Beunruhigende Nachrichten, explodierende Stromspeicher! - Allgemeine Diskussion

@b-wendinger Wie war die Einstellung bei dir, also welche Ladespannung war vorgegeben?

Schon klar. 3.65 ist aber schon so eine Grenze für die meisten lifepo4 Akkus. Und das die schon länger kritisch gesehen wird, ist oft genug diskutiert worden.

@sarowe1972

die LFP in Teslas machen erst bei 3,75 Schluss und dort hat allein der Hersteller die Gewalt drüber. Die 3,65V sind schon in Ordnung und auch freigegeben vom Hersteller.

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Naja Tesla ruft ja gerade auch genug zurück. Aber sei es drum, geht am Thema vorbei

@baxter

Da müsste ich jetzt lügen, weiß ich nicht mehr auswendig.

aber ich meine schon das ich bei 56,8V im Victron war.

Zumal das die Vorgabe vom Hersteller ist. (Beide Hersteller bis 58,4V max. /bei 16S)

Die Ladespannung müsstest eigentlich in den VRM Daten sehen. Zumindest an dem Tag an dem der Akku vollgeladen wurde.

Da diese Packs aus Erfahrung tlw sehr schlecht gebalanced ausgeliefert werden, kann da eine Zelle schon mal deutlicher nach oben abweichen (je näher man an die 3,65V auch an die OVP). Wie waren die Grenzwerte im BMS konfiguriert? Also bei welcher Zellspannung würde es trennen? Min/Max Zellvoltage hast mangels CAN ja leider nicht im VRM.

Du vergisst, dass er durch den Raum mit dem "Dampf" gehen konnte. Also Umgebungstemperatur. Zudem wird ja beschrieben, dass im oberen Bereich "kein Rauch" war. (H2 sieht man nicht). Staubexplosion habe ich schon gesehen - da sieht es danach anders aus.

Wie gesagt - man müsste das jetzt (unter berücksichtigung diverser Annahmen) mal berechnen lassen (das kann ich hier nicht, habe nicht die Tools dazu). Es erscheint aber sehr warscheinlich.

Kleine Info am Rande: In Chemiekonzernen, die ich beruflich kennen durfte, sind die Zonen in denen Akkus für z.B. Staplerbatterien geladen werden "ATEX" klassifziert. Werde mal aufpassen, wenn ich wieder einen ATEX Zonenplan sehe, in welche Zone (Risikowahrscheinlichkeit) die eingeteilt sind. (In anderen, "kleinen" Betrieben ist das of nicht der Fall).

Umsonst machen die das nicht.

Wenn ich die Spannung bei meiner Anlage fahren würde, ich habe ganz zu Anfang damit etwas gespielt, würden einzelne Zellen durch die Decke gehen und das BMS zumachen. Gut der Daly Balancer kann nur 1 A , und es sind andere Zellen EVE A-grade. Aber ich finde das persönlich zu hoch, auch wenn es innerhalb der Spezifikationen ist.

@r0li84 zu Ladestationen

Dazu kann ich meinen Senf geben, da ich solche Ladestationen bei mir im Betrieb bewerten durfte:

Letztendlich gibt es nach einer DIN eine Berechnungsvorschrift, welche in Abhängigkeit vom zu erwartenden ausgasenden Wasserstoff bei Laden, den notwendigen Luftaustausch inkl. Sicherheit vorgibt(egal ob natürlich oder mit technischer Lüftung). Kann man den Luftvolumenstrom garantieren und hat genügend Raumvolumen, ist es "nur" ein feuergefärderter Bereich, sonst eine Ex Zone wie du anmerkst, meist Zone 1 oder 2, also Betriebliche Ex-Zone oder gelegentliche.

Grüße Martin

Vielleicht weil die eine andere Zelltechnologie verwenden? Bitte hören wir auf Dinge wild durcheinander zu werfen nur damit eine Theorie wahrscheinlicher erscheint.

Bring doch ein Argument, dass man wissenschaftlich prüfen kann warum es kein H2 gewesen sein soll?

Bzgl. Zellchemie - hier siehst du (schön zusammengefasst), dass bei diverser Zellchemie relativ konsistent ca. 30% H2 entstehen. Und Sorry, wenn das so fiktiv wäre, dann gäbe es in diversen Industriezweigen hier keine Vorschriften bzgl. der Aufbewahrung, Ladung von Akkus. Mich wundert es eher, dass es in Privathaushalten hier keine Vorschriften bzw. Empfehlungen gibt. Mal sehen, was da noch kommt.

@baxter: Da geht's tatsächlich noch um ordinäre Bleibatterien, Lithiumakkus sind in den Spaplern in den Unternehmen die ich so gesehen hab noch nicht angekommen, aber ja das wird OT

Ja natürlich. Das Seplos misst meines Wissens insgesamt 5 Temperaturen (4x am Akku und 1x an der Platine) , alle EInzelzellspannungen und die Gesamtzellspannung.

Wenn irgendwas nicht passt, schaltet es ab, egal was der Wechselrichter/Multiplus/MPPTs machen wollen

Es ist halt kein mechanisches Schütz verbaut, sondern MOSFETs als Schalter.

Mosfets können aber defekt gehen und im Defektfall auch die Drain-Source Strecke kurzschliessen, könnte also sein, dass der "Schalter" nicht mehr abschaltet. Es besteht also ein Restrisiko. Deshalb nochmal die Anregung, hier eine zweite redundante Zellüberwachung (Temp & Spannung) dazuzubauen, die ein DC-Schütz in der Zuleitung bei Unstimmigkeiten trennt und zwar unabhängig von allem anderen (WR, Multiplus, BMS, Balancer,...)

@martin_backware - aber auch da ist H2 der Grund für den Explosionsschutz bzw. für die Einstufung nach ATEX.

Stabler verwenden grossteils noch Blei, da kann im LADEVORGANG H2 entstehen. Deswegen ATEX. Du schlussfolgerst daraus aber auf LFP.

Aber lassen wir das an der Stelle, für dich ist H2 als Ursache gefunden.

Ich habe jetzt die letzten paar Seiten nicht mehr gelesen, aber daß LFP-Zellen im Falle des thermischen Durchgehens erhebliche Mengen H2 produzieren und abblasen können, ist doch völlig zweifelsfrei und unbestritten. Ob jetzt das H2 oder irgend eins der anderen ebenfalls brennbaren Gase im speziellen Fall, der hier ja offiziell gar nicht diskutiert wird, gezündet hat, spielt eigentlich keine Rolle.

Oliver

@oliverso Was auch unbestritten ist, das alleinige Vorhandensein von H2 im vent gas reicht noch nicht dass es Bumm macht.

@rasti

Dann wird es einfach nur ein defekter Akku sein. Kommt vor, ist selten aber es passiert halt. Die frage ist zahlt im Fehlerfall die Versicherung bei Selbstbau ohne das man Elektroniker ist.

Ich habe in meiner Versicherung auf die "grobe Fahrlässigkeit" drin bei der Allianz

@the-doctor-9
Die Antwort dürfte schlicht JA sein.
Um so mehr, weil du nicht Profi bist. Die Versicherung kommt da nur raus wenn sie dir Mutwilligkeit oder Absicht andrehen könnte (so mein Versicherungsmarkler).