Der durchschnittliche Haushalt verbraucht etwa 3000 kWh im Jahr. Das sind 350 Watt im Mittel und nach Standard Lastprofil etwa 800 Watt im Maximum.
Mit den 800 Watt pro Haushalt kann man arbeiten, wenn genug Haushalte gemittelt werden, die Mittelspannungsleitung für 10000 Haushalte sieht tatsächlich nur eine Lastspitze von 8000 kW.
Man legt die trotzdem noch größer aus, zum einen kann man so eine Leitung nicht jedesmal vergrößern, wenn wegen einem Neubaugebiet 50 Haushalte dazu kommen. Da plant man also so Reserve ein, dass es sicher für einige Jahre reicht.
Deswegen ist die Leitung dann auf 10000 kW oder so ähnlich dimensioniert.
Und bei so Leitungen baut man dann auch vielleicht drei Leitungen zu 5000 kW statt eine zu 10000 kW, damit ein Ausfall / Wartungsarbeiten bei einer Leitung nicht gleich 10000 Haushalte im Dunkeln lässt.
Im Endeffekt hat man dann allerdings eine mittlere Auslastung von unter einem Drittel, also etwa 3500 kW bei 15000 kW an Kapazität.
Mit Batterien kann man massiv die Strommenge erhöhen. Zum einen kann man die abgenommene Menge glätten, auch im Winter ist der Tagesschnitt nur 450 Watt / 4500 kW. Zum anderen können die Batterien bei Ausfall / Wartung einer der drei 5000 kW Leitungen einspringen.
Die Winterabnahme kann so um mehr als einen Faktor drei erhöht werden und trotzdem geht das Licht nicht aus, wenn eine der 5000 kW Leitungen ausfällt.
Beim Ortstrafo für 20 Haushalte gibt es zwar keine Redundanz für Ausfälle. Da sitzt man halt im Dunkeln, wenn der Ortstrafo ausfällt.
Dafür ist da eine riesige Überdimensionierung eingebaut, weil sich der Verbrauch der Haushalte schlechter mittelt. Durchlauferhitzer sind jetzt keine neue Erfindung und bei 20 Haushalten mit 11 kW Durchlauferhitzern muss man damit rechnen, dass ca. 6 gleichzeitig laufen (dafür gibt es Auslegungs Tabellen) und man einen ca. 100 kW Ortstrafo braucht. Das sind 5 kW pro Haushalt, der im Schnitt nur 350 Watt zieht.
Man kann das leicht mit einer Batterie glätten. Die Durchlauferhitzer laufen nicht lange und bei Elektroautos hat man zwar lange Ladungen mit 11 kW. Da reicht es aber, wenn man die Gleichzeitigkeit am frühen Abend absenkt. Es sollten da nicht zehn Autos gleichzeitig laden. Sobald es nur minimals teurer ist, wird man nachts (im Winter) oder mittags laden und nur wenn es wirklich nötig ist, um 18:00.
Damit reicht dann eine 100 kWh Batterie mit 50 kW für die 20 Haushalte zusammen zur Glättung und man kann im Winter auch gerne 3 kW verbrauchen pro Haushalt gemittelt über 24 Stunden in einer Kältewelle.
Für den lokalen Ortstrafo ist das okay, da würde nur die Mittelspannungsleitung überfordert werden, da die keine 3 kW pro Haushalt schafft.
An die kann man allerdings zur Entlastung Erzeugung anschließen und zwar nicht nur PV, sondern auch Wind und große Motoren.
PV alleine schafft die Entlastung vielleicht, wenn die Mega Kältewelle an einem sonnigen Tag im Februar auftritt.