Glykol ist ja nur ein “ganz normaler” Alkohol. Der ist in jedem Verhältnis wasserlöslich. Man darf das nicht mit der Glykolzugabe zu Solarthermie vergleichen, denn dort zersetzt sich der Glykolanteil aufgrund der sehr hohen Temperaturen in den Modulen zu häßlicher und unappetitlicher Pampe.
Das geschieht im Heizkreislauf mit den 50-60° Wassertemperatur nicht. Zudem ist m,ir nicht ganz klar, wie denn größere Mengen Wasser des Heizkreislaufes auf den Beton oder sonstwohin kommen könnten?
Bricht ein Heizungsrohr in z.B. der Wand hat man jedoch ganz andere Sorgen als einen Alkoholfleck
Zur “Vorbeugung” solcher eventueller Verunreinigungen per Oberfläche ist bei mir der komplette Keller mit Betonschutzfarbe gestrichen. Die Wände auch
Flecken hängen vom Produkt ab - einige haben Farbstoffe zur Unterscheidung beigemischt. Bei Arbeiten an meiner STH ist schon öfter was auf den rohen Kellerfußboden gekommen - das ist von Wasserflecken nicht zu unterscheiden.
Glykol hat mindestens vier Nachteile im Vergleich zu Wasser:
spezielle Dichtungen erforderlich (nicht alle sind glykolbeständig), das mag auch für andere Komponenten gelten
höhere Viskosität
geringere Wärmekapazität
Nachfüllen ist schwieriger (extra Pumpe statt Wasserhahn)
D.h. man benötigt mehr Durchfluss und dann auch noch mehr Pumpenleistung dafür.
30% reichen nur für -14°C, 40-50% sollten es also mit einer gewissen Sicherheit schon sein. Das ist auch nicht mehr billig.
Um vor Frost sicher zu sein, halte ich es trotzdem für die einzige Möglichkeit. Den Effizienzverlust (z.B. Monoblock + PWT innen zum Heizkreis) betrachte ich als Versicherungsprämie bzw. Aufschlag für Ausfallsicherheit. Bei einem Totalschaden im Winter habe ich nicht nur finanziellen Verlust des Geräts sondern ev. auch (nach dem Stromausfall) ein Heizproblem. Mit einem Frostschutzventil habe ich zwar vielleicht keinen Schaden (wenn alles sauber funktioniert), muss den Kreis danach aber wieder füllen. Das kann im Zweifel nicht jeder Laie im Haushalt.
Ich würde aus Sicherheitsgründen einen Monoblock NIE ohne Frostschutz betreiben wollen. Man sollte mal checken, ob man da nicht stinknormalen Kühlerfrostschutz verwenden kann, denn der greift keine Gummidichtungen an, sondern der enthält sogar gummipflegende Zusätze.
Die Dichtungen in Heizungsanlagen sind meist aber nicht unbedingt aus Gummi. Die Beständigkeit gegen Ethylenglykol ist nach meiner Recherche nicht unbedingt gleich wie Propylenglykol.
K.A. ob Kühlerfrostschutz in den benötigten Mengen billiger ist als DIN-konformes Frostschutzmittel mit 3-6EUR/Liter (vor Corona die Hälfte). Bei letzterem findet man idR in den Herstellerangaben, ob und in welcher Konzentration es für die Anlagenkomponente (WP, Pumpen, Hähne,…) zugelassen ist. Bleibt aber jedem selbst überlassen, welches Risiko er eingehen möchte.
Ein anderes Argument ist Kompatibilität - bei 1,2-Propandiol bin ich mir relativ sicher, dass ich das später auch von anderen Herstellern nachkaufen und zumischen kann.
Etwas mehr am Thema: Wenn man Angst vor einem zündfähigen Gemisch hat, sehe ich noch eine andere Möglichkeit: batteriebetriebener Gaswarner und als nächste Stufe Zwangsbelüftung ([batteriegestützter] Lüfter oder die Tür zum HWR bleibt in Abwesenheit eben mal dauerhaft offen).
Haben bei einer Gasheizung die wenigsten, obwohl aus der Gasleitung im Gegensatz dauerhaft brennbares Gas kommen kann.
Oh je, "Gasheizung" ist in dem Zusammenhang gerade ein sehr aktuelles Stichwort. In Berlin, wo es den Stromausfall gab, ist mir bislang kein Bericht zu Ohren gekommen, dass es da irgendeine Explosion gegeben hätte, insbesondere durch eine R290-Wärmepumpe.
Dafür hat es in Baden-Württemberg, genauer gesagt in Albstadt, gerade ganz böse geknallt, Wohnhauseinsturz mit 3 Todesopfern:
Das betroffene Haus hatte eine Gasheizung, die mit einiger Wahrscheinlichkeit auch ursächlich für das Unglück war.
Das scheint gar nicht mal so selten vorzukommen. Im August 2024 gab es im bayerischen Memmingen einen vergleichbaren Vorfall, wie wir hier im Forum damals diskutiert haben.
Im direkten Vergleich hat man mit einer R290-Wärmepumpe zwei Vorteile: Die Menge des austretenden Gases ist auf die Füllmenge (typisch 1-2 kg) begrenzt, und Propan ist schwerer als Luft. Bei einem Leck im Keller werden 1-2 kg Propan diesen nicht verlassen, sondern unten bleiben. Erdgas (Methan) ist dagegen leichter als Luft und kann sich bei Austritt im Keller im ganzen Haus breitmachen.
So verkehrt wäre es gar nicht, Gassensoren und ein automatisch schließendes Gasabsperrventil bei Gasheizungen einzubauen.
Sinnvoll wäre vor allem auch eine Geruchsstoffbeisetzung. Das funktioniert bei Propan eigentlich sehr gut, und Mitsubishi zeigt ja gerade dass es auch bei R290 möglich ist. Aber anscheinend nicht bei allen Anlagen.
Bei den neuen R290 Splits ist beides Standard. Allerdings scheint der Gaswarner am Split IG nur bei bestimmten Anschlussvarianten (seitlich raus) zu funktionieren. Kurios. Und wegen der Zwangsbelüftung sollen diese Splits übrigens auch nie stromfrei geschaltet werden.
wenns da was gäbe wäre es schon von bild und co aufgeblasen worden
kann aber auch ein schleichender prozess sein wenn es nur ein wenig gefroren war und nur minimal beschädigt ist
Auf einigen Webseiten und YouTube Kanälen wird von einer Vielzahl von Frostschäden berichtet, angeblich machen die Fachbetriebe eine "Triage" für die dringendsten Fälle.
Wie seriös die Quellen sind, kann ich schwer einschätzen.
Oh je, ist also doch eine Menge passiert. Gerade die Monoblock-Wärmepumpen sind in so einer Situation echt gefährdet. Und viele haben keine Ahnung, was zu tun ist.
Ja eh. Im Sommer hatte ich einen Bau angeschaut, der zum Verkauf stand. Da hatte der Hausmeister zwar das Wasser abgestellt und entleert, aber die gesamte Heizungsanlage war an wenigstens 50 Stellen geplatzt. also ab 50 haben wir aufgehört weiter schauen
Na da würde ich doch mal drüber nachdenken bei den monoblock Anlagen eine vollständige Systemtrennung vorzunehmen. Bei mir ist die Leitung der arotherm plus zum 3 wege ventil und zum Wärmetauscher des Puffer und Trinkwasserspeicher mit Frostschutz bis minus 25 Grad befüllt. Da passiert nichts und die paar Prozent weniger Wirkungsgrad kann ich verkraften.
Bei Anlagen ohne Pufferspeicher mit Wendel würde ich allgemein ansonsten empfehlen gleich innen zumindest einen Plattenwärmetauscher zu setzen und erst ab da mit Wasser zu arbeiten. Alles andere ist ”russisches Roulette”.
Alternativ geht es auch eine gute USV an eine Begleitheizung zur Außeneinheit zu setzen die sich über ein Anlegethermostat einschaltet. Da bietet sich zB als USV ein Marstek venus 3.0 an. Immerhin 5 kwh an. Muss ja erst starten wenn es kritisch wird. Oder man setzt einen allpoligen Umschalter vor die Stromversorgung der gesamten Heizung und schaltet zur Not die Heizung auf ein Notstromaggregat um. Ist ja keine große Sache. Dann kriegt man sogar die Bude mal schnell hochgeheizt.
darf man aber selbst nicht installieren zumindest offizell...
deswegen hab ich ja geschrieben wenn montage vom fachhandwerk dann besser eine split wp
wenn diy und alles regelkonform gemacht wird dann geht ja nur der monoblock. da muss aber dann ein frostschutz zwischenkreis rein.
ich gehe mal davon aus dass in berlin die meisten monoblocks nicht in diy errichtet wurden und wenn da am frostschutz gespart wurde hat man mit sicherheit ansprüche gegen den heizungsbauer.
Ich kenne keine brauchbare r290 split wärmepumpe und ich will den anderen Kram nicht. Und split mit Inneneinheit mit Propan fänd ich auch nicht so toll. Wie gesagt Systemtrennung mit Frostschutz und gut ist. Da geht auch diy.