Defekte BMZ Hyperion: Betriebs- und Reparaturanleitung vor und nach Ausfall

An alle, die solche Speicher betreiben oder Probleme haben/hatten: Bitte helft mit, die letzten Unklarheiten zu beseitigen. Beantwortet meine Fragen ! Sobald ich mir endgülting sicher bin, veröffentliche ich
Umbauanleitung für Intakte Blöcke, Reparaturanleitung für defekte Blöcke, Betriebsanleitung für drohenden oder nahen Ausfall.

Ist es richtig , dass:

Der Balancer nur 4 Zellen gleichzeitig balanciert?

Das nach dem ersten Ausfall eines Blocks bald weitere ausfallen?

Ein Ausfall in der Reihenfolge erfolgt: Der max SOC wird immer kleiner, dann kommt die unbalanced meldung, dann fällt der Block aus ?

Nur bei strom über 1 A balanciert wird ?

An fachleute: Das gelegentlich auch einzelne balancerstufen defekt sind ?

Ausfälle eher nach längerem hohen Ladestrom erfolgen ?

Asfallzeitpunkte nur während Ladung sind?

Liefert gute Bilder der Platine, wer einen Block offen hat: Vorderseite und Rückseite, Auschnitt der Balancerwiderstände Vorderseite und Rückseite

( wird bei bedarf ergänzt)

Bitte in diesem Faden keine Diskussion! Anfragen erlaubt !

Die nachfolgenden Anleitungen sind immer aktueller Kenntnisstand und können sich ändern! Ich werde versuchen, Änderungen zu kennzeichnen.

Umbau VOR Defekt

Es ist notwendig, das Gehäuse zu öffnen und die Anschlüsse des schwarzen und roten Kabels in die Mitte zu verlegen.
Update:
Noch besser ist die Verlängerung des Roten/ schwarzen kabelendes mit zwei gleichlangen Kabelstücken, die bei 1/4 und 3/4 des busbar angeschlossen werden.

Möglicherweise muss die Verbindung der Blöcke auch in die Mitte gelegt werden.

In die mitte:


(Sorry ich hab beim malen nicht die mitte getroffen.

Bei 1/4 und 3/4 : die neuen Kabelstücke müssen gleichlang sein!!

In beiden Fällen muss der schwarze Zuleitungsdraht genauso geändert werden.

DAS ist alles, was man an einem Speicher ändern muss

Einfacher Versuch: mit einem ca 45 cm verlängerungskabel werden rot und schwarz an den freien Anschluss der "Brücke" angeschlossen.

Quelle Bilder: @brudertac

Falls noch nicht geschehen, muss das Zuleitungskabel Problem beseitigt werden

Betrieb vor Defekt.

Es ist notwendig, auf die Meldungen

"Unbalanced.." oder
SOC kleiner 100 %

Zu reagieren mit:

Einem besonderen Ladezyklus zum balancieren:
Komplette Ladung mit Strom ca 1,5 A oder
Strombegrenzung beim Laden auf 1,5 A

So oft/so lange bis die Meldungen weg sind.

Betrieb nach aktuellem Defekt

  1. alle Blöcke verhalten sich ähnlich und haben ähnlichen Betriebszustand. Also sind alle anderen Blöcke AUCH kurz vor Defekt.
    Wenn man jetzt einfach weitermacht wird der nächste Block bald folgen.

  2. Da das Problem mit höherem Ladestrom schlimmer wird: durch herausnahme eines Blocks verteilt sich die Ladeleistung auf weniger Blöcke. Wenn der Strom steigt, wird der nächste Block umso eher folgen.

Nützliche Massnahme : Ladezyklus wie oben beschrieben mit kleinem Strom.

Platzhalter

Links

Grober Überschlagsrechnung, wieviel Balancerarbeit durch die Einseitige kabelanbindung erzeugt wird.

Beitrag 55

Hallo, ich beteilige mich hier auch mal. Hab den Thread noch nicht gesehen. Mir sieht das so aus, als wenn jeder Zellverbund -> 22p (also 14 an der Zahl -> 14 Balancer) genau einen Balancingwiderstand hat.

Ich habe drei Speichermodule bisher geöffnet und habe genau dort, wo die Balancer defekt sind, enorme Zelldrifts bis zu 0,15 V zu allen anderen Zellen (die sonst auf gleicher Spannung waren) gemessen. Das waren dann am Ende auch die Abschaltgründe des Speichers

Die Abschaltung erfolgt hier nur durch das Main BMS des Speichergehäuses, auf Info durch das Slave-BMS des betreffenden Moduls. Also keine physische Abtrennung durch Sicherungen ausgelöst bis dahin

(Es gibt in seltenen Fällen auch Defekte an den Sicherungen, das soll in diesem Thread aber explizit nicht behandelt werden)

Wenn ihr nachmessen wollt, die Balancer beginnen am Pluspol auf Richtung der Platine, der Minuspol sitzt an der Seite, hier eingezeichnet. Ebenso die Modulbrücke in weiß. Die Müssen alle 15 Ohm haben, sonst ist einer durch. Meist sind dabei die Widerstände 5 von plus bzw. 5 von Minus als erstes durch, da diese die meiste Arbeit verrichten müssen:

In meinem Fall, hab ich nach der Abschaltung des ersten Blocks diesen abgesteckt und mit weniger weiter gemacht. Damit waren es dann ~50V weniger Spannung.

Da sich die Ladeleistung des Speichers dadurch jedoch nicht zwingend reduziert hat (da i. d. R. die Leistung auf dem Dach der Flaschenhals ist), hat der Ladestrom zugenommen. Damit sind dann auch weitere ausgefallen.
Ich bitte an der Stelle auch im Einklinken von weiteren Nutzern des Speichers, wie dahingehend Eure Erfahrung war.

Auch während dem Entladen, v. a. während unsere WP nachts noch geheizt hatte, oder beim Rausziehen größerer Ströme von z. B. Trockner.

sehr interessant! ich habe ein solches Modul von meinem Freund bekommen und auch eine Reihe mit 0,1v Zelldrift identifiziert. daraufhin habe ich diesen Thread gefunden.

Hast du damit das Problem wirklich behoben?

Ich habe eher keine Lust ständig die SMS Widerstände zu Wechseln und strebe nach einer dauerhaften Lösung. eine preisgüstige 1 A aktiv Ballancer Platine scheint mir passend, denn ich lade die zurückgebliebene Serie gerade mit 1A auf. dabei hebt es die Zellspannung um 0,9V.

Ein Neey 4A Ballanzer fürchte ich ist da völlig übertrieben und zu teuer, aber ich werde einen mal zum Test dranlöten.

kann mir jemand nen Tipp für ein einfaches und billiges Modul geben?

Grüẞle

PS: Die Lastwiederstände kochen die Platine ganz schön. Siehe Bild. kein Wunder das die Firma insolvent ist.

Wichtig ist, SOFORT das bzw. die beiden Y Anschlusskabel zu machen. Nach der letzten Anleitung.

Dann erledigt sich der Großteil des Balancierens.

Hallo, genau ab dem Moment wirft der Speicher erste Fehler aus bzw. stellt z. T. den Dienst ein. Hast du einen der Widerstände mal gemessen? Einer davon müsste defekt sein (extrem hoher Widerstand).

Das würde wahrscheinlich voll und ganz passen. Der NEEY mit bis zu 4A ist sehr groß dimensioniert - bietet aber auch für mich eine gewisse Kontrollmöglichkeit durch BT Zugriff. Wenn du welche findest, die auslesbar sind und 14s (oder mehr) unterstützen, passt das selbstverständlich auch.
Wenn du so was findest, wäre ich an einem Link durchaus auch interessiert, sollte ich mir irgendwann mal einen 2. Hyperion ins System bauen...

Ja, hat es. Wir haben einen anderen Thread, wo ich das peu a peu beschrieben habe, siehe dort ab den Beiträgen vom 03. September - brauchst aber so 5-10 min zum Lesen :smiley: :

Das unterschreibe ich auch so. Ob das Modul dann auch mit dem einen hochohmigen Widerstand noch hinterher kommt, könnte man durchaus testen. Er arbeitet ja nicht "gar nicht mehr", sondern "nur noch sehr wenig".

Mir war das zu heikel und an der Platine löten ist nicht meins - daher den aktiven Balancer.
Da es sich um einen NMC handelt mit fast linearem Spannungsverlauf, habe ich keine Mindestspannung fürs Balancen eingestellt. Somit kommt der aktive Balancer den passiven SMD-Widerständen immer zuvor

Ich hab den Neey 4A direkt an die Zellbänke gelötet, an den Stirnseiten ist das ohne Probleme möglich, aber schon aufwändig, da der BatteriePack komplett zerlegt werden muss.

Zellen über sind übernacht fast vollständig ausgeglichen, leider kein Top Balancing, sondern im Bereich um 3,8V. das ist natürlich nicht so toll aber deutlich besser als vorher.

jetzt lade ich mit meinem Solarakku noch so gut es geht ohne BMS aber mit laufendem Neey.

Da es so aufwändig war, das BMS anzulöten hab ich mal das BMZ angesteckt. ich wollte an den BalancerWiederständen messen, ob ich da nicht die Zellspannungen abgreifen kann um bei den anderen Packs so einfacher den Ausgleich zu realisieren. Das war ziemlich dumm, denn der Neey hat die 4A dabei über die Platine geschickt​:confounded_face:.

Das wollte ich hier noch als Warnung platzieren und gleichzeitig stirbt damit auch die Idee einen schwachen aktive Ballancer zusätzlich einzubauen. Die Leitungen auf dem PCB sind haarfein. Die wären auch bei 500mA schon durchgebrannt.

Das ist so ungefähr der Grund, warum die Änderung des Anschlusskabels plus und minus dringendst empfohlen wird. Man rettet sich damit aus der Anschliesserei eines Extra Balancers raus.

Außerdem gibt es noch einen Grund, einen Zusatzbalancer nicht uber die vorhandenen Leitungen/Platinen laufen zu lassen:

Der Spannumgsabfall auf den Leitungen wird dabei vom vorhandenen BMS mitgemessen! Und wenn das gleich ein paar 100 mV sind, durfte es ggf. Jede vorhandene Notbremse ziehen - wahrscheinlich auch die Sicherung.

Daher der dringende Rat : Zusatzbalancer NUR über eigene Leitungen direkt an die Anschlüsse des Blocks !

Hallo zusammen -

vielen Dank für diesen Diskussionsfaden und die Erkenntnisse, die Ihr zusammengetragen habt!
Als Besitzer eines - bislang problemlos laufenden - 1 1/2 Jahre alten BMZ Hyperion Long Life (12,6kwh) bin ich natürlich sehr daran interessiert, dass er wirklich möglichst lange lebt.
Ihr dürft mich jetzt dafür prügeln :upside_down_face: , aber ich habe Claude Opus das nachrechnen lassen,
und würde gerne die Ergebnisse mit Euch teilen. Der Python Code für das verwendete Modell liegt vor, so dass die Rechnung im Zweifel verifiziert werden kann.
Es gibt verschiedene Annahmen bezüglich der Verbinder - ich würde hoffen, dass Kupferverbinder verwendet wurden.
Im Erstpost kann ich leider kein Word Dokument als Anhang hinzufügen und auch keine Quellen angeben, aber ich hoffe, dass die Analyse trotzdem lesbar ist.

Eine Zusatzbetrachtung für Long Life gäbe es auch noch, wenn Interesse besteht. Bei meiner Installation ist die maximale Lade-/Entladeleistung durch den Wechselrichter auf ca. 4,3 kW beschränkt, was die Problematik schon deutlich reduziert.

Viele Grüße,

Georg

BMZ Hyperion – Netzwerkmodell der Balancing-Probleme

16. Okt. 2026 · @Georg

Einleitung

Beim Batteriespeicher Hyperion (Helios-Module) von BMZ treten öfter Probleme auf, die auf fehldimensionierte Balancer im BMS der einzelnen Module zurückgeführt werden. Jedes Modul besteht aus 14s22p NCA-18650-Zellen.

Im Akkudoktor-Forum wird die Theorie diskutiert, dass hohe Lade- und Entladeströme zusammen mit einer ungünstigen Auslegung der Anschlüsse die Ursache sind. Am häufigsten betroffen sind die 22p-Blöcke 1, 7, 8 und 14: Eingangsseite, Verbinder der beiden Ebenen und Ausgangsseite. Bei höheren Strömen soll in Zuleitern, Ableitern und Brückenverbinder ein Spannungsgefälle entstehen, das die Balance beeinflusst.

Dieses Dokument rechnet die Theorie mit einem Widerstandsmodell der Zellen und Verbinder nach und klärt, ob die Balanceprobleme von Anfang an bestehen oder erst durch verstärkte Alterung stärker belasteter Zellen entstehen.

Modell und Annahmen

Das Modul ist als vollständiges Widerstandsnetzwerk aus 308 Zellen nachgebildet: 14 Gruppen zu je 22 Zellen in zwei Ebenen zu je 7 Gruppen. Einseitig gespeiste Sammelschienen sitzen an Gruppe 1, an der Brücke 7/8 und an Gruppe 14; dazwischen verbinden Zell-zu-Zell-Platten die Gruppen. Die Fotos im Forum lagen nicht vor; die Geometrie ist aus den Beschreibungen abgeleitet.

  • 40 mΩ pro Zelle inklusive Schweißstreifen.
  • Sammelschiene von Ende zu Ende unbekannt, daher drei Werte: 0,5, 1,5 und 4 mΩ (Kupfer bis vernickelter Stahl).
  • 29 A Ladestrom, der Maximalwert laut Datenblatt.
  • Zellen laut BMZ-Datenblatt TerraE NCA 18650, Modul 14s22p, 66 Ah.

Ergebnisse

Das Modell reproduziert das Forumsmuster genau: Nur die Gruppen 1, 7, 8 und 14 sind betroffen. Die Gruppen 2, 6, 9 und 13 zeigen einen kleinen Rest, alle übrigen sind praktisch unbeeinflusst, weil die Querplatten die Ungleichverteilung innerhalb von ein bis zwei Stufen abbauen.

(hier wäre eine Grafik)

Innerhalb der betroffenen Gruppen trägt die Zelle am Anschluss je nach Schiene 8 bis 59 % mehr Strom als der Mittelwert, die Zelle am anderen Ende 4 bis 27 % weniger.

Korrektur an der Forumsrechnung: Durch jede Serienstufe fließt exakt derselbe Strom. Eine 22p-Gruppe bekommt deshalb nie weniger Ah als die anderen, egal wie sich der Strom in ihr verteilt; die parallelen Zellen gleichen sich in Ruhe untereinander aus. Der Ansatz „die letzte Zelle bekommt 299 statt 300 mV, also 0,3 % SoC weniger“ ist physikalisch falsch, denn Spannung unter Strom ist keine Ladungsmenge. Über diesen Weg sammelt sich keine echte Dysbalance an.

Mechanismus: Messfehler plus Balancing unter Strom

Der Spannungsabfall auf der Schiene liegt zwischen den BMS-Abgriffen, deshalb erscheinen Gruppe 1, 7, 8 und 14 unter Strom um bis zu 12,5 mV falsch (1,5 mΩ, 29 A).

Offset gegenüber Gruppe 4 bei 29 A:
Schiene / Abgriff am Anschluss / Abgriff Mitte / Abgriff am anderen Ende
0,5 mΩ / +4,3 mV / –1,1 mV / –2,8 mV
1,5 mΩ / +12,5 mV / –3,2 mV /–7,8 mV
4 mΩ / +31 mV /–8 mV / –18 mV

Der Fehler wächst linear mit dem Strom: bei 1,5 mΩ etwa 0,43 mV/A, bei 1,5 A nur noch 0,65 mV. Bei NCA im oberen SoC-Bereich entsprechen 12 mV grob 1–1,5 % SoC.

Balanciert das BMS während des Ladens, entlädt es genau diese vier Gruppen fälschlich. Laut Forum balanciert der Balancer vier Zellen gleichzeitig, und es sind genau vier Gruppen betroffen.

  • Ein 15-Ω-Widerstand bei 4,1 V zieht etwa 0,27 A und setzt etwa 1,1 W um.
  • Über 20–30 Minuten Ladephase oberhalb der Schwelle gehen etwa 0,1 Ah pro Zyklus verloren, also 0,15–0,2 % SoC.
  • Korrigiert wird das nur bei kleinem Strom. Bei täglichem Laden mit hohem Strom summiert sich der Fehler nach einigen Wochen auf mehrere Prozent SoC, also mehrere 10 mV am oberen Ende.

Das passt zur beobachteten Abfolge: Der maximale SoC sinkt, dann erscheint „Unbalanced“. In Ruhe sind die vier Gruppen dann wirklich niedriger, und die übrigen zehn Balancer laufen viele Stunden bei über 1 W – eine plausible Ausfallursache. Ob die Gruppen zu hoch oder zu niedrig erscheinen, hängt von der unbekannten Lage der Abgriffe ab; die Größenordnung bleibt gleich.

Sofort oder durch Alterung?

Das Problem ist von Anfang an da und nicht alterungsbedingt. Der Messfehler existiert ab dem ersten Zyklus, proportional zum Strom. Ob daraus echte Dysbalance wird, hängt am Lastprofil: wie lange das System mit hohem Strom im Balancing-Fenster ist und wie oft es danach bei kleinem Strom nachbalancieren kann. Das erklärt, warum Anlagen mit viel PV-Leistung pro Modul und Anlagen nach einem Modulausfall schneller kippen.

Ungleiche Alterung spielt nur eine Nebenrolle:

  • Die Zellen am Anschluss setzen mehr Ah um. Die Summe pro Gruppe ist aber fix, die Gruppe altert als Ganzes nahezu gleich schnell.
  • Die Mehrwärme der ganzen Gruppe liegt bei 1,5 mΩ bei etwa +1 %, bei 4 mΩ bei etwa +7 %.
  • Alternde Zellen bekommen höheren Innenwiderstand und ziehen weniger Strom; der Effekt dämpft sich selbst.

Mit der Zeit verschärft sich trotzdem etwas, eher über steigende Übergangswiderstände (Schrauben, Schweißpunkte) als über die Zellen. Offen bleibt: Laut Forum fallen meist die Widerstände „5 von Plus bzw. 5 von Minus“ zuerst aus; die Zuordnung auf der Platine müsste man auf den Fotos prüfen.

Folgerungen

Die Einspeisung bei 1/4 und 3/4 senkt den Messfehler um den Faktor 13 und ist die nachhaltige Lösung. Nachgerechnet bei 1,5 mΩ und 29 A:
Einspeisung / Offset Gruppe 1/7 / Zellstrom max./Mittel Gruppe 1
Am Ende (Serie) / 12,5 mV / 1,24
Mitte / 3,9 mV / 1,07
Zwei gleich lange Kabel bei 1/4 und 3/4: 0,9 mV 1,02

Das Laden mit etwa 1,5 A wirkt aus dem richtigen Grund: Der Messfehler verschwindet fast. Der Umbau ist aber die dauerhafte Lösung.

Test der Theorie mit einem Multimeter:

Die Gruppenspannungen an den BMS-Abgriffen einmal in Ruhe und einmal bei 20–29 A Ladestrom messen. Weichen nur Gruppe 1, 7, 8 und 14 um etwa 0,3–1 mV/A ab, ist der Mechanismus bestätigt. Aus der Steigung lässt sich der Schienenwiderstand zurückrechnen: etwa 0,29 mV pro A und mΩ beim Abgriff am Anschluss.

Danke für die Mühe. Das Grundproblem erscheint mir damit bestätigt.

Ich bin mit dem Ergebnis aber nicht ganz einverstanden , werde das in aller Ruhe ansehen und argumentieren.

So, ich fange mal an. Ich kann nicht in einem Rutsch schreiben, solange unten steh Fortsetzung folgt schreibe ich noch weiter.

Hier war ich von anderen ( und weniger ) Annahmen ausgegangen. Was nichts macht, da es keine dramatischen Unterschiede gibt. Das KI modell ist detaillierter on der Schriftform, was nicht heißt das manche Abnahmen bei mir auch existierten. Ich habe die gesamte und gerechnete Betrachtung im Kopf gemacht.

Man muss im Auge behalten, das die KI sich das als Ziel vorbehalten hat. Ich hatte vor allem das ziel, die falsche Verdrahtung (Seitenanschluss) als fehlerauslösend zu beweisen, und Verbesserungen durch Mittenanschluss. Das Alterung keine Rolle spielt ist für mich selbstverständlich, weil die fehletstatistik weder zu Alter noch zu bezriebsbedingungen und den zugehörigen Beschreibungen passt.

Das überrascht mich, ich hatte die Unterschiede eher im 10 % max bereich vermutet. Kann aber gut sein, das die schlechteste Zelle übler ist.

Mit dem folgenden bin ich nicht einverstanden, was ich im einzelnen kommentiere.

Das ist vollkommen unbestritten und wurde von mir auch so beschrieben.

Das ist soweit richtig. Was der KI aber entgeht, sind Verluste bei der verschobenen Ladung, und diese Verluste fehlen der Stufe 1,7,8,16 im vergleich zu den anderen.

Das eine KI den Schritt nicht versteht ist verständlich, da sind mehrere Schritte mit plausibilitätsrechnung drin.
Und bei genauem Hinschauen schliesse ich nicht aus, das die KI Recht hat.
Aber selbst wenn im Ladevorgang über ungleiche Strmverteilung und die Widerstände kein Verlust in Ah oder SOC entsteht, die obigen Ausgleichstrome und Verluste machen einen Verlust darin.

Die KI rechnet fein säuberlich die Ströme, und die Zellspannungen. So genau hatte ich das nicht, und meine Annahme darüber war kleiner.

Nein, Claude, nein. Das BMS balanciert nicht beim Laden. Auf jeden Fall nicht beim hohen Strom, und wahrscheinlich nicht beim kleinen Strom, und sicher nicht unter 4 V, oder einer ähnlichen Grenze. DAS fällt als Ursache für die Entstehende SOC Differenz Von stufe 1,7,8,16 aus.
Als Beweis: die Platine um die Balancerwiderstände Stufe 1 und 16 ist nicht durch Übertemperatur geschwärzt, also hatten die Stufen garkeine SOC differenz und keinen Balancerbedarf.
7und 8 sind aber geschwärzt, was ich eher auf einen Seiteneffekt der Nebenwiderstände zurück führe.

Der Balancer earbeitet also (nach Ladeende) 1 oder 16 nicht, 7 oder 8 nicht oder wenig, und die übrigen um den vollen Fehlbetrag (,der in 1 und 16 entstanden war.)

Das ist das Hauptproblem, und die Zahl 13 ist sogar größer als meine grobe Überschlagstechnung.
Insofern ist die geänderte Kabelverlegung als richtig bestätigt.
Das ist toll, denn bisher hatten doch viele Leute Zweifel daran.

Wenn Claude mal nachrechnen würde: reichen denn die Ladezeiten ( mit von claude angenommenen Balancerzeiten von 4 bis 4,2 V (und 1 W Balancerarbeit) überhaupt aus, um die Ständige Balancerarbeit zu erzeugen?
Meine Überlegung ist das Lade- UND Entladestrom ständig die Verluste erzeugen, die Beim Laden nur in der Zeit oberhalb 4,0 V in fen nicht betroffenen Zellen Ausgeglichen werden muss.

Fortsetzung folgt.

Hallo Carlos,

folgendes ist aus weiteren KI Dialogen noch herausgekommen: Natürlich ist das Widerstandsmodell nur ein zeitlicher Schnappschuss. Über ca. 7-10min im gerechneten Fall verändern sich die Zellspannungen und -ladungen so, dass das Stromungleichgewicht sich auflöst. Beim späteren Spannungsausgleich über die Verbinder in Ruhe geht laut KI keine Ladung verloren (Ohmsche Widerstände vernichten keine Ladung und die Verluste in den Zellen sind wohl vernachlässigbar) und der sollte etwa gleich schnell vonstatten gehen. Wenn die Balancer nur während dieser Zeit aufgrund falscher Spannungsinformationen aktiv wären, wäre das zu kurz, um größere Effekte hervorzurufen. Nach Analyse des Datenblatts des TI Chips hat die KI noch auf weitere mögliche Fehlerursachen in der Firmware hingewiesen, die als Hypothesen jedoch schwer überprüfbar sind. Für mich bleibt als Fazit vor allem, dass man hohe Ladeströme gegen Ende des Ladevorgangs vermeiden und im Winter zwischendurch dem Speicher Gelegenheit zum Balancen geben sollte, indem man ihn für 12h oder so auf 100% bringt (bei meinem Kostal Pkenticore werde ich versuchen, das über Setzen von Min SOC auf 100% herbeizuführen). Da bei Long Life die Zellenspannung für 100% nur einem tatsächlichen Ladezustand von 80% entspricht, erwarte ich keine Alterungsprobleme dadurch.

LG Georg

Da irrt die Ki.
Ohmsche Widerstände vernichten Ladung (was macht denn sonst ein Balancerwiderstand??) Und Zwischen Ladung und Entladung gibts auch verluste...

Das sagte ich.

Vergiss die Ki. Verluste durch den seitenanschluss sind real, und werden durch den doppelanschluss verringert. Fast beseitigt.

Das ist immer empfehlenswert und hat mit diesem Problem nichts zu tun.