Frage bezieht sich Deine Antwort?

Aud die Frage, welche direkt darüber steht .

Und wo erwähnt "andi1980", das es ihm um einen "Leitungsschutz" DC geht?
Absicherung Grid -> WR ist m.E. eindeutig AC-Leitungsschutz...