Per batteriemonitor gesehen die erste zelle ist immer etwas tiefer als die anderen. Da hab ich nur diese im einbauzustand mit 5A geladen. Ging erstanlich schnell, keine 10min und die ist wider im normalbereich.
Bottom-Balancing heisst doch nur, dass Du im unteren Zellspannungsbereich ausgleichst. Ob Du da die höheren Zellen entlädst (beim Daly-BMS bisher nur passives Balancing - daher meist als Top-Balancing eingestellt), oder ob Du die tieferen Zellen nachlädst - oder eben beides wie beim aktiven Balancing wie beim JK-BMS - das ist ziemlich egal.
Natürlich sollte man die Zelle im Auge behalten. Entweder hat sie - wenn es regelmäßig auftritt - halt eine geringere Kapazität, oder eine etwas höhere Selbstentladung oder etwas anderes. Ich habe ältere “HeadWay“ Zellen LiFePO4, wo sogar die Ruhespannungen abweichen. Aber ich sehe vmtl. neuere EVE-Zellen und da sollte dies nicht auftreten. Da könnte man auf diese Art gar nicht viel ausgleichen ohne die Kapazitäten /Ladezustände in der Reihe völlig zu “verstellen“ - da muss man mit leben und die höheren Spannungsdifferenzen akzeptieren.
"Bottom Balancing" gibt es nicht da es genau das Gegenteil von dem sein müßte was du gegen Ladeschluss machst. Kein Balancer lässt sich so einstellen...
Mir scheint, Du hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen - oder missverstanden.
Bottom Balancing wird nicht beim Ladeschluss, sondern beim Entladeschluss durchgeführt. Ich schrieb: “im unteren Zellspannungsbereich“ Und gerade im Winter, wenn mein Akku eh nur selten den Ladeschluss-, aber sehr häufig die untere Entladegrenze und den mittlerern Spannungsbereich erreicht, erscheint es mir sehr sinnvoll.
Da werden beim aktiven Zellausgleich durch das JK-BMS die ersten nach unten wegdriftenden Zellen aus den Zellen mit noch höherem Spannungsniveau nachgeladen. Das funktioniert bei mir mit etwa 15mV zulässiger Differenzspannung sehr gut.
Ja, beim ersten Vollladen wird sich dann eine größere Differenz im oberen Bereich zeigen - wegen verschiedener Zellkapazitäten, Innenwiderstände und Leckströme /Selbstentladung. Aber mir ist es im Winter wichtiger dass bspw. keine einzelne Zelle bei 2,8V die Abschaltung /Entladeschluss auslöst und dann dort bis zum nächsten Laden verbleibt - sondern von den anderen Zellen wieder bis ca. 3,0V "hochgezogen" wird. Es wird trotzdem nicht weiter entladen - aber alle Zellen haben wieder eine gesunde Zellspannung mit i.d.R. nur 3-5mV Spannungsdifferenz. Dass erst ab ca. 3,38 ... 3,40V die verstärkte Drift zum Ladeschluss / im oberen Zellspannungsbereich einsetzt, ist eine andere Sache.
Doch das habe ich aber du mich nicht .
Und du sagst es ja schon selbst: bei Entladeschluss.
Und wenn man das oftmals so bezeichnete "Bottom Balancing" als Gegenteil vom "Top Balancing" sieht, dann müste das beim entladen passieren. Und genau das geht i.d.R so nicht einzustellen. Zb. Balancer Start bei 3,1V/Zelle und Stopp bei 2,5V/Zelle ist nicht möglich da das die Einstellungen nicht erlauben weil es so nicht vorgesehen ist. Jeder gewöhnliche Balancer arbeitet nur beim laden sprich in Richtung höherer Zellenspannung. Ergo: gibt es gar kein "Bottom Balancing" in dem Sinne.
Was du machen kannst (und deinen anderen Beiträgen nach ja auch machst) ist den Balancerstart zb. auf 2,5V/Zelle einzustellen. Aber das wiederum ist kontraproduktiv, und weder schonend noch gesund für die Zellen, und es verschafft auch nicht die von dir erwähnte Notreserve. Aber das wurde ja auch schon im anderen Thread gesagt. Bei 3V/Zelle ist bereits fast nichts mehr im Akku. Es ist also wenn alle Zellen ziemlich gleichzeitig die 3V Marke durchbrechen (und so sollte das normal sein) völlig egal welche Zelle zuerst die 2,8V erreicht, weil eh fast nix mehr im Akku ist. Wenn du wirklich schonend entladen möchtest lässt du einfach 20% SOC im Akku und zwar im Sommer wie im Winter, bzw. im Winter auch gerne mehr weil man da normalerweise den Akku eh nicht voll bekommt und die Spannung mehr einbricht. So bist du immer vom eher ungesunden Bereich ~3V/Zelle entfernt, und läufst nicht Gefahr das, das BMS wegen der UVP abschaltet. Dann lieber alle paar Wochen mal voll laden und richtig balancen. Das macht weitaus mehr Sinn, verschafft wirklich Reserve und schont den Akku .
Und wenn man das oftmals so bezeichnete "Bottom Balancing" als Gegenteil vom "Top Balancing" sieht, dann müste das beim entladen passieren. Und genau das geht i.d.R so nicht einzustellen.
Wieso denn nicht? Der Ausgleich beginnt, wenn beim Entladen (!) die Zellspannungsdifferenz 15mV übersteigt.
Balancerstart zb. auf 2,5V/Zelle einzustellen. Aber das wiederum ist kontraproduktiv, und weder schonend noch gesund für die Zellen, und es verschafft auch nicht die von dir erwähnte Notreserve.
Es geht dabei doch nicht um eine "Notreserve", sondern darum, dass die (i.d.R. kleinste, also mit geringster Kapazität) Zelle, die unter Last (!) bei <3V (und bei im Winter meist kaltem Akku) evtl. eine Abschaltung durch das BMS auslöst. Diese Zelle wird dann aus den Zellen mit höherer Kapazität durch das aktive Zellbalancing wieder schnell auf ein gesünderes Spannungsniveau und einen etwas höheren SOC "hochgezogen". Ich halte dies für schonender, als bis zum Morgen auf PV-Ladung zu warten. Selbst bei abgeschalteten Lasten verbrauchen BMS und WR ja weiter (geringfügig) Energie und entleeren den Akku (geringfügig) weiter.
Klar kann man auch generell 20% im Akku lassen und auch im Winter bei >51,5V abschalten. Nur können 51,5V bei kaltem Akku und höherer Last auch >53V Leerlaufspannung bedeuten und das wäre dann eine Abschaltung bei >40% Kapazität und das erscheint mir wenig sinnvoll.
Ebenso leuchtet es mir wenig ein, dass ich im Winter mit Netzstrom Laden und meinen Akku Top-Balancen soll. Abgesehen von der wirtschaftlichen Seite bringe ich den Akku mutwilllig in den ungesunden oberen Spannungsbereich, nur um die Zellen oben anzugleichen, obwohl ich diesen oberen Spannungsbereich im Winter seltenst im normalen Betrieb nutze? Der untere Spannungsbereich ist m.W.n. deutlich weniger schädlich für die Alterung - und im Winter deutlich näher an der realen Nutzung.
Ich habe natürlich hier im Forum einiges gelernt und daher die Entladegrenzen bei meinem stationären PV-Akku (Abschaltspannungen der WR) etwas erhöht. Damit ist es fast ausgeschlossen, dass das BMS den Akku abschaltet. Aber ich habe den Akku für eine Nutzung gekauft /gebaut - nicht um ihn bestmöglich zu Pflegen um die Lebensdauer zu maximieren. Für mich ist der Durchsatz in den kalkulierten 10Jahren wichtiger als die Chance, 20 Jahre Akkulebensdauer zu erreichen.
Ich fahre einen Stromos aus 2011 mit 18kWh-Traktionsbatterie und ca. 170.000km auf der Uhr. Macht bei 18kWh/100km gerade einmal 1.700 Vollzyklen der Winston Zellen - von bspw. 3.000 "versprochenen" Zyklen.
Nun wird dieser Akku im Vergleich zu einem PV-Akku eher gequält. Trotzdem ist es oberhalb 20°C durchaus noch möglich die ursprünglichen 120km Reichweite zu erreichen. Unterhalb 15°C ist dagegen eine deutliche Zunahme des Innenwiderstandes durch die Alterung zu bemerken - da braucht es im Winter einen zarten "Stromfuss" bzw. wird ab und an die Leistung begrenzt, weil die Spannung unter Last zu stark einbricht. Wenn die neuen REPT-Zellen meines PV-Akkus nicht schlechter als die Winston aus 2011 sind, erlebe ich das Ende meines PV-Akkus vmtl. nicht.
Und wenn du bei 2,5 V balancierst, entstehen diese durch Kapazitätsunterschiede der Zellen.
Ich balanciere nicht bei 2,5V, sondern ab da (also eigentlich immer) steht der JK-Balancer bereit, um Zellspannungsunterschiede >15mV (zweites Kriterium) auszugleichen. Da im Bereich >49,6V Akkuspannung (bzw. 3,1V Zellspannung bei idealem Akku) die Zellspannungsdifferenz bei meinem Akku ca. 3-5 mV beträgt ist auch ausgeschlossen, dass im mittleren SOC-Bereich sinnlos Energie "umgeschichtet" wird. Theoretisch müssten ja nach einem solchen unteren Zellausgleich immer alle Zellen bis <49,6V parallel laufen - funzt aber in der Realität nicht. Neben der echten Zellkapazität (ja, die hat den Haupteinfluss) spielt m.M.n. bspw. auch eine (sehr geringe) differierende Selbstentladung eine Rolle. Bei meinem neuen REPT-Zellen kein Thema - bei meinen gebrauchten Headway-Rundzellen dagegen schon.
Mit den realen Kapazitätsunterschieden beim Laden-Entladen hat dies nichts zu tun.
Im Frühjahr wird dann irgendwann einmal wieder der Spannungsbereich einer Vollladung erreicht. Sobald die erste Zelle >15mV aus der Reihe tanzt (bei >3,4V) gleicht der Balancer wieder an. Wenn ich Pech habe, gibt es tatsächlich BMS-Ladeabschaltung(en), bis wieder alle Zellen für den "Sommerbetrieb" Top-Balanced sind. Aber da ja die Tage nur allmählich länger und die Einstrahlung nur allmählich stärker wird gehe ich davon aus, dass diese Umstellung recht unauffällig passiert.
Zumal eine hohe PV-Leistung bei mir ja auch Verbraucher aktiviert - den Ladestrom /Ladeleistung verringert.
Die unteren SOC-Bereiche werden im Frühling dann seltener - die oberen SOC werden häufiger ... die obere Ladegrenze wird im Sommer gesenkt.
Du verstehst schon eine ganze Menge fer Zusammenhänge. Du lebst davon, dass dank relativ guter Zellen und wahrscheinlich passender Betriebsweise (fast) nichts passiert. Und was passiert, kriegst du nicht mit, oder nennst es “BMS Abschaltung”.
Das das im Prinzip der Feueralarm über die Notleitung war ist dir bewusst? Das das die Fälle sind, wo deine Einstellung und Betriebsweise versagt?
Ich müsste etwa 4 Punkte im Detail erläutern und hab momentan keine Zeit, sorry.
Ich habe es dir bereits 2x erklärt aber du scheinst es nicht zu verstehen.
Bei korrekter Einstellung des Systems und vernünftigen Akku sollte es erst garnicht dazu kommen, auch nicht ab und zu. Und hier schließe ich mich @carolus an, denn er trifft es genau auf den Punkt.
Und die "Notreserve" war wie schon gesagt deine eigenen Worte...
Zitat:
Absolut kein Problem wenn du früh genug die Lasten wegschalten würdest dann hättest du ausreichend Reserve, aber das möchtest du ja nicht. Und wie schon gesagt ist es gesünder den Akku eher im mittleren Bereich zu nutzen als in der nähe der Entlade oder Ladeschlussspannung. Und ja selbst wenn du deine Zellen wie du sagtest mit dem Balancing beim entladen alle auf 3V bringst wäre es gesünder einfach ~20% im Akku zu belassen. Das würde zudem mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen...
Das ist ein Hausgemachtes Problem wenn man nach Spannung abschaltet... Mit einem vernünftigen SOC gibt es das Problem nicht da sind 20% SOC auch immer 20% SOC, im Sommer wie im Winter. Zudem solltest du wenn der Akku zu kalt steht auch für Temperatur sorgen, sofern es keine Winston Zellen sind.
Einstellungssache und vom System abhängig. Und ich glaube ich habs schonmal irgentwo beschrieben... wenn man nach SOC abschalten tut dann stellt man einfach Tag für Tag den "Mindest SOC" ein Stückchen höher, je nach dem wieviel durch Solarstrom geladen wurde, bis Tag X kommt an dem der Akku durch Solarstrom voll geladen wird. Und wenn du nach Spannung abschalten tust dann must es darüber lösen... Und du balanced auch nicht jeden Tag oder jede Woche sondern alle paar Wochen wenn der Rest stimmt. Das ist auf jeden Fall 100x gesünder für den Akku als das was du da praktizierst in dem du "jeden Tag" im Bereich der Entladeschlussspannung rumgurken tust. Und nein der untere Bereich ist eben nicht weniger schädlich, oder was glaubst du warum in den Datenblättern die höchsten Zyklen mit einem DOD von 80% SOC angegeben werden?
Das widerspricht sich mit dem was du oben geschrieben hast.
Winston Zellen machen doch weitaus mehr Zyklen... woher die Angabe mit den 3000 Zyklen? Was genau für Winston Zellen sind da verbaut?
Ich danke Euch für Eure Unterstützung.
Ich schätze, ein Teil der "Widersprüche" rührt daher, dass ich eben keine zusätzliche genauere SOC-Berechnung für den Gesamtakku (bspw. über einen gemeinsamen Victron-Shunt) habe, sondern nur die Angaben der JK-BMS. Da muss ich für mich eine Einstellung /Lösung finden, bei der die WR /Last zeitig genug weggeschalten wird ohne dass eine Zelle die untere BMS-Abschaltung auslöst.
Du lebst davon, dass dank relativ guter Zellen und wahrscheinlich passender Betriebsweise (fast) nichts passiert.
Ja, auf die neueren Winston und die neuen REPT trifft dies wohl zu. Allerdings nicht auf die Headway 40152 17Ah Hochenergiezellen, die wegen schlechter Werte für mobile Anwendung aussortiert wurden. Da habe ich aus ca. 400 Zellen mit schwankenden Kapazitäten, Innenwiderständen, Differenzen bei der Ruhespannung 1-2mV und ab und an höherer Selbstentladung ein (möglichst) homogenes 4s4p Array aus 4s6p-Blöcken zusammengestellt. Eigentlich staune ich selbst, wie gut dies funktioniert.
Letztlich muss wohl jeder für sich einen Kompromiss zwischen Akkunutzung /Durchsatz und "Akkuschonung" finden.
was glaubst du warum in den Datenblättern die höchsten Zyklen mit einem DOD von 80% SOC angegeben werden?
Tja - in welchen Fenster fährt man dann diese 80%: 0%-80% (eher meine "Winter-Einstellung") oder 10%-90% (Sommer) oder gar 20%-100%, was ich halt für weniger gut halte?
Die Winston-Zellen (bzw. im Stromos noch "ThunderSky") Sind LFP-60Ah, im Stromos als 98s2p und in den E-Rollern als 16s. Klar wird da viel mehr an Zyklen "versprochen" - aber auch die Versprechungen und selbst die Datenblätter haben sich im Laufe der Jahre verändert. Ohne dass (bis auf die Änderung mit der Yittrium-Dotierung) sich bei Winston offiziell etwas an der Zellchemie verändert hätte.
Heute war tatsächlich ein Sonnentag, an dem bei 3,45V je Zelle (ca. 87% angezeigtem SOC) die Balancer bei etwa 16-18mV Zellspannungsdifferenz im oberen Spannungsbereich auszugleichen angefangen haben. Es kam aber zu keiner BMS-Abschaltung der Ladung - ab 14Uhr nimmt eh die PV-Leistung /Ladestrom wieder ab. Für mich passt das derzeit so.
Nun es war schon eine wilde Diskussion , aber dennoch bisher sehr Sachlich wie ich finde . Aber ja so ein Victron Shunt macht vieles erheblich leichter und bietet neben dem genauen SOC noch einige nützliche Infos... ich würde meinen nie mehr hergeben und auch kein System ohne aufbauen.
Genauso sieht es aus, und natürlich ist das ganze auch vom Gesamtsystem abhängig. Jeder entscheidet am Ende natürlich selbst was er für richtig hält und wie er das ganze handhaben tut.
Also 80% DOD (Deep of Discharge) heisst ja entladen bis noch 20% im Akku sind. Und genauso handhabe ich das auch, nicht nur im PV Bereich sondern auch bei anderen Geräten mit besten Erfahrungen. Wenn man den Akku überdimensionieren kann, und am Tag auch gut was vom PV-Strom gleich verbrauchen kann wird das Ding auch fast nie voll. Und das braucht es auch garnicht, höchstens zum balancen alle 4 Wochen mal (wenn der Akku Top ist). Das ist für mich die schonenste Art und wie ich es handhabe. Dazu noch eine C-Rate die maximal bei 0,25C - 0,35C liegt und man hat in meinen Augen das best mögliche für den Akku getan. Wen das alles nicht juckt der knallt natürlich den Akku jeden Tag voll und zieht das Ding auch regelmäßig leer. Dafür sind mir allerdings die Winston Zellen zu schade, aber auch sonst würde ich so mit meinem Speicher umgehen.
Es ist erstaunlich das du damit im Sommer noch 120Km fahren kannst. Das zeigt die Qualität für mittlerweile rund 15 Jahre alte Zellen. Vorallem sind es 196 Zellen wo gut und gerne mal eine ausfallen könnte, die aber offensichtlich alle samt noch ihren Dienst verrichten!? Bei Kälte (6 - 0°C) brechen meine Winston (seit 2023 in Betrieb) auch ein, das ist ganz normal trotz Yttrium und neuen Zellen. Werden die Zellen im Stromos eigentlich beheizt? Ich meine wenn die noch ohne Yttrium sind ist das ja normal notwendig.
Die Entladetiefe (englisch: Depth of Discharge, abgekürzt: DoD) beschreibt m.M.n., wie viel Prozent der Kapazität einer Batterie (abhängig von Temperatur und der Entladeleistung) tatsächlich genutzt wird. Wenn Du also nur bis 20% Restkapazität entlädst und gleichzeitig nur bis 90% lädst fährst Du mit 70% DoD. Daher die Rückfrage mit dem Nutzungsfenster. Wenn bspw. Winston “Operation Voltage“ von 2,8V - 4,0V definiert, ist die in diesem Fenster entladene Kapazität 100% DoD.
Stimmt nicht ganz, zwei 60Ah Zellen wurden bisher getauscht und der Akku hat nur 98s1p (Fehler von mir, im Hotzi ist 56s2p verschalten). Eine Zelle war allerdings mech. bschädigt, da hatten sie wohl bei der Montage einen Temperaturfühler “eingeklemmt“ und dieser hatte tatsächlich das Gehäuse zerdrückt. Die andere war die schwächste und wurde getauscht.
Jein. Es gibt Heizmatten in jedem der drei Akkutröge, da unter ca. -4°C das BMS auch keine Ladung mehr zulässt. Blöderweise sind die Akkus unisoliert in Edelstahkästen untergebracht und unterhalb ca. -5°C reicht die Heizleistung nicht mehr für eine Erwärmung ausreicht, vor allem im vorderen, schmalen Trog. Da sollte man nach dem Fahren gleich wieder Laden oder eine frostfreie Garage haben … Aber wie schon geschrieben, erwärmen sich beim Laden die Zellen von innern heraus.
Das stimmt so nicht
Mit DOD ist immer nur die Tiefe der Entladung gemeint, also bei 80% DOD Angabe von 100% bis 20% entladen. Das hat mit dem laden nichts zu tun... wenn du bis 20% Entladen und bis 90% laden tust dann heist das nicht 70% DOD weil 70% DOD eben entladen bis 30% Restkapazität bedeuten würde. Deswegen heist es ja auch nur "Deep of Discharge"... In welchem Nutzungsfenster du anschließend arbeitest bleibt dann dir überlassen. Aber du kannst wenn du zwischen 20 und 90% der Kapazität arbeitest nicht 70% DOD dazu sagen das wäre falsch und sorgt für Verwirrung .
Da solltest Du evtl. noch mal in der Fachliteratur nachlesen … , bspw.:
“Die Entladetiefe (DoD, DepthofDischarge) ist ein entscheidender Parameter in der Welt der Energiespeicherung, insbesondere bei Batteriesystemen für Solaranlagen, und bezieht sich auf den Prozentsatz der aus einer Batterie entnommenen Energie im Verhältnis zu ihrer Gesamtkapazität.“
oder:
“DepthofDischarge (DoD) is the percentage of a battery's total capacity that has been used during a discharge cycle, serving as a critical metric for battery performance, lifespan, and safety. DoD quantifies how much energy has been drawn from a battery relative to its full capacity.“
DoD quantifies how much energy has been drawn from a battery relative to its full capacity.
Full Capacity = Volle Kapazität, also 100% eines Akkus und nicht etwa 90%
Volle Kapazität heißt zu 100% aufgeladen und nicht weil du nur 90% rein laden tust das dies die volle Kapazität ist. Von 80% - 0% entladen sind ja auch keine 80% DOD sondern eben 100% DOD. Tiefe der Entladung. Wenn zum Beispiel in einem Datenblatt einer 100Ah Batterie von 80% DOD gesprochen wird dann heisst das, das du diesem Akku 80% seiner vollen Kapazität entnehmen tust also 80Ah von 100Ah. Ist er aber zb. nur zu 80% geladen und du entlädst bis 0%, also 80Ah dann sind das eben 100% DOD. Alles andere macht keinen Sinn und stiftet für Verwirrung.
von 100% aufgeladen finde ich nichts, sondern "Nennkapazität". Diese wird in den Spannungsgrenzen vom Hersteller ermittelt und als Vorgabe im Datenblatt zugesagt. Manche Zellen haben anfangs sogar eine höhere als die Nennkapazität ...
Vor etlichen Jahren gab es eine Studie zu den Auswirkungen des Nutzungsfensters bei NMC (ist NICHT auf heutige LiFePO4 übertragbar) auf die Alterung /Zyklenzahl. Das war damals für mich sehr interessant, deswegen hatte ich mir die Ergebnisse rausgeschrieben:
jeweils bis zum Rückgang auf 70% der Neukapazität. Wie erwähnt - es ging um damalige NMC-Zellen. Aber Die "Entladetiefe" /DoD wurde als "Entladefenster" im Spannungs- bzw. Gesamtkapazitätsbereich definiert ...
Aber hey - jeder darf Glauben was er mag - ich halt auch.
Verwirrend finde ich eher, dass hier immer mal wieder die Nennkapazität und die nutzbare Kapazität zusammengewürfelt wird. Denn Du betreibst Deinen Akku ganz sicher nicht mit DoD 80% von 100% ... 20% - sonst müsstest Du ja Winston regelmäßig bis 4,00V nach Vorgabe Datenblatt laden.
Beim Auto gibt es nicht umsonst Brutto- /Nettokapazität und wenn man seinen Victron-Shunt kalibriert, dann in der Regel doch auf die individuell festgelegte nutzbare (Netto-)Kapazität - also das festgelegte Nutzungsfenster innerhalb der Nennkapazität.
Aber wie geschrieben - jeder wie er mag.
Doch das tue ich, ich entlade nie tiefer als 20% SOC, das und weiteres dazu wie ich es handhabe hatte ich dir ja oben schon in Beitrag 13 beschrieben. Nö ich muss nicht nach Datenblatt bis 4V/Zelle Ladeschlussspannung laden weil das erstens die maximal zulässige Ladeschlussspannung ist, und zweitens der Akku schon bei 3,45V/Zelle voll ist. Nebenbei: Die 4V Angabe ist veraltet. nach neuem Stand sind es nur noch 3,8V maximale Ladeschlussspannung.
Warum sollte man das tun?
Im Victron Shunt wird natürlich immer die Nennkapazität eingetragen und nicht die Kapazität von irgentwelchen Nutzungsfenstern. Das Nutzungsfenster bestimme ich anschließend selbst in dem ich bei mir den "Mindest SOC" angebe bis zu dem der Akku entladen werden darf. Und wann ich voll lade also auf 100% bestimme ich i.d.R auch selbst in dem ich einfach den "Mindest SOC" höher einstelle und weil der Akku überdimensioniert ist.
Ich kenne die Programmierung des Victron-Shunt nicht - daher meine andere /falsche Herangehensweise.
Aber Deine "KI-Recherche" widerspricht m.M.n. meinen obigen Angaben (auf die Du nicht eingehst) und ist widersprüchlich. Aber das sollte jeder für sich beurteilen.