Da es aktueller auch bei mir kühler wird und die Anlage kaum hinterher kommt, hätte ich eigentlich auch nun langsam Abtauvorgänge erwartet. Da die Anlage durch Bedarf und Econo nicht voll aufdreht läuft sieh aber eher dauerhaft um 400W und ich sehe keinen einzigen Abtauvorgang. Leider hab ich heute keine brauchbaren Aufzeichnungen der Videokamera dazu. Bisher aber keine Vereisung gesehen. Insofern, interessant:
Gute Idee mit dem eigenen Thema dazu ![]()
Sollen wir dann - als Vergleich - auch hier die anderen Modelle posten?
Meine Perfera zb. hat seit ich sie gestern abgeschalten hatte am Abend (FB angeschlossen) offenbar weder getaktet - noch abgetaut:
Ist durchgelaufen mit Zieltemperatur 22° bei Aussentemperatur nachts / morgens -6°
Meine Wärmebildkamera läuft schon … ich erhoffe mir damit das beschriebene Verhalten hinsichtlich zu weit geschlossenem Ausdehnungsventil zu beweisen in dem man den plötzlichen Temperaturabfall sieht.
Ich berichte sobald ich einen Abtauvorgang erwischt habe
Habe es geschafft, Abtauvorgang ist auf Video:
Man sieht schön am Anfang ist alles noch ziemlich gleichmäßig, nur der kleine Blaue Fleck mittig links ist zu sehen. Dan wird es kalt und bei 1:20 in etwa startet sie den Abtauvorgang, das deckt sich auch mit der Leistungsaufnahme.
Leider sind die Leistungsdaten aus HA zu ungenau, um das genau auf einer Timeline darzustellen, aber ich war dabei und habe es live gesehene.
Zum Zeitpunkt des Abtauvorgang ist an der Unterkante des Wärmetauschers ganz leicht Eis zu sehen, abgesehen davon ist er aber trocken.
Gegen Ende sieht man dann wie die Anlage im normalen Betrieb läuft und der ganze Wärmetauscher gleichmäßig kalt ist ohne dunkle stellen.
Edit: Die Temperaturwerte darf man nicht 100% ernst nehmen, der Wärmetauscher ist aus Alu, da stimmt der Emissionsfaktor nicht und spiegeln tut es eventuell auch leicht. Aber als Richtwert und als Vergleich in sich ist das schon ganz gut.
Sieht auf jeden Fall nach einen Fehlverhalten aus, wie ja früher auch schonmal analysiert wurde. Dass der Wärmetauscher vermutlich am Eingang so viel kälter ist, als der Rest, das sollte so nicht sein.
War das jetzt auch der Fall, dass die Modulation <400W war?
Ja Modulation war deutlich unter 400w, ca 180 - 250
Man könnte mit einer Automatisierung versuchen, die Anlage ab etwa 2 Grad Außenemperatur dahin zu bekommen, dass sie nicht unter 400W moduliert. Also z.B. einfach die Bedarfssteuerung auf 40% und die Soll-Temperatur recht hoch wählen, so dass die an das 40% Limit geht. Und dann heizt man so lange, bis die wirkliche Wunsch Temperatur vielleicht 0,5 Grad überschritten ist und schaltet dann die Anlage für z.B. 30min aus. Also im Grunde ein künstlich hervorgerufenes Takten.
Interessant wäre auch die Frage, wieviel Energie durch diese unnötigen Abtauzyklen wirklich verschwendet wird. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil neben der Verdichterleistung auch Wärme von innen nach außen gepumpt wird, die später teilweise wieder zurückgepumpt wird.
In deinem Video dürfte es eine Zeitspanne von etwa 3min sein, wo der Verdichter Wärme nach draußen pumpt bei vielleicht im Durchschnitt 500W. Das alleine wären 25Wh.
Vielleicht so als erster Daumenwert: 20% Verluste bei stündlichem Abtauzyklus und 200W Modulation.
Die von innen genommen Wärmeenergie ist zuvor von der Wärmepumpe geförderte Energie, also größtenteils. Also nicht 1 zu 1 Verlust.
Meine ATXD35A hat gerade nach fast 2 Stunden bei ~400-450W Leistungsaufnahme ihren ersten Abtauvorgang gestartet. Der war auch garantiert nicht sinnlos, denn draußen ist nasskaltes Wetter mit Schneeregen. Faikin-Modul sagt 1,5°C Außentemperatur.
Also eine weitere Bestätigung, dass oberhalb einer gewissen Leistung keine unnötigen Abtauvorgänge stattfinden. ![]()
Ok, dann ist es vielleicht sehr einfach: Die Wärme, die 3min mit vielleicht 500W nach außen gepumpt wird, wurde vorher etwa auch in 3min mit 500W reingepumpt. Dann wären es also 6min mit 500W, was die eigentliche Energiemenge für einen Abtauzyklus sind. Also 50 Wh.
Andere Anlagen scheinen ähnliche Probleme mit zusätzlichen sinnlosen Abtauzyklen zu haben, wenn sie zu tief modulieren. Hier eine MHI:
@lothar2 Hab deinen Beitrag mal verlinkt.
Das Symptom ist bei MHI zwar das Gleiche, aber tritt hier erst bei höherer Leistung auf.
Da es aber auch bei meiner Vivax sehr abgeschwächt auftritt, hier aller 2h egal welche Leistung, scheint das Problem aber genereller Natur zu sein.
Evtl. ein Betriebszustand im Verhältnis zur Außentemperatur, in welchem eine Vereisung möglich ist, aber nicht zuverlässig erkannt werden kann? Und die Entwickler haben vorsichtshalber dafür feste Algorithmen hinterlegt?
Kann es eventuell sein, dass Daikin per Firmware-Update das Abtauverhalten verbessert hat?
Habe 2024 zwei ATXD verbaut und heuer tauen die irgendwie nur 1x pro Tag ab. Während letzten Winter gefühlt alle 25-90 Minuten.
Leistungsaufnahmen in den letzten Tagen immer zwischen 290 und 600Watt.
Kann natürlich auch sein, dass die Wetterbedingungen bisher besser waren. Aktuell haben wir 0-3 Grad bei 60-80% Luftfeuchtigkeit.
Ich hab extra einen Temp Shelly besorgt und gestern Nähe AG aufgestellt. (Nicht Ansaug/Ausblas Bereich) dann kann man vergleichen
Kann schon sein, aber ich glaube eher das liegt an der höheren Leistung mit der sie laufen.
Update hätte ja jeder von uns, ich habe z.b. keiner ausständig und die tauen permanent ab
Hier sind Daten von meinem ATXD25, die das Verhalten bestätigen.
Wie ich schon letztes Jahr gezeigt habe, gibt es Schwingungen bei der Temperatur im Verdampfer, die zu dem Abtauverhalten führen.
Wenn die Anlage bei 350 W läuft, sind die Schwingungen deutlich stärker. Ich setze jedoch einen Arduino ein, der die maximale Temperatur der letzten 20 Minuten ermittelt und versucht sie einzustellen. So werden die Schwingungen effizient geglättet. Im Plot nenne ich das „T_Verdampf. fake“. Erst wenn die vorgegaukelte Temperatur stark abfällt, wird abgetaut.
Ab 6:00 lief die Anlage bei 500 W. Hier sind die Schwingungen auch zu sehen, aber deutlich geringer. Da das EEV bei der höheren Leistung etwas weiter geöffnet ist, ist wohl die Regelung etwas stabiler. Ich glaube, dass lediglich die Heißgastemperatur das Regelverhalten beeinflusst.
Sehr spannend!
Toll wäre, wenn man das auch irgendwie mit dem Faikin Modul oder Homeassistant realisieren könnte!
Ich fürchte, für den Durchschnittsnutzer ist es schwierig, deine Arduino-Lösung umzusetzen?
Huhu zusammen,
wir haben eine ATXC35D und ARXC35D (Innen und Außengerät) Split Klimaanlage.
Bei dieser wurde Vakuum gezogen und dann das Ventil aufgedreht. Im Sommer hat die auch fließig gekühlt ohne Probleme.
Nun taucht bei frostigen Temperaturen ein Problem auf: Nach dem Abtauvorgang geht diese nicht mehr in den Heizmodus und zieht nur noch 200-300 Watt dauerhaft. Der Lüfter im Innengerät ist zwar an jedoch nur auf minimalster Stufe und wirft keine warme Luft aus.
Wo könnte das Problem liegen? Feuchtigkeit in der Leitung? Vereiste Ventile?
Störung zeigt das Gerät keine an, weder in der Daikin app noch am Gerät (Blinkende LED oder ähnlich)
Wir haben Tecnogas newpipe als Kältemittelleitung und die Anlage ist von elettronew.
LG
Könnte an schlampiger Evakuierung liegen, wo Restfeuchtigkeit im System ist. Das kannst du prüfen: Einfach mal EEV und vielleicht auch 4-Wege-Ventil mit Fön etwas aufwärmen und schauen, ob es dann geht. Natürlich im ausgeschalteten Zustand und dann nochmal starten und checken, ob es dann funktioniert.
Nur schnell evakuieren reicht nicht aus. Es braucht Zeit, bis alle Feuchtigkeit raus ist. Im Sommer sollte man Minimum 30min evakuieren, besser 1 Stunde. Unter 10 Grad deutlich länger und mit jedem Grad tiefer wirds rein physikalisch immer schwieriger.
Ich habe eine ATXD35A und habe die gleichen Beobachtungen gemacht. Wenn ich über Nacht eine Solltemperatur von 18 °C einstelle, damit der Raum nicht völlig auskühlt, läuft diese mit ca. 200 W. Dann beobachte ich regelmäßige sinnlose Abtauvorgänge, ohne dass Wasser herunter tropft. Hatte die ATXD heute 4 Stunden mit ca. 600 W laufen, währenddessen wurde nur einmal abgetaut. Dies war auch sinnvoll, ca. 300 ml Wasser wurde abetaut.


