Unsere Stromversorgung und die hierfür notwendige Netzinfrastruktur sind für die Deutsche Volkswirtschaft von großer Bedeutung.
Die Volkswirtschaft sind wir alle! Wenn wir eine Aufteilung der Stromabnehmer auf Bereiche Privathaushalte, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen, und Industrie vornehmen, dann werde ich den Eindruck nicht los, dass weniger darüber diskutiert wird, wie die Infrastrukturkosten effizient gestaltet werden, sondern wie ausufernde Kosten ohne Ende auf die drei Abnehmergruppen verteilt werden können.
Innerhalb der Gruppe der Privathaushalte sind die Nutzer von PV in der absoluten Minderheit!
Im Diskussionspapier findet man leider überhaupt keine Prognosen darüber, welche Netzkosten für die nächsten 20-25 Jahre der Transformation in ggf. 3 Szenarien zu erwarten sind.
Das was in den Netzen geschieht ist nach meiner Einschätzung Planwirtschaft pur!
Betrachtet die Entwicklung der Kosten von 2022-2025, hier nett mit nebeneinander angeordneten Balken dargestellt, so dass man die Kostenexplosion gar nicht erkennt. Und wie geht es "geplant" weiter?
Merke: 90% der Haushalte haben mit All-Electric noch gar nicht begonnen!
Die mehreren Mrd Redispatch Kosten verantwortet Herr Söder durch das Beharren auf einer einzigen Strompreiszone für DE!
Eigentlich - in einem funktionierenden Markt" - würden die Fixkosten (= Netzkosten) je Leistungseinheit (hier kWh Strom) bei steigendem Absatz sinken.
Und der Wechsel zu "all electric" sorgt für steigenden Stromverkauf. Das ist ein marktwirtschaftliches Prinzip.
Wir sehen bei den Fixkosten aktuell das Gegenteil!
Stromkunden (Privat, Gewerbe/offentliche Hand, Industrie) haben aktuell kaum eine Chance, auf die Kosten des Netzbetriebs durch ihr Verhalten Einfluss zu nehmen.
In diesen Tabellen habe ich einmal aufgelistet, wie sich die Verteilung der Kosten für mich darstellt,
In der Diskussion mit der BNA ist m.E: wichtig, die Verteilung der Kosten unter den Nutzergruppen transparent zu regeln und einen Anreiz dafür zu schaffen Stromentnahme und Strombezug zu verstetigen, also dafür zu sorgen, dass ein Anschlussnehmer Interesse daran hat, den max. Anschlusswert seines Anschlussen zu begrenzen.
Meine Prämissen:
- Die Industrie zahlt nichts für die Netzebene VNB
- Die Netzkosten werden im Verhältnis 2:1 auf fixe Anschlusskosten und variable Umlage auf den Strombezug verteilt.
- Als Anschlusswert zählt die in einem 2-4 h Mittelwert-Fenster maximal eingespeiste oder entnommene Stromleistung (das soll EMS fördern und den Netzausbau limitieren)
Die heutigen Pioniere (Untergruppe D-G) sollten auch die Interessen der Haushalte im Auge haben, die mit dem Umstieg noch gar nicht begonnen haben.
Beste Grüße