Vermutlich war eine Sicherung außerhalb der Specs und hat bei 10, 11, 12 A ausgelöst und dann den Lichtbogen nicht löschen können.
Andere Alternative: die Kontakte am Sicherungshalter waren schlecht und das ganze Teil hat sich stark erhitzt und ggf. Feuer gefangen. Das Durchbrennen der Sicherung kann dann auch ein Sekundärereignis gewesen sein.
Man sollte die fehlerhafte Sicherung freilegen und vorsichtig aufbrechen und schauen ob der Faden noch o.k. ist und ob sie mit Sand gefüllt war. Wenn man das Teil noch aus dem geschmolzen Plastik herausschälen kann...
Wenn keine Last mehr an der Leitung hängt bricht auch der Lichtbogen zusammen, da ja i.d.R. nur eine Ader betroffen ist und dann kein Strom mehr fließen kann. Bei diesen Doppel-LSS für + und - könnte im worst case auch eine Lichtbogen über + und - direkt entstehen, aber vermutlich sehr unwahrscheinlich, da wohl 2 getrennte Gehäuse (?)
Kurzschluss am Wechselrichtereingang. Da kannst Du auch warten bis es dunkel wird.
Wenn der Wechselrichter qualmt und brennt, würde ich den Schalter am Wechselrichter auch nicht mehr anfassen wollen.
Man muss die Leitungen ja nicht fest Löten. In der Regel sind da MC4 Steckverbindungen die man abziehen kann, wenn ...
Ist offensichtlich gut, die Kanten der Klammern mit einer Feile soweit zu entschärfen, dass man durch kräftiges Ziehen die Verbindung trennen kann. Ist auf jeden fall besser als mit dem Seitenschneider die Leitungen durchtrennen zu müssen.
Eigentlich habe ich an dem Schalter noch Kontakte erwartet die den Wechselrichter herunterfahren bevor der Schalter die Modulzuleitungen trennt.
Dann könnte der Prozessor auch die Zahl der Schaltspiele feststellen und eine Aufforderung zum Tausch raus geben.
Ja, das ist eine gute Idee. Ich hatte nämlich vom ersten verdächtigen Geräuch (zpfft) und WR piepen bis zum Ort max 10 Sekunden gebraucht, da war der Lichtbogen/Feuer nur innerhalb des Sicherungshalters. Meine Idee: MC4 müssen ab, Wo ist das Werkzeug? Such such mind. 2 Minuten, nicht gefunden, mit Kabelbinder geht es auch. Ok, als ich zurück war, sah es schon so ähnlich aus wie auf dem Foto. Mit Kabelbinder den MC4 auffummeln: dauert zu lange, spannungssichere Zwickzange war griffbereit (was nicht selbstverständlich ist), und das hat die Situation "bereinigt." Mein Wunsch für das nächste Mal:
Man weiss sofort was zu tun ist, also Kabel kappen, da nicht gefeilt, und nicht Werkzeug suchen
Eine spannungssichere Zwickzange hängt da
Eine Taucherbrille, weil mir schon die Augen anfingen zu tränen
Etwas mit dem man atmen kann, ich hatte die Luft angehalten, vielleicht gibts ja eine Maske die zwei Rohre hat, eins für Ausatmen eins für Einatmen, und die beide nach aussen führen, das kann nicht die Welt kosten
einen Eimer Sand; wenn man Sand reingeworfen hätte, wäre der Lichtbogen vielleicht ausgegangen
eine Stelle ausserhalb des PV-Raums, an dem man die Strings kappen kann, so wie das die Feuerwehr bei manchen Installationen fordert, das baue ich mir vielleicht, Es braucht ja nur eine Schlaufe vom Dach aussen am Haus runter, dann in einem Kasten gefeilte MC4 Stecker, oder von mir aus auch nur Schlaufe + spannungsfesten Zwicker, das kann man verschmerzen, da es ja nie vorkommt, und nach der Reparatur hat man dann ja MC4 :-))
Dann fackeln das nächste mal die MC4 wegen schlechtem Kontakt ab.
Ich würde von den ganzen Späßen absehen. Bei hohen DC-Spannungen zieht man schnell Lichtbögen, das hätte auch schiefgehen können. Wenn gewünscht dann lieber externer Feuerwehrschalter, aber der kostet fast das doppelte des WR´s den ich verlinkt habe. Lieber nur einen qualitativ hochwertigen ÜSS verbauen und auf Sicherungen verzichten (bei einem normalen String pro MPPT).
Der dient eigentlich nur zum freischalten bei Arbeiten und da sollte zuerst AC getrennt werden. Gleiches Spiel wenn sich die Software des WR´s mal aufhängt. Der wird im WR-Leben idR keine 10 Schaltungen erleben und die sind idR lastfrei.
Herunterfahren ist bei manchen Hybriden aber durchaus möglich. Da kannst du den WR herunterfahren und trennst erst dann AC und DC von Generator und Batterie.
Ich würde auch nicht die MC4 anfeilen. Wenn man nicht genug feilt, hat man den Lichtbogen in der Hand, wenn man den Stecker nicht schnell genug wegbewegt. Das kann arg heiß werden. Wenn man zu viel feilt, löst sich evtl. der Stecker auch im Betrieb und wird heiß.
Da würde ich mir eher einen gute spannungssicheren Kraft-Seitenschneider hinlegen. Oder noch besser an anderer Stelle einen guten Lasttrennschalter installieren. Der ist zwar dann schwer zu bedienen, aber sinnvoll.
Hatte in meinem GAK auch mal Probleme mit MC4. Da wurde ein MC4-Anschluss sehr heiß und hat Teile des Gehäuses des GAK weggebrannt. Nur ein paar Millimeter, aber das wird schon ziemlich heiß gewesen sein. Da werde ich wohl beim Krimpen etwas geschlampt haben oder es war kein guter MC4-Stecker. Kauft nicht jeder Original Sträubli. Die neue MC4-Steckverbindung ist jetzt unauffällig.
Meine Konsequenz. Habe mir eine Wärmebildkamera mit Auflösung 256x192 für 250 EUR gekauft. Da kontrolliere ich die alle Verbindungen an Panels, GAK, Wechselrichter, etc. unter voller Last. Reicht von der Auflösung und man kann gut sehen wo es Kontaktprobleme gibt. Wenn ich mir die übrigen Kosten für PV ansehe ist das gut investiertes Geld.
Und für den Notfall Hager SB432PV Lasttrennschalter zur Trennung. Der geht bis 1000 Volt. Das der extrem schwer geht, ist eher ein Qualitätsmerkmal. Manche schwören auf Klauke. Ich schwöre eher auf Hager.
Nein.
Ich kenne das so, dass der zulässige Rückstrom das Doppelte von Isc ist.
(Korrektur: Es muss natürlich Impp heissen.... Isc ist falsch)
Das bedeutet, dass ein Panel den Rückstrom von zwei anderen aushält. Also gehen 3 ohne Sicherung.
Wohlgemerkt, dass zieht nur wenn es um Kurzschluss zwischen Modul Verbindungsleitung geht.
Für parallele Einzelmodule gilt das nicht, da sind beliebig viele zulässig.
Und daher kommt meine Aussage: Sicherungen ab 4 Strings.
Ich habe als Trennschalter DC Automaten vom polnischen Hersteller Adelit, so wie es auf dem Bild aussieht ist die Anschlussklemme heiss geworden. Mir ist es von den Adelit-Automaten bekannt, dass die sich beim festdrehen fest anfühlen aber eigentlich nur verkantet sind und der Draht noch lose hängt. Hatte den Fall selbst mal, plötzlich war die PV Leistung weg, Draht war schon gut angeschmort, Klemme aber noch in Ordnung, einmal neuen Draht und stark festgedreht und seitdem keine Probleme mehr. Sollte das Problem natürlich bei der Schmelzsicherung oder der Halteklammer gelegen haben wäre es einfach nur mangelhafte Qualität
Schade, dass immer noch nicht die genaue Ursache bekannt ist. War es nun eine zu früh auslösende Schmelzsicherung, ggf. ohne Sandfüllung (?), oder war es ein zu heiß gewordener, schlechter Kontakt am Sicherungshalter?
Die Stabilität der mechanischen Verbindungen/Kontakte sollte man hier nicht auf die leichte Schulter nehmen, ebenso mangelhafte Schraubklemmungen. Immer nochmal kräftig am Kabel ziehen und rütteln, damit sowas wie Verkanten der Schraube nicht passiert.
Wenn der maximal zulässige mit der maximalen Grösse der Sicherung ausgedrückt wird (was ich vermute)
Dann liefern zwei der oben genannten 535er Modul-Strings einen Imppt von 2 x 12.79A oder 25.6 A und einen Isc von 2 x 13.64 A oder 27.28A
beides ist höher als 25A beides sollte idealerweise die Sicherung auslösen lassen es sind also zwei parallele String die ohne Stringsicherung parallel geschaltet werden dürfen, weil drei Strings parallel bei einem Kurzschluss in einem String das Limit (hier sind es 25A) überschreiten können.
auch mit den älteren Modul unten nachgerechnet
max Fuse Rating 15A Impt 8.63A pro String, Isc 9.39 A pro String also auch zwei Strings ohne, drei Stings NUR MIT Stringsicherung.