Jedem String seinen eigenen Wechselrichter. Wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Das Ziel sind natürlich Modulwechselrichter, also für jedes Solarmodul ein Mikrowechselrichter.
Das war ein Warnschuss den jeder ernst nehmen soll. Danke Gott, dass das passiert ist als Du da warst und geistesgegenwärtig reagieren konntest. Danke für das öffentlich machen.
Nach dem Thread verschwende ich keine Gedanken mehr an String Lösungen. Wer das hat, soll damit glücklich werden. Und soll mir keiner kommen und sagen, ihm sei das Risiko nicht bewusst gewesen. Das Gleiche gilt für Li-Akkus im String (=Serienschaltung).
Schönen Abend noch.
Das ist die Sicherung aus Klappsicherung 3, also die schuldige. War schon zerbrochen, als ich es auseinandergabeut habe, sonst wären die Ränder wohl nicht verschmurgelt. Das Sandhäufchen davor war in der Sicherung, von dem Schmelzdraht keine Spur mehr. Der Sand war an der Stelle wo der Bruch ist etwas verschmolzen und musste erst losegekratzt werden, aber es war wohl ordnungsgemäß befüllt.
Auf dem Bild die Sicherungen aus den Klappsicherungen 1-4, alle bis auf Nr 3 noch intakt. Widerstand ca. 10 mOhm. Viellleicht bastle ich mal was um sie gezielt durchbrennen zu lassen, Mein regelbares NT kann leider nur 6A, das hält sie aus, wird dabei aber ein bischen warm, aber das ist wohl ok bei 0.4W
Auf diesem Bild die Halterungen der Sicherung aus Nr. 3. Neben dem Sicherungsstück liegen rechts 2 Kontaktteile, das war der obere Halter, und dann daneben der untere Halter (in einem Stück). Auf dem einen Kontaktteil des oberen Halters kann man wenn man will Schmelzspuren sehen, also könnte man da einen mangelhaften Kontakt reininterpretieren. Wie man da jetzt den Hergang rekonstruieren will? Keine Ahnung, saß ja nicht im Sicherungshalter als es losging.
Aber vielleicht so irgendwie: Am Kontakt schmurgelt es mit 10A, der Kunststoff verkohlt, es bildet sich erstmal dort was Lichtbogenähnliches aus, es wandert nach oben und dann kommt der minus-pol von Sicherung 4 mit ins Geschehen, der Lichtbogen wandert nach oben und brennt zwischen den Kupferkabeln weiter. Von mir aus wird die Sicherung so heiss, dass sich ihr Innenwiderstand erhöht und sie deswegen dann durchbrennt und meinetwegen dabei platzt, aber das nützt jetzt nix mehr, weil die Umgebung schon so verkohlt ist, das der Strom weiter fliessen kann?
10mOhm bei 15A sind 2,25W Wärme und dann 4 Halter nebeneinander. Wohin sollen den die knapp 10W Wärme abgeführt werden. Neben dem das da noch irgendetwas passiert ist die Wärmeentwicklung ist da zu hoch
Vorsicht bei AC-Spannungsangaben. Die meisten NA000 Sicherungen sind nur für 220V DC geeignet. NH00
Diazed Sicherungen sind für Gleichspannungen bis 500VDC ausgelegt.
Eine 22,5 x 49mm Diazed Schmelzsicherung in einem Keramik Halter, der in einem Metallkasten steckt fühlt sich viel sicherer an als eine 10x38mm Sicherung in einer Plastik Halterung in einem Plastikgehäuse.
Ich trauen den Generatoranschlusskästen im allgemeinen Nicht.
Bei Überspannungsableitern befürchte ich, dass sie bei degradation zu heiß werden, und der angebaute Schalter zur Übertemperaturabschaltung den Gleichstrom nicht abschalten kann. Da würde ich nur Ableiter von europäischen Herstellern mit langjähriger Erfahrung nehmen. z.B. Phoenix. Aus meiner Sicht ist der beste Platz für dein Überspannungsableiter in dem Wechselrichter nach dem Trennschalter.
Die DC-LSS, die als Trennschalter verwendet werden gehen oft in Flammen auf. Die Teile sind polarisiert. Das bedeutet, dass bei zwei parallel geschalteten LSS bei einem Kurzschluss an dem PV-Generator auf jeden Fall einer den Strom in der rückwärtigen Richtung abbekommt und nicht abschalten kann.
Trennschalter im Generatoranschlusskasten bürgen die Gefahr, dass beim abschalten die Kontakte beschädigt werden und sie dann nach dem einschalten zu heiß werden und schmoren und dann auch einen Lichtbogen produzieren.
Der Trennschalter im Wechselrichter ist mir lieber, weil mein Wechselrichter ein Aluminiumdruckgussgehäuse hat, dass dem Feuer des Trennschalters lange standhält. Zudem haben einige Wechselrichterhersteller auch Methoden den Lichtbogen an dem Trennschalter elektronisch zu löschen. Das Schont den mechanischen Schalter.
das 2 x 12.79 A weniger als 25 A sind, das 2 x 8.63A weniger als 15 A sind, damit kann ich leben, Du auch?
ich werde weiterhin jedem wärmstens an Herz legen ab dem 3. parallele String eine Stringsicherung gemäss Angaben des Moduldatenblatts einzusetzen.
moin,
habe gestern mal meinen GAK mit der Wärmebildkamera aufgenommen,
war noch vor Mittag bei ca. 9A/400V
Da sind nur Markenprodukte drin, aber der Sicherungshalter (inkl.orginal Hager Sicherung) ist auch deutlich wärmer, der Rest scheint unbeeindruckt.
Denke mal der fliegt demnächst raus.
Danke für die Fotos. Schwierig daraus den genauen Hergang zu rekonstruieren.
Ich sehe eigentlich nur die beiden Möglichkeiten: entweder Kontaktprobleme und daraus resultierende thermische Probleme oder zu frühe Auslösung weit vor den Specs und dadurch erster Lichtbogen. Das die Sicherungen mit Sand gefüllt waren ist zwar gut, hat hier aber offenbar nicht gereicht.
Welche Spannung liegt denn bei deinen Strings an und welcher Strom ist etwa geflossen?
Ich wollte ursprünglich gar keinen GAK verbauen, weil der Deye sowohl ÜSS als auch OCP schon eingebaut hat. Habe dann aber immer wieder gelesen, das ein GAK bei PV vorgeschrieben ist und das es sinnvoll ist, die ÜSS im WR durch vorgeschaltete ÜSS zu schützen, da das Ersetzen im WR wohl deutlich schwieriger ist. Habe ÜSS aus Polen (Adelid) und DC-LSS (63A) aus China (SROCHN). Hat jemand hier zufällig damit schon Erfahrung? Bin bei beiden auch etwas skeptisch, auch wenn es nicht die billigsten waren.
Zu hohe Spannung war dann sicherlich nicht das primäre Problem, die Sicherungen sind ja für 1000VDC ausgelegt. Eher war die Strombemessung etwas knapp und die Sicherung außerhalb der Specs. Ich würde aber fast eher noch auf ein Kontaktproblem tippen, so dass sich ein Ende der Sicherung stark erhitzt hat und Folgeprobleme generiert hat. Der Sicherungsdraht ist normalerweise an die Metallkappe gepunktet, die Verbindung - richtig ausgeführt - sollte auch 500...800 Grad C problemlos überstehen. Diese Dinger werden aber vermutlich kaum qualitätsgesichert, da gibt es eine große Streuung...
Naja, mit steigender Temperatur erhöht sich der Widerstand des Drahtes, und damit die Leistung (linear mit temp, quadratich mit I), dann brennt er halt irgendwann bei 100 oder 200 oder 300° durch, es ist ja zu 15A bei 9A nicht viel Reserve.
Vielleicht sind drei Wechselrichter für Deine drei Strings doch die sinnvollere und sicherere Lösung?
Dann brauchst Du keine Sicherung auf der PV Seite.
Warum das komplett nutzlos und kontraproduktiv ist, ist da schon seit fast 3 Jahren beschrieben.
Und ich habe keinen Lust, mich wegen YT Märchen zu wiederholen.
So wie ich die Diskussion verstanden habe sollte keine Sicherung da sein, auch im Endausbau, da ich jeweils nur 2 Strings paralell schalten will, die Ost-Strings und die West-Strings. Wie es mit dem Überspannungsschutz aussieht muss ich mir dann noch überlegen...
Ich nehme mal an, gleiche Module und Anzahl.
Der String mit weniger Sonne wird eine höhere MPP Spannung haben, als der mit mehr Sonne.
Auch das spricht gegen die Parallelschaltung der Strings. --> Weniger Ertrag.
Der Ertrag bei Sonne ist mir Wurst, den kann ich eh nicht voll verbrauchen, und wenn es bewölkt ist, liefern beide zwar wenig, aber in etwa gleich viel.
davon, da war es den ganzen tag bewölkt, das sind die ost-strings (es steht da west und ost, weil ich die beiden wr später an ost bzw.. west anschliessen will. z.Zt haben beide einen der ost-strings)