Hat jemand zufällig eine ATXP und kann etwas zum Abtauen sagen?
Die Leistung absichtlich zu erhöhen ist aber leider gar nicht so einfach.
Der Raum mit der ATXD ist klein und mittelmäßig gut gedämmt und braucht daher gar nicht so viel wärmeenergie.
400W + führt zu einem sofortigen überhitzen, das hätte ich früher mit der nicht modulierenden Midea permanent.
So viele Leistung brauche ich eigentlich nur nach dem Lüften für wenige Minuten.
Was du machen könntest: Einfach absichtliches Takten, in dem man die Anlage nach 30min abschaltet für z.B. 15min und dann wieder starten. Wenn ich es richtig verstanden habe, kommt die Problematik mit der Abkühlung es Verdampfers erst nach einer gewissen Zeitspanne, vielleicht >45 min. Diese Grenze könnte man ausreizen. Also alles automatisiert machen.
Alternativ, wie @gullideggl es manuell macht, kurz auf Lüfterbetrieb umschalten. Kann man ja auch automatisieren. Muss man schauen, was sinnvoller ist.
Gute Idee, aber wenn sie einmal beginnt abzutauen, ist es bei mir schon zu spät. Selbst wenn man dann ausschaltet, taut sie noch fertig ab egal welcher Modus eingestellt ist und ob sie noch an ist.
Bei mir wurde das Problem heute nochmals deutlich schlimmer, es hat derzeit knapp unter 0 Grad und die taut derzeit ca alle 30 Minuten ab.
Mein Plan war eine Automation die bei Reduktion der Kompressorleistung abschaltet, das geht nicht. Ich müsste es präventiv alle z.b. 20 Minuten ausschalten und warten. Bin dabei gerade das auszuprobieren, ob das den gewünschten Effekt bringt.
Ich habe den Umbau jetzt mal bei 2 meiner 5 Anlagen so durchgeführt und den Temperatursensor umgesetzt. Das ganze ist in etwa 30 Minuten pro Anlage erledigt, wenn man das ganze in Ruhe macht. Mal schauen ob sich am Abtauverhalten etwas ändert…
Ich habe meine ATXD35A heute morgen eingeschaltet und den ganzen Tag mit höherer Leistung durchlaufen lassen. Laut Daikin lag die elektrische Leistungsaufnahme dauerhaft zwischen 500 W - 1 kW. (Heute war ein schön sonniger Tag, daher habe ich ordentlich “Sonnenstrom” verheizt
). Das Außengerät hat während des Tages nur einmal abgetaut. Der Abtauvorgang war berechtigt, der Wärmetauscher war vollflächig zugefroren. Siehe Bild. Video habe ich vom Abtauvorgang auch gemacht: https://youtu.be/SjKhJXALIH4
Das Problem scheint tatsächlich nur bei geringer Leistungsaufnahme aufzutreten.
Einziges Problem könnte die Dauer der Abtauung werden. Hier wird eine berechtigte Abtauung dargestellt. Die Temperatur im Verdampfer bleibt bei 0 Grad, bis das Eis geschmolzen ist. Wenn die Temperatur auf etwa 15 Grad ansteigt, wird die Abtauung abgebrochen.
Wenn kein Eis vorhanden ist geht es viel schneller.
Wird der Sensor zu nah am WT Ausgang platziert, steigt die Temperatur deutlich früher. Ich war damals mit der Modifikation nicht wirklich zufrieden.
Der Abtauvorgang war dann nicht vollständig was wieder zu einem schnelleren vereisen und schlechterer Effizienz geführt hat? Es geht also hauptsächlich darum einen Punkt zu finden, welcher beides vereint, oder glaubst du das ist nicht möglich? Wäre hier nicht ggfs. Sogar eine Variante möglich, welche mit einem Relais zwischen zwei Temperatursensoren wechselt? Erst wird der Sensor am oberen Ende verwendet. Sobald es zum Abtauen kommt, wird auf den unteren Sensor in Originalposition gewechselt um ein vollständiges abtauen zu gewährleisten. Man bräuchte nicht sonderlich viel Elektronik dafür. Ein arduino, ein relais und einen Temperatursensor. Das dürfte für die meisten noch irgendwie machbar und anschließbar sein. Der Code selbst sollte kein Problem sein. Theoretisch könnte der arduino die Temperatur immer an dem Sensor abgreifen, welcher gerade nicht an die Anlage weitergegeben wird.
Ich fand den Ansatz in der Hinsicht charmant, dass man eben keinen größeren Eingriff bei der Anlage selbst durchführen muss. Sollte es jetzt nicht gut funktionieren, wäre das zumindest kein Beinbruch. Nur etwas ärgerlich.
Technisch möglich wäre das alles. Wäre aber schön, es so einfach wie möglich zu halten, wäre also gut, ohne so einen Zusatzkram auszukommen. Möglichst was, was jeder nach 2 Stunden Bastelei hinbekommt. Ohne große Spezialkenntnisse.
Genau auf der Suche nach so einer Variante bin ich aktuell. Ich habe 5 ATXDs und habe eigtl. nicht sonderlich viel Lust die 5 Anlagen komplett umzubauen und mich auch noch darum kümmern zu müssen ![]()
Ich war gestern auf der Suche nach fertigen Modulen, welche man dafür nutzen könnte. Shelly bietet sowas leider nicht an. Hier gibt es zwar ein Addon-Board um einen Sensor hinzuzufügen, leider haben die Shellys nicht NO und NC vom Relais ausgeschleust. Wenn es sowas gäbe, könnte man dann an die eingehende Stromversorgung des AG gehen und müsste zur Stromversorgung nicht an die Platine. Das Kabel vom Sensor müsste man auftrennen und eins davon mit einer 3-Fach-Wago aufteilen und eins müsste man an die NC vom Shelly anschließen. Zusätzlich käme dann noch ein weiterer Sensor an die 3-Fach-Wago und an NO vom Shelly. Zusätzlich noch der Sensor vom Addon-Board für den Shelly, welcher die Temperatur am Ausgang überwacht und bei einer Temperaturumkehr auf den unteren wechselt. Die Verkabelung sollte damit noch relativ einfach von statten gehen. Für die Software könnte man ja etwas vorbereiten, was jeder dann nutzen könnte.
Ggfs. werde ich das mal selbst als kleines Modul zusammenlöten. Grundsätzlich könnte man sowas ja auch in Kleinserie über einen PCB-Hersteller online fabrizieren lassen. Um das Auftrennen des Kabels vom NTC kommt man dann aber weiterhin nicht herum.
Meine Lösung wäre eigentlich einfacher. Man braucht lediglich ein Arduino Board, einen Widerstand, einen Kondensator und zwei JST-Buchsen, die auf eine Lochrasterplatine gelötet werden. Das Modul wird mit einem Kabel an die Hauptplatine gesteckt (die Buchse für die 3 Thermistoren Außentemp, Verdampfer, Kompressor). Das entfernte Thermistorkabel wird an das Modul gesteckt.
Die 5V Versorgung ist im Thermistorstecker vorhanden. Man muss sich lediglich die Masse von der Platine holen (Kabel an einem Drahtbügel festlöten).
Falls Interesse besteht, würde ich eine kurze Anleitung zusammenstellen, mit Quellcode.
Gerne eine Anleitung dafür. Die Teile sollte ich alle da haben und auch die Möglichkeit dafür.
Was hast du damit vor und was ist der Gedanke dahinter?
Ein IO wird durch den Widerstand mit dem Verdampferthermistor verbunden.
Der IO wird alle 10 Sekunden kurz als Eingang definiert (hochohmig) um die tatsächliche Temperatur zu messen und zu speichern.
Dann wird der IO als Ausgang geschaltet und ein PWM Signal ausgegeben, um eine höhere Temperatur vorzutäuschen. Ein Kondensator dient dazu, die Spannung zu glätten.
Als Zielwert der vorgetäuschten Temperatur wird die maximale Temperatur der letzten 20 Minuten verwendet. Das ist genug, um die Temperaturdips zu entfernen, aber Vereisung zu erkennen (siehe meinen Post oben). Bei der trockenen Kälte in den letzten Tagen lief die Anlage bis zu vier Stunden durch (wird wohl durch einen Timer limitiert).
Der Widerstand dann als Spannungsteiler um den Thermistor auszulesen? Und dann gibst du ein PWM aus um die vom Spannungsteiler auf der AG-Platine gemessene Spannung vom Thermistor künstlich zu erhöhen, verstehe ich das richtig?
Prinzipieller Aufbau:
A0 misst die Spannung.
D10 macht PWM oder wird hochohmig geschaltet.
R2 & C1 filtern den PWM Ausgang.
Ich habe eine einfachere Lösung.
Man kann den Abtauvorgang doch abbrechen, ich war gestern manuell nur nicht schnell genug dafür. Über HA habe ich eine Automatisierung, die sofort wenn die Leistungsaufnahmeunter 50 Watt geht das Gerät ausschaltet.
Dann wartet sie 3 Minuten und schaltet sie wieder ein und das, ohne abzutauen.
Dazu noch etwas logik in welchem Modi das passiert, Außentemperatur miteinbezieht usw und sie taut nicht mehr dauernd unnötig ab.
Ich bin noch am Beobachten was passiert wenn sie dann wirklich einfriert. Leider ist es aber nicht so kalt und auch eher trocken. Letzte Nacht war es kälter und in der früh war abgetaut, )am Abend war teilweise eingefroren) also irgendwann ist es doch passiert. Nur leider habe ich es verschalfen. Ich werde berichten!
Falls der den genauen Code will hier ist er, aber es ist wirklich sehr einfach:
alias: Klimaanlage Johannes Abtauen verhindern
description: Schaltet Klima nur aus, wenn Leistung < 50W UND sie schon 3 Min lief
triggers:
- trigger: numeric_state
entity_id:
- sensor.shelly_klimaanlage_johannes_switch_0_power
below: 50
conditions:
- condition: state
state:
- heat
for:
hours: 0
minutes: 3
seconds: 0
entity_id: climate.daikinap62146_room_temperature
- condition: numeric_state
entity_id: sensor.gw1100a_outdoor_temperature
below: 5
actions:
- action: climate.turn_off
metadata: {}
data: {}
target:
device_id: 58cab8a162c477f7d8b764ccb11567a4
- delay:
hours: 0
minutes: 2
seconds: 0
milliseconds: 0
- action: climate.turn_on
metadata: {}
data: {}
target:
device_id: 58cab8a162c477f7d8b764ccb11567a4
mode: single
Leider geht die Anlage dadurch trotzdem aus und das einpendeln in den guten COP findet ebenfalls erneut statt. Ist für mich daher auch nur eine Übergangslösung. Außerdem kann man nicht wirklich detektieren wann man denn nun sinnvoll abtaut.
Ja das Abschalten (was ich ja manuell manchmal mache) ist auch nicht optimal und führt auch zu einer Heizpause, weil der Kompressor auch komplett abschaltet und die Anlage dann im Regelfall erst langsam wieder hochfährt.
Eine Lösung, die zu einem Weiterlaufen ohne Abtauvorgang führt und dann im Idealfall einen Abtauvorgang einleitet, wenn es wirklich nötig ist, wäre perfekt ![]()
Absolut beachtlich, was hier von euch experimentiert und durchdacht wird, vielen Dank dafür!
![]()
Vielleicht würde es Sinn machen die möglichen Lösungen hier mal zu sammeln.
Lösungsvorschläge:
- Abschalten der Anlage/Umschalten auf Lüftungsmodus zu Beginn des Abtauvorgangs.
Vorteile:
- Kein Eingriff in die Anlage selbst nötig
Nachteile:
- Software zur Automatisierung nötig
- Kurzzeitiger Ausfall der Anlage durch Neustart
- Erneutes Einpendeln des COP nötig und dadurch schlechtere Effizienz
- Umsetzen des Temperatursensors am Verdampfer vom AG
Vorteile:
- Kein destruktiver Eingriff in die Anlage (der Umbau ist vollständig rückgängig zu machen)
- Geringer Aufwand
Nachteile:
- Das AG muss zum Umbau geöffnet werden (stromlos schalten, öffnen, umbauen)
- Laut WP_Dave wird der Abtauprozess etwas zu früh abgebrochen und läuft nicht optimal (@wp_dave ist das so korrekt?) (Ggfs. Optimierungsmöglichkeit durch Positionierung des Sensors möglich.)
- Zwischenschalten einer Platine zum Glätten der gemessenen Temperatur am Verdampfer vom AG
Vorteile:
- Hohe Flexibilität zur Einstellung eines möglichst optimalen Abtauprozesses
- Kein destruktiver Eingriff (bis auf das Anlöten eines Masse-Kabels, ggfs. auch anders möglich)
Nachteile:
- Kenntnisse im Löten und flashen eines Arduino/ESP nötig
- Direkter Eingriff in die Elektronik der Anlage
- Kosten für die Bauteile (allerdings relativ gering)
- Das AG muss zum Umbau geöffnet werden (stromlos schalten, öffnen, umbauen)
- Wechsel zwischen zwei Thermistoren mithilfe eines Relais
Vorteile:
- Kein destruktiver Eingriff in die Anlage (der Umbau ist vollständig rückgängig zu machen)
- Steuerung der Anlage bleibt erhalten
Nachteile:
- Kenntnisse im Löten und flashen eines Arduino/ESP nötig
- Indirekter Eingriff in die Elektronik der Anlage
- Kosten für Bauteile (mittelmäßig: 2 Thermistoren, Relais, Mikrocontroller (ESP/Arduino))
- Das AG muss zum Umbau geöffnet werden (stromlos schalten, öffnen, umbauen)
Ich könnte mir vorstellen, dass die dann nach kürzerer Zeit schon abtauen will. Über die Zeit könnte man vielleicht klare Kriterien finden.
Das die Anlage sich allerdings immer wieder Einschwingen muss nach einer Abschaltung, bekommt man so nicht in den Griff. Das geht vermutlich wirklich nur, wenn man irgendwie den Sensor manipuliert.
Man braucht den Sensor nicht elektrisch zu manipulieren, man könnte auch ein Heizelement dranklemmen, was die Temperatur etwas hochziehen kann. Also kleiner Heizwiderstand mit vielleicht 1-2 Watt.



