Daikin Single Split - zu wenig Kältemittel ab Werk?

@Manfred_Schmitz Was wäre denn bei eingestellten 18 Grad eine zu erwartende Ausblastemperatur?

Bei der Inbetriebnahme hatten wir Grundsätzlich nur mit höchster Lüfterdrehzahl getestet, da war es nach einer Stunde schon fast unangenehm kalt im Raum. Stromverbrauch kann ich leider nur über einen Zwischenzähler prüfen, da sind Montag und Dienstag aber nur durch’s testen (hauptsächlich im “Powerful” Modus in wenigen Stunden 2KWh durchgegangen.

Wie gesagt, mit der Kühlleistung an sich bin ich absolut zufrieden. Wobei die Außentemperaturen bisher auch nie über 23 Grad waren hier. Samstag sollen es kuschelige 30 Grad werden.

@frankdrebin Ich meine auf dem Karton Malaysia gelesen zu haben, aber Nagel mich nicht drauf fest. Gebogen wurde ohne Seele, mit Biegezange. Kann später gerne mal ein Foto der Biegungen machen, ich sehe da aber nirgends einen Knick.

Drucktest wurde keiner gemacht, Schnüffler sollte heute Nachmittag ankommen

Hier ist definitiv eine Unwucht, war vielleicht doof ausgedrückt. Habe mir die Stelle vorher markiert und die Klammer letztendlich wieder da hin gesetzt wo sie war.

Das sind tatsächlich einfach nur Flecken von meinen Händen, habe dort öfter (scheinbar mit nicht sauberen Händen) drangepackt als ich die Temperatur geprüft habe. Die Leitungen sind von Klimahelden

Lecksuche mittels Elitech LD-100+ war ebenfalls Ergebnislos

Auf keinen Fall darf die Ausblastemperatur bei 18°C Solltemperatur in Richtung 18°C gehen, denn so kann die Anlage die Luft nicht mehr entfeuchten und viel Kühlleistung ist auch mehr drin.
Für den Test sollte die Raumtemperatur deutlich höher sein. z.B:
24°C Raumtemperatur oder mehr
18°C Einstellung Solltemperatur
Das ist ist erst mal eine Anforderung an die Steuerung für maximale Kühlleistung, die dann von der Lüfterdrehzahl abhängt.
Eine Anlage, die schön kühlt und entfeuchtet sollte schnell unter 10°C Ausblastemperatur herunter gehen. Auch 5°C sind prima. Das genaue Regelverhalten deiner Anlage können die Leute sagen, die das gleiche Modell betrieben.
Falls du den Stromverbrauch genau messen kannst, dann ist die Aufnahmeleistung bei Kältemittelmangel viel geringer als erwartet.Dafür läuft der Kompressor fast dauernd und bekommt auch selbst irgend wann Probleme mit der Kühlung, weil die Verdichter sauggasgekühlt sind.

Sollte Kältemittel im Außengerät in der Zeit zwischen Herstellung und Inbetriebnahme abgehauen sein, dann ist das ein winziges Leck im Außengerät an einer Lötverbindung. Die werden zwar in der Regel mit Formiergas abgedrückt und mit einem Gassensor untersucht, doch dabei kann immer mal etwas durch rutschen oder das Leck erst später entstehen, z.B. durch den Transport. Dass die einfachen China-Gassensoren das Leck aufspüren, da musst du schon sehr nah dran sein. Bei geschlossenem Außengerät kann das schwierig sein.

Wie genau hast du das an den Verschraubungen am IG gemacht?

Das ein Leck im IG oder AG vorhanden ist, sollte man durchaus im Auge behalten, kommt auch selten mal vor. Hatten wir hier im Forum schonmal bei einem IG. Wenn das der Fall ist, wird dir das aber auffallen, dann verliert sich ja weiter Kältemittel und funktioniert irgendwann nicht mehr.

Ich habe am oberen Ventil wo man Gas öffnet/schließt etwas Verlust. Nehme ich die Kappe ab nach 6 Tagen betrieb zischt es ganz kurz… auf jeden Fall daher jetzt gut angeknallt… eigentlich sollte das ja auch nicht sein. Vor allem da man da ja nicht dichten kann….

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Ist normal, deshalb müssen die Kappen mit Drehmoment passend angezogen werden und die dichten metallisch. Nylog auf die Dichtflächen macht Sinn.

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Hab bisher tatsächlich nur die Bördel außen und innen geprüft, beim IG habe ich dafür die Verkleidung entfernt, das war gut zu erreichen.

Das AG werde ich morgen mal noch genauer prüfen, das Gehäuse sollte sich ja relativ leicht öffnen lassen. Danke für den Tipp

Falls die Bördel ausgeschlossen werden können und die vermeintliche Leckage tatsächlich eine Lötstelle ist, könnte man auch ein Experiment mit Dichtmitteln wagen. Insofern man bereit ist, das Risiko zu tragen:

Eigentlich hat man doch alles gut eingepackt und verklebt. Dann musst du das auch wieder aufschneiden, um direkt an den Verschraubungen zu schnüffeln.

@Spaddel: da die nächste Hitzewelle mit um die 40°C auf uns zu rollt, kannst du in den nächsten Tagen gut testen, ob die Kälteleistung passt. Denn wenn bei 23°C nur noch 20-30% der Verdampferfläche aktiv sind, weil das Kältemittel dann verdampft ist, dann reicht das für eine Raumkühlung noch gut aus. Sehr wahrscheinlich mußt du aber trotzdem Kältemittel nach füllen, wenn die Leckfrage geklärt ist.
Solche Dichtmittel sind Pfusch und haben in Split-Klimas nichts zu suchen. Selbst verwendet habe ich sie schon in PKW-Klimaanlagen, denn die haben ohnehin keine hermetischen Verdichter und damit immer einen gewissen Kältemittelverlust. Massiv verwendet werden solche Dichtmittel in den USA (wo ich sie auch bestellt hatte), weil es dort niemanden interessiert, wie viel Kältemittel in die Umwelt gelangt.

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Ist aktuell alles noch “ausgepackt” weil ich regelmäßig die Bördel auf Ölaustritt geprüft hatte.

Dichtmittel wäre jetzt auch erstmal nicht meine erste Wahl. Wenn es wirklich im Gerät selber sein sollte würde ich erstmal den Weg über den Händler gehen.

Werde mal die Ausblastemperaturen messen wenn es sich hier etwas aufgeheizt hat und schauen ob ich mit dem Schnüffler im AG was finde

So, der Härtetest kommt Wetterbedingt erst nächste Woche, war aber trotzdem neugierig. Ist seit Inbetriebnahme der mit Abstand wärmste Tag bisher. Gerät lief im Powerful Modus

Innentemperatur 23,7 Grad

Außentemperatur 27 Grad

5 Minuten
IG 11 Grad
AG 30 Grad

10 Minuten
IG 8 Grad
AG 38 Grad

15 Minuten
IG 6 Grad
AG 36 Grad

Am Innengerät gemessen an der Lamelle mittels IR Thermometer, am Außengerät am Frontgitter

Edit: Nach den 5 Minuten war bereits am IG und am AG alles wieder abgetaut

Ich würde mal einen Shelly oder Energiekostenmessgerät verbauen. Die Leistung mit zu beobachten, man bei solchen Tests Sinn.

Grundsätzlich schafft die Anlage aber noch eine gute Kühlleistung.

Lüfterdrehzahl stand auf Automatik?

Wichtig ist dabei die Lüfterdrehzahl. Die Ausblastemperaturen sind zwar unauffällig, auf Auto können die Anlagen aber einen Kältemittelverlust über einen größeren Bereich kaschieren, indem sie mit der Lüfterdrehzahl entsprechend herunter fahren. Ergeben sich solche Temperaturen auch noch bei maximaler Lüfterstufe?
Am besten Klappen am IG gerade und nach unten, da viele Geräte keine längeren waagerechten Klappenstellungen bei hohen Kälteleistungen zu lassen, weil dort mit der Zeit Kondenswasser von den Klappen herab Tropfen kann.

Zur Energiemessung reicht bereits ein Shelly1PM. Das hilft auch im laufenden Betrieb unglaublich viel. Da das WLAN gut in den Sicherungskasten reicht, hatte ich das auf die Schnelle so gemacht, auch wenn etwas für Hutschienenmontage schöner gewesen wäre.

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Lüfter bzw Temperatur stand auf Powerful, also volle Drehzahl und volle Kühlleistung

Mit Powerful vorsichtig umgehen, so lange ein Kältemittelmangel im Raum steht. Denn das könnte den Kompressor beschädigen. Auch wenn Schutzschaltungen ein Durchbrennen verhindern, weil die Kühlung des Kompressors nicht mehr richtig funktioniert, so hat man auch das Problem mangelhafter Ölrückführung, was die Anlagen in der Regel nicht erkennen können.

Daikin regelt aber egal ob Powerful oder nicht auf die gleiche Maximalleistung hoch solang die Solltemperatur ein paar Grad unter der Ist-Temperatur ist und der Lüfter z.b auf High (und z.T auch Auto) steht.
Auf powerful höchstens etwas schneller und es wird halt noch etwas mehr Lüfterdrehzahl rausgequetscht.

Dürfte was die Fehlercode-Überwachung angeht aber zu einem vergleichbaren Ergebnis führen.
Egal ob Powerful oder nicht. Bis wegen Kältemittelmangel die Anlagen mal darauf kommen nen Fehlercode zu werfen weil Schutzparameter greifen müssen eh 25-40% Kältemittel fehlen.

Mal eine Frage aus Interesse.
Wie ist man eigentlich in der Lage anhand des Stromverbrauches den Kältemittelmangel zu erkennen ohne gleichzeitig die exakte Kompressorfrequenz auslesen zu können?

Ich hatte erst eine Daikin-Anlage mit Kältemittelmangel und meine Beobachtung ist eher, dass der Stromverbrauch exorbitant hoch (für die abgegebene Leistung war) weil die Anlage solange keine Schutzparameter greifen den Kompressor gnadenlos hochregelt um die Wärme- oder Kälteanforderung bewerkstelligen zu können.

Auffallen tut es nur an der nicht dazu passenden Wärme/Kälteabgabe am Innengerät (setzt voraus, dass man aber weiß wie die Anlage normalerweise bei der AT/IT und Stromaufnahme läuft
Und spätestens halt dann, wenn die Anlage wegen unplausibler Sauggastemperatur Fehlercodes wirft.

Das mag zwar sein, dass bei gleicher Frequenz der Stromverbrauch bei Kältemittelmangel niedriger ist ob des niedrigen Druckes im Vergleich mit einer Anlage ohne Kältemittelmangel.
Aber wie vergleichst du zuverlässig den Verbrauch ohne die aktuelle Kompressorfrequenz zu kennen? Ich glaube nicht, dass man nur damit in der Lage ist es sinnvoll zu erkennen.

Da braucht man schon ein paar mehr Messparameter.
Dass es ein klares Indiz ist wenn der Stromverbrauch in Kombination mit anderen Parametern unplausibel ist da stimme ich dir zu.
Aber die meisten weiteren Daten die man für eine 100%ige Auswertung dann aber braucht hat man meist nicht wirklich zur Hand bzw. man muss erstmal in der Lage sein sie dann auch korrekt zu deuten sofern man sie hat.

Wenn man Ahnung hat kein Problem, wenn man etwas mehr Laie ist aber schwer.