Daikin Split-Klima Bedarfsteuerung-Diskussion [abgetrennt]

Es geht los mit der Heizsaison. Leider auch die Auseinandersetzung mit der Bedarfsteuerung. Ein bisschen hatte ich auf die neue Firmware gehofft. Bei der 2MXM50A lief es auch zufriedenstellend. Die 3MXM40A zickt aber wieder rum.

Wenigstens kam tagsüber der komplette Strom aus der PV-Anlage.

Sieht so aus, dass die zu schnell in die Überhitzung reinkommt und dann wieder eine Notbremsung macht. Also gar keine Zeit hat, langsam runter zu modulieren. Trägerer Sensor würde helfen, aber da müsste man basteln.

Eigentlich sollte die ja bis 200 W runter modulieren.

Ja, das hatte auch schon mal funktioniert. Heute trotz Versuchen mit und ohne Bedarfsteuerung und Tsoll=Tist-3K nicht.

Bißchen spät, aber kann das bestätigen.

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Man sieht bei Dir ja leider nur das Ergebnis der Einstellungen, aber nicht, was zu diesem Ergebnis geführt hat. Sowohl meine 2MXM40 als auch mein 3MXM40 haben kein Problem, durch zu laufen:

Vielleicht kannst zur elektrischen Leistungsaufnahme mal alle anderen entscheidenden Anlagenparameter dazu packen. Könnte bei der Problemanalyse hilfreich sein.

Welche Parameter meinst du?

IG-Soll, IG-Ist, Bedarfssteuerung, Kompressorfrequenz, …

Möglichst über zwei bis drei Perioden An/Aus und möglichst fein aufgelöst.

Die Werte kann ich leider nicht mit HA auslesen. Die Entitäten gibt es nicht in der Onecta-Integration und ich habe keine Faikin-Module. Mit Faikin hätte ich das Problem vermutlich nicht.

Wenn Du nur eine Onecta-Anbindung hast, bist Du leider schon ziemlich am Ende mit Deinen Möglichkeiten. Es ist ja völlig unklar, wenn Parameteränderungen in der Cloud ankommen und wann sie in HA verfügbar sind. Bis dahin kann die Anlage schon Regelungen vorgenommen haben, die Du gar nicht willst.

In meinen Anfangswochen war ich grundsätzlich mit dem Verhalten bei “Bedarfssteuerung=AUTO” nach einigen Tagen schon relativ zufrieden. Es lief bei weitem nicht so gut wie jetzt, aber die verzögerte Anpassung von Bedarfssteuerung und Solltemperatur durch die Cloudanbindung sollte es kompensieren können.

Welches Ziel möchtest Du mit der Bedarfssteuerung erreichen, bzw. welches Problem lösen?

Ich habe meine Ziele bezüglich Laufzeiten erreicht. @ytsch ist mit der Leistungsaufnahme und der Taktung seiner Geräte unzufrieden.

Dann probiere ich das auch mal mit “Auto”. Im letzten Winter hatte es bei 40% Bedarfsteuerung gut funktioniert, aber das bekomme ich nicht mehr hin.

Es ist schon ein Jammer, dass der Zugriff per Onecta Integration so miserabel ist und auch die Einstellung per App nicht zuverlässig funktioniert.

Meine Erfahrung ist, dass die Onecta App, bzw die Reaktionszeit und die Zuverlässig der Einstellungen stark variieren kann. Wenn es gut funktioniert, dann funktioniert es wirklich gut. Wenn es nicht funktioniert, dann kann es wirklich nervig sein.

Meine Theorie hierzu (die ich nicht belegen kann) ist, dass es unterschiedliche Server gibt, mit den man, bzw das Innengerät verbunden wird.

Bei mir funktioniert die Onecta App um die Einstellungen der Daikin Single-Split zu verändern seit dem letzten Winter zuverlässig (alle Änderungen werden übernommen) und schnell.

Ich verändere aber auch fast nichts.

an/aus (1x täglich) sowie ab und zu mal die Bedarfsteuerung, wenn die Aussentemperatur sich stark verändert. Ich schätze insgesamt 5-6 Mal in einer Heizsaison.

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Zu dem Thema habe ich vor einigen Monaten mal eine Diskussion im Faikin github gelesen.

Ich erinnere mich daran, daß z.B. die App recht dämlich ist, was das _enden von Befehlen an den Server angeht. Wenn man den Slider für die Bedarfssteuerung verschiebt, z.B. von 40% auf 60%, dann schickt die app etliche Befehle an den Server, für 45, 50, 55, 60, in sehr schneller Abfolge, je nachdem wie schnell man den Finger bewegt. Und da das Internet nunmal das Internet ist, und Webserver Warteschlangen, ist nicht gesagt, daß diese Befehle in genau der Reihenfolge dann auch abgearbeitet werden. Mit etwas Glück kriegt die App das dann allerdings irgendwann mit, wenn sie die Werte vom Server zurücksynchronisiert.

Dann kommt wohl hinzu, daß die Klimaanlage den Wert der Befarfssteuerung nicht an den Server zurückmeldet, im Gegensatz zu anderen Werten.

Und dann ist es natürlich Grundsätzlich so, daß hier Drei Systeme miteinander synchronisiert werden müssen:

  1. App wird mit Server synchronisiert
  2. Server synchronisiert mit der Klimaanlage bzw. dem WLAN-Modul (was dann auch noch mit dem eigentlichen Gerät synchronisiert...)

Das ist nicht leicht. Und wenn man dann sieht, wie simpel bei Daikin offenbar alles gestrickt ist, dann hat man nicht das Gefühl, als wäre Daikin die Problematik auch nur bekannt, geschweige denn daß sie daran arbeiten würden dies zuverlässiger zu machen.

Statt dessen machen sie es schlimmer, indem sie den lokalen Zugriff blockieren, jede Automatisierung über die Server-API erzwingen, und sich dann auch noch überrascht zeigen, daß Server, und damit API-Zugriffe, Geld kosten, und daher dann limitiert werden mussten.

Das wäre nicht das erste mal, daß eine Firma, bzw. die dortigen Mitarbeiter, absolut super sind was Hardware angeht, und vielleicht auch tolle Firmware für Microcontroller schreiben können (siehe das gute Regelverhalten bei Daikin), aber das dann noch lange nicht heißt, daß Sie gute Apps für Smartphones können und eine aufwendige weltweite Severinfrastruktur im Griff haben. Vom Management mal ganz zu schweigen.

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Interessant. Die Panasonic App macht es komplett anders. Die wartet ab, bis man die Änderungen fertig eingegeben hat, macht dann eine Gedenksekunde und schickt dann die Änderungen gesammelt an den Server.

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Genau so sollte man das auch programmieren. Wie man halt auch die meisten Webinterfaces programmiert.

Oder man lässt halt den ganzen Cloudzwang ganz bleiben. Ich frage mich was diese Unart soll. Locale API/App sollte Standard sein, zumal man per VPN auch von unterwegs so immer Zugriff hat.
Für die ganz grossen Dau kann man ja dann immer noch eine Cloud anbieten und sich bezahlen lassen.

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Das ist doch für 80% der Nutzer viel zu komplex. Das geht nur über Cloud-Lösungen und selbst das ist oft noch zu kompliziert.

Stell dir mal vor, du sollst einem normalen Benutzer ohne viel Computerfahrung als Hersteller erklären, wie er ein VPN einrichtet. Und dann stell dir vor, an welchen 1000 Sachen man was falsch machen kann.

Lösungen, die sich durchsetzen sollen, müssen kinderleicht sein. Nur deshalb konnten sich Smartphones zum Beispiel so verbreiten.

Insofern: Cloud ist in meinen Augen schon ok und die einzige Technologie, um es massentauglich zu machen. Wäre halt nur gut, wenn es immer auch noch eine lokale API gäbe. Vielleicht schreibt das ja mal die EU irgendwann vor.

Die Lösungen setzten sich durch weil die Konsumenten einen Mehrwert daraus für sich erkennen. Aus einer VPN Verbindung erkennt niemand aus der breiten Masse einen offensichtlichen Mehrwert. …. funktioniert ja auch so… Und darum rennen so viele mit ihren Sicherheitsrisiken und Datenschleudern zB in Form von Android 6/7 rum und denken es wäre alles loko. Erst wenn dann ihr geliebtes Daddeltool in Form von WhatsApp oder dann doch das Homebanking wegen fehlender Sicherheit den Dienst quittiert, wird notgedrungen etwas getan. Und Hersteller tun nur etwas wenn man Profit daraus generieren kann oder Regularien/Gesetze einen dazu zwingen. Gute und günstige Lösungen müssen Nutzer schon selbst fordern auch indirekt über die Nutzung.

Und sorry wer keine Lust hat oder es nicht hin bekommt muss eben zahlen. Nicht schön aber Realität.

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Mein Wunsch wäre:

Lokale API, mit der die App direkt redet, falls im gleichen WLAN.

Dazu eine art Proxy-Lösung per Cloud, die allerdings nur einen (verschlüsselten) Tunnel zwischen App und der selben lokalen API bereit stellt.

Das macht alles deutlich einfacher, da es keine zwei verschiedenen Lösungen (Lokal + Cloud) gibt, die vom Hersteller gewartet werden müssen, und keine komplizierten Syncronisierung zwischen einem Cloud-Status, Api-Status und Gerätestatus. Lediglich die Proxy-Lösung in der Cloud muss implementiert werden.

Falls die Cloud ausfällt: Kein Problem, nur Remotezugriff fällt aus, damit können die meisten Kunden für eine Weile leben.

Lokal sind sämtliche Zugriffe sehr schnell und zuverlässig, ohne Umweg über die Cloud.

Darauf aufbauend kann der Hersteller gerne noch Zusatzleistungen per Cloud anbieten, dann gerne kostenpflichtig. Irgendeinen KI-Quatsch, oder tolle statistische Auswertungen, was auch immer er will. Und wenn er will, auch kostenlos, wenn er meint sich das leisten zu können.

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