Das kann einfach nicht stimmen. Im Datenblatt steht bei max. MPPT Input Current 26A+13A. Dies bezieht sich auf MPPT1 + MPPT2. Da die Spannung bei beiden MPPTs max. 800V beträgt, also gleich ist und an MPPT1 beide Strings intern verschaltet sind, kann es nur noch eine Lösung geben wenn man die Frage beantwortet wird: "Wie verteilt sich die Summe von 15500W an max. PV Leistung die die MPPTs verarbeiten können?"
26A / 2 an MPPT1 = 13A an MPPT2.
15600W / 3 = 5200W
Also MPPT1 = 2 * 5200W=10500W und MPPT2=5200W.
Diese Frage wurde auch vom Deye Support in einem südafrikanischen Forum beantwortet, und dort exakt wie oben beschrieben. Auch bei SunSynk, eine OEM vom Deye, wird in deren Videos exakt so geantwortet.
Und viele Fragen, zB. im Photovoltaik Forum, die der Deye Support beantwortet hat sind nachweislich falsch beantwortet worden. Schon in sich konnte man per Logik erkennen das die Antwort vom Deye Support falsch sein muß.
Gegenargumentation: P = U * I -> 800V * 13A = 10400W an einem einzigen MPPT, also zB. MPPT2 könnte 10400W verarbeiten. Das ergäbe eine max. PV Leistung von 31200W was dem doppeltem entspricht das im Datenblatt steht.
Der Deye Support schafft es immer wieder Support zu liefern der mehr verwirrt als Antworten bringt.
GRID = Netzanschluss
LOAD = auch BACKUP LOAD = Notstrom versorgter Ausgang
GEN = flexibler Anschluss, kann per Menü verschiedene Funktionen übernehmen
Noch fragen?
Na ja, fast richtig würde ich sagen, nehmen wir MPPT2 mit seinen 13A und max. 800V dann könntest dort wie schon geschrieben 10400W PV dran bringen, dann bleiben aber nur noch 2000W für MPPT1 über... Auch wenn du da jetzt 31200W errechnest, bleiben die max. 12kW Leistungsgrenze bestehen.
Da die 10,4kW an einem MPPT eh nur Theorie sind, denn wenn ich mal mit praktischen Werten rechne, 17 Trina 400W Module sind max. möglich um unter den 800V zu bleiben, sind in besten Sonnenzeiten (25°C) etwa 7kW die an einem MPPT Eingang kein Problem bereiten dürften. Verarbeiten würde er die dann aber trotzdem nicht, weil auf 12kW begrenzt. Wer verschiedene Ausrichtungen macht, der wird sicher kein Problem bekommen mehr als die 15kWp an PV anzuschließen, aber MPPT1 mit seinen zwei Anschlüssen sollte schon gleiche Spannungen in den Strings haben, Strom wäre unproblematisch. Aber Richtung zur Sonne sollte trotzdem gleich sein, sonst laufen die Spannungen auseinander, trotz gleicher Module.
@drrocky Was die PV Leistung betrifft, hier mal die Fakten für den 12K - Quelle: Ich hab den gestern ausgepackt und einen Blick reingeworfen:
Der hat drei MC4 Eingangspaare, 2x PV1 und 1x PV2
Die sind auf einer Platine mit EMV Filter (gut einsehbar, wenn die untere Abdeckung zum Anschluss abgenommen wird); es gibt nur zwei Filter.
Von der Platine gehen 6 Leitungen zum DC Schalter (der links raus guckt)
Man sieht am DC Schalter noch, dass die Leitungen er beiden PV1 Paare parallel geschaltet werden
Ich hab die Vermutung, das ist einfach ein kleines Missverständnis in der Kommunikation:
Warum hat DEYE Recht? Du sollst mit maximal 5200W bzw. 13A über die MC4 gehen. Vor allem die interne Verkablung ist so ausgelegt, daher musst du beide Anschlüsse nutzen.
Warum hat das Forum Recht? PV1 geht auf MPPT1, dort landen dann 10400W. Der Tracker macht also die 10400W bzw. 26A mit, und du kannst insbesondere nicht zwei Strings unterschiedlicher Ausrichtung an PV1 anschließen.
Rein theoretisch kannst du auch nur ein PV1 Anschlusspaar verwenden und mit 10kW drauf gehen. Die interne Verkabelung ist dafür aber nicht ausgelegt und wird eher früher als später Anfangen zu leuchten.
Außerdem: 13A bzw. 26A sind die Werte für ältere Modelle. Der aktuelle 12K macht 17A bzw. 34A!
Wie der @autoschrauberix korrekt festgestellt hat, hatte ich maximalen Kurzschlussstrom [17A] und regulären Strom [13A] durcheinander geworfen.
@timme007 Externer ÜSS (aka SPD im Englischen) ist laut Anleitung notwendig. Ebenfalls solltest du den WR extern freischalten können.
Mal noch eine Frage, die ich gerne loswerden will:
Hat jemand den Wechselrichter zur Konfiguration schonmal ohne PV/Akku nur mit einer einzelnen Phase betrieben? Ich kann den leider aus diversen Gründen noch nicht sinnvoll aufhängen, würde aber gerne an einem verregneten Abend schonmal Home Assistant einrichten. Ich könnte auch 3 Phasen ins Arbeitszimmer legen (Leerrohr passend vorbereitet), aber dann muss ich extra noch 3P LS & FI einbauen (hab sonst "nur" FI/LS pro Stromkreis).
Wo ist diese Info her, in den Datenblättern die ich finde gibt es die 17A / 34A Angabe als max. ISC , das ist nicht für den Betrieb sonderns vermutlich die Interne Leitungsführung!
@autoschrauberix laut Handbuch! PV Eingangsstrom 26A + 13A, Max.PV ISC: 34A + 17A, das eine ist der Norm Strom und das andere kurzzeitige Spitzenbelastung,
@grobalt Nur dass halt nur ein Amateur auf die Idee kommt die Leistung die das Gerät umsetzten kann mit den max. Input Werten auszurechnen {green}
Im Datenblatt seht doch klar max PV DC Input max. 15600 W . Das kann doch wirklich nicht so schwer sein. Oder ist der Wunsch dass es mehr ist so stark, dass man aufhört logisch zu denken ?
Nebenbei der Vollast Spannungsbereich ist mit 350-650V angegeben also nix 800V , das ist die max. zul. Spannung.
"Warum hat das Forum Recht? PV1 geht auf MPPT1, dort landen dann 10400W. Der Tracker macht also die 10400W bzw. 26A mit, und du kannst insbesondere nicht zwei Strings unterschiedlicher Ausrichtung an PV1 anschließen."
Ich kann schon zwei gleich große Strings mit der gleichen Spannung und unterschiedlicher Ausrichtung anschließen.
@duceno78 Ja ist mir klar, nur dass hier die ersten Vögel schon von der "Neuen Ausführung" die 17A/34A kann berichten. Der nächste multipliziert dass dann wieder mit 800V und schreit der WR kann viele mehr.
Meine Herrn, bis vor kurzem konnte ich mir nicht vorstellen dass es wirklich so schwer ist ein Datenblatt richtig zu lesen {green}:shutmouth:
@autoschrauberix Mein Gott, ich hatte die letzten Wochen (sehr leider; Kategorie "tragen sie schwarz") wichtigeres zu tun als mich mit PV zu beschäftigen, und hab jetzt den zulässigen Strom durcheinander geworfen. So what? Das kann & sollte man korrigieren, aber das geht sicherlich auch etwas netter als "die ersten Vögel". Ich pampe ja auch keinen Fragesteller an, weil das Datenblatt (mal wieder) nicht gelesen/verstanden wurde. Viele Fragen hier und in der WA Gruppe erledigen sich dann nämlich ganz schnell...
Wer das Teil kauft sollte vorher eh genau nachschauen und den Strom für seine (geplante) Anlage genau berechnen. Spätestens dann fällt auf, dass die 17A Isc sind, und regulär nur bis 13A fließen dürfen. Wer das nicht kann, muss sich das Wissen sowieso vorher aneignen.
@piko-niko ja, klar geht das. Man muss "nur" für die gleiche Stringspannung sorgen. Da ich gerade arbeite, kann ich das Video nicht schauen, aber ich hatte immer den Eindruck, dass das auf dem typischen generischen Dach (ohne zusätzliche Elektronik) keine Option ist? Wenn das auf dem Flachdach sinnvoll & zuverlässig für Anlagen mit dem DEYE möglich ist, natürlich eine coole Sache.
ich hatte jetzt auch in der Sammelbestellung 2x 12kW Wechselrichter bestellt.
Ich habe jetzt leider auf dem Dach unter die Module die 2 String a 4500Wpeak zusammen geklemmt. Sprich am PV1 würden jetzt die 9kW ankommen. Wenn ich das so lese, müsste ich jetzt wieder hoch und die Strings trennen und einzeln bis zum Wechselrichter führen. Am PV2 wäre von der anderen Dachseite einzelner String a 4500W dran.
Beim zweiten Wechselrichter wollte ich auf PV1 einen String mit knapp 6750W legen und am PV2 wieder einen mit 4500W. Das ginge dann ja auch nicht, wenn ein String nur 5200W betragen darf. Und dort auch nochmal die Verkabelung ändern, ist nicht einfach. Und beim Umbau auf 2 getrennte Strings a 9 Module um sie wieder an PV1 anschließen, wird sicherlich die Startspannung ein Problem werden.
Kann man an den internen Bauteilen (Herstellerbezeichnung etc.) erkennen, dass wirklich die interne Verkabelung nur pro String 5200W aushält? Denn dann würde ich fast fronius Wechselrichter kaufen und die Deye in der Bekanntenkreis einsetzen, wo man die PV erst baut und damit flexibler wäre.
Der Amateur bin dann wohl ich. Zeige mir bitte wo ist im Datenblatt angegeben das die 2 Tracker unterschiedliche Leistungen haben ?
Wir finden Angaben an Stromstärke pro Tracker, aber keine maximale Leistung pro Tracker. Wir haben eine Gesamtleistung von 15600 Watt auf DC Seite, bei maximal 13A auf MPPT2 könnten das z.b. mit den 550V "rated input voltage" schon 7150 Watt sein -> oder mehr, da er ja bis 800V kann. Nur weil der MPPT nur bis 650V regelt bedeutet es nicht das darüber nichts mehr passiert.
Und wenn ich so MPPT1 rechne, 26A*550V dann wären das 14300 Watt und der zweite MPPT hat von den 15600 Gesamtleistung nichts mehr. Für mich ist das Datenblatt nicht aussagekräftig, vielleicht liegt es ja daran das ich Amateur bin und nur nachrechne was andere in einer Glaskugel sehen. Normalerweise gibt es eine Leistung pro Tracker, beim Deye bedeutet es für mich nur ... MPPT1 verträgt 2 parallele Strings und der MPPT2 eben nicht -> aber nicht welche Leistung jeder Tracker kann.
Nun ja im Datenblatt steht Volllast DC-Spannungsbereich (V) 350-650V , das bedeutet für mich . Mehr als 650V gehen bei max. Leistung nicht, bei welcher Stromstärke ist nicht angegeben und eigenlich passen die 350V und die 13A nicht, da dann die max. Leistung eigentlich nicht erreicht sein kann.
Und ja, wie sich die Gesamt PV DC Leistung zusammensetzt ist nicht definiert, damit unklar.
Summa Sumarum sind die Angaben im Datenblatt nicht dazu geeignet irgendwelche Leistungen für den einzelnen String abzuleiten, allenfalls kann man über die Aufteilung der Ströme in 1/3 und 2/3 vermuten, dass dies auf für die Leistung gilt, aber das ist schon etwas hinein interpretiert, dass da so nicht steht.
Beim Microwechselrichter von Deye mit 600W ist jeder MPPT auf 300W begrenzt, d.h. er nutzt ein 400W Modul nicht aus, auch wenn auf dem 2. Eingang gerade weniger kommt und somit die 600W Gesamt noch nicht erreicht sind. Das wollten viele auch nicht wahrhaben, ist aber über Messungen bereits dokumentiert. Nur weil es eigentlich sinnvoll wäre, heißt das nicht dass es auch möglich ist.
Bleibt also die angebliche falsche Aussage des Supports mit den 5200W (teils auch 5400W) und die Frage wer da, und auf welcher Informationsbasis drauf kommt, dass das nicht stimmt. Für mich kann das so sein, muss es aber nicht. Zeigen wird sich das, wenn wir die WR haben und genug Sonne scheint um das zu testen.
Nochmal, man darf einfach nicht beidesmal die die max. Werte nehmen, ganz einfach. Die Leistung wird durch die Elektronik und was die aushält begrenzt, dazu gibt es leider im Datenblatt zu wenig Angaben.
Allerdings begreife ich die ganze Diskussion nicht. So lange ich unter den max. Werten bleibe, wird der Wechselrichter nur das in Leistung umsetzten was er kann, ohne dabei in Rauch aufzugehen. Wer jetzt unbedingt meint seine Strings so auslegen zu müssen dass bei optimalen Bedingunngen kein Watt verloren geht, hat sowieso nicht verstanden wie eine PV Anlage ausgelegt wird. Das Zauberwort heißt Überbelegung und ja dann verliert man theoretisch an den besten Tagen Leistung weil die nicht umgesetzt werden kann, dafür hat man in den restlichen Tagen den Wechselrichter besser ausgelastet, damit einen besseren Wirkungsgrad und in der Regel bei Schwachlicht einen früheren EInspeisestart. Unterm Strich entsteht auf diese Art ein Mehrertrag der größer ist, als die Verluste an den optimalen Tagen. Da gibt es genug wissenschaftliche Auswertung dazu, einfach mal googlen.
Mir geht es eher darum das du hier beleidigend argumentierst, andere als Amateure bezeichnest und nun wieder um die schlägst das andere keine Ahnung haben wenn man die WR nicht sowieso überbelegt. Das es aber Situationen gibt wo man z.b. einfach alles optimal aufbauen kann aber keinen wilden Stringmix will (weil hier ja grob 10+5kw genannt wurden an den MPPT) kommt dir irgendwie nicht in den Sinn. 5kw auf einem MPPT wäre einfach sehr sehr wenig
Vorab:
Ich beleidige nicht und will niemanden zu Nahe treten. Ich bin Westfale und von Natur aus friedlich eingestellt, nicht umsonst heißt es westfälischer Frieden
Trotzdem klar Worte ohne Weichspüler.
Der 12er Deye kann 15600W verarbeiten als DC Input, davon max 12k an AC geben und den Rest verbrennen oder in den Akku pumpen.
Pro String hält der Deye einiges aus, sinnvoll ists in mMn. aber nur wenn wir uns im MPPT bewegen, ergo:
65026 = 16900 String A mit 2x 8450W pro Eingang
65013 = 8450W auf String B
Überbelegung macht ergibt natürlich Sinn.
Mal ein Beispiel, welches durchaus funktionieren würde:
Ich habe eine Südseite und eine Nordseite.
Auf jede Seite bekomme ich max. 10KW an Platten vom Platzangebot
Gibt 3 Strings
2x 5KW an String A SÜD
1x 10KW an String B (Wenns denn mit der Spannung klappt) NORD (Nord gibt bekanntlich max 70% Peak ab bei 30 Grad Dachneigung, ergo 7KW)
ich bin aktuell am Überlegen ob die 12kW Variante vom DEYE bei mir Sinn macht. Ich möchte meine PV in 2 Phasen aufbauen. Zunächst nur Satteldach Richtung Süd und nach ein paar Jahren das Flachdach mit Ausrichtung West dazu.
Phase 2:
Flachdach (West) dazu:
MPPT2: String 1 mit 8 Modulen (415W) = 3320W; 449V; 14,43A --- habe hier nur 8 Module gewählt weil sonst der Strom zu hoch wird
Meine Frage:
der Wechselrichter ist in der Phase 1 nur mit ~10kW (15,6kW) ausgelastet. Al Ist das OK diesen für einige Jahre so zu betreiben?
könnte ich beim MPPT2 noch mehr Module dran hängen. Bin mir da nicht sicher