Daikin und die Tücken der Bedarfssteuerung

Ich würde mal sagen das definierst du selbst indem du bei dem/den anderen Gerät(en) die Bedarfssteuerung deaktivierst.

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Jetzt wo du es sagst klingt es logisch. :grin:

Danke

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:slightly_smiling_face:

Ja, die Onecta App ist schon etwas zickig.
Deshalb kontrolliere ich die Einstellungen so 2-5min nachdem ich sie vorgenommen habe nochmal nach. So ca. in einem von drei Fällen ist es dann so, dass die App die Einstellung nicht übernommen hat. Spätestens beim zweiten Einstellen hat es bisher immer geklappt.

Ich habe ECONO immer aus und die Bedarfssteuerung funktioniert inzwischen tadellos.
Einzig ich muss die Anlage im Standby durchlaufen lassen.
Wenn ich ihr zwischendrin den Strom wegnehme, dann zickt sie rum und fährt irgendein Daikin Standardprogramm und geht auf hohe Leistung und hohe Auiswurftemperaturen. Wenn sdie Anlage ein paar Stunden im Standby war, bevor sie loslegen muss funktioniert auch alles tadellos. Die Bedarfssteuerung muss ich auch nicht mehr auf Zeitplan laufen lassen, da hat Daikin, wohl die Probleme endlich in den Griff bekommen.

Meine 3MXM läuft ausschließlich auf 40% Bedarfssteuerung zum Heizen.
Ich nutze sie nur morgens zwischen 6:30 und 10Uhr und am frühen Abend zwischen 16:00 und 20:00Uhr, da hebt sie die Temperatur in den Schlafräumen an, damit morgens das Aufstehen nicht so schwer fällt und nachts beim zu Bett gehen der Raum nicht zu kalt ist.
Ich habe die Innengeräte auf 16°C heizen stehen und die Onecta App zeigt 20°C an, das passt auch ungefähr mit der gefühlten Temperatur.
Wenn die Anlage zur programmierten Zeit anläuft, geht sie kurz auf so um die 600W für wenige Minuten und pendelt sich dann zwischen 180 und 250W ein.
Nur als wir deutliche Minusgrade (-8°C bis -6°C) hatten, ging der Verbrauch auf bis zu 350W hoch, bei wie oben beschrieben 40% Bedarfssteuerung und ECONO aus..
An den Innegeräten war die Ausblastemperatur immer so um die 22°C.

Herzliche Grüße
Eclipse

Das ist aber noch sehr diplomatisch ausgedrückt. Ich finde, in der heutigen Zeit, sie ist schlicht grottenschlecht. Und mit dem abschaffen der offenen API (wohl um sich mehr Kunden an die eigene Cloud und/oder sauteure RS485 Hardware zu binden) wurde die Einbindung der Geräte in ein Smarthome wesentlich komplizierter bzw. man muss durch Zusatzkosten auf third-party Hardware zurück greifen mit der auch noch die Gewährleistsung verfällt. Und das wo ein WLAN Modul bei neueren und/oder etwas teureren Geräten brereits verbaut ist.

Das ist meiner Meinung nach sehr schade.

Wie hast du das gemessen? Das würde ich auch gern mal machen.

Ich nehme ein Laserthermometer und messe die Temperatur der Kunststofflamellen an der Ausblasöffnung des Innengerätes.
Ist das verständlich? Wenn nicht kann ich auch mal ein Foto machen, wenn ich das nächste Mal messe.

Herzliche Grüße
Eclipse

Alles gut, eine gute Idee, perfekt :+1:
Dann werde ich da auch mal mit der IR Kamera einen Blick drauf werfen.

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Ich habe es bisher übrigens nicht geschafft, die Bedarfssteuerung wieder in den Auto-Modus zu versetzen.

Zunächst habe ich sie auf 100 % gestellt, nach einiger Laufzeit ausgeschaltet. Später auf Auto.

Die 2MXM blieb bei 19 Grad mit kleiner Lüfterstufe hängen. Bei Erhöhung der Temperatur änderte sich nicht die Ventilator-Drehzahl. Aktivieren von „Leistungsstark“ brachte keine Veränderung.

Das bedeutet, das die Anlage wieder auf die vormals eingestellten 40 % zurückgegriffen hat.

Mittlerweile finde ich die Funktion so fehlerhaft oder zumindest unverständlich, das es von Daikin fast schon fahrlässig ist, Endkunden eine Konfiguration anzubieten. Dann lieber ein fester Auto-Modus + Economy. Das mindeste wäre eine Dokumentation für diese Funkion.

Da gehen die Meinungen sicher auseinander, ich persönlich habe kein Interesse morgens zu überlegen, auf was ich meine 4 Geräte einstellen muss um die Solltemperatur zu erreichen. Zumal der Einspareffekt überschaubar ist. (Zumindest bei meinen Anlagen, mir ist bekannt das einige Probleme haben weil die Geräte unnötig viel verbrauchen.

So, das musste ich einfach mal loswerden. :grin:

Ich verändere den Wert für die Bedarfsteuerung vier bis fünf Mal pro Heizperiode.

Herbst, Winter, knacke kalten, ausgehender Winter, Frühling.

(wobei vom Frühling bis zum Herbst lasse ich die gleiche Einstellung, Anlage läuft ja sowieso nicht)

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Ich habe über Monate versucht die Bedarfssteuerung über die onecta-App in den Griff zu bekommen und viele Stunden mit der Konfiguration von Zeitplänen verbracht. Manchmal hat es für ein paar Tage funktioniert, dann wieder mehrere Tage gar nicht.

Seit wenigen Wochen habe ich an meinen beiden Multisplit-Anlagen jeweils ein “Master-IG” mit einem faikout-Modul ausgestattet. Bei den anderen IG ist die Bedarfsteuerung deaktiviert. Die Einstellungen der Master-IG werden von diesen übernommen. Gesteuert wird über Homeassistant. Das klappt manuel prima, automatisiert schon zu ca. 70%.

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Was mich auch wundert: bei mir macht der, insbesondere bei 40% Bedarfssteuerung, genau jede halbe Stunde eine Taktung.

Ist aber kein abtauen.

Versuch mal 40% Bedarfsteuerung und gleichzeitig Tsoll deutlich über Tist zu setzen. Bei mir verschwindet das takten komplett, ohne nennenswerte Erhöhung der Leistungsaufnahme.

Vermutlich weil sie die Solltemperatur überhaupt nicht mehr erreicht, dann würde Takten keinen Sinn machen.

Die Frage ist auch, sorry das ich mich wiederhole: Ich hatte von Auto auf 40 % gestellt. Zurückstellen ging (oder geht?) nicht. Auch nicht nach ausschalten, Sicherung raus, auf 100 % setzen, Bedarfsteuerung abschalten.

Danach im Auto-Mode lief sie offensichtlich weiter auf 40 %. Ich kann die Bedarfssteuerung jetzt abschalten oder auf 100 % setzen oder abschalten, dann läuft sie wieder mit voller Leistung. Auto-Mode geht wie gesagt nicht.

Wenn ein solches Problem besteht, wer sagt dann eigentlich ob die Werte überhaupt richtig übernommen werden und mit welcher Leistung die Anlage läuft? Das eine Anlage genau im 30 Minuten Intervall taktet ist doch ziemlich ungewöhnlich, oder?

Für mich persönlich haben sich einige Fragen aufgetan weil ich den Eindruck habe, das die Bedarfssteuerung einiges durcheinander bringt und jetzt bin ich skeptisch. Vielleicht bringt der Auto-Modus überhaupt nichts an Einsparung, könnte sogar kontraproduktiv sein.

Ich hatte in unserer FTXM25A lange Zeit die Bedarfssteuerung auf 40% eingestellt, fragt mich nicht warum, aber gefühlt machte es keinen Unterschied zu Bedarfssteuerung auf Auto. Das was gefühlt einen großen Unterschied gebracht hat, war es die Wohnzimmertür nicht offen (kälterer Flur und Treppe nach oben) stehen zu lassen, sondern anzulehnen und das schwenken abzustellen und auf „Komfortstellung“ festzustellen. Dazu nicht mehr im Tagesverlauf mit niedriger Temperatur zu starten und gegen Abend langsam die Temperatur zu erhöhen, sondern direkt morgens beim einschalten die Temperatur festlegen die ich abends auch „brauche“ und die Anlage läuft nahezu durch:

Der Unterschied ist das sie die Solltemperatur nicht mehr erreicht wenn die Bedarfssteuerung manuell zu klein gesetzt ist. Das macht sie im Auto-Mode nicht. Da kam bei mir die Frage auf, ob sie auch wieder automatisch runterregelt.

Aber wenn ich deinen Beitrag richtig interpretiere scheint das zu funktionieren.

Nochmal nachgefragt zum Verständnis: Da es ein Inverter ist müsste man, um der Bedarfssteuerung auf die Schliche zu kommen, ermitteln wie hoch die zur Verfügung stehende Maximal-Leistung wäre. Und nicht den Momentanverbrauch.

Oder habe ich das falsch verstanden?

Nö, kannst ja mit externen Lösungen dir übers S21 Protokoll die Kompressorfrequenz holen und so nicht nur die daraus resultierende Leistung auswerten. Dann ist man sich sehr zielgerichtet sicher welcher Betriebspunkt gerade läuft.

Ich kann nur subjektiv nichts mit einer Funktion anfangen die eine "BlackBox" Beschreibung vom Hersteller hat und diverse seltsame, unnachvollziehbare Verhaltensweisen zeigt. Darum sehe ich da kaum einen Sinn für mich drin, außer man hat eben Spaß dabei.

Ich bin der Meinung das die Bedarfssteuerung die Kompressorfrequenz begrenzt. Wenn man direkt ermitteln oder auslesen kann wo diese Begrenzung liegt, OK.

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Begrenzung der Frequenz Stufe. Sehe ich auch so.Ich habe ja nur eco fix. Je nach Temperatur schwankt die Leistungsaufnahme im Bereich 650 bis ca 720 W. Passt in meinem Fall recht gut solange es nicht deutlich ins Minus geht.

Ich habe die These, dass die Onecta App gut oder schlecht funktioniert, je nachdem mit welchem Server man verbunden ist.

Evtl mal ausprobieren, ob man mit einer entsprechenden Konfiguration des Zugangs zum Netz auf einen anderen Server, bzw einen Server eines anderen Landes kommt.

Ich sehe das eher als einen Multiplikator der Stellgröße und nicht fixe Grenze. Der Econo-Modus begrenzt nach neim Wissen auf etwa 60% der Leistung. Der daraus resultierende Bereich kann dann mit dem Multiplikator "Bedarf" beeinflußt werden.

Wie gesagt, mit ein paar Stützstellen nach meiner individuellen Raumerfahrung fahre ich aktuell hiernach:

/***************************************************************************************************
 * 6️⃣ DEMAND-STÜTZSTELLEN
 ***************************************************************************************************/
const demandCurve = [
    { temp: -5, demand: 65 },
    { temp:  0, demand: 60 },
    { temp:  5, demand: 50 },
    { temp: 10, demand: 45 },
    { temp: 15, demand: DEMAND_MIN }
];

Dabei sind die Werte üppiger zum Aufheizen gewählt. Bei Erreichen des Sollwertes wird automatisch der Bedarf um 10% gesenkt. Sollte der Istwert +-0,5°C neben den Sollwert fallen, werden die 10% wieder deaktiviert. Das ganze bei einem Regeltotband von 0,2°C.

Dabei kommen Betriebszustände von minimal 12Hz und maximal 48Hz des Kompressors vor.