@solartester
Sowas ist quatsch... einfach nur quatsch.
Das allgemeine Lebensrisiko ist alternativlos. Der Akku im Wohnraum nicht. Aktuell bei 22cent Strompreis bei Tibber wird wohl sogar der DIY Stromspeicher defizitär.
Das Lebensrisiko kann man nicht so "einfach" verhindern indem man schlicht einen besseren Platz für den Akku aussucht.
Man muss ein Risiko erkennen und bewerten. Und nicht einfach nur als Lebenstrisiko abstempeln.
Und nur weil diese Unfälle nicht oft passiert sind, bedeutet das nicht dass es so bleiben wird.... die Akkus werden älter und unzuverlässiger und das müssen wir auch beachten.
Am Ende hat man ein minimalestes Risiko aber nahezu keinen Nutzen. Wer Spaß daran hat, bitte.
Ich denke mal die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die Dinger sind gefährlicher als wir alle gedacht haben. Aber nur weil jetzt bei Basti einer hochgegangen ist, brauchen wir auch nicht in wilden Aktionismus verfallen.
Das allgemeine Lebensrisiko ist alternativ los? Und da halten wir uns alle dran? Ist das so? Ins Flugzeug steigen, birgt ein Restrisiko trotzdem steigen fliegen fast alle jedes Jahr in den Urlaub. Ich könnte jetzt hier noch 100 Beispiele aufzählen, will ich nicht.
Es geht doch darum, dss Risiko einzuschätzen, zu minimieren oder auszuschließen. Oder halt die Reisleine zu ziehen.
@Wuschelkopp vielleicht war es auch ein Einzelfall und wir hören nie wieder was.
@irrlicht Bezüglich victron und Fronius.
Ich will das hier jetzt nicht mit links dichtspammen. Ich denke im Netz findest du etliche Artikel auch direkt von Victron dazu. Ich hatte ganz schnell welche.
Selbst wenn mein BMS ausfällt, dann habe ich mit dem Setup, dass ich ansonsten habe kein Problem. Ich könnte das abstecken und es würde alles - ohne BMS - weiter laufen. Vermutlich würde man den Ausfall sogar längere Zeit gar nicht merken, ich würde es aber durch regelmäßige Kontrollen mitbekommen und habe die Möglichkeit, via Handy meine Anlage vom Netz zu trennen (habe AC Seitig ein WLAN Switch / Trennschalter), wodurch der Multiplus ausfällt und dementsprechend auch die Ladung vom Akku sowohl DC als auch AC Seitig verhindert wird.
Das BMS ist bei mir nur ein Baustein, neben vielen anderen, die die Sicherheit des gesamten Systems verantworten sollen. Wovor ich hier warne sind nicht primär die China BMS, sondern ich warne davor diese so einzusetzen, wie es weder Victon noch die BMS Hersteller vorsehen. Wenn man das macht - dann sollte man, so wie du es ja auch tust - zu geprüften und "zugelassenen" Lösungen (REC BMS etc...) greifen.
@sarowe1972 Naja du hast doch sicher die Aussagen vom Brandsachverständigen gehört.
Irgendwie so frei zitiert: "Neben Wasserstoff entstenen allerlei brennbaren Gase beim LFP Akku".
Damit ist es ziemlich klar dass es kein Einzelfall bleiben wird und die Dinger nicht in den Wohnraum gehören.
Ein Feuer ist ein Risiko das man normal noch gut beherrschen kann indem man die Brandlast reduziert. Einfach kein Stroh neben den Akku und alles ist ok.
Aber in einem Raum ohne brennbare Materialien der alleine durch eine fehlerhafte Zelle explosionsgefährdet ist.
Sorry, da bin ich wirklich raus. So sollte es nunmal sein.
Und ich habe LFP lange bis aufs tiefste verteidigt, aber da muss ich revidieren.
@ Wuschelkopf....mach das wenn du es für richtig hältst , kein Problem.
Aber woher die Gewissheit, das es häufig, oft oder zu Hauf passieren wird?
Damit es zur Explosion kommt, müssen viele Dinge zusammenkommen (wobei es bei H2 schneller geht, als mit anderen Stoffen).
Aber Ausgasungen bzw. Rauchbildungen sind defintiv häufiger der Fall, betroffen sind hier nicht nur DIY Anlagen. Habe den Artikel hier schon mal verlinkt, aber gerne nochmal: Weitere Brände von Photovoltaik-Batteriespeichern im September – pv magazine Deutschland
Wenn man da in die Kommentare sieht, werden nochmal paar Fälle berichtet.
Fakt ist - das sind die, die bekannt werden, weil Feuerwehreinsätze etc... Was meinst du, wieviele Bastler es gibt, denen mal ein Akku durchgeht und die das ggf. nicht berichten? Im Internet hat es ja jeder vorher schon immer besser gewusst. Man muss sich nur mal ansehen, wie nett die Kommentare da teils sind... Anstelle, dass man dankbar ist, dass solche kritischen Erfahrungen geteilt werden, werden die Leute an den Pranger gestellt. Internet halt...
Bin ich völlig bei dir. Auch ich habe einige Dinge im DIY Bereich gesehen, da graust es einem. Allerdings, habe ich vor ein paar Wochen auch 2 Speicher ohne DIY Hintergrund gesehen, wo ich etwas skeptisch geguckt habe.
Auch ein Punkt der mir durch den Kopf gegangen ist, ist die Verspanntechnik einiger. Ich habe mich ganz bewusst für ein "sanftes" aber vollflächigiges Verspannen entschieden. Aber so manche Konstruktion Konstruktion mit Spanngurten etc finde ich auch nicht prikelnd. Aber auch das ist schon oft diskutiert worden.
Aber nehmen wir mal die Katastrophen- Konstruktionen raus und die Überladungen. Was bleibt dann noch.?
Dann bleiben die üblichen Risiken, wie Kurzschlüsse etc... Oder aber auch Materialermüdung etc...
Damit sich aber HF etc... bildet, braucht es hohe Temperaturen. Also nen Thermal Runaway - kann ggf. mit der Alterung der Zellen schneller passieren, aber sollte auch da verhndert werden, indem eben entsprechende Maßnahmen im Vorfeld ergriffen werden. Man macht das alles ja nicht, weils lustig ist - sondern eben um die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren.
Umso höher aber die Risiken sind, umso mehr unternimmt man in der Regel, damit so etwas nicht passieren kann. Und eine H2 Explosion hätte ich bis dato für fast ausgeschlossen gehalten, bzw. hätte es wohl kaum beachtet, wenn davor jemand gewarnt hätte weil ich das Risiko viel zu klein eingestuft habe.
Und.....?
Thermal runaway no Fire, no explosion
Wenn das im Freien getestet wird, wird es vermutlich schwer sein die zündfähige Gasmischung zu erreichen. (das H2 dürfte ziemlich schnell flüchten)
D.h. ohne Angabe wie die das genau getestet haben kann man das glauben oder auch nicht.
Man muss das Datenblatt aber auch zu lesen verstehen. Die schreiben offenbar nur hin, was nicht passiert ist. "No leakage" z.B. steht nur einmal drinnen. Folglich hat bei den anderen 7 Punkten, die da getestet werden Leckagen.
No Explosion ist zudem - ohne weitere Angaben - extem schwer zu bewerten. Explosionen stehen ja nur unter bestimmten Bedingungen. Da braucht es ein zündfähiges Gemisch. Rein Fikiv, könnte es z.B. sein dass eine Leckage an einer 220Ah Zelle in einem Raum mit 10m³ Volumen keine Explosion auslöst, eine 280Ah Zelle aber bei Leckage zu einer Explosion führen kann - einfach weil mehr Gas austritt und dann eben ein zündfähiges Gemisch entsteht. Auch nach oben hin gibt es da wieder Grenzen - also wenn eine Zelle leckt könnte ein explosionsfähiges Gemisch entstehen, wenn aber mehrere lecken dann würde das nur kurzzeitig vorhanden sein bis die Konzentrationen so hoch sind dass wieder kein Explosionsfähiges Gemisch vorhanden ist (weil dann zu wenig Sauerstoff).
Das ist komplex und in so einer Tabelle sicherlich nicht abzubilden. Aussagekräftiger wäre: "Potential explosive materials: No"
Hier gibts die Chinesische Norm nach der getestet wurde übrigens zu kaufen - was ich in den paar Seiten lesen konnte, ist das bzgl. Testumgebung offenbar nur <90% Luftfeuchtigkeit und ein paar andere Sicherheitsstandards definiert sind. Ob geschlossener Raum etc... ist nicht angegeben. Kann man also immer so testen, dass nichts explodiert...
So sagen die nur dass, was ja davor zahlreiche Youtube Videos gezeigt haben. Genau daher kommt doch auch die vermeintliche Sicherheit, oder nicht?
Ich würde mal davon ausgehen, dass die meisten Zellen in einem Gehäuse sind, und dieses nicht im Freien steht. Unsere DIY Speicher dürften wohl eher nur einen geringen Anteil darstellen.
Ich habe den Auszug aus dem Datenblatt jetzt hier mal eingestellt, weil es eventuell ja unterschiede in der Chemie bei diversen Herstellern gibt.
Welche Zellen beim explodierten Speicher verbaut waren wissen wir nicht, oder?
@stromsparer99 - in der Norm, die da in deinem Screenshot genannt ist würde alles stehen. Soweit ich es verstehe, werden da einzelne Zellen ohne Gehäuse getestet. Also keine fertigen "Packs". Und da kann halt dann alles gleich wieder ganz anders aussehen - wenn z.B. mehrere Zellen gleichzeitig eine Leckage haben.
Bzgl. Speicher - laut den Artikeln BR48200B (von Shenzen Basen) und ein weiterer, den ich aber nicht finden konnte. Hersteller der Zellen ist als "Basen" angegeben, vermute aber, die kaufen die auch zu.
Der andere,
Die Frage ist: wo stehen/standen die beiden BR48200B ?
danke Roli84 - hab wirklich einiges gelernt. ?
Zusätzlich zu den 4 hier früher gezeigten Untersuchungsberichten und den darin genannten 4 Hauptursachen, die zu „THERMAL RUNAWAYS“ führen, möchte ich noch folgendes - ebenfalls genau in dieser Reihenfolge - ergänzen:
Das Risiko steigt (allgemeine Sichtlage)
1. überproportional zum SOC der Zelle ! (15 Seiten - keiner hat es erwähnt. Ok ist ja selbstverständlich)
0 % SOC : keine Gefahr, keine Hitze, kein Rauch
10% SOC: geringes Risiko, wenig Energie wenig Hitze / Rauch
80..100% SOC: hohes Risiko wegen der hohen Energie in der Zelle
> 101 % SOC: highest Risk - siehe die 4 Berichte
Halte deinen SOC so klein wie möglich. 90 % SOC rauchen halt ca. acht mal mehr als 10% SOC.
2. unterproportional zur Qualität des BMS
es gibt genug Nach/Kontrollmessungen, dass einige BMSe überhaupt nie in der Lage waren, z.B. bei Überspannung, zu trennen. Justiziabel ?. Verstörender weise nicht nur bei NO NAME Produkten. Nööö...sage ich nicht. Selber suchen. Weniger bei DIY Akkus sondern bei Komplettakkus.
3. proportional mit der Anzahl der beteiligten Komponenten im System:
logisch und langjährige Erfahrungssache: je mehr beteiligt sind, je mehr können auch kaputt gehen.
Für die Sicherungsebene gilt dies aber nur bedingt.
4. (über ?) proportional mit der Größe der beteiligten Firm- und Software im Gesamtsystem.
langjährige und leider oft bestätigte Erfahrungssache . „einfache, analoge Systeme, sind den hoch digitalisierten“ meist überlegen. Manche BMS oder Wechselrichter Hersteller hangeln sich von einem Firmware update zum nächsten. Oft erfolglos.
5. „Schwarze Schwäne“ für die aufgebaute Systemkonfiguration die u.U. zum versagen des ganzen Systems führen.
Mein Spezialgebiet. Ich denke hier an Hochfrequenz Einstrahlungen von externen oder am System beteiligten Komponenten. z.B. Wechselrichter. , Fremdeinwirkung von außen (BMS über BT/Wlan manipulieren). Vor-Schädigungen durch Überspannungsimpuls (Blitze in der Nähe)auf zu große PV Schleifen, WLAN oder Handys in der Nähe. usw usw. Nur Markenhersteller werden hier die entsprechenden Normen - aber nur für „Ihr“ Gerät - meist einhalten. Aber nie fürs Gesamtsystem. Das muß der Erbauer - und der kann es nicht richtig, mangels nötigen spezial HF Messgeräte.
OK; ok - so ein/zwei HF (Hochfrequenz - nicht Wasserstoff ) Profis scheint es hier ja zu geben.
6. (oder auch 1. ?) Nachlässiger Aufbau des Gesamtsystem von „Nicht Fachkräften“.
Unerschöpfliches Thema: falsche software Einstellungen. Falsche Kabel, Nicht abgeschirmte Kabel, zu große "Antennenschleifen" in den PV Leitungen, falsche Erdung, Übergangswiderstände, nicht isolierte Gewindestangen, falsche Isolierplatten, falsche Einbaulage, falsche Kabelpressungen an den Enden, falsche Polpaste.... usw usw . Führt hier zu weit. Forum durchsuchen.
3.11.23 update hier:
https://www.akkudoktor.net/forum/faq/anlagenzuverlaessigkeit-pv-diy-systeme/#post-161567
Sorry - werde hier keine „ Stöckchen“ auf dem jetzt in diesen 2 wichtigen Threads
- leider tlw. fast „Troll Niveau“ -
aufheben.
Bei den Modellbauern ist das seit langem bekannt, da lagert man seine Akkus entladen im Keller. Aber bei einem ESS-System ist der Tip nun leider diametral zur geplanten Verwendung. Wenn ich nichts im Akku speichern kann, brauche ich keinen.
Oliver

