Berichterstattung im BR „Kontrovers“ vom 13.05.2026

Hallo alle,

ich hab heute einen Beitrag im BR gesehen, der mich ratlos zurücklässt. Geht um einen engagierten Unternehmer mit Photovoltaik auf dem Fabrikdach, dessen Einspeisung vom Netzbetreiber abgeschaltet wird (soweit kann ich folgen). Aber warum soll er seinen selbst erzeugten Strom nicht in seinem eigenen Speicher einspeisen dürfen? Wo ist hier der Haken? Oder ist die Berichterstattung unvollständig?

Hier der Link zur Sendung

https://www.ardmediathek.de/video/kontrovers/wie-unternehmen-der-stecker-gezogen-wird/ard/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE1MDQ0QTAvc2VjdGlvbi8zMWQxNzYyNi1lNzVjLTQ0NjgtYjk2MS04MDM4MGM1NzBjMzY

Schöne Grüße

Woodstock

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Ich habe mir die Berichterstattung jetzt nicht angesehen, aber der Eigenverbrauch darf nicht unterbunden werden. Das war in den ersten Entwürfen noch nicht eindeutig und wird gerne von der schlecht informierten Presse gerne wieder aufgenommen.

Wenn Dein EVU dir die Einspeisung abschaltet, dann nur diese. Deinen selbst erzeugten Strom kannst Du in Deinem Hausnetz weiter verbrauchen.

Es gibt aber immer noch Wechselrichter, die dieses nicht können. Die kennen halt nur Ein- oder Aus.

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Scheint eine technische Schwachstelle zu sein. Die Anlage ist wohl so gestrickt, dass man gar nicht die Einspeisung sicher abschalten kann, aber die Batterieladung eingeschaltet lassen kann. Ich denke, da gibts technische Lösungen, damit das möglich ist.

Vielleicht ist es aber wirklich eine bürokratisch-technische Verstrickung, wo es derzeit keine Lösung gibt.

Da kann man nur hoffen, dass so ein Unsinn schnell gelöst wird.

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Den Sendungsbeitrag hab ich auch gesehen. Ich hätte dazu einige generelle Fragen:

  1. Wenn man die Einspeisung ins Netz macht, wie kann man technisch erkennen (Sensor?), daß man abgeschaltet wurde? Ist dann nur die Einspeisung abgeschaltet oder auch der gesamte Wechselrichter?

  2. Wie funktioniert diese (technische) Abschaltung?

  3. Findet die bei mir statt mit Lahmlegung des Wechselrichters oder irgendwo intern beim Netzbetreiber?

  4. Kann ich das irgendwo zeitnah mitbekommen, wenn es beim Netzbetreiber stattfindet?

  5. Warum kann sich der Unternehmer nicht einfach einen zweiten Wechselrichter besorgen für eine Insellösung und einfach mal fix umschalten und seine Solaranlage samt Energiespeicher vorläufig weiter nutzen im Rahmen einer eigenen Insellösung?

Hintergrund meiner Fragen hängen auch mit meiner aktuellen Solarplanung zusammen, wo ich eine ggf. erfolgende Netzabschaltung(s-Bedrohung) entsprechend kompensieren/mitdenken und umgehen/verhindern möchte.
Siehe Thread mit meinem Thema Ein paar erste Fragen, um danach weitere Fragen stellen zu können für den Aufbau einer komp.

In dem Fall wohl der komplette WR.

Über ein Steuersignal vom Netzbetreiber. Rundsteuerbefehl oder aktuelle Technik Smartmeter Gateway.

Bei dir direkt, also Steuerung des WR.

Könnte er sicherlich machen, aber bei der Größenordnung von Anlage wird das keine Technik von der Stange sein, die man mal eben einbaut. Das wird mit hohen Investitionen verbunden sein und vielleicht hat er sich mit der jetzigen Anlage schon ziemlich verausgabt.

Die Logik dahinter ist folgende: Wenn der Akku geladen wird, dann wird WENIGER aus dem Netz bezogen. Da aber Stromüberschuss vorhanden ist, SOLL der Strom nicht aus dem Akku kommen oder vom Dach, sondern der Strom SOLL bezogen werden, um das Netz zu entlasten.

Das bedeutet für den Unternehmer: Er darf seinen Strom nicht verkaufen. Er darf seinen Strom nicht nutzen. Er darf bestimmt den Akku laden, aus dem Netz.

Und für die Nicht-Nutzung wird er dann entschädigt.

Würde man ihm gestatten den eigens erzeugten Strom selbst zu nutzen, würde das Netz nicht entlastet werden. Desweiteren könnte er mit der Speicherung und Nutzung des eigenen Stroms weniger Netzbezug haben im weiteren Verlauf des Tages. Der Netzbetreiber und die EVU leben aber von seinem Geld.

Nun ist die Frage: Gibt es in den Größenordnungen Speicher und Wechselrichter, die das, was der Netzbetreiber will, gewährleisten können? Ferner kann der Netzbetreiber auch Hardware in gewissen Umfang vorgeben. Und wenn der nur Hardware vorgibt, die sich letztlich nur plump an/ und ausschalten lässt, bleibt einem bei der Größenordnung nichts übrig, als zuzustimmen.

Die Folge sehen wir. Zu guter Letzt noch der Einwand des Bürgermeisters, dem das Ganze bewusst ist, und der auch sagt, dass teils schon die Auflage herrscht, dass man PV bauen MUSS. Um dann abgeregelt und abgeschalten zu werden, weil das Netz das nicht hergibt.

Man WEISS es also.

Der einzige richtige Standard den ich kenne, ist AS/NZ 4777 DRM
Viele Wechselrichter haben dafür einen Anschluss, meiner auch. Allerdings nur DRM0.

In Deutschland schätze ich mal dass die WR per Rundsteuerempfänger einfach AC-seitig getrennt werden?