In DE könnten 13 Mio Haushalte PV installieren. 90% davon haben das noch nicht getan und das heutige Modell der Vergütung bei gleichzeitig ungeregelter Einspeisung funktioniert keinesfalls, wenn es alle machen.
Wir suchen ein Modell, das für die nächsten 20 Jahre funktioniert.
Die VNB und die Bundesnetzagentur empfinde ich hierbei als Problem und nicht als Lösung!
Länder mit schlechter Netzinfrastruktur sind der Zukunft näher, weil sie Resilienz der Haushalte indirekt fördern.
Warum das smarte Zuhause der Zukunft aus Deutschland kommen könnte — wenn wir es die BNA zuliesse?
Deutschland ist ein Land der Ingenieure und Tüftler.
Wir bauen Maschinen, Autos und Industrieanlagen für die ganze Welt. Und doch passiert es regelmäßig, dass technologische Quantensprünge woanders Realität werden: Das Smartphone kam nicht von Siemens, das Smart Home nicht aus Berlin, und die vernetzte Energiezukunft droht gerade, den gleichen Weg zu nehmen.
Dabei ist das Potenzial gewaltig.
Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen, E-Mobilität, smarte Verbraucher — all das lässt sich längst zu einem intelligenten, flexiblen, marktorientierten Gesamtsystem im Haushalt vernetzen.
Ein intelligenter Hausanschluss, der sich je nach Bedarf vom Netz bedient, Energie einspeist, Lasten verschiebt und Preise optimiert.
Und teuer sind die Komponenten schon lange nicht mehr.
Der Markt dafür? Milliarden. Der Bedarf? Global. Die technologische Basis? In Deutschland längst vorhanden.
Was uns bremst: Regeln von gestern für die Technik von morgen
Hausanschlüsse in Deutschland unterliegen strengen Vorgaben der Netzbetreiber.
Über sogenannte Technische Anschlussbedingungen wird bis ins Detail vorgegeben, welche Geräte ein Haushalt anschließen und wie sie mit dem Netz kommunizieren dürfen. Was gut gemeint war, um das Netz zu schützen, hat sich zu einer Innovationsbremse entwickelt.
Wer heute ein Lastmanagement, eine smarte Energiezentrale oder ein selbstlernendes Speicher-Management-System installieren möchte, scheitert nicht an der Technik — sondern an Formularen und Vorschriften.
Warum das anders geht
In den USA, Australien und Teilen Afrikas entstehen bereits offene Märkte für dezentrale Energietechnik. Dort liefern sich Anbieter von Smart-Home-Energy-Systemen, Softwareentwickler und Versorger einen Wettbewerb um die beste Idee. Nicht der Netzbetreiber entscheidet, was in ein Haus kommt — sondern der Markt.
Deutschland hätte alle Voraussetzungen, um dieses Feld anzuführen. Die Technologien sind da, das Know-how sitzt hier, die Unternehmen stehen in den Startlöchern.
Was zu tun ist:
Hausanschluss-Infrastruktur für Innovation öffnen.
Der Verbraucher muss entscheiden dürfen, wie sein Haus mit dem Netz spricht.
Technikvorgaben reduzieren.
Der Netzbetreiber stellt die Sicherheit, aber keine Betriebsphilosophie.
Smart-Home-Energy-Märkte schaffen, statt verhindern.
Mit offenen Schnittstellen, freier Wahl der Steuerung.
Und ein einfacher Weg für den Einstieg wäre.
Hausanschlüsse anbieten bei denen man die Netzgebühren nach Größe der Haussicherung zahlt und einen Wert einführt der so klein ist, dass der Nutzer hinter dem Anschluss machen kann was er will und der das Netz egal was er macht nicht belastet.
Eine Insel hätte einen Sicherungswert von 0 und belastet das Netz null!
Ein 63A Anschluss müsste sich Regeln und externer Wechselwirkung unterwerfen.
Und die Preise können gern so gestaltet werden, dass sie lenkende Funktion haben.
Was haben wir für einen Aufwand betrieben mit der Diskussion um steuerbare VE und jetzt mit AgNes.
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Beste Grüße