Beunruhigende Nachrichten, explodierende Stromspeicher!

PV Magazine hat neue Details, auch vom Hausbesitzer: Ursache für die Explosion des 30-Kilowattstunden-Batteriespeichers wird wohl ungeklärt bleiben – pv magazine Deutschland
War nen Victron Multiplus 5000 Setup mit 48V Batterien, LifePo4. Eine der beiden war wohl diese hier: 48v Lifepo4 Battery 51.2v 120ah 230ah 300ah 6kwh 11.7kwh 15.36kwh 16s Lcd Optional Lifepo4 Energy Storage Akku Battery Pack - Buy 48v Lifepo4 Solar Battery 120ah 230ah 300ah Lithium Storage Battery Lithium Ion Solar Batteries batterie Solaire 48v 120ah 230ah 300ah 6kwh 14kwh 15kwh Solar Lifepo4 Battery 51.2v Lithium Ion Solar Batteries Solar Battery For Solar System Product on Alibaba.com
200Ah für $1200 - das is schon ne Ansage..

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Also wenn ich das alles hier so lese kommen mir ein paar Gedanken. Ich will die mal etwas zusammen fassen.

Lifepo4 Speicher sind schon mal viel sicherer als die meisten anderen Akku Typen.

Es hat ein paar Vorfälle gegeben, die keiner erklären kann. Es hat bisher keine vernünftige Aufklärung gegeben, was eigentlich passiert ist. Sollten wir dann nicht eigentlich abwarten, was da eigentlich vorgefallen ist und dann diskutieren und in Aktionismus verfallen. Wie seriös sind eigentlich die benannten Quellen, über die benannten Vorfälle?Ich glaube etwas ceep calm täte mal gut.

Einigkeit scheint darüber zu herrschen, das die größte Gefahr zu große Lade und Entladeströme bzw zu hohe Spannungen zu sein. Wäre es dann nicht wichtiger über die Zuverlässigkeit unserer Ladeinfrastruktur zu sprechen. Billighersteller vs. Renomierte Hersteller. Ohne Namen zu nennen, aber wenn Hersteller im pv Umfeld einzelne Relais einsparen. Ich will kein Fass aufmachen und keine Namen nennen, aber ist das zumindest mal ein Gedanke wert.....?

Gleiches gilt für BMS Technik. Ich will mich selber da nicht ausnehmen, ich habe auch 2 Dalys.

Bezüglich Wechselrichter und BMS, ich weiß das es hier viele gibt die nicht meiner Meinung sind, aber ich bin ja immer gegen die Kommunikation zwischen BMS und Wechselrichter. Ich finde es gut dass es zwei Instanzen gibt. Gibt es ein Problem mit dem BMS, hält der Wechselrichter sich trotzdem an seine Ladeparameter und verlässt sich nicht auf die evtl Fehlerhaften Meldungen des mangehaften BMS. Umgekehrt genauso, hat der Wechsel oder Laderegler ein Problem, schreitet immer noch das BMS ein und trennt.

Ein weiteres Problem sehe ich bei der Dimensionierung von Speichern. Wenn ich mir hier und in anderen Foren Empfehlungen für Speicher durchlese graust es mir. Da werden riesige pv Anlagen 20-30 Kwp und Wechselrichterleistungen mit kleinen Popelakkus (2-5 kwh) betrieben. Wenn da die Strom und Spannungsparameter nicht vernünftig eingestellt sind............ ? . Dann wundert man sich auch irgendwann nicht mehr, über die Aussagen, welche Temperaturen in den Akkus, Kabeln und Trennschaltern entstehen. Ich hatte noch keine Temperaturschwankungen jenseits der 5° Grad.

Und dann noch ein Gedanke zu DIY Akkus und billigen Fertigsystemen. Ich habe es schon mal erwähnt, ich hatte vor einiger Zeit zwei Billigakkus zwischen den Fingern Alter Schwede bin ich froh über mein DIY Projekt, da weiß das jede Schraube fest ist, und alles sauber verspannt ist nicht zu fest nicht zu lose. Solche DIY Projekte haben einen ganz ganz wichtigen Nebeneffekt. Man beschäftigt sich in der Regel mit der Materie und kann gewisse Risiken, im besten Fall anders (besser....?) einschätzen.

Es gibt neu Infos: Link entfernt

"Ursache für die Explosion des 30-Kilowattstunden-Batteriespeicher wird wohl ungeklärt bleiben"

"Um weiteren Spekulationen keinen neuen Raum zu geben, erklärte der Betreiber jetzt gegenüber pv magazine, dass der Batteriespeicher aus drei Akkus von Shenzhen Basen Technology bestanden habe. Zwei habe er im Juni 2022 und einen weiteren im Juni 2023 selbst über die Plattform Alibaba importiert. Es handele sich dabei um die Modelle „BR-48200B“ und „MY-381“ mit jeweils 10 Kilowattstunden Kapazität basierend auf Lithium-Eisenphosphat-Technologie, auch als LiFePO4 oder LFP abgekürzt, in einem 19 Zoll-Gehäuse.

Die Ursache für die Havarie sei noch nicht geklärt, auch elektrotechnisch seien keine Anhaltspunkte vorhanden gewesen, so der Betreiber. Der Akku SOC habe vor der Havarie bei 90,2 Prozent, die Batteriespannung bei 52,41 Volt gelegen.

Dazu sei ein Victron-System verbaut gewesen mit „Multiplus II 5000“- und „Solax X1 4.2“-Geräten."

Ich bin zwar kein "Experte", aber ich habe eine Vermutung!

BR-48200B 48V 51.2V 200AH 9.6kwh 10.24kwh 15S 16S LCD optional lifepo4 48v battery

BR-48200B: ein 48V System mit 15 LiFePO4 Zellen ODER 16 LiFePO4 Zellen
SOC: 90,2%

90,2% SOC kann für ein 15 Zellen System sprechen bei einem 16 Zellen System würde SOC so um die 60% liegen.

Batteriespannung: 52,41 Volt: 15 Zellen; 3,494 V/Zelle
Batteriespannung: 52,41 Volt: 16 Zellen; 3,276 V/Zelle

Falls es sich um ein 15 Zellen System handelt:

Die 3,494V/Zelle ist der Mittelwert. Bei einer so hohen Mittelwert liegt die ein oder andere darüber (siehe Ladekurve). Vermutlich wurde kein TOP-Balancing gemacht bzw. nicht regelmäßig neu kalibriert. Vermutlich hat eine bzw. mehrere Zellen Spannungen von über 3,6V abbekommen und das Zellchemie zersetzt sich - B O O O O M.
Wurden 3 Speicher @ 10KWh parallel zu 30kWh geschaltet? 15 Zellen und 16 Zellen System gemischt?
Wie wurde der Victron Multiplus parametriert?

Wie sorgfältig wurde der Speicher in China zusammengebaut?
Welche mechanischen Belastungen sind während dem Transport (ca. 80 Kg) aufgetreten?
Wie gut/genau ist das BMS?
Welche Grenzwerte wurden im BMS eingestellt?

Bei meinem DIY Speicher weiß ich was ich habe und wer es installiert hat. Auch wird er regelmäßig inspiziert.

Was glaubt ihr?

Ich kann die Berichterstattung nicht ganz nachvollziehen.

Die Batterien wurden IMHO nicht pulverisiert, die werden kaum schlechter dastehen als die Inverter an der Wand, die Explosion fand im Raum statt nicht innerhalb der Batteriezellen.

Wo sollte das Problem sein diese Batterien zu bergen? wenn es sein muss mit den Greifer eines grossen Baggers?

Die Spekulationen werden sicher weniger wenn man sich die Batterien anschaut.

Finde das auch seltsam, das ist offensichtlich auch fuer's pv magazine sowas wie'n Super-GAU, alles fuer was man geworben bzw. was man besprochen hat faengt an zu wanken, die eigenen Akkus im Keller werden zu potentiellen Monstern.

Warten wir mal ab was da noch rauskommt und sammeln wir weiter wie man die Systeme sicherer machen kann.

Moinsen,

gehört hier nicht so ganz richtig rein, paßt aber zum Thema.

Guggt euch doch mal diesen Beitrag aus FB an. Echt gruselig; bei diesem Selbstbau wurde fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Hmm .. Was ist das??

oder was war das mal ??

Der Akku hat es scheinbar locker überstanden ..

Hier noch eine andere Perspektive: Isolation der EVE 280Ah Akkus untereinander:

Wenn die Isolation der Außenhülle versagt, (denkt auch an den Boden.... Metallunterlage!?), dann sind die Zellen kurzgeschlossen (Da gibt es entsprechende Videos bei Zellenkurzschlüsse)!!!
Da hilft dann kein BMS oder sonst wie geartetes Sicherheitssystem.

Die Empfehlung ist auch noch, die Zellen untereinander zu verpressen und damit noch ein Zugewinn an Leitfähigkeit zwischen den Zellengehäusen.
Es wird ja (nur!!!) empfohlen, eine zusätzliche Isolation zwischen den Zellen einzusetzen. Aus welchem Material besteht es, welche Temperaturen hält es aus?

Wie habt ihr das Problem gelöst?

[quote data-userid="9850" data-postid="160246"]
Hmm .. Was ist das??

-- attachment is not available --
oder was war das mal ??[/quote]

Der Kasten mit den Kühlrippen hinten und der weißen Frontblende ist ein Solax X1 Wechselrichter, der im Schutt liegt.

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und der ist IP66 und wenn korrekt angeschlossen kaum die Zündquelle.

Diese ganzen Sicherheitsdiskussionen kranken genau daran: wen Ahnungslose unverantwortliche Aufbauten kreieren.

Dabei sind diejenigen, die nach alternativen Methoden (. Z.b. Zwischenlagen) fragen, nur die 2. Reihe . Denn wie prüfen diejenigen, die das übernehmen, ob's richtig ist: das das notwendig ist, wird jawohl niemand bestreiten, und das die Mehrheit hierbei nicht Recht hat, wohl auch nicht. Angesichts von YT möchte ich gerne behaupten: wenn die Mehrheit ves empfiehlt, isses falsch.

schade bei Fb kann ich nicht schauen, ist das möglicherweise das hier?

Moinsen,

exakt dieses ist es. Ich hänge noch mal ein paar Bilder an

Ein haarsträubender Aufbau ?

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@arc So unerheblich ist der H2 Anteil des austretenden Gases dann doch nicht

Thermal Runaway Vent Gases from High-Capacity Energy Storage LiFePO4 Lithium Iron

https://www.mdpi.com/1996-1073/16/8/3485

Eine Knallgasreaktion wäre somit zumindest denkbar.

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@kojote Was ist das

... scheint der Auslöser für den defekt zu sein ?!

Nun ja, und die anderen Gase sind ja auch nicht gerade ohne. Abgesehen von CO2 können alle drei anderen sehr explosive Gemische mit Sauerstoff aus der Raumluft bilden.

(CH4 ist Methangas, CO ist Kohlenmonoxid, H2 ist Wasserstoff.)

Super Artikel und sehr Informativ.

Im Artikel ist eine 50A Zelle mit 1125g und die hat 4,5mol H2 produziert -> 4,5mol H2 sind 100l Wasserstoffgas

grafik.png

https://brainly.com/question/225322

Ne 300A Zelle hat knapp 5,5kg -> also ca. 5 fache macht also 500l H2

Laut Knallgas – Wikipedia

braucht es wenn man von Wasserstoff ausgeht 18-76% H2 in einem Raum damit es Explodieren kann (bei 4-18% Brennt es "Nur")

Wenn da aus einer Zelle 500l heraus kommen und die minimale Konzentration bei vereinfacht 20% liegt so wäre ein Raumvolumen von 2,5m² Kritisch

Würde den Raum als deutlich großer einschätzen aber das ist ja jetzt auch "nur" mit einer Zelle gerechnet.

Das ist interessant, deren Ergebnis laeuft darauf hinaus, dass die entstehende Hitze beim Duchgehen im Rahmen ist, aber das man sich Gedanken ueber das dabei entstehende/freiwerdende brennbare Gas machen muss. Das bestaetigt meine Vermutung, dass die Akkumisshandlungsvideos immer draussen gemacht wurden und sich deshalb keiner einen Kopf ueber diesen fiesen Gasstrahl gemacht hat, der dann wohl durch den Druck und fehlende Hitze nicht gezuendet hat.

Ich kann mir schon vorstellen, dass das in einem geschlossenen Raum eine kritische Mischung werden kann und irgendwas kann das schon zuenden. Energie ist auf alle Faelle mal genuegend da um irgendein Metall zum Gluehen zu bekommen.

Es laeuft vermutlich darauf hinaus, dass man im Fehlerfall irgendwie dieses Gas nach draussen bekommt oder die Akkus gleich draussen lagert, aehnlich wie man das mit Trommelwirbel Gasflaschen macht.

Oder man hofft halt, dass einem niemals so ein thermal runaway passiert. Die Hoffnung stirb zuletzt, aber sie stirbt.

Spass beiseite, bei den Meisten wird nie etwas passieren, es bleibt trotzdem das miese Gefuehl, dass man auf einer Bombe sitzt, die vermutlich nie gezuendet wird.

@irrlicht
Also scheint die einfache Lösung so zu sein ..

Die Akkus in Feuerfeste aber belüftete Kisten zu Packen .. UND ein Temperatur geführtes Abluftsystem was schon bei Temperaturen am Akku von mehr als 80 Grad die Raumluft absaugt .. oder besser noch frische Luft rein bläst welche dann die evtl. entstandenen Gase nach draußen befördert bevor die ein explosives Gemisch bilden.?!

Klingt doch als ob man das Preiswert umsetzten könnte J