Daikin Perfera - Erfahrungen und Probleme

Ich hatte gestern ein Erlebnis der besonderen Art. Meine 3MXM40 lief mit zwei eingeschalteten IGs, Bedarfssteuerung=45% und einer elektrischen Leistungsaufnahme von ca. 300W schon seit einiger Zeit stabil. Gegen 18:00 Uhr wurde versehentlich der WLAN-AP ausgeschaltet und die IGs hatten keine WLAN-Verbindung mehr. Jetzt wäre, vor dem Ansehen des Spoiler-Textes, die Gelegenheit, Vermutungen über das Verhalten der Anlage anzustellen...

Die Anlage fuhr innerhalb von 20 Minuten auf fast maximale Leistung hoch. Die Raumtemperatur stieg innerhalb von 30 Minuten von 21,5 auf 22,9°C.
Was hättet Ihr an dieser Stelle erwartet? Ich hätte erwartet, dass die Anlage mit den Parametern vor Verbindungsabbruch weiter läuft, bis die WLAN-Verbindung wieder hergestellt ist.

Die 2MXM40 macht das übrigens auch.
Ich wollte WLAN-AP ausschalten weil es Standby-Strom reduziert.
Gleiche Erfahrung

Demand setzt sich halt immer wieder automatisch zurück auf 100% dann.
Was ich als Fall-Back aber auch verstehen kann.
Denn wenn WLAN deaktiviert ist kann man die Bedarfssteuerung ja auch nicht mehr bearbeiten.
Dass die Anlage dann auf Factory-Settings springt ist sicherlich auch richtig so.

Da ich Faikin habe kann ich das dann sehr schön sehen dass die Anlage die Demand-Werte nicht mehr behalten möchte und egal was man setzt immer wieder auf 100% geht. Unabhängig davon, was vor dem WLAN deaktivieren eingestellt war.
Ist aber die 2023er 2MXM, ob die 2025er das auch machen weiß ich nicht.

Immer wieder erschreckend, welche absurden Dinge die Multisplit offenbar machen…:see_no_evil_monkey:

Man muss aber dazu sagen…. das was im Spoiler passiert passiert aber nur, wenn der gesetzte Soll-Wert in Kombination mit dem IST-Wert die Temperaturänderung auch zulässt.

Also ist dann jetzt auch kein Grund zur Panik.

Diese Merkwürdigkeit könnte viele Sachen erklären, warum Leute immer wieder Probleme haben, dass z.B. die eingestellte Bedarfssteuerung vergessen wird. Da ist dann vielleicht ein nicht gut funktionierendes WLAN schuld. Es gibt auch Leute, die Nachts grundsätzlich den Router ausschalten.

Was passiert denn, wenn das WLAN wieder da ist, werden dann die Werte nach Cloud wieder passend gesetzt?

Das kann ich tatsächlich nicht beantworten, weil meine Regelung nach dem Wiederherstellen der WLAN-Verbindung sofort die aktuellen Anlagenparameter bekommt und gegensteuert (im aktuellen Fall Bedarfssteuerung und Anlage ausschaltet).

Edit:
Ich glaube da gibt es ggf wohl auch 2 Probleme.
Bei mir war es so, dass ich den AP des Innengerätes deaktiviert hatte.
Da wird 100% gesetzt.

Vielleicht hab ich Jogobo falsch verstanden. War der AP deaktiviert vom Innengerät?
Oder dein Router?

Wenn der Router ausfällt, der AP vom Innengerät aber aktiv ist und dann trotzdem von selbst 100% gesetzt wird, dann hätten wir hier tatsächlich sogar 2 verschiedene Fälle.

Wobei ich die Erfahrung, dass Bedarfswerte überschrieben werden wenn das WLAN-Modul aktiv ist aber lediglich keinen Empfang hat selbst tatsächlich noch nicht hatte.

Mein AP wurde versehentlich ausgeschaltet. Sprich: Kein WLAN auf der ganzen Etage.

Tatsächlich habe ich her pro Etage einen WLAN-AP. Die WLAN-Adapter der IGs sind immer mit dem nächstgelegenen AP verbunden. Für meine 3 IGs am 3MXM40 hieß das: die beiden eingeschalteten IGs hatten keine WLAN-Verbindung, das ausgeschaltete Gerät hatte WLAN-Verbindung (weil im OG mit eingeschaltetem AP).

Um es klar zu stellen: die WLAN-Module der IGs hatten keine Verbindung mehr zu meinem WLAN. Es sind also auch keine Werte überschrieben worden. Eigentlich hätten die Einstellungen, die zuletzt an die IGs übertragen wurden, weiter gültig bleiben müssen, da die WLAN-Module der IGs ja keine Updates mehr empfangen konnten.
Das irriterende ist halt, dass alle Einstellungen verworfen wurden und die Anlage nach dem Motto "Gib alles was Du hast" gelaufen ist.

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Wäre auch mal interessant, wenn WLAN erhalten bleibt, aber die Verbindung zum Internet wegbricht, also einfach mal die DSL/WAN-Leitung des Routers kappen.

besser nur ausstecken, macht das anschließen hinterher einfacher :laughing:

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Also mal generell,

es muss glaube ich deutlich mehr beschrieben werden, was für eine Situation genau vorliegt.

Meine Erkenntnisse für alle Klimas:

  1. Die Größe der Innengeräte muss wirklich zu dem Raum passen. Also 2.0 bis 20m2 und 2.5 bis 30 m2 je nach Herstellerangaben. Natürlich habe ich auch PV und Akku. Dazu habe ich die normale Gasheizung. Man muss ein Bißchen je nach wirklicher Heizlast anpassen. Geplant war, in der Übergangszeit die Gasheizung auf Nacht zu stellen und nur zuzuheizen, weil die Gasheizungskosten hier extrem hoch sind. Ich habe zB ein Büro Bj. 1971, ganz oben unterm Dach, Decke gedämmt 20 cm, aber sonst alles normal. Wände KS und Ton 40 cm, Fenster gut aber älter. Das ist mit 140kwh/m² so mittel. Kann nur sagen das passt bei meiner MHI genau. Habe die Steckdosen von Fritz mit prima Watt und Voltmessung per DECT. Die Anlage läuft bei 1 Grad Aussentemperatur und 20 C° im kleineren Raum und 21 im größeren manchmal 6 Stunden am Stück auf exakt 259,5 - 261,5 Watt. Da sind so ganz leichte Rauf und runter drin, aber ansonsten kerzengrade, das ist nicht immer so. Bei anderen Temperaturen ändert sich das natürlich. Einstellung ist dann ECO-Modus und Silent gleichzeitig (reduziert beides die Leistung der AE) Lüfte dann ab Werk auto. Beide Innengeräte an! Also das eine MHI das nicht kann ist Quark. Diese passt halt zum Haus. Natürlich taktet sie mal, wenn man jetzt dauernd rein und raus geht und sich da was verändert. Aber auch dieses Vorurteil mit Multisplit ist nicht so ganz richtig. Es geht nämlich mal eine Einheit durchaus unmerklich in den Schlafmodus während die andere weiter läuft, so geht die Anlage aber nicht aus, oder nur ganz selten oder max. 1 x die Stunde, wenn ganz ungünstige Bedingungen sind und ich die Anlage nicht richtig eingestellt habe. Das merkt man dann aber kaum. Extrem leise aus und extrem leise wieder an, geht wirklich ganz kurz also 30 Sekunden auf 450 Watt und dann sofort wieder wie vorher, also wie ein Kühlschrank. Bei anderen Temperaturen zeigt sie manchmal auch eine Art Sinuskurve, aber wieder ohne auszugehen. Die Heizleistung bei 260 Watt merkt man auch noch etwas. 140 wie die Daikin ist natürlich sehr tief und dann auch eben keine Heizleistung mehr, kann eine SRX MHI aber angeblich auch. Denke bei mir klappt das, weil die Menge an Wärme, die der Raum verliert, genau durch diese Klimadimensionierung ausgeglichen wird und sich die Hitze auch nicht staut. Über -7 Grad brauchen wir nicht reden, das fallen 500 Watt an, aber beide die MHI und die ME, die ich in anderer Wohnung habe heizen dann schon ordentlich warm. Bei -12 ähnlich. Tiefer hatte ich noch nicht.
  2. Bitte versucht mal folgende ganz einfache Sachen: Die Tür mal mehr oder weniger öffnen oder ganz geschlossen haben und beobachten, was die Anlage macht.
  3. Heizstrahl immer nach unten und zur Raummitte also von der IE weg (wirkt Wunder).
  4. Knallt die IE nicht zu weit an die Decke oder Ecke ! Besonders nicht, wenn unter noch ein Heizungsrohr oder gar Körper die Wärme in diese Ecke befördert. Stellt keine Schränke unter die IE ;-)).
  5. Denke die Ingenieure sind von einer Standardsituation ausgegangen und das ist in der Welt eben nicht das Niedrigenergiehaus, sondern Buden die auch Wärme verlieren, aber auch nicht extrem krass wie im unsanierten Bauernhaus oder so.
  6. Dabei sind die Ingenieure auch mit der Temperaturmessung in der Inneneinheit von dieser Standardsituation ausgegangen. Und natürlich zeigt des IE Thermometer eine höhere Temperatur, ca. 1,5 - 2,5 mehr an als an der FB eingestellt ist (Soll). Das ist optisch ein Bißchen doof für die Anwender, aber die AE muss auch wissen, wie die Differenz zwischen AE und IE ist. Die rechnet natürlich runter mit einer Schätzung wie warm es dann unten ist, wo sich normal eine Person aufhält. Also Innenthermometer umbauen sollte man nur machen, wenn die Anlage wirklich falsch dimensioniert ist und sie einfach gar nicht in den konstanten Betrieb gebracht werden kann. Alle Klimas sind da ähnlich!!
  7. Viele Einstellmöglichkeiten sind hilfreich, so Economodus, der die Außeneinheit praktisch auf Knopfdruck halbiert.
  8. Eine Gasheizung ist natürlich genial, weil man auch hier ganz geringfügige Einstellungen verändern kann. Eine Bude, die in 10 Minuten komplett kalt wird, ist für nur mit Klima Heizen nicht geeignet. Fertig. Wenn hier einer schreibt erspart 2/3 Gasheizung ist das doch toll. 50% wären schon riesig.
  9. Also beobachtet die Anlage und stellt die je nach Außentemperatur anders ein, macht Euch eine Tabelle. Dann lasst die Anlage sich mal einfummeln. Die sind alle für Leute programmiert, die keine deutschen Ingenieure sind und da den ganzen Tag rummessen.
  10. Es wird natürlich unheimlich viel Werbung in den Foren usw gemacht, das muss jedem klar sein.
  11. Wir dürfen nicht vergessen, dass eine Klima aus einer Kühlschrankwärmepumpe entwickelt ist. Das ist eben systemimmanent, dass die laufen bis Temperatur erreicht und dann stoppen. Rappel rappel bum. Also die Kührschrank Wärmepumpen machen das ja wohl eine Ewigkeit mit.
  12. Interessieren würde mich der direkte Vergleich mit einer Daikin aber auch. Also wer in Hannover wohnt und eine Daikin hat, kann sich ja mal melden.
  13. Will jetzt hier auch keine Werbung für MHI machen. Die war halt fürs Büro. Privat hätte ich mir die Daikin auch näher angesehen, weil ich mir einbilde, dass die IE der ME einen winzigen Tick leiser sein könnte. Bin ich mir aber nicht sicher, da es im Büro besonders leise ist und näher dran. Auch die 140 Watt finde ich natürlich sehr cool. Im SZ geht das aber eh nur, wenn die IE etwas weiter weg und am allerbesten um die Ecke über der Tür oder so hängt, also was man nicht sieht hört man auch nicht, das war bei mir in Spanien so, da hängt eine billige Haier, die auch ihren Dienst gemacht hat. An Takten habe ich da nie gedacht, weil ich gar nicht wusste, was das ist. T eingestellt und fertig. Die Leistung war nicht umwerfend, aber auch halt brüllend heiß da, von 29 Grad auf 24 ist da schon super. Ich fand die gut, Übrigens Einbau wird dort vom öffentlichen Stromversorger beim Vertragsabschluss komplett mit zinsloser Ratenzahlung über die Stromrechnung gleich mit abgebucht. Preis: 865€ Monosplit 9000 BTU Haier in 5. Etage mit 2 Leuten stundenlang an der Fassade rumgefummelt. Alles inklusive! Nicht wie hier selbst Waschen, Schneiden Föhnen 2650€. Halt nicht wie hier im tollen Deutschland als staatlich angeordnete Arbeitsbeschaffungsmassnahme 3000€ bezahlen und dann hat man Kernbohrung, Leitungsverlegung, Kabelkanäle, Elektroanschluss selber gemacht....Prost und Mahlzeit
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Super Zusammenfassung.

Ich kann dir in fast allen Punkten zustimmen.

Nur beim Takten muss ich dir leider widersprechen.

Das ist für die Anlagen nicht so gut, wenn der Verdichter immer ein und aus geht.

Kühlschränke haben nicht so eine hohe Last wie so eine Splitti im Heizbetrieb und es ist auch ein ganz anderes System, Kältemittel und und und.

Ein normaler Verflüssigungsdruck im Kühlbetrieb geht vielleicht mal so bis 20bar (bei R32), wenn die Anlage heizt, dann fährt sie auch mal über längere Zeit mit 30bar auf der Heißgasseite.

Das ist für die Anlage natürlich eine viel größere Belastung, wenn sie immer mit hohen Drücken fährt und eventuell auch noch dauerhaft auf minimaler oder maximaler Leistung.

Wenn Sie immer nur mit kleiner Leistung fährt und dann Taktet, gibt es Probleme mit der Ölrückführung, manchmal kann man beobachten, dass die Anlagen “grundlos” die Leistung erhöhen, das ist nur um das Öl wieder zurück zu bekommen und einen Ölstau zu vermeiden.

Zum Thema Multisplit und Takten ist es auch Auslegungssache, meine Läuft auch immer ziemlich durch.

Es schalten meistens nicht alle IGs gleichzeitig weg, so dass die Anlge immernoch weiter läuft.

Was man beachten muss ist, dass alle IGs mit der gleichen Heißgastemperatur arbeiten.

Wer also Räume mit stark unterschiedlicher Heizlast zusammen legt, wird als immer ein IG haben, was häufig ein und aus schaltet.

Zum Thema Temperaturregelung

Die Steuerung der Anlage braucht immer einige Zeit sich einzuregeln.

Ich habe bei meiner Stylish auch erst ganz wild rumprobiert mit Bedarfssteuerrung, Silent, Eco etc., dann war es mal zu warm zu kalt.

Jetzt läuft sie ohne irgendwelche Spielereien und ist so auf 0,2°C genau.

Die MHI vorher war da nicht so gut drin, die war schlicht und ergreifend einfach zu groß für diesen Raum.

Bei anderen Kunden von uns die MHI haben, gibt es diese Probleme nicht.

Also eventuell der Anlage einfach mal Zeit geben sich einregeln zu lassen.

Der Punkt der Einbauposition und Versperrung des Luftstroms ist da auch ein wichtiger Punkt und völlig richtig aufgefasst.

Und Lüfter auf Auto kann ich auch sehr empfehlen, wenn man es nicht grade besonders Leise braucht.

Die Anlge wird durch einen hohen Luftdurchsatz nicht niedriger mit der Leistung kommen, das sonst der Verflüssigungsdruck zu niedrig ist.

Kleinste Leistung wird also nur mit kleinster Lüfterstufe erreichbar sein.

Die Verflüssigungstemoeratur muss immer größer als die Raumtemperatur sein und wenn der Lüfter jetzt mit voller Leistung läuft, muss der Verdichter dagegen an arbeiten um den Druck und die Temperatur aufrecht zu erhalten.

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Deine letzten Sätze sind ja mal so richtig interessant. Sie decken sich nämlich mit meinen Beobachtungen.
Hohe Lüfterstufe sorgt zwar in grossen Räumen für sehr gute Luftverteilung und ich kann evtl. 1°C niedrigere Raumtemperatur vorwählen, aber bei gleich eingestellter Solltemperatur stellt sich nach 2-3h immer wieder der gleiche Verbrauch ein, egal welche Lüfterstufe. Eine Ausnahme sind Quiet/Silent, denn damit könnte ich auf 30°C stellen und die hintersten Ecken blieben auch bei Höchstleistung kalt. (Wärmeblase)

Höhere Lüfterstufe erhöht die Wärmeabgabe am Wärmetauscher. Dadurch kann für die gleiche Leistung die Temperatur am Wärmetauscher niedriger sein. Und das erhöht die Effizienz. Niedrigere Temperatur bei der Verllüssigung bedeutet auch niedrigeren Druck, was den Verdichter entlastet.

Aus ganz praktischer Sicht: Wir erreichen mit maximaler Lüfterdrehzahl genauso die Mindestmodulation. Die Leistungsaufnahme ist sogar etwas niedriger bei hohr Lüfterdrehzahl, obwohl der Lüfter da noch bestimmt 10W mehr Leistungsaufnahme hat.

Das geht ja gar nicht anders, sobald auch nur geringste Mengen Wärme durch Verflüssigung von Kältemittel abgegeben wird. Ganz egal, welche Lüfterdrehzahl man hat. Jede noch so kleine Wärmequelle liegt über der Umgebungstemperatur.

Jemand suchte nach einem Handbuch zur FTXM-A-Serie.

Wenn ihr Handbücher sucht, könnt ihr einfach bei der Produktsucher euren Gerätetyp eingeben und findet dann dort alle Anleitungen hinterlegt.

Hallo zusammen,

ich war bis jetzt hier nur stiller Mitleser, würde euch aber nun gern einmal um rat bitten.

Ich erläutere erstmal meine Anlage:

Ich habe ein Nebengebäude (Massivbau, schlechtgedämmt) was als Werkstatt und Lager dient.
Im EG (Wände 36er Ziegel, Fenster 2-fach/keine Iso) gibt es eine Werkstatt ca. 25qm, ein Lager ca. 15qm und ein Garage ca. 25qm. Dann ein Lager im Dachgeschoss (keine Dachdämmung nur offene Schalung/Sparren) ca. 50qm - bis jetzt war nur die Werkstatt mit einem Nachtspreicherofen mehr schlecht als recht beheizt. Eventuell werden später mal noch Fenster getausch (2-fach ISO) und das Dach gedämmt. Der Werkstattraum wird am meisten benutzt und soll so bei 14-15°C gehalten werden mit der Option der Erwärmung bei bedarf. Bei den Anderen Räumen geht egentlich nur um eine Frostfreiheit 5-8°C und eine Erwärmung bei Bedarf wenn doch ein Längerer Aufenthalt notwendig wäre.

Wir haben uns im Werkstattraum für Daikin Single-Split-Anlage RXM35A + FTXM35A und für die anderen Räume für eine Daikin Multi-Split-Anlage 3MXM52A + 2 x FTXM25A + FTXM35A (Dachgeschoss) entschieden. Die Trennung in zwei Anlagen haben wir gemacht, da die Werkstattanlage mehr laufen würde und uns hier ein guter SCOP wichtig war.

Nachdem die Anlagen nun ein paar Monate gelaufen sind habe ich folgende Erkenntnisse:

  • die Anlage in der Werkstatt läuft einwandfrei und sehr gut (siehe Bilder), der angezeichte Stromverbrauch in der APP ist real laut seperaten geeichtem Zähler ca. 13% höher als in der APP angegeben, die Wärmemenge kann ich nicht überprüfen

  • die Verbrauchsdaten waren als Beispiel am 04.02.26 5,3kwh / 23,8kwh Wärme = COP 4,49 A-Temp -1 bis -4°C
    die Verbrauchsdaten waren als Beispiel am 23.02.26 1,6kwh / 15,8kwh Wärme = COP 9,87 A-Temp +3 bis +9°C

  • hiermit bin ich also sehr zufrieden

  • bei der Multisplit ist das leider etwas anders, eingestellt ist hier an allen Anlagen 10°C (tiefer geht ja nicht oder?)

  • Stromverbrauch in der APP ist real laut seperaten geeichtem Zähler auch ca. 13% höher als in der APP angegeben, die Wärmemenge kann ich nicht überprüfen

  • die Verbrauchsdaten waren als Beispiel am 04.02.26 8,9kwh / 34,7kwh Wärme = COP 3,9 A-Temp -1 bis -4°C
    die Verbrauchsdaten waren als Beispiel am 23.02.26 4,1kwh / 2,3kwh Wärme = COP 0,56 A-Temp +3 bis +9°C

  • es scheint also zu funktionieren wenn kalt ist, wenn es wärmer ist funktioniert es aber nicht mehr. (siehe auch Bilder), das ist sicherlich ein extremer Tag aber man sieht in den Bildern das wenn es wärmer wird der COP massiv zurück geht

  • die Bedarfssteuerung steht bei allen Geräten auf AUTO und ECONO ist an

  • ich denke, dass das Gerät zu oft an und ausgeht und dan wahrscheinlich auch nur mit der Anforderung von 1 Innengerät; ich habe auch schon versucht mit dem Timer AUS Zeiten zu schaffen damit danach dann alle Geräte wieder Anfordern oder das ist auch keine gute Lösung da die AUS-Zeit Länge ja abhängig von der Außentemperatur sein müsste

Ich bin etwas ratlos hoffe auf Hilfe und Inspirationen zur Lösung.

Besten Dank vorab.

Gruß DL

3er Multisplit und nur ein IG an ist ungünstig, die ist dann grundsätzlich wenig effizient. Dann würde ich mir die Taktzeiten mal anschauen. Wenn die nur 2-3 mal die Stunde taktet, ist es für die Effizienz unkritisch. Taktet sie hingegen 6-9 mal die Stunde, wie das viele Anlage gerne mal machen, geht die Effizienz bis auf die Hälfte zurück.

Weiterhin gabs wohl schon öfter die Beobachtung, dass die COP-Anzeige bei Multisplit sehr unstimmig ist. Es kann also auch sein, dass einfach nur die COP-Berechnung nicht stimmt und die Anlage halbwegs effizient läuft.

Ein schönes Beispiel für die Daikin Anlagen.
Die 13% Differenz zum Stromverbrauch kann sich an Lüfter, Abtauen und anderen "Verlusten" festmachen.
Der in der APP angezeigte Verbrauch und damit für den COP "relevante" wird vermutlich nur über den Kompressorverbrauch gerechnet. (Ist ein Schönfärbetrick, aber wohl gestattet. Bei Öl- oder Gas-Heizungen wird auch der Verbrauch der Pumpen und Steuergeräte nie in die Effizienzbetrachtung mit einbezogen)

Das Problem mit der Effizienz an der Multisplit.
Hast du es schonmal mit Bedarfssteuerung probiert?
Meine Daikin Multisplit hat auch wie verrückt rumgeorgelt und Leistungsaufnahmen bis 3kW bei moderaten Außentemperaturen und dazu verbunden mit häufigem Takten gezeigt.
Die war total ineffizient.
Dann habe ich die Bedarfssteueurng aktivert und nach einigen Anfangsschwierigkeiten in der Software (die Daikin inzwischen wohl im Griff hat), läuft die Multisplitanlage inzwischen sehr effizient.
Bis ca 2°C Außentemperatur reichen 40% bei der Bedarfssteuerung um die Räume auf Temperatur 16-18°C zu halten.
Darunter muss ich die Bedarfssteuerung auf 50% erhöhen.
Bei mir sind alle drei IGs über ein Zeitprogramm immer gleichzeitig an oder aus.
Das ist nach meiner Wahrnehmung die effizienteste Betriebsweise.
Wenn ein IG aus ist zieht die Anlage gerne mal 50-100W mehr, als wenn alle drei an sind. (Warum weiss ich auch nicht, Vermutung ist, dass der Kompressor dann gegen irgendwelche geschlossenen Ventile arbeiten muss.)
Mein Vorschlag für die Einstellung:
Alle IGs der Multisplitanlage mit der Infrarot-Fernsteuerung ausschalten.
Über die Onecta APP die Bedarfssteuerung für jedes IG auf 40% stellen. (Nach der Einstellung nochmal alle Geräte in der APP kontrollieren, da die APP manchmal die Einstellung ignoriert und auf den alten Wert zurückspringt.)
Ein Zeitprogramm für jedes IG der Multisplit erstellen und dabei darauf achten, dass Auto ein und Econo aus ist. (Econo und Bedarfssteuerung funktionieren nicht immer gut zusammen.)
In dem Zeitprogramm die Wunschtemperatur für die IGs einstellen, wenn möglich, alle auf gleiche Temperatur. Damit sollten die Räume alle "wohltemperiert" sein und die Anlage effizient laufen.
Wenn die Anlage die Zieltemperatur nicht schafft, dann die Bedarfssteuerung für jedes IG in 10% Schritten anpassen.

Hoffe es hilft.

Herzliche Grüße
Eclipse