Antrag bei Regierung - wie? Ziel: Wegfall der Strompreisrabattierung

Hallo Forenmitglieder, alle PV´ler die die Autarkie anstreben - suchen vielleicht wie ich - alle Jahre wieder einen Stromvertrag mit niedrigem oder gar keiner Grundgebühr. Bei dieser Suche wurde mir bewust durch Blick auf die Scherenrechnung - das Kunden mit hohem Stromverbrauch ganz klar rabattiert und bevorteilt werden. Dies verstößt meines Erachtens ganz klar gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung dagegen möchte ich etwas tun. Energie in Form von kwh ist ein messbares Gut - das kann ich wie Kilo Mehl oder Liter Wasser auch so bezahlen - im Prinzip. Ich höre nun schon gleich alle möglichen Erklärer --- Netzausbau blabla -- dessen bin ich mir bewusst. Diese Kosten können ja auch erhoben werden -nur eben umgelegt auf die Kwh Energie. Zum Vergleich : die Kalkulation von Aldi un Co interessiert ja auch niemanden wenn er dort einkauft . Das ist nichts anderes wie eine mathematische Formel - mehr nicht - und im übrigen - für eine KI ein Witz (kleiner Scherz).

Ich will mal hier reinhorchen - wie hier die Ressonanz auf mein Denken ist.

Bin gespannt auf die Reaktionen

Grüße Martin

Nachtrag: oder andersrum formuliert wer wäre bereit z.B. bei einer Tankstelle oder Ladepark oder oder ..Eintritt zu bezahlen ?

Welchen genau meinst du da?

Oliver

Die Bildungsmisere in einem Thread...

@oliverso ? alle Bürger sind gleich zu behandeln . niemand darf bevor oder nachteiligt werden - liege ich wo falsch?

@auric kannst mal erläutern was du uns sagen möchtest?

vs

Ihr sollt eure Meinung dazu schreiben , was ihr davon haltet das es nur noch einen Verbrauchspreis von Strom gibt und keine Grundgebühr mehr.

Moin. Du hast ja ganz richtig beobachtet, dass es zwei Möglichkeiten zu finden gibt, wenn du auf Vergleichportalen nach Stromverträgen suchst: Hohe Grundgebühr, niedriger Kwh Preis oder anders herum mit niedriger Grundgebühr und hohen Kwh Preisen.

Dir bleibt die Wahl dich für einen der Tarife zu entscheiden - für dich mit dem niedrigen Verbrauch könnte eine niedrige Grundgebühr bei höheren Kwh Preisen lohnenswert sein.

Da du die Wahl hast, ist das in meinen Augen nicht diskiminierend. Im Gegenteil: Die Grundgebühr ist Voraussetzung für den Betreiber, die Infrastruktur unabhängig von der Stromnachfrage vorhalten zu können. Und die Wahl zwischen Tarifen mit hoher und niedriger Grundgebühr stellt alle Verbaucher in eine Bessere Position. Sowohl den Groß- als auch Geringverbaucher.

Denn Angenommen du hättest einen Einheitstarif - keine Grundgebühr, lediglich eine Abrechnung nach Verbrauch: Der Preis pro Kwh würde über dem tatsächlichen Preis liegen, da das Vorhalten der Infrastruktur in den Preis pro Kwh eingepreis wird. In dem Fall wäre der Großverbaucher, der ebenfalls lediglich einen Anschluss 24h am Tag an der selben Leitung hat, derjenige der jetzt schlechter da steht.

Die Wahl zwischen zwei Tarifen stellt damit eine Möglichkeit dar, das Produkt - den Strom - anzubieten und gleichzeitig eine Möglichkeit der Finanzierung der Fixkosten sicherzustellen, bei der sowohl Großverbraucher als auch Geringverbaucher gut darstehen können.

GG Art 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Ich nicht erkennen, das dagegen verstoßen wird. Außer vielleicht zunehmend gegen die AFD nach (3).

Das mag zwar sein, dass Industriestrompreise günstiger sind, aber ich denke auch , dass wir alle direkt oder indirekt davon Profitieren, denn es werden dadurch arbeitsplätze geschaffen/erhalten und die produzierende Industrie würde die Preise selbstsagend weitergeben (das hat man ja schon an den Lebensmittelpreisen und der CO2 bepreisung gesehen).

Wenn du einige Tonnen Mehl abnimmst, ist das auch günstiger.

Wobei man unabhängig davon meiner Meinung nach den Industriestrompreis an den Ausbau erneuerbarer Energien (z.B. PV auf den Fabrikdächern) verknüpfen sollte.

@jan106 aha ok -für den Großverbraucher ist es "lediglich" ?! das er aber "mehr" beansprucht "mehr" verschleißt "mehr" Regelaufwand bedarf... mir geht das nicht rein -ich bleibe dabei. Und das GG hat hier natürlich gar nichts verloren...kopfschüttel. Ich z.B. würde keinen Eintritt in einem Supermarkt für dessen Fixkosten bezahlen....

@dv2000

Du zahlst im Supermarkt deswegen keine Grundgebühr, weil du auf der einen Seite der zweistufigen Tarife stehst. Für die Großverbraucher gibt es die Metro. Da zahlt man eine Grundgebühr bei Mitgliedschaft und dafür geringere Stückpreise. Das geht, weil die Infrastruktur durch die Grundgebühr gezahlt wird. Im Supermarkt muss das durch die entsprechend höheren Preise pro Gut geschehen. Deswegen kostet im kleinen Ökoladen um die Ecke ein Sack kartoffeln auch das Doppelte, wie bei Aldi. Die Infrastruktur ist wegen der fehlenden Skaleneffekte exorbitant teuer, muss aber in das Produkt mit eingepreist werden.

Du siehst das vllt nicht ein eine Grundgebühr zu zahlen, andere aber schon. Du bist Geringverbraucher, die nicht. Das ist halt so.

Du hast ja die Wahl. Ich finde bei mir verschiedenste Anbieter. Mit Grundgebühren zwischen 7€ (mindestabnahme 1000kwh) und 18€, mit Arbeitspreisen von 31c und 25c... Und ich kann mir aussuchen, ob welchen ich davon die nächsten 12 Monate verwenden will.

Beziehe ich die 1000 kwh habe ich entweder eine Rechnung von

7€×12+1000kwh×0,31c/kwh = 394€ p.a

oder

18€×12+1000kwh×0,25c/kwh = 466€ p.a

und komme damit günstiger weg, als der knapp überdurschnittlich verbrauchende Ottonormalbürger.

Der wiederum bei 2500 kwh und einer Rechnung von 859€ bzw. 841€ besser den zweiten Tarif wählt.

Ich sehe nicht, wo du deine Diskriminierung siehst.

Im Übrigen zahlt man bei meinem Netzbetreiber eine höhere Grundgebühr auf den Zähler bei einem höheren Durschscnittsverbrauch. Ich meine (Angabe ohne Gewähr) auch noch einenen höheren Preis bei einer höheren Leistung - also ob mein Anschluss mit 32A, 65A oder 100A abgesichert ist.

Passiert ständig, aber was soll man machen, mit dem Schaffner darüber zu diskutieren, warum man die falsche Fahrkarte hat, weil der Seißfahrtkartenautomat vom VBB nicht bartierfrei ist und bei jeden Tarifwechsel die Buttons neu angeordnet werden.
Wenn erwachsene Menschen etwas von Gerechtigkeit erzählen, bei dem der Adressat nicht Kinder sind, wirkt das ganze für mich etwas seltsam.
Entweder sind es idealen oder sie hatten in ihrem Leben viel Glück.

Dann bitte sehr:

Das Anpruchsdenken, daß da irgend jemand für dich eine Infrastruktur vorhält, damit du im Falle eines Falles darauf zugreifen kannst, wenn deine eigene Stromversorgung mal nicht ausreicht, ist halt genau das: kindisches Anspruchsdenken.

Hab die Eier, und klemm dich vom Netz ab. Dann hast du deine Ruhe.

Oliver

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Also von mir bekommt Metro keine "Grundgebühr"
Seit längerem versuchen die jedem der sich nicht die Taschen zugenäht hat eine Metrocard reinzustecken.
Dort Einzukaufen lohnt sich nur noch bei bestimmten Artikeln.

Oliver, ich sehe das sogar erweitert:
Wer fordert, dass er für seine wenigen kWh den Grundpreis für alle mit eingerechnet bekommt, der handelt für mich in seinen Gedanken sogar asozial.
Also soll mein imaginärer Nachbar, mit Nordlage, ohne Chancen eine eigene Versorgung aufzubauen, für den Betrieb seiner Wärmepumpe und seines E-Autos meinen Egoismus zahlen, keine Grundgebühr mehr zahlen zu müssen.
Einer Zuleitung zu einem Gebäude, sprich die Netzinfrastruktur und dem Zähler ist es verdammt egal, ob ich 1kWh, oder 10.000kWh beziehe. Die Kosten bleiben gleich.
Wem das nicht passt, sollte sich abklemmen lassen. Ob sich dann die Überbrückung der dunklen Monate mit einem Aggregat rechnen werden, bezweifle ich. Aber jedem das seine.
Ich zahle meine Grundgebühr für der Sicherheit, dass ich versorgt werde, wenn ich mich nicht versorgen kann. Und das haben wir wohl alle ohne eigene Wind- und Wasserkraft in diesen Monaten.
Meine 2 Cent zu diesem abstrusen Thema,
Wilm

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@dv2000

Es gibt Kosten, die fallen echt pro Anschluss an. Das sind insbesondere die Kosten für den Messstellen Betrieb und Reparaturen an Deinem Hausanschluss. Bei jährlicher Ablesung und Ersatz des Zählers alle 30 Jahre und des Hausanschlusses alle 50 Jahre, könnte man den Zähler und die Hausanschluss Erneuerung auch einmalig bezahlen und die 5? Euro im Jahr für die Erstellung einer Rechnung ist dann kein großer Kostenposten mehr.

Dann gibt es noch Kosten, die sehr vom Zeitpunkt des Netzbezugs abhängig sind. Das sind zum einen die Einkaufspreise für Strom, die im Sommer bei PV Überschuss im jetzigen Markt Design sogar negativ sein können und zum anderen Dein Anteil an Spitzenauslastungen von Leitungen und Kraftwerken.

Das kann man über flexible Preise und Netzentgelte regeln, die dann in der Dunkelflaute bei hoher Last entsprechend hoch sind, also zum Beispiel in Summe als Endkunden Preis 75 Cent die kWh (und 5 Cent bei lokalen Überschüssen im Sommer bei Sonnenschein).

Unschön ist es, wenn Du einen Fixpreis pro kWh haben willst und keine Grundgebühr und Du bei der Mischkalkulation vor allem die teuersten kWh beziehst.

Also kurz formuliert: ich bin ganz klar gegen den Vorschlag, PV Eigenverbrauch über niedrigere Grundgebühren und höhere Strompreise pro kWh attraktiver zu machen.

Ich verstehe die Diskussion gar nicht. Die Grundgebühr für den Hausanschluss sind Fixkosten und werden als Fixkosten abgerechnet. Wo und wie verstößt das gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz?

Der Unterschied zu Aldi oder auch der Tankstelle ergibt sich doch gar nicht. Das eine ist ein Lieferservice (geht ja auch gar nicht anders) und beim anderen fahre/gehe ich einkaufen. Übrigens auch für die annähernd gleichen Kosten, ob ich 1 Brot kaufe oder 100.

@sarowe1972 Aldi hat FIXkosten für Reinigung Heizung Pacht Personal .. diese "könnten" dem Kunden in Form eines Eintrittspreises in Rechnung gestellt werden , genau wie beim Strom - eins zu eins --- absolut genau. Es kam grad im Radio - das Stromgesetz soll reformiert werden - EU weit. Da bin ich mal gespannt.

@hger toll - woher du dieses Wissen alles beziehst - und klar weiß ich das auch alles- ABER - warum interessiert einem das beim Strom? Die Kalkulation bei anderen Artikeln interessiert doch auch niemanden - ? Ein Leib Brot hat ebenfalls fixe Anteile - und ? danach fragt auch keiner . Ich sehe aber - ich stehe da alleine da . dabei würde das vieles erleichtern - ich würde sogar den gesamteuropäischen Markt aufmachen für jeden.