Ist jetzt doch etwas ausgeartet, ich wollte allderings hier mal meine Erfahrung mit der Bedarfssteuerung teilen:
Ich probiere jetzt seit etwa 1,5 Jahren mit der Bedarfssteuerung herum. Meine 5 ATXDs und eine ATXF sind hierbei in den unterschiedlichsten “Raumarten” verteilt:
In den beiden Kinderzimmern (~16m²) habe ich zum Großteil (durch Schule) eine niedrige Temperatur von 16° eingestellt und heize vor Schulschluss dann den Raum auf 20° auf.
Das Schlafzimmer wird auf 16° gehalten. Der Stromverbrauch ist hier sehr gering, dafür aber häufiges Takten. Einzige Anlage ohne Möglichkeit zur Bedarfssteuerung.
Im Badezimmer (8m², kleinster Raum) habe ich Nachts 20° und Tagsüber 22,2° eingestellt. Hier brauch die Anlage für die geringe Raumgröße recht viel Leistung um den Raum auf Temperatur zu halten. Außerdem hat der Raum ein denkbar kleines Luftvolumen. Meiner Meinung nach eine der schlechtesten Konstellationen für eine Klimaanlage.
Die Küche wird vom Flur aus beheizt und wird zwischen 17 und 19° gehalten. Da es hier relativ offen ist, ist das ganze auch eher Träge und die Luft verteilt sich nach und nach.
Der Wohn-Ess-Bereich ist recht lang und wird von einer Anlage beheizt. Tagsüber 22°, Nachts 19°. Benötigt für die Größe (vermutlich etwa 25-30m²) für mein Empfinden erstaunlich wenig Energie. Der Raum ist allerdings durch die Luftmenge sehr träge. Der Stromverbrauch ist hier quasi identisch zum 8m² großen Badezimmer.
Der Wohn-Ess-Bereich ist das kleinste Problem. Hier hat man nur über ein paar Stunden eine Temperaturdifferenz von 2° über die gesamte Länge. Das löst sich dann nach ein paar Stunden auf. Ist aber ein “Problem” der Temperaturregelung und nicht der Bedarfssteuerung. Die Anlage läuft ab 10° eigtl. komplett durch. Ob ich hier 100% Bedarf mache oder eine eigene Regelung nutze ist quasi irrelevant bis auf die höhere Leistung beim morgigen Wechsel (19° → 22°). Gerade eben ist die Anlage nach fast 10 Stunden Laufzeit (04:30 - 14:20) das erste mal ausgegangen und nach 10 Minuten wieder angelaufen. Dabei ist durch die Raumgröße kein wirklicher Temperaturunterschied zu bemerken.
Das Problem ist das Badezimmer durch das geringe Luftvolumen. Hinzu kommt eine seltsame Regelung der Anlage, welche die Leistung immer weiter erhöht, wodurch die Temperatur unnötig ansteigt und die Anlage schaltet sich selbst wieder ab. Aber auch hier habe ich mit 100% Bedarf eine Laufzeit >45 Minuten ab 10° AT. Ab 7-8° läuft die Anlage über eine Stunde durch. Meine Bedarfssteuerung habe ich schon mit unterschiedlichsten Ansätzen implementiert, allerdings funktioniert keiner bisher so gut wie die interne Regelung der Anlage. Die Anlagen reagieren auf eine Erhöhung noch recht akzeptabel, aber ein Senken der Bedarfssteuerung ist einfach viel zu träge und macht sich teilweise erst im nächsten Zyklus bemerkbar. Leider habe ich dann das Problem, dass die Anlage auch sehr träge wieder anläuft und der Raum von 22,5 teilweise auf 20,5° abfällt. Ich könnte das Bad bei 8° auch mit 30% Bedarf heizen, allerdings fällt die Temperatur nach einem Zyklus dann viel zu stark ab.
Ich werde hier vermutlich maximal wieder auf die simple Berechnung des Bedarfs als Heizkurve zurückgehen. Auch hier wird das Badezimmer ggfs. ausgespart.
Grundsätzlich sind wir mit den Anlagen als Heizung in allen Räumen sehr zufrieden. Nur mein Drang die Anlagen Durchlaufen zu lassen und möglichst wenig Strom zu verbrauchen macht es etwas schwierig 