Deye 12K WR und Deye RW-M6.1 Batterien

Die 3mv Spannungsdifferenz in deinem Screenshoot oben bedeuten nichts, weil die Spannungen der Zellen bei ~3,31V liegen. Spannungsdifferenzen und somit auch Ladungsunterschiede siehst du erst richtung Lade oder aber Entladeschluss weil hier die Spannungen nach oben gehen da die Zellen voll werden oder aber einbrechen weil sie leer werden (Spannungskurve eines Lifepo Akkus anschauen!). Im mittleren Bereich kannst du gut und gerne 30% SOC Unterschiede haben und siehst nichts davon anhand der Spannungen :wink:. Hier der Beweis mittels SOC von einem BMV-712 der wie Hier zu sehen wirklich sehr genau ist. Beide Screenshots wurden am selben Tag gemacht... selbe Spannung und 30% Unterschied im SOC. Das ist auch der Grund warum man nicht dauerhaft balancen sollte bzw. bei zu niedriger Spannung weil der Balancer dann eher eine Disbalance macht. Hier spielen zusätzlich nämlich auch noch Faktoren wie der hohe Lade/Entladestrom eine Rolle welcher die Spannungen zusätzlich verfälscht. Aber ich wiederhole mich bereits bei dem was ich dem TE schon versucht habe zu erklären.

Ich habs mir nicht nochmal alles durchgelesen, aber ja das der Balancer vom BMS wohl Müll ist steht außer Frage. Das was er jetzt noch neues geschrieben hat ist für mich nur schwer zu lesen und zu deuten, nicht böse gemeint, mir aber zu anstrengend. Eine Ladeschlussspannung von über 3,55V/Zelle ist jedenfalls trotzdem noch viel zu hoch, da ist es kein Wunder das man beim Ladestrom eingreifen muss damit die OVP vom BMS nicht dicht macht (wie hoch auch immer die eingestellt ist). Die Spannungen steigen ab 3,45V/Zelle rasant nach oben weil die Zellen hier bereits voll sind. Über Probleme beim Balancing und das der Balancer dann nicht hinterher kommt braucht man sich dann nicht wundern. Bei mir sind 3,55V/Zelle OVP und maximal 3,45V/Zelle Ladeschlussspannung bzw. 3,425V aktuell. Mehr braucht es nicht zum voll laden, und es schaft gleichzeitig noch genügend Luft nach oben zu den eingstellten 3,55V/Zelle OVP, nämlich genau ~100mv (bei euren BMS dann sogar noch mehr). Würde hier die OVP auslösen dann weiß man das was mit den Ladezuständen der Zellen bzw. dem Balancing nicht stimmt. Jedes korrekt eingestellte, abgestimmte und aufgebaute System braucht kein steuern und somit reduzieren des Ladestromes zb. durch das BMS, weil das ganze problemlos durch die CV-Phase selbst erledigt wird wenn der Strom bei erreichen der Ladeschlussspannug automatisch am sinken ist. Korrekt eingestellter guter Balancer, Ladeschlussspanung usw. sind wie gesagt Vorraussetzung dafür.... bei den gennannten Einstellungen wundert es mich nicht das nix hinhaut. Auch seine Einstellung vom NEEY sind nicht zu empfehlen! Aber ich habe ehrlich gesagt auch schon genug mit ihm darüber diskutiert, drum darf er und jeder andere auch das ganze natürlich gerne so "fahren" wie er möchte. Wenn man Problemen aus dem Weg gehen möchte stellt man das ganze jedenfalls anders ein, und es ist hier im Forum auch schon gefühlt 1000x ausführlich besprochen wurden.

Nun die Lade/Entladekurven im Netz zeigen es zum Teil schon richtig, sind aber dennoch ziemlich alle Interpoliert und deshalb mit Vorsicht zu genießen.
Natürlich unter Last und keine Ruhespannung die es in einem PV-System eh nie gibt! Und wir wollen ja 20% SOC wenn wir entladen! Und ja ich bin mir sicher... bei 20% SOC sollte deine Zellennspannung bei etwas um die 3,1xV liegen das wären bei einem 16s System dann rund 49,6V. Wie du oben sehen kannst nutze ich einen Smart Shunt von Victron welcher richtig eingestellt fantastische Werte für den SOC ausgibt. Nebenbei spielen hier aber auch noch Faktoren wie die Temperatur, C-Rate (Peukert-Exponent) usw. eine Rolle, deshalb kann man das anhand der Spannung nie so pauschal sagen. Es gibt aber ein Diagram was schon sehr realistisch an das kommt was ich auch gemessen habe und zwar dieses hier:

Da die eigenen Kurven aber die besten sind habe ich natürlich auch noch eine eigene einer 160Ah Winston Zelle (Vierleitermessung). Hierbei ist aber zu beachten das Winston Zellen von Werk aus mindestens 12% Überkapazität haben, und in diesem Fall sogar locker über 20%. Das aber bei einer Zellenspannung von bereits ereichten 3,05V dann selbst bei einer 160Ah Winston Zelle keine 20% mehr rauskommen werden wenn schon 193Ah entnommen wurden sollte klar sein :melting_face:. Ich habe dazu natürlich auch noch einen Log der sekündlich Spannung, Kapaität usw. aufgezichnet hat und das deckt sich ziemlich gut mit dem Diagram von oben mit einer C-Rate von 0,2C. Zu beachten ist auch das Winston Zellen generell stabiler in der Spannung als die bekannten "Blauen" sind... was aber nicht heißen soll das die "Blauen" schlecht sind, vorallem für den Preis wenn sie denn lange halten.

Das habe ich so nicht geschrieben :wink:.
Du solltest wenn nach dem 1. Test die volle Nennkapazität entnommen werden konnte ohne das die Spannung der besagten Zelle tiefer einbricht: Einen weiteren Test machen bei dem du erneut einmal voll laden und balancen tust auf 50mv Spannungsdifferenz oder besser. Und dann den Akku einfach normal weiter betreiben ohne aber 2-3 Wochen lang voll zu laden und somit zu balancen. Damit kannst du sehen ob eine oder mehrere der Zellen eine zu hohe Selbstentladung haben. Warum man in dieser Zeit aber natürlich nicht balancen darf sollte klar sein. Lies einfach nochmal was ich genau geschrieben habe.

Aber JA, ich würde auch einen NEEY Balancer einbauen und den verbauten Balancer außer Betrieb nehmen. Ansonsten kann ich nur dringend empfehlen das Wiki hier im Forum durchzulesen, da stehen bereits alle wichtigen Informationen zum Thema Balancing zusammen gefasst die ich hier schon wieder mühsam zusammen schreibe, aber es war sicher das letzte mal, nochmal werde ich es wohl nicht tun :upside_down_face:..

Hier einmal komplett durchlesen und verstehen: