Autarkie: Wann werden wir im Sommer autark sein? (Energie Lücken)

Man beachte die nicht vorhandenen Mengen erneuerbarer Energien zwischen den Spitzen.

Es gibt Sonne, es gibt irgendwo auch etwas Wind, aber es reicht nicht um genug für die Nacht zu haben, selbst wenn man Akkus hätte.

Wann werden wir im Sommer autark sein (Energie Lücken)

Die Einstellungen zum Diagramm (unterhalb)

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Das könnte man geometrisch ermitteln. In grober Näherung müssten die Erneuerbaren verdoppelt werden. Allerdings bin ich nicht sicher, wie viel davon heute schon wegen fehlender Speicherkapazitäten abgeregelt wird. Da die Preise für Batteriespeicher extrem gesunken sind, werden diese sich demnächst in der Statistik bemerkbar machen, dann lässt es sich besser abschätzen.

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Hallo zusammen ,

wenn in den Privaten Haushalten wesentlich mehr Speicher stehen würde , dann würde eine Verdopplung vielleicht reichen . Stand heute .

Es gibt viele Einflussfaktoren die man schlecht mit einrechnen kann .
Beispiel 1 : Wenn immer mehr E-Autos genutzt werden steigt der Stromverbrauch stark an .
Beispiel 2 : Wenn immer mehr Klimaanlagen und Wärmepumpen verbaut werden wird das schon schwierig .
Beispiel 3 : Der Staat müsste dafür sorgen das immer mehr Geräte der Klassen A bis A+++ verkauft werden .
Geräte die schlechter sind , müssten höhere Mehrwertsteuer zahlen . Das würde auf einen Zeitraum von 10 Jahren den Stromverbrauch der Privaten Haushalten um 20-30 Prozent reduzieren . Das hätte dann auch einen Einfluss auf Handwerk , Industrie und Verkehr .

Es gibt also viele Faktoren die in der Zukunft den Stromverbrauch / Bedarf beeinflussen . Der Größte Teil vom Erdas und Erdöls wird verfahren , verheizt oder in Prozeßwärme umgewandelt .

Also schwer einzuschätzen .

Gruß Eckard

Das ist wenn man die Regenerativen weg nimmt und Fossile und Import läßt

Also eigentlich die “Lückenfüller”.

Lila ist Import, egal aus welchen Quellen.

Wasserpumpspeicher auch deaktiviert

( Energy-Charts

Europaweit würde ich gerne mal sehen :thinking:

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Unter EE-Rechner kann man mit den Daten aus 2021 spielen.

Ich habe mal 4x PV (=220GW) und 600GWh Speicher eingestellt, Wind unverändert (also Szenaro seit 2021 kein Ausbau mehr). Da kommt man auf weitestgehende Autarkie im Sommer.

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2021 gab es Angaben, das ca 89% der für PV nutzbaren Dachflächen noch nicht belegt sind.

Könnte das bedeuten, dass hier der einzelne Hausbesitzer mit PV einen riesigen Hebel hat?

Sollten dann Hausakkus eigentlich gefördert werden, also Anreize bleiben/geschaffen werden?

Könnten die Hausbesitzer theoretisch Deutschland im Sommer Autark versorgen?

Die Netzgebühren für “kurze Wege” sollten kleiner sein.

In einer idealen Welt wäre das ein sehr guter Ansatz. Real werden wir eher sehen, dass Solarbesitzer (und Speicherbesitzer?) über eine höhere Grundgebühr an den Netzausbaukosten stärker beteiligt werden. Besonders unsere Gesellschaft, überaltert, ängstlich und schlecht informiert, wühlt gerne in alten Strukturen weiter und sucht Sündenböcke, anstatt die Chancen zu sehen, ökonomische wie ökologische.

Dieses YT-Video zeigt die Informationsdefizite sehr schön auf, mit Untertitel und automatischer Übersetzung kann man auch ohne Englischkenntnisse folgen:

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Die 0% MwSt sind denke ich Förderung genug. Geht ja schließlich immer auch um Steuergelder. Im größeren Bereich ist es denke ich wichtig, daß endlich die Schickanen bei grünem/grauen Strom deutlich reduziert werden. Wer einen Solarpark baut, macht das heute wohl auch überwiegend mit Batteriespeicher zur zeitlichen Glättung (zumindest für uns als Genossenschaft bei den projektierten Projekten alternativlos). Der Speicher darf dann aber im Winter nicht genutzt werden, um da am Markt mit zu agieren.

Ansonsten wäre ja schon mal viel gewonnen, wenn die geplanten Strafmaßnahmen für kleine PV Anlagen nicht kommen (Direktvermarktungspflicht, die völlig unrealistisch ist bzw. enorme Kosten produziert, Extranetzentgeld ...). So populär wie es geworden ist, auf EE zu schimpfen, sehe ich da wenig Bereitschaft.

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Speicher im Sommer viel zu groß und im Winter viel zu klein ist doch heute im EFH schon Standard. Das auf noch abstrusere Verhältnisse auszubauen ist wenig zielführend.

Da muss man schon in größeren Einheiten denken.

Wenn’s keine Einspeisevergütung für EE mehr gibt, ist das Problem auch gelöst.

Oliver

Das alleine führt aber nicht zu mehr Investitionen in Solar/Wind und das grün/grau Problem führt dazu, daß Speicherkapazität brach liegt, statt nutzvoll eingesetzt zu werden.

In der Regel sind die immer noch alle viel zu klein. Die Rückständigkeit, daß der Durschnittsdeutsche einen Ferrari in seinen Stromkasten sperrt :grin:, verbietet moderne Abrechnungsmodelle. Neue Anlagen sollten nach Marktpreis einspeisen. Dann lösen sich viele Probleme von selbst

Das es aktuell mit EFH-üblichen Speichergrößen wirtschaftlich wenig sinnvoll ist, Strom aus dem Netz zu kaufen und später wieder zu verkaufen, dürfte der weit größere Hemmschuh sein.

Oliver

Alleine schon das Netzentgeld/Steuern/Abgaben macht das obsolet, egal welche (haushaltsübliche) Größe.

Für heute z.B. wär es ein gutes Einkommen, den gesamten Überschuss des Tages in 2,5 Stunden einzuspeisen

Braucht halt ne ausreichend grosse Batterie und WR.

Wirst du sehen wenn die Leistungsmessung kommt.

Wann… ja wann?

Vielleicht…

  • wenn Industrieanlagen (bzw. alle größeren Gebäude mit passendem Energieverbrauch) verbindlich mit Dach- & Fassaden-PV sowie genügend großen Speichern ausgestattet sein müssen…
  • wenn Energieerzeuger (und dazu zähle ich auch große Freiflächenanlagen und Windkraft) an große Speicher gekoppelt sind und so gleichmäßiger einspeisen bzw. puffern können
  • wenn Kleinerzeuger (normale Dach-PV, BKW etc.) auch genügend dimensionierte Speicher nutzen und dabei nicht von der Politik in Vertretung der Energielobby kaputtreguliert oder bestraft werden.

Sprich: Wenn insgesamt ein gesamtgesellschaftliches Umdenken stattfinden würde (ich wähle bewusst den Konjunktiv), welches nicht die normalen Bürger anders behandelt als Erzeuger & Industrie, könnte es problemlos funktionieren - wird es aber wohl so schnell nicht :wink:

Der Energiebedarf wird nicht sinken, im Gegenteil. Das Problem ist weniger die Erzeugung als eher die Speicherung & Steuerung.

Ich würde das andersherum machen. Klein-PV in die “Direktvermarktung-light” - damit entstehen genügend Anreize mit einem Speicher seine Autarkie zu erhöhen und ihn dann zu laden, wenn der PV-Strom gerade nicht gebracht wird (die Idee hatte ich hier mal gepostet). Gerade etwas größere Speicher rentieren sich so eher, wenn man das Dach gut vollgemacht hat, weil man, wie @tageloehner schon anmerkt, dann die Abendspitze nutzen kann.

Ich sehe generell keinen Grund Speicher zu fördern - außer ihnen an netztopographisch günstigen Stellen bessere Anschlusskriterien zu ermöglichen.

Grenzen sind doof. Jede Einspeisung muss gleich behandelt werden, auch wenns nur aus 1 Panel vom Balkon kommt.

Schau nach Österreich. Jeder hat smartmeter und die kosten gleich viel wie vorher. Alles andere ist ungerechtfertigte Selbstbereicherung der Zählerbetreiber

Hallo zusammen ,

die Aussage das 89% der Dachflächen von WE ungenutzt sind , ist nicht ganz richtig .

Es fängt schon bei der Statik an . Da fällt viel Fläche einfach raus . Da wird die Tragfähigkeit lieber für Isolierung ausgenutzt .

Dann Beschattung durch Bäume , Versuch Mal in vielen Ländlichen Gebieten alte Bäume zu entfernen für einer PV-Anlage . Zwei meiner Nachbarn deren Häuser sind eigentlich die meiste Zeit beschattet. Da geht es nicht .
Die Bäume sind unter Schutz gestellt

Ausrichtung der Dachflächen oder die Bauform . Beispiele wären Dachfenster , Gauben , Krüppelwalmdach oder Winkelbungalow .

Der Wille noch zu investieren . Schaut man sich die Demografischen Entwicklung bei den Hausbesitzer an , dann kann man sagen das bei sehr vielen der Gedanke noch Mal 10 bis 15 000 in der Hand zu nehmen gleich null ist . Warum auch ? Wer älter als 65 ist , für den rechnet es sich nicht ( mehr ) . Dazu kommt oft die nicht ganz üppige Rente .

Mehrparteihaus und Wohneigentümergemeinschaft ,
der eine möchte der andere nicht . Was nun .

Ich sehe das Potenzial eher bei 50 % und weniger .

Gruß Eckard

Ich habe Klein-PV in meinem Vorschlag als “maximal 50kWp/maximal 22kW Einspeisung” definiert. Ab dann müsste man in die reguläre Direktvermarktung (aktuell erst ab 100kWp).

Mit einem 400Wp/400W-Setup hättest du nach meinem Vorschlag vier Optionen:

  • Balkonsolar-Regelung (unverändert): alter Zähler läuft ggf. rückwärts
  • Zweirichtungszähler (bis 2kW Einspeiseleistung) und Vergütung über “Marktwert-Solar”
  • Smart-Meter und Vergütung über “Direktvermarktung-light”
  • Du gehst in die reguläre Direktvermarktung

Für eine Balkonsolaranlage ist ein Zwang zu Smart-Meter + Steuerbox volkswirtschaftlich Unfug. Darum ist das Ganze hier optional.

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