Daikin Split-Klima Bedarfsteuerung-Diskussion [abgetrennt]

Die Tabelle oben suggeriert nicht direkt, dass es pro IG gilt. 2,4kW Aufnahme bei 4kW Kühlleistung wäre auch etwas schwach..

Vielleicht auch pro Innengerät?

Unter 1) wird auch von der Gesamtleistung jedes Innengerätes gesprochen.

ich denke nicht, dass mit einem 40er AG 3x4kW Kühlleistung möglich sind.

Das andere ist vermutlich ein Übersetzungsfehler, es wird Gesamtleistung jedes aller Innengeräte gemeint sein.

Die 0,83 kW Maximum für das Außengerät erscheinen mir nicht plausibel. Beispiel Eurovent:

https://www.eurovent-certification.com/de/catalog/program/certificate/participant/model/show/202060557

Im Punkt TOL hat man 2,52 kW Heizleistung / 1,90 COP = 1,33 kW Leistungsaufnahme. Im Bivalentpunkt bei -7 Grad sind es 4,25kW/2,61 = 1,63 kW Leistungsaufnahme.

Die Fußnote 1) bedeutet, dass man in Summe maximal Geräte mit insgesamt 7kW Kühlleistung anschließen kann. (z.B. 1,5+2,0+3,5 oder 2.0+2.5+2.5 etc.)
Innengerätekombination 3.5+2.5+1.5 oder 3x2.5 geht z.B. schon nicht mehr.
Ist natürlich daikintypisch formuliert...

Das AG ist mit SEER 8,50 angegeben.

ich habe eine Stylish 3,5KW Single Split Klimaanlage, eine Stylish 2KW Single Split Anlage und eine 2MXM40 Multisplit Klimaanlage mit Stylish Innengeräten.

Die Multisplit Klimaanlage konnte ich mit Bedarfssteuerung Auto 40% deutlich optimieren. Ja, die beiden Parameter (Auto und Prozentwert bei Autobetrieb) gehen wirklich zusammen, wenn da 40% eingestellt ist behält er dies, auch wenn da Auto steht! So konnte ich den Verbrauch enorm senken, der Econo Modus hat nur wenig gebracht und ich habe diesen deaktiviert bzw für mich habe ich da keinen Nutzen feststellen können bei der Multisplit. Liegt wohl daran, dass das System sowieso schon stark runtergetaktet ist mit 40%.

Die beiden Single Split Klimaanlagen habe ich bei Bedarf im Econo Modus bei Plusgraden, bei kalten Temperaturen habe ich den Econo Modus aus, sonst reicht die Leistung nicht aus. Dabei habe ich immer die Bedarfssteuerung auf Auto + 100% gestellt. War für mich hier am sinnvollsten, die Single Split takten schon ganz gut im Vergleich zu den Multisplit Anlagen, die ich auf 40% drehen musste um in einen guten Bereich zu kommen. Ich kann daher nur empfehlen bei einer Multisplit Anlage von Daikin die Bedarfssteuerungs Parameter auszuprobieren was passt.

Meine Erfahrungen zur Bedarfssteuerung:

  • Die Prozentzahl bei „manuell“ beeinflusst die maximale Leistung, auch wenn „Auto“ ausgewählt ist. Wird kurz von Auto auf manuell und wieder zurück gewechselt, um die Prozentzahl anzupassen, dann wird die Leistungsaufnahme kurzfristig angepasst. Daher schließe ich bei diesem Phänomen einen Einfluss des Lerneffektes aus.
    Dennoch wird z.B. bei Auto 40% die Leistung anders geregelt als bei reinem Manuell 40%. Hier scheint dann der besagte Lerneffekt zu greifen.
  • Wird ein Bedarfssteuerungs-Zeitplan aktiviert, dann wird die Manuelle Einstellung vollständig ignoriert und automatisch auf 100% zurückgesetzt.
    Wird ein Bedarfssteuerungs-Zeitplan deaktiviert, dann wird dieser auch permanent gelöscht!
  • Wird auf Manuell 100% umgestellt, dann wird dies häufig nicht übernommen, obwohl dies korrekt angezeigt wurde.
  • Um die maximale Leistungsaufnahme einer Multi-Split-Anlage zu begrenzen können alle Innengeräte auf 40% manuell und Auto gestellt werden. Zur Anpassung muss nun bei lediglich einem Innengerät der Anlage die Prozentzahl bei manuell angepasst werden. Hiernach kann bei diesem Gerät auch wieder auf Auto gewechselt werden.

Diese Beobachtungen/Erfahrungen konnte ich alle durch diverse Versuche und Leistungsmessungen mithilfe eines Shelly PM mini Gen3 nachvollziehen.

Hi, danke für Deine geteilten Erkenntnise zur Bedarfsteuerung. Du sagst wenn man für die Bedarfssteuerung einen Zeitplan aktiviert, wird die Bedarfssteurung auf 100% zurückgesetzt . . .gilt das auch wenn man im Zeitplan die Prozentzahl auf z.B. 40% angibt? Macht irgendwie kein Sinn das ganze . . . . Grüße

Hallo, die Prozentzahl unter dem Reiter Manuell wird auf die standardmäßigen 100% zurückgesetzt, aber komplett ignoriert, da nun alleinig der ausgewählte Zeitplan befolgt wird.

LG

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Kann man die Bedarfsteuerung eigentlich auch mit der Fernbedienung ohne Cloud einstellen?

Nein, das geht nicht.

Gestern (13.06.2025) gab es eine Wetterlage, die für Klimageräte schon eine kleine Herausforderung war. Dabei habe ich festgestellt, dass die Bedarfssteuerung im Kühlbetrieb eine viel stärkere Limitierung der Klimaanlage bewirkt als im Heizbetrieb.
Folgende Situation:

  • Außentemperaturen von 09:45 Uhr bis 16:30 Uhr zwischen 30 und 35°C
  • 10:00 Uhr Raumtemperatur 24,5°C, Raumsoll 23,5°C, Beginn Kühlbetrieb mit Bedarfssteuerung 40%
  • Bis 11:00 Uhr stetige Erhöhung der Bedarfssteuerung in 5%-Schritten auf 95%
  • Raumtemperatur steigt bis 14:30 Uhr langsam, aber kontinuierlich, auf 25,2°C
  • Leistungsaufnahme bleibt konstant bei 520-550 W
  • Zwischen 14:30 Uhr und 15:30 Uhr "fällt" die AT von 35°C auf 30°C, Leistungsaufnahme steigt auf 600-700 W
  • Raumtemperatur sinkt in der Zeit auf die eingestellten 23,5°C

Aus Testläufen ohne Bedarfssteuerung weiß ich, dass die Anlage bis zu 1400 W ziehen kann, um die notwendige Kühlleistung zu bringen. Für mich ergibt es deshalb überhaupt keinen Sinn, dass die Anlage (Anlagensoll 18°C) während der hohen Außentemperaturen mit so geringer Leistung läuft während die Raumtemperatur weiter ansteigt.

Hat jemand unter ähnlichen Voraussetzungen dieselben Erfahrungen gemacht?

gab es nicht mal Vermutungen, dass (speziell) die Bedarfssteuerung nicht übernommen wird?
Es gibt ja kein event um 14:30, dass die Zunahme der Leistungsaufnahme erklärt. die 95% waren doch schon um 11:00 freigegeben.

Meinst Du nur für den Kühlbetrieb? Im Heizbetrieb funktioniert das Ganze ja wie erwartet...

Noch eine ergänzende Info:
Einhergehend mit der Erhöhung der Leistungsaufnahme war eine Erhöhung des Anlagensolls von 18 auf 21°C. Diese Erhöhung hätte bei den Parametern gar nicht passieren dürfen, aber darum geht es nicht. Eigentlich hätte dadurch die Leistungsaufnahme sinken müssen, weil Anlagensoll und Anlagenist deutlich näher zusammengerückt sind.

Wenn es Probleme mit der Übertragung gibt, würde ich das nicht an einer Betriebsart festmachen.
Am besten alle Daten und Änderungen inkl. Uhrzeit aufschreiben, dann ergibt sich vielleicht eher ein Bild.
Änderungen wurden wie durchgeführt? FB, app, Automatisierung?

Im Heizbetrieb hatten wir ja herausgefunden, dass die Bedarfssteuerung grundsätzlich schon auf etwa 50% reduziert. Also 95% Bedarfssteuerung entspricht etwa 50% Anlagenleistung.

Vielleicht sind es im Kühlbetrieb noch mehr. Wenn du genauere Erkenntnisse hast, kannst du ja hier im Wiki dokumentieren:

Interessant im Kühlbetrieb wäre auch eine Beobachtung der Auswurftemperatur. Hab ich schon öfters gehört, dass die Multisplits oft nicht tief genug mit de Auswurftemperatur gehen, so dass die Luft nicht entfeuchtet wird.

Gestern lief meine Single-Split mit höchster Lüfterstufe und 350 W Leistungsaufnahme bei 23-25 Grad Innentempratur und 32 Grad außen. Auswurftemperatur lag bei 9-11 Grad. Entfeuchtet wurde trotzdem nicht, zumindest tropfte nichts. Nach Taupunktrechner hätte eigentlich was kommen müssen.

Diese Annahme hatte ich am Rande mitbekommen, entspricht aber für meine Anlage nicht der Realität.


Laut technischem Datenblatt der 3MXM40 beträgt die maximale Leistungsaufnahme im Heizbetrieb bei der IG-Kombination 20+25 1,23 kW.
Wie im Diagramm zu sehen, genehmigt sich die Anlage mit zwei aktiven IGs bei Bedarfssteuerung=85% um die 0,7 kW. Bei Bedarfssteuerung=60% in der Aufheizphase sogar bis zu 1,03 kW. Nach meinen Daten ist die Bedarfssteuerung zwar ein Instrument, um die Leistungsaufnahme zu begrenzen, aber andere Parameter können durchaus Vorrang bekommen, so dass (zumindest vorübergehend) die Begrenzung ausgesetzt wird.

Bis ich da etwas Belastbares habe, das kann dauern. Wetterlagen wie am 13.06. gibt es ja (glücklicherweise noch) nicht wie Sand am Meer. Da ich in diesen Fällen die Einstellungen einzeln ändern muss, um Daten zu bekommen, wie sich die Regelung der Anlage ändert, ist alles sehr zeitaufwändig.
Sollte ich irgendwann ausreichend Daten gesammelt haben, um verlässliche Aussagen treffen zu können, werde ich sie natürlich hier (und im Wiki) teilen.

Anderes Thema, deshalb antworte ich separat.
An besagtem Tag lag die Raumtemperatur bei 25°C, die rel. Luftfeuchte bei 57%. Laut Onlinerechner liegt der Taupunkt bei ca.16°C. Unsere räumliche Situation führt dazu, dass bei einer Auswurftemperatur von über 16°C die Raumtemperatur die 30-Grad Grenze reißen würde. Heute ist ein sonniger Tag. Wenn ich es schaffe, werde ich die Auswurftemperatur heute Mittag messen.