Daikin ATXD Abtauproblematik

Ein Abtauvorgang, der nicht nötig wäre, ist sehr schnell beendet. Da wird der Verdichter vermutlich nur 1-2 min laufen. Könnte man mal genauer beobachten, wie viel es real ist.

Was etwas ungünstig zusäzlich ist, dass der Kältekreislauf sich danach erst wieder einschwingen muss und die Anlage in den ersten vielleicht 5-10 min nicht ganz so effizient läuft.

So, hier Mal ein kleines Resumee dazu. Eine Anlage kann ich gut beobachten, da sie direkt neben der Haustür steht. In den letzten Tagen war es hier sehr neblig und kalt. Dementsprechend waren die Anlagen auch relativ stark vereist. Die nicht umgebauten Anlagen liefen so schlecht wie erwartet und tauten alle 40 Minuten ab. Dadurch war es kaum möglich die Temperatur im Badezimmer (22°) überhaupt zu erreichen ohne den powerful-Modus einzuschalten. Das dauernde Ausschalten ist gerade hier auch einfach extrem unangenehm.

Die umgebauten Anlagen liefen in der Regel 4 Stunden durch und sind in der Zeit bis etwa 15cm von oben mit Eis bedeckt. Nur einmal wurde nach 3 Stunden abgetaut. Das ist ein ordentlicher Komfortgewinn.

Jetzt zum Nachteil: die Anlagen tauen nicht mehr vollständig ab. In den untersten 10cm bildet sich eine dicker werdende Schicht Eis. Äußerlich wird der Rest komplett abgetaut. Diesen Nachteil nehme ich persönlich allerdings in Kauf und habe heute die Anlage vom Badezimmer umgebaut. Wir haben hier relativ selten solche niedrigen Temperaturen mit feuchtem Wetter. Wenn an diesen Tagen die Anlage nicht optimal läuft, dafür aber gut heizt, passt das für mich. Einen Effizienzverlust konnte ich aber auch nicht feststellen. Bei gleichbleibendem Stromverbrauch blieb die Kältemitteltemperatur ebenfalls gleich (±0,5°). Mir ist klar, dass da noch mehr Parameter mit Reinspielen, aber das war für mich jetzt erstmal irrelevant.

Allein aufgrund des Komfortgewinns und des relativ geringen Aufwands finde ich die Variante bisher sehr gut.

Ggfs. wäre es noch eine Möglichkeit stellen am anderen Ende des Wärmetauschers zu probieren. Hier könnte es nur Probleme mit der Kabellänge geben. So ganz blicke ich den Aufbau des Wärmetauschers auch nicht durch und weiß daher nicht wo welche Strecke abgreifbar ist.

Hat sich denn bestätigt, dass diese unnützen Abtauzyklen nur bei niedriger Modulation entstehen?

Was ich nicht ganz vestehe: Wenn es nebelig war, also feuchte Luft, sind die 40 min doch eine völlig typische Zeit, nach der dann auch wirklich abgetaut werden muss. So machen das die meisten (gesunden) Anlagen bei solchem Wetter, weil dann einfach der Wärmetauscher so gut wie keine Luft mehr durchlässt.

Die 40 Minuten sind hier zu wenig würde ich sagen. Die Anlage die ich beobachten kann (umgebaut) ist nach und nach weiter vereist, aber lief noch problemlos durch. Und das bei dem starken Nebel. Wie effizient das war kann ich nicht sagen.

Ich werde das ganze jetzt weiter beobachten. Bei mir ist allerdings der Komfort über der Effizienz angesiedelt. Gerade im Badezimmer.

Habe leider kein Bild gemacht. Optisch passt das oben gepostete Bild aber sehr gut, bei dem der Vorgang andauernd unterbrochen wurde. Aber in meinem Fall war der Wärmetauscher eben noch etwa 15cm von oben aus gesehen frei.

Du kannst die Temperaturdifferenz Wärmetauscher zu Umgebung messen. Wenn die 2-3 Grad ansteigt, wird es Zeit sein, abzutauen.

Wir hatten hier ähnliches Wetter und sowohl die Daikin ATXF wie auch die MHI mussten alle 30-45 min abtauen, die waren nach dieser Zeit auch völlig dicht zwischen den Lamellen.

wenn man dran kommt, kann man auch einfach fühlen, wieviel Luft da noch ausgeblasen wird.

Kann sogar sein, dass es hier von Vorteil gewesen wäre häufiger abzutauen. Leider kann die ATXD hier aber ja scheinbar nicht ordentlich differenzieren und taut häufig eben auch ohne Eis ab. Was mich allerdings wundert ist, dass die Anlage scheinbar problemlos bei gleicher Leistung lief.

Hier Mal die Daten die ich dazu habe. Hier hat die Anlage auch mit Umbau auch Mal nach kürzerer Zeit abgetaut. Lüfterfrequenz vom IG war quasi durchgehend konstant.

Auch bei stark vereisten Wärmetauscher wird der noch eine gewisse Leistung haben. Der Lüfter zieht Luft, die dann aber nicht mehr durch die Lamellen geht, sondern es gibt eine eher chaotische Luftbewegung auf der Wärmetauscherinnenseite, wo man noch einiges an Wärme aus der Luft ziehen kann.

Der Wärmetauscher wird dabei deutlich kälter werden, hängt aber auch von der Leistung ab, die die Anlage zieht. Je kälter der Wärmetauscher wird, um so mehr fällt die Effizienz ab, weil die Pumpe dann ja einen größeren Temperaturhub hochpumpen muss.

Wäre schonmal sehr interessant, was sich da für Werte einstellen, wenn man z.B. im Bereich 200-400W Leistung ist. Kannst du ja mal mit IR-Thermometer nachmessen. Weil die Dinger sehr ungenau sind und stark driften, brauchts Vergleichsmessungen, z.B. Konsole der Anlage und Wärmetauscher schnell hintereinander vermessen.

Die oberen und unteren Hälften des WT sind identisch (parallel geschaltet). An der gleichen Stelle im unteren Bereich steigt die Temperatur beim Abtauen langsamer an. Das ist die Stelle, wo das Rohr etwa 5 cm gerade verläuft. Hier folgt die Temperatur beim Abtauen etwa der des Hauptsensors. Ich habe davon Aufzeichnungen gemacht, worauf ich momentan keinen Zugriff habe. Ich schätze aber, dass die Abtauzeit sich um etwa 1 min verlängern wird.

Edit:Ich meine diese Stelle.

Leider hat die Positionierung an dieser Stelle am Wärmetauscher bei mir kein Erfolg gebracht. Denn hatte gerade eben wieder ein Abtauvorgang mit einem komplett trockenen Wärmetauscher.

Ich habe noch eine Beobachtung zum fehlerhaften Abtauen.

Derzeit hat es heute in Wien permanent ca -5°C, da tritt dieses Fehlverhalten auch nicht mehr auf. Obwohl sie nur mit 200W über Stunden läuft taut sie nur selten ab und dann auch richtig.

Es hat also nicht nur etwas mit der Leistung zu tun sondern auch mit der Temperatur bzw Feuchtigkeit. Aus irgendeinem Grund funktioniert der Algorithmus jetzt deutlich besser

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Jxhannes Von “selten Abtauen” ist bei uns leider keine Rede - obwohl ebenfalls in Wien.
Da mach ich mir gleich wieder Sorgen um mein System - vielleicht doch Kältemittelmangel oder Wasser im System!?

Heizen unsere Dachgeschosswohnung in Wien mit Splitgerät und bei uns wird ohne Ende abgetaut!

Bei mir leider heute auch wieder so. Zum Zeitpunkt des letzten Kommentars war es aus irgendeinem Grund nicht der Fall. Heute seit 0 Uhr schon 14 Abtauvorgänge, also mehr als einer Pro Stunde. Was vor 2 Tagen anders war, ist mir nicht klar, vielleicht war es doch gerade so über der Leistungsaufnahme, wo dieses Problem auftritt. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Das ist fast identisch mit deiner Anlage.

Ich würde mir keine Sorgen machen, das ist bei der ATXD leider einfach so.

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man kann auch optisch am AG einfach unterscheiden, ob eine Abtauung notwendig ist.

Bei momentanen Temperaturen und Feuchtigkeiten kann es durchaus im Bereich des möglichen liegen, dass sogar mehr als 1x/h abgetaut werden muss. Das ist bei vielen WP so.

Hab zwei Anlagen hier zum Vergleich. ATXD35 (im DG), ATXM35 (im EG).

Trotz Außentemperaturen weit im Minusbereich und relativ hoher Leistung ist die ATXD oft alle 30 min im Abtaubetrieb. Das ist gefühlt der Normalfall. Die ATXM kann ansonsten auch mal 6 Stunden ohne während die andere in der gleichen Periode 6 Vorgänge hat.

Tag mit Minusgraden:

Zum Vergleich auch ein Tag mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt:

Das kann völlig normal sein, was ich das sehe, also nicht mal 1 Abtauzyklus pro Stunde. Es kommt immer auf das konkrete Mikroklima Vorort an.

Unnütze Abtauzyklen sind nur die, wo der Wärmetauscher trocken ist und beim Abtauen kein Wasser abtropft.

Man muss da wirklich differenzieren und nicht gleich in Panik verfallen, weil die Anlage stündlich abtaut.

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