Das muß nicht so sein: Kontaktfläche1 - Kontaktfläche2 (Kabelschuh) - Federring - Mutter/Schraubenkopf. Die beiden Kontaktflächen pressen direkt aufeinander, da darf nie etwas dazwischen sein, auch keine U-Scheibe! Habe das bei meinem kleinen 8S-LFP-Akku genauso gemacht - keinerlei Probleme bisher.
Das schöne an DIY-Kabelschuhen aus CU-Rohr: man kann die Anschlußhülse so lang wie gewünscht machen und 3,4 Crimpungen hintereinander machen - damit wird der Kontakt Litze zum Cu noch besser. 2-3 reichen wohl, wenn sie ordentlich gemacht sind.
Es ist mir zu einfach, für 70Cent einen Kabelschuh zu kaufen, ich kaufe mir Kupferrohre. Die säge ich in kurze Stückchen, steck die ineinander, prügel die irgendwie platt/plan, bohre dann da ein Loch durch, dann würge ich da die Litze rein, verpresse das irgendwie, verlöte 95mm² mit einem 50W Lötkolben, nehme Fächer-, Feder und Unterlegscheibe nach Studium einer Doktorarbeit zur Schraubbefestigung und erhalte das perfekte Ergebnis ....
Kann es irgendwie sein, daß hier nur wenige mit Ausbildung im E - Handwerk vorhanden sind, die in ihrem Berufsleben noch nie mit 1000A Nennstrom zu tun hatten........
Naja, das Problem beginnt beim Wort Federscheiben. Wenns wenigstens Tellerfedern sind ..
In die Kontaktfläche gehört sowas natürlich nicht. Aber das wiederum merkt man sehr schnell. Am aufsteigenden Rauch.
Da kann ich nicht mitgehen.
Bei einer klassischen Schraubverbindung wird die Schraube im elastischen Bereich vorgespannt und nicht plastisch verformt.
Ja, es gibt ein "setzen" der Beteiligten bei einer Elektroschraubverbindung. Das ist in der Regel der Kupferanteil und deshalb ist einmaliges Nachziehen sinnvoll.
Warum es das Setzen gibt ist auch ganz einfach. Werde die Stromschiene noch die Ringöse sind wirklich plan also liegen die Flächen nur puktuell aufeinander und es kommt in der Regel zu einer Verformung der Ringöse und somt zu einem Verlust an Vorspannung.
Genau. Einmal. Aber nicht regelmäßig wiederkehrend. Und bei Systemen wie dem Victron Lynx kommt man ja an die hinten liegende Schraube gar nicht ran, ohne die davor liegende Leitung zu demontieren. Also einmal mit gutem Drehmomentschlüssel anziehen und danach nur noch die Temperatur kontrollieren.
Tellerfedern sind in der DIN 2093 definiert. Die Darf man (richtig gemacht) auch stappeln und es gibt die in verschiedenen Materialien.
Nebenbei, eine Schraubverbindung löst sich nur wenn diese (aus welchen Gründen auch immer) temporär ihre Vorspannung verliert.
Bei der Anwendung hier (Elektroverschraubung) haben wir eher kein Problem mit Vibration. Das Zeug steht ruhig irgendwo rum. Das Poblem was hier reinspielt ist die verschiedene thermische Ausdehnung der beteiligten Materialien (Kupfer, VA, ...). So einen Stack kann man aber ganz gut rechnen.
Und nebenbei wird eine solche Verbindung mehr als 10°C über Umgebung warm würde ich die Konstruktion anzweifeln.
Fürs Verständnis, du beziehst dich wirklich auf die Kontaktfläche? An den gängigen DIY Boxen die Anschlussterminals besitzen zwischen Unterlegscheibe und Schraubenkopf die klassischen Federscheiben.diese beugen für mich einer Lockerung der Schrauben entgegen, hinsichtlich einer Reduktion der Auflagefläche hab ich an der Position noch nicht negatives gehört. Ist dem so?
Ich habe spaßeshalber mal eine meiner Testbatterien traktiert und den Innenwiderstand der Zelle mit diversen Ringlein dran gemessen, jeweils vom Minus der Batterie zur Öse am Pluspol. Selbstverständlich dreimal hintereinander und mit Drehmomentschlüssel und so.
Batteriepol - Öse - Mutter : 2.54 bis 2.9 mΩ
Batteriepol - Öse - flache Scheibe - Mutter : 2.55 bis 2.7 mΩ
Batteriepol - Öse - Federring - Mutter : 2.58 mΩ
Batteriepol - flache Scheibe - Öse - irgendwas - Mutter : 2.9 mΩ
Batteriepol - Federring - Öse - flache Scheibe - Mutter : 3.1 mΩ
Batteriepol - Federring - Öse - Federring - Mutter : 3.3 mΩ
Die Variabilität ohne Federring kommt wahrscheinlich daher, dass die Testbatterie nur relativ wenig Drehmoment verträgt. Somit hängt der resultierende Andruck mehr davon ab, wieviel Schwung ich beim Anziehen gerade drauf hatte, als der Messgenauigkeit gut tut.
Ich fürchte, das sagt so gut wie gar nichts aus.
Es geht ja darum, dass sich das Material mit der Zeit 'setzt', also die Schrauben nach 1 Jahr (2, 3, 4 Jahren...) u.U. nicht mehr so fest sitzen wie am Anfang. Dann macht so eine Tellerfeder etc. Sinn. Wenn Du die Mutter gerade frisch angezogen hast, ist das nur Kaffeesatzleserei. Das hängt natürlich auch vom genauen Materialmix, Umgebungssituation (aggressive Umwelt, Vibrationen etc.) ab.
Ich wollte mit diesem Test wissen, wie sich Federringe und ähnliche Teile elektrisch auswirken — unter der Voraussetzung, dass sie korrekt festgezogen sind.
Dass eine Tellerfeder o.Ä. helfen kann, sicherzustellen, dass das korrekt-festgezogen-sein länger so bleibt als ohne, ist zwar auf den ersten Blick logisch, aber die Radmuttern eines Autos werden auch ohne Federringe verbaut, nur einmal nachgezogen (wobei sich bei mir in den letzten zehn Jahren noch nie was bewegt hat beim Nachziehen …), und lösen sich dann trotz Vibration, höherer Temperaturunterschiede als bei einer Batterie, und was weiß ich noch allem, auch nicht von alleine.
Ich finde daher, dass Federringe o.Ä. höchstens bei Akkus mit eher niedrigem maximalen Drehmoment (so wie bei meiner Testzelle) sinnvoll sind. In meinen 280Ah-Batterien habe ich keine verbaut.
NB: Eben habe ich getestet, was passiert, wenn ich nach zwei Jahren mit dem Drehmomentschlüssel drangehe, aber da hat sich null komma garnix bewegt.
Der Innenwiderstand der Zelle darf in diesem Fall als konstant vorausgesetzt werden. Wo liegt also das Problem? mir geht es ja nur um die Unterschiede zwischen hü und hott.
Außerdem: An die Polkante komme ich nicht ran, wenn was draufgeschraubt ist. Und selbst wenn: mein Batterieanalysedingens liefert super reproduzierbare Werte, aber halt nur über eine Batteriezelle. Milliohm-Widerstände ohne Batterie messen kann das Ding nicht.
der Innenwiderstand der Zelle ist um den Faktor 30 grösser als der Übergangswiderstand des Kontaktes, den du entweder mit oder ohne Scheibe messen willst.
Das wäre Pech. auch nicht seitlich ?
Das kannst du auch mit einem normalen DMM instellung 200 mV messen. Belaste den Akku mit mindestens 10 A, dann bekommst du an 0,1 mOhm 1 mV spannungabfall. Notfalls höherer Strom, dann wirds genauer und empfindlicher.
Allerdings musst du immer noch seitlich unter dein Hindernis an die Polkante.
Das ist (gegeben ein Messgerät mit > drei Stellen Genauigkeit und ein konstanter Innenwiderstand der Zelle) ein Problem, weil …?
Danke, das Prinzip ist mir bekannt. Das Problem: Damit wäre ich bestenfalls in der Lage, den gemessenen Unterschied von 2.55 vs. 2.58 mΩ zu erraten. Für brauchbare Ergebnisse im 0.1mV-Bereich bräuchte ich ein neues Multimeter. (Und einen Testakku mit größerer Basisplatte.)
Wenn du die Ergebnisse anzweifelst (die eh keinerlei Anspruch auf quantitative Aussagen haben, ich wollte damit lediglich herausfinden in welchen Größenordnungen unterschiedliche Montagemethoden zueinander stehen): mach's doch selber …
...Du hier im sub mikrovolt bereich und im wenige mikroohmbereich misst, wo alleine die messpitzen die genauigkeit der dreistelligen Auflösung vermiesen. Was für ein Messgerät hast du denn, ein B Normal?
Bei der annahme, der Zelle n widerstan wäre in xem interessierenden bereich konstant, habe ich ein ungutes Gefühl.