Mal eine Beobachtung: Meine Trinkflasche, in der nur reines Wasser ist und die täglich mit kalten Wasser kurz ausgewaschen und neu befüllt wird, riecht erstmal 3-4 Tage nicht. Aber dann fängt sie an, muffig zu riechen. Wenn ich sie dann nur mit Wasser auswasche, fängt sie teils schon nach 3-4 Stunden wieder an, muffig zu riechen.
Wenn ich sie nun mit kaltem Prilwasser auswasche (wirkt wie Neutralreiniger), hat das kaum einen Effekt. Die wird einfach recht schnell wieder muffig.
Gehe ich mit stärker alkalischen Reinigern dran, z.B. Waschsoda oder Linker Booster Ero, dann ist die Flasche wieder ein paar Tage müffelfrei. In der Regel helfe ich auch mechanisch mit Bürste nach. Der Reiniger hat aber einen großen Einfluss, Bürste + Pril hilft nicht so wirklich.
Im Fernsehen war da letztens auf Quarks glaube ich eine Reportage über Trinkflaschen. Da ging es darum, dass sich nach wenigen Tagen ein Biofilm bildet, den man auch nur noch schwer weg bekommt. Unterschiedliche Mikroorganismen bilden zusammen einen schwer löslichen Schleim auf der Oberfläche, wo sie gut Halt finden.
Es scheint auch so zu sein, dass dieser Biofilm nicht abstirbt, nur weil man diese Oberfläche trocknet. Wenn ich die Trinkflasche über Nacht trocknen lasse, hat das so gut wie keine Auswirkung. Fülle ich Morgens wieder Wasser ein, müffelt die sehr schnell wieder.
So ein Biofilm darf man sich nicht als dicke schleimige Masse vorstellen. Er ist lange Zeit fürs Auge unsichtbar und man fühlt auch nichts.
So in etwa stelle ich mir das beim Wärmetauscher auch vor. Ein paar Tage Feuchtigkeit reichen aus und auf dem Wärmtauscher ist ein Biofilm, der durch Feuchtigkeit sofort wieder aktiviert wird und entsprechend riechen kann. Im Kühlbetrieb, wenn Kondensat anfällt, reicht die Menge Kondensat, um die Gerüche zu binden.
Sobald kein neues Kondensat anfällt, der Wärmetauscher noch feucht ist, riecht es dann recht schnell und wenn der dann auch noch die ganze Nacht feucht bleibt, entwickeln sich die Mikroorganismen nochmal gut weiter. Das sind dann ja optimale Wachstumsbedingungen.
Staub hilft natürlich auch nochmal, dass sich da was entwickeln kann, dass ist optimale Nahrung für Mikroorganismen.
Es ist unwahrscheinlich, dass da im Wärmetauscher wirklich was Sichtbares wächst oder sich richtig fett Schimmel ansetzt. Aber ein hauchdünner Biofilm, der einen gewissen Geruch hat, ist wohl sehr wahrscheinlich.
Warum manche Geräte mehr und andere weniger anfällig dafür sind, hängt vielleicht von den konkreten Bedingungen ab: Staubmenge, anfallende Feuchtigkeit, Trockenzeiten, Feuchtzeiten, genaue Art wie man betreibt, Staubzusammensetzung und vieles mehr.