Artikel: Explosionsgefahr bei Wärmepumpen – so groß ist das Risiko bei Blackout

Ja, Panikmache ist nat. immer daneben und unangebracht.

:+1:

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War keine Kritik, in dem Forum können wir ja so detailliert sprechen :slight_smile: Dafür ist es ja da. Ich spiele nur das Video im Kopf durch, wollte aber den Diskurs nicht unterbrechen.

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Nein, so habe ich es auch nicht verstanden. Aber es zeigt eben, dass in der Praxis Sachen passieren können - die man (ich zumindest) sogar in der Theorie für unmöglich gehalten hätte :wink:

Aber wie du sagst: Das ist halt jetzt ein “Anlassfall” wie zu Anfang BEV Brände, da stürzen sich dann viele direkt drauf. Ob es aber überhaupt ein erhöhtes Risiko gibt, spielt dann für viele erstmal keine Rolle.

Also ein erhöhtes Risiko dürfte hier wohl keinesfalls gegeben sein;)

So ist es;)

Ist zum Glück ja auch extrem selten, aber ggf gibts auch Zahlen, wieviele Gasthermen pro Mio Installationen im Jahr explodieren/zu einem Brand führen, um es in Relation zu setzen.

Also ich habe - trotz Gasheizung - auch keine Angst.

Aber wenn ich entscheiden müsste, wo ich ein höheres Risiko sehe - Monobloc WP oder Gasheizung - würde ich ohne zu zögern sagen: Gasheizung :wink:

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Meine Panasonic R32 Split Klimas schalten bei minusgraden auch eine Heizung an, man hört es deutlich, dass ein Relais im inneren klickt, obwohl die Klima aus ist. Und das passiert nur bei Minusgraden…

Dann baust dir eine Systemtrennung (weiterer (Platten-)wärmetauscher) ein und füllst den Außenkreislauf mit Frostzschutz. Ist nichts neues und bei jeder Solarthermieanlage Standard.

Beim Monoblock spart man sich das ganze idR wegen Kosten und Effizienz, wäre aber genauso möglich. Und das ist auch kein Problem, denn ein Haus lässt man keine 2 Wochen allein. Da ist dann jemand anwesend der entweder den Moppel anwerfen kann oder den Kreislauf leert. Ohne Wasser im Kreislauf kann auch nichts mehr gefrieren.

Gibt auch andere Probleme bei 2 Wochen Urlaub. Vor einigen Monaten von einem Feuerwehreinsatz gelesen, bei dem wohl das Filterglas eines Wasserfilters geplatzt ist während der Besitzer verreist war. Wasser stand so hoch, dass selbst der Zählerschrank gekocht hat. Also defintiv besser wenn da täglich jemand nachschaut.

Gibt sowohl automatische Entlüftungsventile als auch nicht diffusionsdichte Leitungen (daher wird bei älteren Fußbodenheizungen manchmal auch ein Systemtrenner verbaut).

Möglich ist das ganze durchaus.
Aber lässt sich auch relativ leicht verhindern (Wasser ablassen oder Wärmepumpe/Umwälzpumpe mit Aggregat oä weiterbetreiben oder direkt den Außenkreislauf mit Frostschutz versehen)

Im Falle von “nur Stromausfall”. Seltsamerweise ist jedoch in dem Fall der Verpuffung lt. Untersuchungsergebnis die WP während des Schadens gelaufen…:thinking:

Die Praxis sieht aber anders aus. Und selbst wenn der Nachbar o.a. da alle paar Tage nachschaut: kann er mit der Technik umgehen, weiß er, wo die Sicherungen sind, wo das Wasser abzulassen ist. Zudem, bei einem längeren Stromausfall hat er sicherlich mit seinem eigenen Kram zu tun.

Denn meist gibt es im privaten keine Notfallpläne - da werden erst im Fall der Fälle versucht, das System zu verstehen.

Was mir zudem aufgefallen ist: Frauen, selbst die Ehefrau oder eigene Tochter werden selten eingebunden, auch weil die oft wenig Interesse daran haben. Das soll einfach funktionieren. Ich kenne mich in einigen Häusern besser aus als deren eigene Familie, die darin leben.

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Wer sich nicht darum kümmert, braucht sich nicht über Schäden zu beklagen.
Gilt ganz allgemein. Den auch eine nicht funktionierende Ölheizung kann zu massiven Frostschäden führen, da sollte man sich als Eigentümer Gedanken machen, wie man die Bude ohne Strom zumindestens frostfrei hält.

Pünklich zu solchen Anlässen wie in Berlin kommt in den Foren immer wieder die Frage noch Notstromeinspeisung. Aber wenn man dann hört, das ein einfacher Notstromumschalter samt Wandgerätestecker schon etwas kostet, ist es bei den meisten schon vorbei.

Ich kanns nicht verstehen, wieso man da nicht wenigstens irgendwas vorbereitet, insbesondere wenn man sich schon aktiv in Foren informiert und sich den möglichen Folgen bewusst ist.

@redhot Frostschäden können auch nur Vorschädigungen sein, die erst mit der Zeit versagen.

Um auf die anderen Heizsysteme zu sprechen zu kommen: Die haben alle ein Sicherheitsventil eingebaut, welches den Kessel im Fehlerfalle vor der Explosion schützen sollen. Wenn nun also der Wasserdruck zu hoch/ die Temperatur zu hoch ist, wird Kaltwasser reingedrückt um die Temperatur zu senken und das Sicherheitsventil löst aus damit der Druck nicht zu hoch wird.

Wenn nun der Strom ausfällt, also ein Kessel mit egal welchem Medium, zu heiß wird, weil die elektrische Pumpe nun stromlos ist, aber gerade volle Möhre eingeheizt wird, muss das Sicherheitsventil auslösen.

Ich weiss nicht wer und wie oft man das macht, aber es gibt mit absoluter Sicherheit Heizungsanlagen, wo solche Sicherheitsventile NICHT immer wieder mal ausgelöst und getestet werden. Wenn da aber mal der Strom ausfällt und das Sicherheitsventil NICHT auslöst, WOMM. Es kann dann auch passieren wegen hohen Temperaturen, dass wenn es im Kessel den Wärmetauscher zerreißt, und dieser Wasser freisetzt, dass dort Wasser gespalten wird in Wasserstoff und Sauerstoff und dann erst recht: WOMM.

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist weiss ich jedoch nicht.

Also ja, Risiko gibt es mit jeder Heizungsanlage.

Ja, absolut. Eine “einzelne” Gesamtanlage ist am Ende natürlich immer nur so “stark” wie ihr schwächstes Glied;) Da ist es letztlich dann egal weshalb die Anlage ausgefallen ist, so lange sie eben ausgefallen ist…

Das ist bei den LLWP für mich persönlich schon ein großer Pluspunkt, die zieht eben jede “ihr Ding durch” so lange sie Strom hat, wenn dann wirklich mal eine einzelne ausfällt, laufen die restlichen davon unbekümmert weiter (zumindest die Monosplit).

Also einfache Möglichkeit bei Stromausfall zu heizen empfinde ich Pelletsöfen (wenn es vollautomatisch sein soll) - die brauchen nur wenig Strom, den man auch mit einer Powerstation etc. auch mall längere Zeit betreiben kann. Oder eben direkt einer der gar keinen Strom braucht;) Setzt aber nat. einen Kaminanschluss etc. voraus…

Wenn man was Handfestes hat, wieviel Gasheizung eine Explosion auslösen und wieviele Monoblockanlagen (im Verhältnis zu ihrer Anzahl),
sehe das ganze wahrscheinlich ganz anders aus.

Und den Titel (von der Zeitung) als Persiflage:

Explosiongefahr bei Gasheizungen ohne Wärmepumpe!
So hoch ist die Gefahr auch ohne Blackout und Strom durch Windräder!!!

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In dem Schadensbericht mit der Explosion stand im Fazit, dass diese Ablassventile ebenfalls einfrieren können. Das wäre natürlich sehr bescheiden...

Stattdessen könnte das Überdruckventil bereits in den Außenbereich verlegt werden, wobei hier zu befürchten stünde, dass dieses ebenfalls bei tiefen Temperaturen einfrieren und den Dienst versagen könnte.

Wobei es sich fast so anhört, als ob da nicht ein spezielles Frostschutzventil, sondern ein normales Überdruckventil gemeint war?

Warum das Propan im Heizungsrohr eigentlich explodiert ist, habe ich auch nicht ganz verstanden. Darauf wurde in dem Text nur sehr kurz eingegangen.

Ausführlich war dafür die Untersuchung des Plattenwärmetauschers, bei dem ich mich auch frage ob es nicht für R290 eine angepasste Version bräuchte, die dem A3 Kältemittel sicherheitstechnisch gerecht wird.

Dann ist meiner Meinung nach das Ventil nicht richtig ausgelegt oder installiert.

Es sollte ja vor dem einfrieren ablassen.

Wenn man das redundant auslegt...

Es war ja von Überdruckventil + Entlüfterventil die Rede, also sowas wie hier?

Caleffi Kessel-Sicherheitsgruppe & Schnellentlüfter, Sicherheitsventil .._gsMQ.._gaMjA3MzMzMzgyMi4xNzY3NzgyMjEy*_ga_1V57GSFM1Q*czE3Njc3ODIyMTAkbzEkZzAkdDE3Njc3ODIyMTAkajYwJGwwJGgw&gclid=Cj0KCQiApfjKBhC0ARIsAMiR_Isi0kcGtZvKNRY8m-NsELGRm7lSjIvJoaIalwLP9NpwGE1R_J2yxNMaAjktEALw_wcB&gbraid=0AAAAAD_DpVBOeltXtoH0T4iTjW4-ZkeZq

Vermutlich könnte ja bei Gas im Heizkreis beides “auslösen” und das Gas dann in den Haustechnikraum “ablassen”. Denn einerseits wird der Druck ggfs. dadurch zu hoch - andererseits handelt es sich ja um ein Gas.

Das ist nicht im Heizungsrohr explodiert - das wäre ja auch völlig unmöglich. Gas alleine kann ja nicht brennen / explodieren - dazu muss es im (engen Rahmen) ein korrektes Luft / Gas Gemisch geben. Dazu würde lt. Bericht sowohl die Hälfte - als auch der ganze R290 Inhalt von der WP “funktionieren”. So lange das R290 im Rohr ist zusammen mit dem Wasser, ist es ja völlig ungefährlich.

Ich habe gerade wieder eine Doku gesehen wo ein (ich denke) Airbus abgestürzt ist, wei beide! Anstellwinkelsensoren festgefroren waren… Also selbst in so einem Bereich kann sowas (eigentlich undenkbares) passieren…

So klingt es fast aus meiner Sicht, aber das im Aussenbereich zu verbauen wäre doch Unsinn?

Korrekt wäre wohl ein richtiges Frostschutzventil, ob das auch bei Frost versagen kann weiß ich nicht..

Wie wird so ein Frostschutzventil eigentlich eingebaut? Das muss ja ungedämmt sein? Und soll ja auch bei -20°C draussen nicht auslösen, so lange die WP läuft.

Nein, du bringst da was durcheinander. Diese Ventile waren - natürlich - innen. Deshalb konnte ja auch dort dann das Gas austreten, das sich zu dem Zeitpunkt im Heizkreis befunden hat.

Das ist eine “andere Baustelle”. Das Entlüfterventil soll ja - wie der Name sage - dafür sorgen, dass Luft abgeschieden wird. Das Überdruckventil bei Überdruck auslösen.

Es misst ja die Temperatur im Rohr - nicht der Aussenluft. Dass hier Wärmeenergie verloren geht ist einer der “Kritikpunkte” daran;) Aber auch das kann nat. versagen - vereisen etc. Wird aber auch sehr unwahrscheinlich sein. Es ist einfach nur dazu da, bei drohendem Frostschaden das Wasser abzulassen damit die Volumenszunahme keine Schäden verursachen kann.

Ah ok, jetzt verstehe ich was gemeint war.

Seltsam allerdings, dass ein Frostschutzventil dann überhaupt nicht vorkommt, im Abschnitt "wie hätte der Schaden verhindert werden können".

Bei dem Überdruckventil müsste man ja nicht das Ventil aussen verbauen, sondern nur den Ablauf nach aussen führen?

Nein das ist nicht ungedämmt. Aber es geht hier ja um den länger andauernden Stromausfall (ich halte Blackout für völlig überzogen im Fall von Berlin). Es öffnet ja wenn die Medientemperatur einen gewissen Schwellwert unterschreitet. Und beinahe ganz gleich wie dick die Isolierung ist, über die Zeit wird der Dauerfrost durch die Isolierung wandern und das Medium, in diesem Fall Wasser, abkühlen - wenn die Anlage mangels Strom still steht.

Es ist scheinbar ein weit verbreiteter Irrglaube das man eine Schale Wasser runderherum in 500mm Mineralwolle WLG032 einpacken und bei Dauerfrost hinstellen kann ohne das sie einfriert :slightly_smiling_face:

Bei -20°C Außentemperatur und ohne Stromausfall ist die WP doch aktiv am Laufen und erzeugt die gewünschte Vorlauftemperatur. Da wird das Medium ja nicht auf 3°C oder weniger abkühlen können.