Daikin Perfera Cold Region

Sind da irgendwie Fehler in den Aussagen? Ich verstehe die so nicht. Ein Verbrauch, der auf 1kWh hoch geht, bedeutet dann ein Verbrauch von 1kWh pro Tag? Das wäre unlogisch.

Und was ist das für ein Verbrauch von 400kWh? Über ein Monat?

@nordicbynature

Die VZ9 hat eine Art "Wärmespeicher". Dadurch läuft das Innengerät während des Abtauprozesses weiter und man hat keine Wärmeunterbrechung.

Dafür ist die Steuerung wohl etwas zickig und benötigt Bastelarbeit, um durchgehend einwandfrei zu laufen. (wenn ich mich recht entsinne, war es nötig, einen externen Temperaturfühler zu installieren, weil die Hysterese zwischen aus/und zu klein ist und die Anlage dauernd "hin und her springt".)
Der User @arsmachina hat sehr gute Erfahrungen mit der VZ9 gemacht und auch ausführlich beschrieben.

@jenzi

Bei mir ist die LLWP auch nicht die einzige Heizung, meine wird von Holzöfen unterstützt.

In deinem Fall sieht es wohl so aus, als wäre es fast nicht möglich, dass du selbst mit einer VZ12 überdimensionierst. Denn im Falle von zu viel Wärme könntest du die Leistung der LWWP ja zurück fahren oder jeweils nur eine der Beiden Anlagen in Betrieb halten.

Falsch machen wirst du mit keiner der beiden Optionen etwas. Ich staune immer wieder, wie schnell die Nepura den Raum auf Temperatur bringt. Und da unsere Anlagen im August installiert wurden, hatten wir gleich noch einen Vorgeschmack auf die wunderbare Steigerung der Lebensqualität im Sommer.

@win

tatsächlich bin ich bei moderaten Temperaturen sehr gut mit der Economy Einstellung klargekommen. Erst die sehr tiefen Temperaturen der letzten Zeit bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit waren zu viel für Eco.

Grundsätzlich benötigt die Nepura zwar mehr Aufmerksamkeit als erwartet und ich denke, dass sie hier nicht hinreichend Abstand zur VZ9 hat, um den Nachteil der Heizpausen während des Abtauens auszugleichen.

Jedoch ist das Jammern auf extrem hohem Niveau. Ich habe zusätzlich noch 2 ATXD 2.5 installiert und pro Etage je einen Holzofen. Inklusive Schornsteinsanierung habe ich für unter 10k€ ein Heizkonzept, was nur geringe Komforteinschränkungen in sich trägt und trotz sehr geringem Dämmstandard sehr überschaubare laufenden Kosten fordert.

Was ich sinnvoll fände wäre eine Bedarfssteuerung, die in Abhängigkeit von Innentemperatur, Außentemperatur und Solltemperatur entsprechend %Leistung freigibt.
Kann man sich sowas vielleicht über ein Faikin Modul zurechtbasteln?
Oder funktioniert womöglich die "Auto" Einstellung der Bedarfssteuerung genau so?
Es ist ja immer noch unklar, was diese Funktion nun genau bewirkt und weshalb die prozentuale Voreinstellung der manuellen Bedarfssteuerung anscheinend eine Auswirkung auf den Auto - Modus hat.

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Das müsste man wirklich nochmal genauer erforschen. Ich dachte, mittlerweile war klar, dass der eingestellte manuelle Wert gar keine Auswirkungen hat, wenn man Auto aktiviert. Aber letztens schrieb wieder jemand das Gegenteil, dass er im Grunde nachgewiesen hat, dass das einen Einfluss hat. Alles sehr verwirrend.

Was wohl klar ist: Auto der Bedarfssteuerung schaut auf den Verbrauch der Vortage, lernt also irgendwie vom Vortag. Wie genau und ob Tage davor auch eine Rolle spielen, bleibt unklar. Und ob da dann auch die Außentemperatur mitberücksichtigt wird, ist auch unklar. Aber was sollte es für einen Sinn machen, den Verbrauch des Vortages zu berücksichtigen, wenn an dem Vortag +5 Grad waren und am heutigen Tag -10 Grad? Da muss doch die Außentemperatur irgendwie mit berücksichtigt werden.

Ja äußerst schwachsinnig von mir geschrieben :slight_smile:
Der Kern meines ganzen Geschwafels sollte eigentlich darstellen, dass es je nach Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Nacht-Soll-Temperatur und Tag-Soll-Temperatur extreme Verbrauchsunterschiede gibt.

Das ist natürlich auch absolut logisch und für euch auch nichts neues. Ich habe aber bisher nur mit Öl geheizt und hatte keinerlei Verbrauchswerte. Die Heizungskurve lieferte einfach die Vorlauftemperatur zur Außentemperatur. Meine Heizkörper hatten auch nur Ventile Auf/Zu.

Jetzt mit der Nepura LLWP bin ich das erste Mal in der Lage reale Verbrauchswerte im Zusammenhang mit den Einflussfaktoren zu erfassen. Das war mir vor dem Kauf garnicht so bewusst.

Ein großer Unterschied zu Öl oder Gas: Da geht der Verbrauch nahezu linear nach oben. Linear zur Temperaturdifferenz Innen-Außen. Also bei -10 Grad etwa 1/3 mehr, also bei 0 Grad. (Delta 30 K zu Delta 20 K).

Bei Split-Klima oder Luft-Wärmepumpen geht der Verbrauch unter 2-3 Grad ordentlich nach oben, weil ab da der Wärmetauscher verreift. Bei hoher Leistungsabforderung auch schon ab 3-4 Grad. Und je tiefer es dann mit der Temperatur geht, um so ineffizienter die Wärmepumpe. Also kein linearer Zusammenhang mehr, sondern bei niedrigen Temperaturen sehr viel mehr Verbrauch gegenüber einer Gas-Ölheizung.

Deshalb sind einige erschrocken, dass der Verbrauch bei niedrigen Temperaturen so nach oben geht.

Ganz klar, der Knick bei um und bei 2-3 Grad ist sicher, aber ansonsten sind die COP Diagramme (also Wärmeleistung / Stromaufnahme) linear.

Einerseits nimmt der Wärmebedarf des Gebäudes bei abnehmender Aussen-Temperatur linear zu, gleichzeitig nimmt die zur Verfügung stehende Energie in der Aussenluft ab. Das ist ja eigentlich der Nachteil des Konzeptes Luftwärmepumpe, dass die nutzbare Energie der Aussenluft bei abnehmender Temperatur kleiner wird und das ärgerlicherweise genau gegenläufig zu dem zunehmenden Wärmebedarf.

Wie groß ist dieser Wärmespeicher?

Wir haben z.b. bei 0 Grad Aussentemperatur ca 3kw Heizlast. Wenn das Abtauen 10min dauert, müsste der Wärmespeicher 0,5kwh groß sein. Wie viel kg Eisen benötigt man dann für solch einen Wärmespeicher (Delta t evt 20-30 Grad ?)

Wir merken bei uns im Haus übrigens nichts vom Abtauvorgang. Weder können wir das fühlen, noch messen. Habe in fast allen Räumen zigbee Thermometer und die zeigen nichts an.

Wenn ich die Mini-Split abschalte, merke ich so ab einer Stunde was. Kommt natürlich auch auf die Außentemperatur drauf an.

Ich könnte mir vorstelle, dass die heatcharge Funktion bei Räumen mit sehr schlechter Dämmung und sehr geringen Wärmebedarf etwas bringt. So japanische Papierhäuser.

Man muss schon sehr spezielle bauliche Vorraussetzungen haben, wenn man sein Haus mit eine Anlage der oberen Mittelklassewagen (Nepura) nicht komfortabel heizen kann.

Wenn man nur bedarfsweise heizt, fällt es deutlich auf. Wände sind nur noch auf 12-14 Grad. Sobald Anlage aus, hat man nach wenigen Minuten 2-3 Grad weniger.

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Bei den Einstellungen meiner Daikins habe ich viel gestestet und probiert.
Beim heizen hat sich herausgestellt, wenn man 95% Bedarfsteuerung und Lüfterstufe 2 einstellt hat man wunderbare Ergebnisse bezüglich Regelung und Effizienz.
Das teilweise wilde regeln der Anlagen ist komplett weg und die Feineinstellung macht man einfach über die gewählte Solltemperatur.

Das ist ein guter Punkt.
Bei mir war der Abtauprozesses immer dann störend, wenn der Raum (und die Wände) morgens zu kühl war und ich viel Wärme in kurzer Zeit abgefordert habe.

Ich relativiere meine Aussage, nach heutigem Stand eher die Vz9 zu wählen und würde bei der nächsten Kälteperiode noch einmal testen.

Vielleicht ist es einfacher, als angenommen und ich kann nach der Regel verfahren: über 0 grad=eco modus an. Unter 0 grad=eco modus aus.

Vor der Kälteperiode hat sich die Nepura mit eco nämlich absolut unauffällig verhalten und auch jetzt ist sie wieder sparsam, gleichmäßig und gut wârmend.

Bedarfssteuerung auf 95% in meinem Fall bei Minusgraden dazu geführt, dass es nicht mehr warm genug wurde. Ich hatte auch mal gelesen, dass schon diese Einstellung die Leistung massiv begrenzt und nicht nur um 5%, wie man annehmen würde.

Entscheidend ist ja, die elektrische Leistung welches das Gerät momentan zieht.
Bei 95% Bedarfsteuerung, zieht die 4KW max. ca. 700W elektrisch (auch wenn du z.B. die Solltemp. auf 26°C oder höher stellst.
Wenn alles optimal installiert, sollten das dann bei 0° Außen gute 3KW Wärme sein COP ca. 4,3 (ca. 40° Ausblastemp). Wenn dir das zu wenig Wärme für deinen Raum ist dann mußt du auf 100% stellen, dann zieht die Daikin richtig Strom, macht gut warm aber wesentlich schlechterer COP

Die Nepura hat eine gewisse automatische Anpassung der Wärme. Bei kalter Aussentemperatur wird die Solltemperatur ein wenig hochgesetzt (zwei Grad oder so was in dem Bereich). Die Details müsste man mal raussuchen. Also bei welcher Aussentemperatur um wie viel Grad.

Ich habe keine Tests oder Notizen zur Bedarfssteuerung gemacht, daher ist folgende Info nicht wirklich belastbar: ich würde sagen die Bedarfssteuerung 100% halbiert in etwa die Leistung der Anlage. Größenordnung.

Ich glaube es war der Herbst 2022. Da haben wir erst Mitte November die Klimasplit eingeschaltet. War noch eine 10 Jahre alte Daikin. Vorher hatten wir nur ein Zimmer mit dem Kamin geheizt und die ganze Familie vor dem Kamin geschlafen. Entsprechend war das Haus (Wände etc) ausgekühlt. Ich habe tatsächlich 3 Tage lang gedacht, dass die Anlage defekt ist. Hat alles ganz komisch reagiert. Erst nach drei Tagen ist die Anlage normal gelaufen.

Was ich sagen will: wenn man eine Mini-Split am thermischen Kippunkt betreibt, muss man genau wissen was man tut.

Wenn unten in Deutschland Dunkelflaute ist und in Schweden die Strompreise durch die Decke gehen, versuchen wir bedarfsorientiert bei dynamischen Strompreisen zu heizen. (man hat einen Bedarf, kann aber nicht, weil der Strompreis sehr hoch ist) Wenn ich da nicht extrem aufpasse, verliere ich am zweiten Tag alles, was ich am ersten Tag gewonnen habe. Weil ich dann gezwungen bin zu teuren Zeiten nachzuheizen.

Ein bischen so wie an der Börse: hin und her, Taschen leer.

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Hat jemand einen Vergleich zwischen der 30er Nepura und eine MHI 35?
Ich gab eine Singlesplit MHI bei mir und überlege, ob er sinnvoll wäre die gegen die Nepura zu tauschen

Kannst du das etwas konkretisieren, um was es dir geht. Und MHI 35 ist auch zu ungenau.

6 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Mitsubishi Heavy SRC/SRK Split-Klima Sammelthread

Die Nepura wird doch noch viel häufiger takten bei identischer Außentemperatur. Ich heize damit 90qm und ab >4°C Außentemperatur kann ich die Wärme nichtmehr abnehmen weil das Ding einfach brutal viel Wärme erzeugt. Unter 4°C kämpft die Anlage dann mit der Verreisung, hier nervt dann das Abtauen am Außengerät.

Du bräuchtest eigentlich eine kleinere Anlage.

Danke für den Hinweis und das teilen deiner Erfahrung.
Wie verhält es sich mit dem Unterschied soll und istwert?

Ist es ein Wand oder Truhengerät?

Das die Fernbedienung einen ofset machen kann ist eh super. Ich mache den im Kopf. Der hängt bei mir von der Leistung ab. Bis 300 W passt es, läuft sie um 600 W muß ich um 2 Grad höher stellen. Die Ursache kann aber durchaus von eco kommen da sie damit am Leistungs Ende läuft. Andererseits aber logisch daein Außentemperatur Fühler fehlt und die Abstrahlung durch Außenwände bei tiefen Temperaturen stärker wirkt. Dazu müsste der Temperatursensor am besten an der Außenwand kleben. Damit ist er auch träge. Aktuell schaltet meine Anlage recht häufig aber unmerkbar zwischen 300 u 600 W hin und her. Läuft auf automatik und eco.

Hab die Details zur MHI SRC/SRK mal in den Sammelthread rübergeschoben, weil es hier ja um die Perfera geht... Link zum anderen Thread wird oben automatisch eingeblendet.

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