@voltmeter - du beziehst dich immer auf den Elektrolyten. Ja, das Zeug kann austreten, benachbarte Zellen benetzen und ist bei höheren Temperaturen brennbar. Warum du das jetzt aber kritischer einstufst, wenn die Zellen liegen als wenn diese stehen erschließt sich mir einfach nicht. Das Problem hast du immer. Mein Elektriker hat von meinen Zellen (montiert) ein Foto gemacht und alles dokumentiert. Wenn ich jetzt umbaue, den Aufbau wie er ihn abgenommen hat ändere, sehe ich da - im Schadensfall - mehr Probleme auf mich zukommen als wenn ich es so lasse wie es ist. Zumal ich einfach das Sicherheitsrisiko nicht sehe bzw. anders einschätze. Damit möchte ich es hier an der Stelle auch beenden. Ich schätze deine sonst sehr konstruktiven und wertvollen Beiträge sehr und bin der Ansicht, dass kontroverse Ansichten nur dazu dienen können Dinge besser zu machen. Solange es hier aber keine grundlegenden neuen Erkenntnisse gibt, lasse ich meinen Aufbau so wie ich Ihn als sicher bewertet habe und wie ihn auch mein Elektriker dokumentiert hat.
Zum Aufstellungsort der Akkus allgemein - hier lohnt mal ein Blick in die Sicherheitsdatenblätter der LifePo4 Zellen.
5.2 Besondere vom Stoff oder Gemisch ausgehende Gefahren
Batterien können bei großer Hitze bersten, dabei ist die Entstehung von entzündbaren, giftigen und/oder
ätzenden Dämpfen möglich.
Kann Flusssäure bilden, wenn der Elektrolyt mit Wasser in Berührung kommt.
Bei einem Brand kann freigesetzt werden:
COx
Fluorwasserstoff (HF)
5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung
Besondere Schutzausrüstung:
Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.
Vollschutzanzug tragen.
Hier stehen COx und HF als Stoffe, die bei einem Brand freigesetzt werden können. Es gibt wenige Stoffe, die ähnlich tückisch sind wie die beiden. COx lässt dich ersticken, ohne dass du es merkst. HF entzieht dem Körper das Calcium und man verreckt qualvoll. Mit beiden Stoffen hatte ich beruflich bereits zu tun. Das ist absolut kein Spaß. Wenn man HF im Keller hat, kann man im Zweifelsfall das ganze Gebäude abreißen ("Sondermüll" / nicht mehr bewohnbar). Was mir allerdings - nach Studie der ganzen Fachliteratur (ScieneDirect, darf ich leider nicht teilen) - ist H2.
Zudem dann noch die Sicherheitssätze:
Relevante Sätze
H225 Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.
H301 Giftig bei Verschlucken.
H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H318 Verursacht schwere Augenschäden.
H332 Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen.
H360 Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen.
H372 Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
H411 Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
H413 Kann für Wasserorganismen schädlich sein, mit langfristiger Wirkung.
Mit solchen Stoffen bekommt man es zu tun, wenn eine Zelle im Schadensfalle ablässt. Das kann durch Überladung, Alterung oder irgendwelche anderen Fehlern passieren. Von Kanzerogen, über Fruchtschädigend ist da wirklich alles dabei.
Ich persönlich habe deswegen entschieden, dass die Dinger in der Garage landen. Und ja, die müssen dann beheizt werden. Kostet mich (unbeheizte Garage, nicht isolierte Zellen, nur im MDF Gehäuse mit einer Plexiglasfront) im Monat ca. 25kWh für beide Akkublöcke. Also sehr überschaubar.
Zudem solltet ihr auch bedenken, dass die Feuerwehr Zugang braucht und im Zweifel die Akkus relativ schnell entfernbar sein sollten. (Kellerschächte etc... von denen ich hier gelesen habe, würde ich deswegen auf keinen Fall in Erwägung ziehen).
Achja - hier der Link zu einem Sicherheitsdatenblatt (Beispiel, gibt auch welche von anderen Herstellern / Importeuren die ähnlich sind).