China, Kleinwagen - abgetrennt

Ich schreibe jetzt du, obwohl du mit dieser Argumentation nicht alleine bist. Damit sind jene mit dieser Meinung gemeint. Genau jenes habe ich schon im PV-Forum geschrieben:

Du siehst das, was um dich herum passiert, aber siehst es nicht.

Die Verkaufsschlager sind NEUWAGEN. Der 0815 kauft aber keinen Neuwagen, der kauft Gebrauchtwagen. Der hat kein Geld für einen Neuwagen und/oder nimmt keinen Kredit auf für einen Neuwagen. Warum wird das so sein? Auch kauft der kein Elektrofahrzeug, auch kein kleines Elektrofahrzeug. Man muss also davon ausgehen, dass diejenigen, die zu jenen gehören die einen Gebrauchtwagen kaufen, weniger ein E-Fahrzeug kaufen. Das mag an der Größe des verfügbaren E-Fahrzeugs liegen, am Preis jener, oder der eben nicht vorhandenen Lademöglichkeit. Wer jeden Tag sein Auto auf einen anderen Parkplatz stellt, der wird kaum laden können.

Richtig. Man muss reflektieren. Und zwar, dass das Durschnittsalter aller PKW bei ca. 10 Jahren liegt. Dazu kommen jedes Jahr 2,84 Mio. Neuwagenzulassungen.

Also 0,92Mio. private Neuwagenverkäufe privat. Bestand sind 43,3Mio. private PKW.
Gewerblich 1,92 Mio. PKW Neuzulassungen, Bestand sind 5,7 Mio.

Das bedeutet, dass gewerblich sich nach 3 Jahren ungefähr die Autos im gewerblichen Bereich austauschen und im privaten nach... Aber Private werden diese ausrangierten gewerblichen Fahrzeuge kaufen. Und das macht am Ende einen Schnitt von ca. 10 Jahren bei Gebrauchtfahrzeugen.

Das wiederum bedeutet für mich pers. dass der Großteil mit alten Gurken herumfährt. Und das wird nicht so sein, weil die alle nicht rechnen können, weil die alle gerne viel PS und viel KW und viel Verbrauch haben wollen, sondern weil von den Fahrzeugen genügend im Umlauf sind.
Wenn aber Unternehmen nur teure E-Autos kaufen, dann werden auch später nur teure gebrauchte E-Fahrzeuge auf dem Markt sein. Die wird sich aber wieder nur eine bestimmte Gruppe leisten können und wollen. Die Mehrheit fährt mit abgeranzten Gebrauchtwagen herum und denen wird sowas schlichtweg zu teuer sein.

Das zur Objektivität.

Und alle in die Stadt ziehen, wo es diese Infrastruktur gibt. Dafür opfert man dann Zeit. Also man arbeitet 40 Std. die Woche, in der Stadt, damit man dort mitm Fahrrad hin kann. 10 Min. hin, 10 Min. zurück. Keine Ahnung wie oft du einkaufen musst, wir fahren einmal die Woche einkaufen. Hätten wir nur ein Fahrrad oder ähnliches müssten wir 6 mal die Woche einkaufen. Das bekomme ich gar nicht aufs Fahrrad. Zu Fuß und aufm Fahrrad seh ich öfters die älteren Damen, die in der Nähe der Supermärkte wohnen. Aber wir wohnen nicht nahe am Supermarkt. Und es können auch nicht alle dort wohnen. Selbst wenn, der Milchmann kommt nicht mehr, der Metzger und Eirer auch nicht, der Bäcker hält auch nicht in der Siedlung. Überall muss man hinkommen.

Falsch. Die GIBT es. Nur nicht hier. Und nun gilt und galt, jedenfalls argumentativ: Angebot und Nachfrage. Wurde doch oben geschrieben. Nun gibt es das Angebot, aber es gibt das Angebot nicht HIER. Also die hiesigen Autohersteller können das wohl zu dem Preis nicht anbieten mit den hiesigen Vorschriften und Lohnkosten. Also werden Strafzölle erhoben und damit aber das Argument von Angebot und Nachfrage zerstört. Man greift ein. Ich dachte der Kunde könnte mit seinem Verhalten steuern? Auf einmal ist diese Steuerung weg.
Nun wird gesagt: Des Klimas wegen solle man auf E-Autos umsteigen. Und es gibt sie, die günstigen, kleinen E-Autos. Aber anstatt die nun zuzulassen, wie man auch Oldtimer mit einer Sondergenehmigung ohne Gurt fahren kann (und damit auch an so gut wie allen heutigen elektronischen Sicherheitsmechanismen vorbei), stattdessen werden die Auflagen nicht gelockert. Warum? Um der hiesigen Automobilindustrie nicht zu schaden. Aber man schadet dem BÜRGER.

Wieder andersherum. Wenn ein Kleinwagen nur noch als SUV verfügbar ist, weil die Alternative preislich unrentabel ist (weniger Platz aber höhere Kosten, oder minimal höhere Kosten für eben jenen Platz), dann werden nur SUV verkauft. Und wer kauft jene? Eben, NEUWAGENKÄUFER. Also 1 Mio. Privatpersonen gegenüber einem Bestand von knapp 40Mio. Autos. Also auch nur jene, die es haben. Das ist nicht die Mehrheit. Die Mehrheit fährt Gurke.

@maltes

Und deswegen auch die bisherigen Förderungen. Da haben Leute, die sich kein E-Auto leisten konnten Leuten die überteuerten E-Autos subventioniert, welche dann sogar als Gebrauchtwagen noch zu teuer für die breite Masse an Autofahrern war. Also auch die Klientel der gebrauchten E-Autos ist mehr als Gering. Was wir also brauchen ist eine immense Steigerung der verkaufen E-Auto-Kleinwagen mit niedrigem Preis, damit auch die Anzahl der E-Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt steigt und der Anteil der bisher 40 Mio. privaten Autos mehr auf E-Auto umsteigt. Mit nem Tesla oder dicken E-SUV wird das nicht gelingen. Aber wenn das nicht gelingt, dann ist das alles nur eine Förderung von Leuten, die sich die E-Kiste so oder so hätten kaufen können. Ob die 50 000€ oder 55 000€ bezahlen ist wurscht, aber freuen tun sie sich natürlich über jede Subvention. Wer nicht?

Daher auch die Behauptung (nicht von dir) man solle kleine E-Autos subventionieren das sei zu teuer oder oder oder. Nein ist es nicht. Das war es auch noch nie, bisher wurden eben nur teure E-Autos subventioniert. Und es gibt keine günstigen E-Autos weil es wohl nicht gewollt ist, dass jeder hier mit nem kleinen 1,2,4 Sitzer-Tuktuk Mini-E-Auto für 5000€ durch die Gegend fährt. Da kommt gleich "Kannste ja Bus fahren". Schlepp du mal den Einkauf für 2 Erw. und 2 Kinder wenn du selber kochst nach hause. Schall und Rauch Leute. Schall und Rauch.

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In einem Land mit den höchsten Abgaben und Steuern würde ich keine Benzinpreise erhöhen.
Wen trifft das denn am meisten?
Die Menschen, die für kleines Geld jeden Tag zusehen müssen wie sie zur Arbeit und zum Einkaufen kommen.
Da wohnt man meistens auch nicht in der teuren Innenstadt. Und noch mehr bürokratische Konzepte um Geld zu kassieren um es dann weiter zurückzahlen brauchen wir wohl auch nicht.

Die jetzige Politik und deren Nachfolge verteuert sowieso weiter, auch in vielen anderen Bereichen, insofern sind günstige Strompreise für E-Mobilität vermutlich sowieso illusorisch.

Paar Dinge:

  • Diskutieren wir hier über die Welt oder Deutschland/evtl. Europa?
  • Toyota macht sein Geld überall. Und in vielen Teilen der Welt mit dem Verbrenner. Mein Punkt ist das auch Toyota in D. vorwiegend hochwertige Autos verkauft weil das die Kunden wollen. Toyota z.B. hätte auch billigere Autos aber die wollen wir nicht kaufen. -> Und das gilt genauso für E Autos.
  • Die Diskussion um das Verbrennerverbot ist finde ich das letzte was wir brauchen. Unsere Autoindustrie ist nicht deswegen schwach. VW hat so 40% seiner Autos in China verkauft. Wenn dieser Markt jetzt e Autos will und VW hat keine dann ist das das Problem.

... Ich geh übrigens jetzt gleich eine Batterie tauschen. Im Diesel meines Vaters

Nein - nicht solange wir nur Ängste verbreiten. Erst war der Spruch "wer weiß wie lange die Batterie hält" dann "die brennen ja alle ab" dann "kommst du nirgends mit hin" auch beliebt ist "wo willst du das den laden" oder "stehst je nur rum"

Ich kenne die Sprüche alle. Ich hab zwei E Autos

Ich lade übrigens mein Auto in Zukunft für 16.8ct/kWh. Macht so 3,5€/100km. Wie günstig sollte es denn deiner Meinung nach sein?

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Kleinwagen, SUV
Ich bin ja öfters am Schrottplatz. Die Mopedautos sind ungefähr vergleichbar mit den Kleinstwagen aus China. Die sind schon irreparabel krumm und schief, wenn einer nur im Straßengraben landet. Einen richtigen Unfall, wenn dich ein Stadtpanzer in einen andern Wagen reinschiebt, überlebst du eher nicht. Sehr leistungsschwache bzw. in der Geschwindigkeit begrenzte Fahrzeuge kann man vielleicht als Erziehungsmassnahme für den Strassenverkehr hernehmen, dein Überleben in der Kiste ist aber gefährdet, weil dich viele auch an unmöglichen Stellen zu überholen versuchen

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Ich gehöre zu den Subventionsempfängern. Ich hätte mir die Karre auch ohne leisten können, es dann vermutlich aber nicht gekauft.
Das zweite Auto war gebraucht und eins dieser günstigen Leasingautos die in den Markt gedrückt wurden. Das hätten wir ohne das erste EAuto nie in Betracht gezogen.
In Summe: ohne Subventionen wären wir nicht so schnell auf eAutos umgestiegen

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Ist es nicht so dass die händler die teuren pushen weil dort die marge viel grösser ist?
Geh mal zum händler und verlang "basismodell weiss ohne extras". Da hörst du "verkaufen wir nicht". Und so zahlt otto normalo anstatt 14k dann eben 22k.

Für das System ist das nicht wichtig was du bezahlst. Obwohl es mich für dich freut.
Aber es gibt genügend Statistiken mit Durchschnittspreisen, viele sind auf unterschiedlichste Ladestationen angewiesen.

Es ist sogar noch schlimmer. Um bezahlbare Autos zu bauen, braucht ein Unternehmen eine bestimmte Mindestrendite.
Wenn man sich die Zahlen anschaut, versteht man sehr schnell warum in Deutschland ein solches Fahrzeug gar nicht gebaut werden kann.

Mach das doch mal. Dann merkst du, dass du Unsinn redest.

Ich habe das gemacht, für gebraucht ("ich möchte das billigste Auto, das sie auf dem Hof haben ") und neu.
Die Reaktion war nicht negativ, sondern positiv....

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Nicht nur. Sondern auch eine gewisse Mindestanzahl.
Und die gibt der Markt (angesichts genügender Angebote durch die Franzosen und geringem Kaufinteresse deutscher Käufer) nicht her.

VW hat doch Kleine.
Sind das Renner?

Ich hab das 2020 gemacht. Deshalb weiss ich das.
Der dritte händler hat dann gesagt "ja mach ich, 6 monate".
Hab den heute noch.

Die persönlichen Erfahrungen bei einzelnen Händlern können sehr unterschiedlich sein.

Meine Präferenz ist da inzwischen klar auf massiv niedrigere Strompreise setzen. Gerade Elektroautos können sehr gezielt lokalen Überschuss Strom abgrasen. PV und Wind sind sehr günstig, wenn man den Strom flexibel lokal ohne Netzausbau verbraucht bekommt. Mit den richtigen Anreizen muss da der Staat gar nicht subventionieren. Der Strom für Elektroautos kann wirklich sehr günstig sein, ordentliche Regulatorik vorausgesetzt.

Du kennst also auch alle Vorurteile. Und selber hast du dir den Wagen gekauft, weil er dir bezuschusst wurde. Welchen Unterschied machst du dann bei Leuten, die sich kein E-Auto kaufen? Es ist schon ironisch den Leuten Vorurteile zu attestieren, die man wohl scheinbar selber hatte....

Die Masse, die meisten, die sind nicht so blöde, die können rechnen, aber die haben eben kein Geld für einen Neuwagen. Und die haben daher erst recht kein Geld für einen E-Neuwagen. Dass dann knapp die Hälfte der Leute kein Eigentum, und daher nur beschränkt Zugriff auf ne Steckdose im Außenbereich haben, das kommt noch als Faktor dazu und ist kein Vorurteil sondern Realität.

@anon3105789
Genau. Die Fahrzeuge können hier nicht gebaut werden, weil eben die Lohnkosten dermaßen hoch sind, die Auflagen für einen Neuwagen so hoch liegen, die Anforderungen so hoch liegen und zu guter Letzt eben Neuwagen nicht von der Masse, sondern von jenen die Geld haben gekauft werden. Wer wenig Geld hat, kauft eher seltener einen Neuwagen sondern gebraucht. Nun werden also Autos für die gehobene Mittelschicht, Oberschicht und Unternehmen gebaut und angeboten. Also teurer. Dann sind diese gebraucht auch teurer....
Es wird demnach so oder so nie günstiger. Zum einen kann es nicht günstiger sein (für Autohersteller) und es kann wegen den Auflagen nicht günstiger sein. Der Markt ist reguliert und das ist der Grund, warum es sich nicht bessert.

Es würde auch dem entsprehcen, was eines der Ziele dieses Forums ist. Es würde massiv für eine Erhöhung der Akkukapazität im Land sorgen. Selbst wenn die Autos nur kleine Akkus mit 20-30kWh hätten wäre das auf die Masse hochgerechnet eine große Speichermenge. Dass diese auch noch praktischerweise am letzten Netzende steht, also dort wo ggf. Strom erzeugt wird und Netze evtl. fehlen würden und man diese mit genau jenen Akkus in Fahrzeugen ausgleichen könnte kommt ebenfalls dazu.

Dazu habe ich eine Frage: Die meisten Hersteller haben Werke in vielen Ländern, auch im asiatischen Raum. Da kommen aber auch keine günstigen Fahrzeuge her. Rein logisch gedacht haben sie nichts im Portfolio, oder?
Da ist wohl noch mehr im Argen.

Gibt es eine Studie, wieviel Potenzial da drin steckt? Also wieviele Fahrzeuge die Möglichkeit hätten, ungenutzt angestöpselt als Stromspeicher zu dienen? In den Städten kann ich mir das nicht vorstellen.

"Nicht mein Niveau" geht in zwei Richtungen. :smiley:

Und warum? Derzeit decken die Benzinpreis nicht die Kosten und man setzt so Anreize, dass sich manche auf Kosten der anderen bereichern?

Wenn es noch Carsharing Autos gäbe, müsste ich mir nicht jetzt wieder einen zusätzlichen Benziner kaufen...

Erzähl mal mehr.

Welche Vorkosten hatten die 17ct denn?