IMHO ist das Heizen mit Split-Klimas deutlich komplexer als es in den "Funktioniert problemlos"-Beiträgen suggeriert wird.
Der Temperaturfühler befindet sich in den Innengeräten. Je nach örtlichen Gegebenheiten (Aufhängung an Außenwand mit Kältebrücke, Zugluft durch undichte Fenster, usw., usw.) weicht die am Innengerät gemessene Raumtemperatur im Stillstand deutlich von der Raumtemperatur am Aufenthaltsort innerhalb des Raumes ab. Beim Heizen mit Split-Klima wird der Effekt dadurch verstärkt, dass warme Luft nach oben steigt und der Temperatursensor sehr nah an der Wärmequelle ist. Deshalb ist die vom Innengerät gemessene Innentemperatur regelmäßig deutlich höher als die reale Raumtemperatur.
Abhilfe kann hier ein an sinnvoller Stelle platziertes Raumthermostat schaffen, dass über eine externe Steuerung die Solltemperatur der Klimageräte an die reale Raumtemperatur anpasst. Alternativ kann man durch zwei Thermometer verifizieren, wie weit die Temperatur in der Nähe des Innengerätes von der Raumtemperatur am Aufenthaltsort innerhalb des Raumes abweicht. Damit erhält man ein Temperaturoffset, welches beim Einstellen der Solltemperatur auf die Zieltemperatur im Raum aufgeschlagen werden muss.
In Deinem konkreten Fall misst das Innengerät kurz nach dem Einschalten die deutlich erhöhte Zimmertemperatur, weil der Temperatursensor durch die Wärmestrahlung des Wärmetauschers beeinflusst wird. Mit meinen Erfahrungen des letzten Winters kann ich sagen, dass in meinem Fall die Solltemperatur der Split-Klima 2 - 2,5 Grad über der Solltemperatur des Raumes eingestellt werden muss. Das kann bei Dir aber auch ganz anders aussehen.
Beim Kinderzimmer kann es sein, dass es wegen der räumlichen Gegebenheiten zu einem Wärmestau in der Nähe des Innengerätes kommt und deshalb die Solltemperatur deutlich über der gewünschten Raumtemperatur liegen muss.
Bei uns würde das nicht klappen. Wir haben "unten" auf der Couch 21 Grad und oben am Gerät 25 Grad. Wenn wir heitzen ist es dann auf der Couch 22.5 Grad und oben 28 Grad. Unten hat sich also um 1.5 Grad erhöht, während es oben um ganze 3 Grad nach oben ging.
Abhilfe würde ein Turmventilator schaffen (sind meist die leisesten), der die Luft dezent in Bewegung hält. Oder eben ein Ventilator oben an der Decke.
@timberland Oder wie in nördlichen Ländern durchaus nicht unüblich die Inneneinheit auf Bodenhöhe anstatt unter der Raumdecke montieren?! Dir Energieeffizienz sollte gewichtiger sein als der höhere Staub in der Luft.
Noch zwei weitere Messpunkte und du kannst die Formel ableiten, nach der die für jede beliebige Zieltemperatur im Raum die Solltemperatur berechnen kannst.
Wozu sollte man einen zusätzlichen Ventilator brauchen, wenn schon einer in der Inneneinheit ist? Gleichmäßige Luftverteilung ist hier die Zauberformel.
Hört sich nicht gesund an. Das mehrere Innengeräte den gleichen Fehler haben, ist aber auch unwahrscheinlich. Ich würde erstmal ein paar Tage genauer beobachten, ob du irgendwelche Muster erkennen kannst, wie die Anlagen sich verhalten. Bei einer neuen Anlage auch unwahrscheinlich, dass was kaputt ist, noch dazu bei mehreren Innengeräten. Zumal die beim Kühlen ja auch korrekt funktionierten.
Da steht überall Zeug rum. Definitiv kein Platz. Aquarium, Katzenbaum, TV-Wand, Balkontür und Fenster bis zum Fussboden runter und dann ne Couch. Dann kommt die Tür und dann bist du um 360 Grad schon rum.
Darin bin ich gut, da ungeübt. Erklärs mir doch mal bitte!
Weil der Ventilator der Klimaanlage eben nicht jeden Punkt im Raum erreicht. Den Luftstrom merkt man vielleicht noch etwa bis knapp Raummitte (4x4m Raum). Der Turmventilator wäre aber auch gut um die Wärmeverteilung in den Nachbarraum zu verbessern. Das klappt gefühlt nämlich kaum (trotz dauernd offenstehender Türen).
Aus den beiden von dir genannten Messpunkten "Raum=21, Gerät=25" und "Raum=22.5, Gerät=28" lässt sich folgende lineare Formel ableiten:
x = (Raumtemperatur Soll - Raumtemperatur Ist)
Klima Soll = Klima Ist + 2x
Wir haben ein 9m langes und 5m breites Wohnzimmer. Davon 3mx5m Wintergarten. Im Wohnzimmer hängen zwei Stylish (1x 2,0kW, 1x 2,5kW). Man merkt nicht überall im Raum einen Luftstrom, insbesondere nicht im Wintergarten. Trotzdem verteilt sich die Wärme relativ gleichmäßig im Raum, weil der Luftstrom die Luft im ganzen Raum in Bewegung bringt. An einigen Stellen nicht so stark wie an anderen, aber wir haben keine Stelle im Raum, wo die Innentemperatur maßgeblich von anderen abweicht.
achsooooo, da hab ich wohl zu kompliziert gedacht. Du willst einfach nur die Temp-differenz nehmen und dann auf die Solltemp draufschlagen. Daran hatte ich auch schon gedacht und bspw in den Einstellungen ein Temp-Offset definiert (was dann einfach hinzuaddiert oder abgezogen wird), aber irgnedwie klappt das in der Praxis dann nicht. Mir scheint es liefe nicht linear ab...
Bei uns leider nicht. Sitzt man auf der zu Klimaanlage gerichteten Seite der Couch hat man allein schon spürbar ein wesentlich wärmere Temperatur als wenn man auf der rechten der Couch, zur Fensterseite hin, sitzt. Unterhalb des Fensters befindet sich ein 33er Heizkörper, etwa 20-25cm hoch, der, wenn die Gasheizung läuft, eine Art "Wärmewand" baut und die einströmende Kälte vom Fenster/Balkontür abfängt und diese Luft aufwärmt. Der ist ja nun aus, also wird die kalte Luft an der Fensterseite nicht erwärmt und "fällt" ins Zimmer. Da wir über Klima heizen merkt man das schon recht deutlich.
Deswegen schrieb ich:[quote data-userid="19880" data-postid="158724"]Noch zwei weitere Messpunkte und du kannst die Formel ableiten, nach der die für jede beliebige Zieltemperatur im Raum die Solltemperatur berechnen kannst.[/quote]Allerdings gehe ich das Ganze über openHAB an und habe die Raumtemperatur laut Raumthermostat sowie die kurzfristigen Temperaturänderungen zwischen zwei Regeleingriffen als Auslöser für Anpassungen der Solltemperatur der Inneneinheit. Dadurch bekomme ich eine relativ konstante Raumtemperatur bei wenig Takten.
Die einfallende Kälte dürfte bei uns auf Grund des Wintergartens mit ca. 35 qm Glasfläche wohl noch deutlicher spürbar sein. Abhilfe schafft das vertikale Schwenken der Lamellen. So wird's auch im Wintergarten kuschelig.
Heute hat ja fast jeder Außenrolläden, die bringen einiges.
Ich baue für unsere Dachfenster gerade eine dritte Scheibe aus Plexiglas. An einem Fenster ist es schon seit 8 Wochen drin, da hat es sich jetzt schon bewährt. Hauptproblem waren die beschlagenen Fenster so ab 5 Grad Außentemperatur. Die Feuchtigkeit macht über die Zeit die Holzrahmen kaputt. An dem Fenster mit dritter Scheibe gabs auch bei 0 Grad keine Feuchtigkeit. Sorge war, dass zwischen den Scheiben noch Feuchtigkeit kondensiert, ist aber nicht passiert.
Der U-Wert geht dadurch aber auch nicht so sonderlich weit runter, hatte auf mehr gehofft. Original haben die Scheiben so um 2,8. Durch die dritte Scheibe geht es auf 1,8 runter. 30mm Styrodur bringt viel mehr, so hatten wir das im letzten Winter an einigen Fenstern.
Ja, die verdunkeln aber das Zimmer dann schon recht stark. Und dann sitzt man tasgüber in nem dunklen Zimmer und macht das Licht an. Ach, die Jahreszeit ist einfach nicht meins...
Gibt es hier im Forum jemand der eine 3MXM verbaut hat?
Mich würden sehr die genaue Breite des Außengeräts interessieren, mit und ohne "Revisionsklappe" für Kältemittelanschlüsse. Hier findet mal unterschiedliche Angaben bei den unterschiedlichen Shops, ebenso scheint es bei Daikin (im Vergleich zu MHI) nicht immer klar zu sein, ob die angegebene Breite mit oder ohne "Revisionsklappe" ist.
vielen Dank an alle. Mir ging es hauptsächlich darum ob die 9cm bei den angegebenen ~95-97cm die man so auf den unterschiedlichen Seiten findet eingerechnet sind. Was sie sind!
Mittlerweile habe ich hier auch ein Auszug aus dem offiziellen Katalog für die neuste A9 Revision gefunden:
Wie sind eure Erfahrungen mit den Multisplitgeräten, was takten und minimale Leistungsaufnahme angeht?
Bei mir wären 2 von 3 Innengeräten in 10qm, gut gedämmten Räumen (Heizlast ~300-400W) zu installieren. Frage mich ob da überhaupt ein sinnvoller betriebszustand Zustande kommen kann.