Die Norm DIN EN 60335-2-40 schreibt vor, dass kein Kältemittel in den sekundären Heizkreislauf und damit ins Gebäude gelangen darf. Bisherige Lösungen wie doppelwandige Wärmetauscher seien zwar sicher, aber laut Sensor-Hersteller teuer und ineffizient
Wie bereits vermutet, ist das mit der neuen IEC 60335-2-40 nun alles genauer geregelt worden. Und anscheinend gab es auch vorher bereits entsprechend geeignete Wärmetauscher (wie ich ebenfalls bereits vermutet hatte), nur haben die aus Kostengründen wohl nicht alle Hersteller verbaut.
Ich plane ja auch eine LWWP, und dachte auch an einen R290 Monoblock. Jetzt warte ich aber lieber noch 6-12 Monate, bis die Geräte nach der neuen Norm verfügbar sind.
Das Ablassen von Wasser setzt bei mir voraus, dass ich zu Hause bin.
Wir hatten vor ca. 6M einen 6h Stromausfall, weil die Anschlußleitung außen defekt war. Frost war da kein Thema.
Ja, ich mache mir Gedanken über lang andauernde Stromausfälle - Klassifikation: Wichtig aber nicht dringlich.
Als Lösung sehe ich mittelfristig das “ Aufbohren" meines BKW Speichers. Handyladen, Router, Gefrierschrank benötigen auch Strom.
Flächendeckend wäre ein Stromnetz, das Lokal in Haushalten netzdienliche Speicher vorsieht, das was man benötigt. Die Technik wird flächendeckend sicher zuerst in der Ukraine umgesetzt.
In DE sollte man beginnen, Resilienz und Klimaschutz zusammen zu denken. Und eine Unabhängigkeit von Öl und Gas ( USA/ RUS) wäre auch nett.
Wer ein gut gedämmtes Haus mit PV-Anlage mit inselfähigem Hybridwechselrichter hat und mit Wärmepumpe heizt, den juckt es weder, wenn mal wieder irgendwo eine Gaspipeline gesprengt wird, noch, wenn mal vorübergehend Stromausfall ist.
Wenn man die Zeichen der Zeit zu interpretieren versteht, ist klar, dass das der "Way to go" sein muss. Wenn diese Botschaft doch endlich mal in Berlin ankäme...
aber nun versetze dich in die Lage eines Hausbesitzers, der mit häufiger auftretenden Stromausfällen rechnet. Der kann sicher nicht dafür sorgen, dass ein Hausmeisterdienst ad hoc auftaucht. Der wird dann eher an USV oder Notstrom denken. Bei IT ist das ein Nobrainer und bei Haustechnik sicher machbar.
Am Ende ist das - immer und überall - immer eine Kostenfrage.
Egal ob auf einen / die Hersteller bezogen - oder die Käufer.
Natürlich könnte man derartige Anlagen schon seit Jahrzehnten redundant auslegen (ausfallsicher ist ja immer “schwierig”, dann 100% Sicherheit gibt es bei Redundanz auch nicht…)
Aber die Realität ist eben eine andere. Die Realität sieht so aus, dass nicht mal bei KERNKRAFTANLAGEN !?! so sicher gearbeitet wurde / wird wie es schon alleine der Hausverstand eigentlich als nötig erachten wurde - sieht Fukushima: Notstromversorgung eines Kernkraftwerks am Meer so gestaltet, dass sie direkt überschwemmt wurde…
Da braucht man sich über derartige Maßnahmen im Privatsektor - pauschal - keine Gedanken machen…
Aber klar: Im Zuge der Energiewende entstehen hier Möglichkeiten, die es - so - vorher nicht gegeben hat. Und einen Batteriespeicher kann man schneller mal integrieren - als ein Diesel Notstromaggregat etc.
Aber “in der breiten Masse” wird das dennoch so schnell nicht ankommen (siehe - wie schon angesprochen wurde - Wohnblock´s etc.)
Deshalb wären meiner Meinung nach - gerade bei derartigen Themen wie hier Frostschutz WP - schon entsprechende gesetzliche Regelungen sinnvoll. Wenn so eine WP eine entsprechende Vorrichtung für Frostschutz haben muss um in der EU verkauft werden zu dürfen, dann müssen sich auch nicht Kunde und Installationsbetrieb später “den schwarzen Peter zuschieben” wenn es zu einem Schaden kommt - dann ist das einfach eingebaut und gut. Dann hat auch kein Hersteller einen finanziellen Nachteil und keiner einen Vorteil - wenn es alle einbauen müssen. Kann doch in der Produktion keine große Sache sein. Dann hätte man aber auch gleichzeitig ggfs. als Kunde eine gewisse Sicherheit - wenn das in der Praxis nicht funktionieren sollte - wenn es ab Werk im Gerät verbaut ist. Man sollte ja auch an sowas denken.
Der hat genügend Zeit den Kreislauf zu entleeren oder ein Notstromaggregat anzuschließen.
Beides aber vorher vorbereitet werden. Wenn man im Ernstfall erst online nach der Bedienungsanleitung suchen muss oder erstmal den Elektriker anrufen muss um eine Einspeisung zu realisieren, dann wird das nichts.
PV mit nostromfähigem Hybridwechselrichter ist zwar schon mal besser als nichts aber nicht zuverlässig (Speicher ist irgendwann leer, PV liefert im Winter auch mal gar nichts)
Intressanter wäre an der Stelle vll. eine Automatisierung der Entleerung.
Batteriegestützte Lösung die nach X Stunden oder bei erreichen von Temperatur X die Arbeitstromauslöser der Wärmepumpe bzw. deren Absicherung auslöst und danach per Magnetventil entleert. Dürfte billiger sein, als Systemtrennung (Frostschutz) oder Splitanlage.
Die gesetzliche Regelung zur “Gefahr” die von R290-WP ausgeht gibt es bereits über das Produkthaftungsgesetz. Der Hersteller macht eine FMEA und bewertet die Gefahr des Lecks von Propan in den Heizkreis, berechnet eine RPZ und sieht ggf Maßnahmen vor (Überdruckventil für Heizkreis außen), Hinweise in der Betriebs- und Serviceanleitung. Bezüglich der Sicherheit mache ich mir da keine Sorgen.
Aber ….Wenn wir Zivilschutz ernster nehmen, dann muss sich der Staat Gedanken über die Infrastruktur machen und es gibt ja heute auch schon Empfehlungen zur Vorhaltung von Lebensmitteln Wasser uvm.
Wenn wir mit hybriden Sabotageakten rechnen und die wirkungen abmildern, was Täter abschreckt, dann wäre es hilfreich, wenn die Bevölkerung durch Eigenvorsorge “kleinere”, lokale Havarien ohne übermäßigen Schaden aushalten kann ohne nach dem Staat zu rufen..
Und nun betrachte die TAB von Netzbetreibern - die verlangen heute implizit über Normen den EInbau von Überspannungsschutzsystemen, machen ein Fass zu regelbaren Verbrauchseinheiten auf - wie häufig tritt hier eigentlich der Schadensfall bzw das Ereignis auf?
Meine Erwartung ist, dass über kurz oder lang auch Vorschläge gemacht werden (müssen), dass in Normalen Hausinstallationen USV Kreise vorgesehen werden müssen, die dann eines schönen Tages durch netzdienliche Speicher versorgt werden könnten (Handy-Laden, Router, Hausautomation, Notbeleuchtung uvm.. Sinnvoll wäre das allemal, gerade wenn man bedenkt, dass die “überlebenswichtige” Stromabnehmer in Summe vielleicht max. 100-200W Anschlusswert haben. Das Herumfrickeln an einer WP ist doch zu kurz gesprungen.
So oder so - sich hierzu Gedanken zu machen ist - wenn man Zivilschutz ernst nimmt - ganz sicher nicht abwegig.
Es muss ja nicht gleich um Zwang gehen. Das “Vordenken” einer best practice wäre ja schon einmal etwas.
Es geht ja nicht (nur) darum, ggfs. so einen (unwahrscheinlichen) Gaseintritt ins Haus zu verhindern - es geht denke ich eher darum überhaupt den Frostsschaden zu verhindern. Der dürfte am Ende sogar wahrscheinlicher sein…
Man muss denke ich beide Sachen separat betrachten: Es kann auch ohne Stromausfall zu einem Frostschaden kommen (Elektronik der Anlage fällt aus - oder es löst auch nur unbemerkt der FI aus etc.) aber es kann auch ohne Frostschaden zu Gaseintritt ins Haus kommen (interne Undichtigkeit Wärmetauscher)
Idealerweise solle das Gerät einfach ab Werk einen Schutz vor diesen Problemen haben so weit sinnvoll möglich.
Nein, dem Auftraggeber müssen nur die Risiken und die Maßnahmen zur Abmilderung jener bewußt gemacht werden.
Zudem ließe sich das auch privatwirtschaftlich, z.B. über Versicherungsbedingungen lösen. Denn das ist der Zweck von Versicherungen: freiwillig gegen einen Betrag X ein Risiko bzw. dessen Auswirkungen zu minimieren.
Katastrophale Explosion infolge R290-Eintritt ins Gebäude, Anreicherung über Explosionsgrenze und Zündquelle
Totalschaden der Wärmepumpe durch Frostsprengung
Ersteres ist zum Glück auch bei den bestehenden Installationen, wo es ggf. keine Schutzmaßnahmen gibt (Überdruckventil außen, oder Überdruckventil innen mit Ablaufleitung ins Freie, oder Frostschutzventil, oder einfach der Kellerraum groß genug, um sicher unter der Explosionsgrenze zu bleiben) recht unwahrscheinlich.
In Berlin ist die kritische Phase jetzt vorbei, der Strom fließt wieder, und bislang liest man nichts, dass es wirklich irgendwo zu einer Explosion gekommen wäre.
Dagegen ist die Zerstörung einer Monoblock-WP durch Frostsprengung des Platten-WT vor allem ein wirtschaftliches Problem, aber dieses dürfte in Berlin verbreitet zugeschlagen haben. Da dürften jetzt ziemlich viele Monoblock-WPs im Eimer sein. Bin mal gespannt, was dazu bald an Berichten eintrudelt. Eine hohe Auslastung Berliner Heizungsbaubetriebe ist auf jeden Fall zu erwarten.
na das würde mich schon jucken wenn im winter der strom ausfällt
bei wp als alleinige heizung bringt dir pv und ein 30kwh minispeicher nix wenn man ein paar tage überbrücken will
das geht bei mir mit 110kwh gerade so da ist nach 7 tagen schluss aber auch nur beim gut gedämmten haus.
Es gibt natürlich eine gewisse Wetterabhängigkeit. Gestern wäre es kein Problem gewesen, da kamen >30 kWh vom Dach. Heute ist's wolkig, das macht es schwieriger, aber um 1 kW kommt tagsüber momentan schon, für 'ne Split-Klima reichts.
Alles ist eine Risikoabwägung. Nur so: Als vor 2 Jahren das Hochwasser unser Haus erreichte musste der gesamte Keller ausgeräumt werden. Da sammelt sich was zusammen. Auch was einem wichtig erscheint. Aber sagen wir so: Wäre unser Haus zu dem Zeitpunkt gedämmt gewesen, hätten wir einen Totalschaden gehabt. Dann hätten wir das Haus verlassen müssen, Schulden an der Backe und könnten uns jetzt ne Mietwohnung nehmen. Weil Wir so einige wenige Stellen mit Bautrocknern trocknen konnten. Hier in der Ortschaft und nebenan in den Ortschaften waren die Häuser wunderbar gedämmt. Und auch die Fenster im Keller, wärmedämmtechnisch neuester Stand.
Problem: Im Gegensatz zu uns, bei denen es Wasserfallartig durch die Kellerfenster reinkam kam das bei denen von unten vom Grundwasser. Folge: Es hat den Leuten die Schüttungen unter ihren Häusern weggespült und danach sind die Bodenplatten gerissen und ebenfalls Wasser ins Haus. Da war nur 50cm statt wie bei uns 250cm Wasser im Keller. Problem: Die konnten ihre Häuser verlassen, Einsturzgefahr weil unterm Haus keine Substanz mehr ist. Wie es aussieht: Wirtschaftlicher Totalschaden.
Trotz Bauordnungen, trotz Vorschriften, trotz Wärmedämmung und tollen neuen Fenstern. Was nun? Soll ich nun mein Haus extra nicht dämmen? Oder doch dämmen? Aber womit? Dämmwolle saugt sich voll. Styropor und irgendwo ein Mini-Loch, schon bleibt Feuchtigkeit dort drin und Schimmel kann entstehen. Irgend einen Tod muss man sterben….
PS: Und bevor das kommt: Hier war das letzte Mal vor 60 Jahren Hochwasser. Wir sind hier also nicht in einem gefährdeten Gebiet. Es gibt ein Rückhaltebecken. Ein weiteres wurde, um die Kröten zu schützen, nicht gebaut. Es gibt keinen Fluss in der Nähe. Es hat in unserem Kaff nur 5 Leute erwischt, und in der nächstgrößeren Ortschaft ungefähr 20.
Naja, je nach Außentemperatur erhältst du dann z.B. 3 oder 4kW thermische Leistung. Leistung sagt hier aber noch nichts über die Arbeit aus (was nützt es einem wenn man seine 100m² 1h mit 4kW heizen kann?) und, sofern die 4kW ausreichen um z.B. die 100m² zu beheizen entspräche das 40W/m² Heizlast. Bei 40W/m² Heizlast bräuchtest du 96kWh in 24h.
Zugegeben, das obie Beispiel verheizt die 1kW sofort gleich wieder. Aber selbst wenn man eine Heizlast von 20W/m² hat ergäbe das in 24h immer noch 48kWh.
Der Energiebedarf zum Heizen sollte nicht unterschätzt werden.
Okay da bin ich bei dir, es ging hier primär um den Notfall/Sonderfall - das hatte ich in meinem Post nicht mit berücksichtigt.
Was den Notfall angeht reicht dann (wenn Akku und PV vorhanden) auch ein 150W WR der die Umwälzpumpe weiter laufen lässt und ggfs. eine kleinst Heizquelle die das Wasser auf Plusgraden hält.