Nur mal so ,zum Wasserstoff . Du brauchst ca 4 Kw um 1 Kw Gas zu erzeugen , plus noch mal ca 2 Kw um es zu lagern . Dann mußt du es noch zu Kraftwerk bringen ,dort ist der Faktor 2 Teile Wasserstoff zu 1Kw Strom ... also brauchst du ca 12 Kw Windstrom um später 1 Kw ins Netz zu laden ... ich glaube so klappt das wohl nicht .
Solange es keine Möglichkeit zum speichern des Strombedarfes für 14 Tage gibt ,wird das nichts mit der Wende ...
Wenn man sich mal in anderen Gruppen umhört erfährt man vieles was die Regierung lieber verschweigt .
Ich denke allein das Argument ,das es nur vom Elektriker gemacht werden kann ( der es auch nicht machen wird weil dann andere Voraussetzungen herrschen ) sollte genügen
Wegen Atom ... die Polen wollen 5 neue bauen , Tschechei 2 (?),Belgien will auch neue ,Frankreich baut auch fleißig weiter (zweistellig) . Schweden ,Dänemark und Norwegen wollen auch den Atomstrom ausweiten ... Die Eu hat Atomstrom zu grünen Strom erklärt ... von daher
Die Umwandlungseffizienz von modernen Elektrolysateuren liegt deutlich höher als von dir angegeben:
Hochdruck Elektrolysateur: 62,5%
Alkali-Elektrolysateur: 70-80%
PEM-Elektrolyse: 75% (aktuell laufende Anlage)
Hochtemperatur-Elektrolyse: 90%
Ausgehend von der PEM-Elektrolyse bedeutet das, dass du nur noch 1,35kWh Strom pro 1 kWh Gas brauchst.
Hier gibt es sogar einen Hersteller, der eine solche Anlage vertreibt und die 75% Effizienz zusichert: PEM-Elektrolyseur der 1MW Klasse
Wenn du den Schritt der Wasserstoff-Speicherung auslässt und gleich in Methan umwandelst, Umwandlungs-Wirkungsgrad ca. 80%, kannst du mit dem Einsatz von 1,7kWh Strom ca. 1kWh Erdgas herstellen. Dazu erhälst du noch die Prozessabwärme, die effizient genutzt werden kann (zB. in Fernwärme) und den Wirkungsgrad beider Verfahren noch erhöht.
Für das Erdgas existiert bereits jetzt in Deutschland ein riesiger Speicher von 261 Terawattstunden, in den das so erzeugte Gas effizient und kostengünstig eingespeichert werden kann.
Damit haben wir hier eine deutlich bessere Energiebilanz (Faktor 6 besser), als oben aufgezeigt.
Das setzt natürlich voraus, das dies mit modernen Anlagen und nicht mit der Technik von vor 20Jahren gemacht wird.
Die Menschen, die gegen die Energiewende sind oder den Klimawandel leugnen arbeiten gerne mit solchen Zahlen, wie oben angegeben, daher sollte man Informationen immer kritisch hinterfragen und nicht leichtfertig übernehmen und verbreiten.
Klar gibt es Umwandlungsverluste, die sind jedoch mit heutiger Technik nicht mehr so hoch und die Umwandlung von Windstrom oder überschüssigem PV-Strom in diese "grüne" Energie ist allemal besser, als diese Anlagen abzuschalten.
Auch muss dieses Gas nicht zum Kraftwerk gebracht werden, es kann in einer Methan-Brennstoffzelle direkt wieder in Wärme und Strom umgewandelt werden mit einem Wirkungsgrad von 95-98%.
Damit wäre 50% der jetzt regelmäßig abgeschalteten EE-Stromerzeugung direkt wieder nutzbar und das im Winter, wenn es wenig Sonne gibt.
Dafür müssten die entsprechenden Anlagen in Serie gebaut und nahe der Windkraftwerke oder der Freiflächen PV aufgestellt werden.
Bisher sehen sich die Energieversorger oder Energieparkbetreiber nicht in der Vernatwortung für die Speicherung der Energie, da sie ja sogar für's Abschalten Geld bekommen.
Diese "Abschaltvergütung" müsste durch eine "Umwandlungs- oder Speichervergütung" ersetzt werden und schon wären wieder Investoren bereit sich hier zu engagieren.
Und vor allem werden die bei grosstechnischen Anlagen mit der Zeit noch verbessert. Weshalb man schon vor 10 Jahren damit hätte anfangen sollen, was aber unsere damalige Dauerregierung durch russisches Gas ersetzen wollte. Was sie übrigens bis heute nicht für einen Fehler halt.
Ich bin sogar dafür, einen Teil davon weiter zu Propan zu verarbeiten.... Für welches sowohl Speicherung als auch Fahrzeugtauglichkeit mit der gesamten Technik bereits vorhandenen ist. Wozu man da e fuels braucht, ist mir schleierhaft.
Und ehe einer auf den geringen Wirkungsgrad der Verbrenner hinweist.... Für die Kosten der gesamte E Umstellung von Industrie plus Ladesäulen kann man schon eine Menge Wirkungsgradverlust bezahlen. Und den Strom dafür haben wir auch nicht - und das Verteilungsnetz erst Recht nicht.
Zum Wirkungsgradverlust bei der Umwandlung:
Wenn man die ganzen MWh gegen rechnet, die durch die Abschaltung von Windkraft und Solarstrom verloren gehen, steigt der Wirkungsgrad nochmals immens.
Jede genutzte regenerative kWh zählt.
Ich hatte das damals so abgespeichert ,ist aber auch schon 15 Jahre her ...
Wenn die doch nun mit solch einer Effizient´s arbeiten ,wäre es interessant . Man könnte dann den Solarstrom nehmen ,Wasser aufspalten und den Wasserstoff in Methan umwandeln . Den könnte man speichern oder fast frisch für die Heizung herstellen ...
Lieber Methan! Warum? Weil man den im Gegensatz zu H2 sehr gut lagern kann. Er diffundiert nicht so leicht durch Tankwände hindurch. Wir werden irgendwann eine Lösung dafür brauchen, daß wir im Sommer mit PV-Überschuß irgendetwas erzeugen, wovon wir im dunklen Winter dann zehren können.
Das ist es ja, wenn die Anlagen zur Umwandlung von Strom in H2 und dann in CH4 schon in großindustriellem Maßstab bezahlbar für Kleinversorger (Ein- und Zweifamilienhäuser) zur Verfügung stehen würden, würde sich die Frage der Anmeldepflicht gar nicht stellen. Dann würde jeder Häuslebauer seine Energieversorgung von Anfang an komplett auf eigene Füsse stellen und bräuchte keinen Hausanschluß für Gas oder Strom.
Lasst uns die Utopie denken und zur Realität werden.
[quote data-userid="5046" data-postid="146057"]Dann würde jeder Häuslebauer seine Energieversorgung von Anfang an komplett auf eigene Füsse stellen und bräuchte keinen Hausanschluß für Gas oder Strom.
Lasst uns die Utopie denken und zur Realität werden.[/quote]Davon halte ich nichts, weil hier die Redundanz fehlt und weil bei einem Überverbrauch nicht mehr genügend Strom da ist. Dazu ein selbsterlebtes Beispiel: Meinen Eltern hat's mal nach einem Unwetter das Wasser von der Straße ins Kellergeschoß gedrückt. Das mußte dann getrocknet werden mit gigantischen Föhns, die mit großen Flexschläuchen die Heißluft in den Estrich geblasen haben. Das hatte damals eine (Un-) Menge Strom gekostet. Wäre die Hütte jetzt autark gewesen, hätte die PV-Anlage auf dem Dach entweder völlig überdimensioniert gewesen sein müssen oder sie hätte es schlichtweg nicht geschafft.
Deswegen bin ich dafür, daß der öffentliche Anschluß zwar "da" ist, im Regelfall aber nicht gebraucht wird. Durch diese Redundanz erhält man dann mehr Absicherung. ?
[quote data-userid="5046" data-postid="146057"]Dann würde jeder Häuslebauer seine Energieversorgung von Anfang an komplett auf eigene Füsse stellen und bräuchte keinen Hausanschluß für Gas oder Strom.
Lasst uns die Utopie denken und zur Realität werden.[/quote]Davon halte ich nichts, weil hier die Redundanz fehlt... [/quote]
Ich stimme dir zu Redundanz ist dann nicht gegeben, gibt es bei einer klassichen Insel aber auch nur mit Backup-Generator und Dieseltank.
Ich hab nix gegen Redundanz, das sollte dann aber die freie Entscheidung jedes Einzelnen sein.
Redundanz ist wie eine Versicherung, ich muss entscheiden können, ob ich die Prämie bezahlen will für die zusätzliche Sicherheit oder nicht.
[quote data-userid="5046" data-postid="146234"]Redundanz ist wie eine Versicherung, ich muss entscheiden können, ob ich die Prämie bezahlen will für die zusätzliche Sicherheit oder nicht.[/quote]Ganz so einfach ist das nicht. Wenn Du kompletter Selbstversorger wärst (also auch Bauer), könnte ich mir das vielleicht vorstellen. Aber jeder Bürger ist ja auch in eine Gesellschaft eingebunden und kann eben nicht tun und lassen, was er will. Stell Dir halt mal vor, Du sagst: "Ich mache bis morgen Bereitschaftsdienst..." (Oder bei einem Lehrer Unterrichtsvorbereitungen oder was auch immer.) und jetzt fiele bei Dir der Strom aus, dann hat dies ja nicht nur Rückwirkungen auf Dich, sondern eben auch auf andere, die, wenn Du jetzt wegen z.B. Strommangels ausfällst, plötzlich mittelbar ebenfalls davon betroffen sind. Und als Folge, wenn das nun bei mehreren Leuten öfters vorkommt, würde am Ende die ganze Volkswirtschaft leiden.
Das sagt sich alles schnell daher, daß doch alle "irgendwie" autark leben könnten, aber ganz so einfach ist das halt nicht und es hätte massive Auswirkungen auf die Gesellschaft und Volkswirtschaft, wenn es sich bei den Leuten, die das tun, nicht um irgendwelche Einsiedler oder Künstler handelt.
@docemmettbrown Das ist doch kein Widerspruch zu meiner Aussage.
Wenn jemand in einer solchen Verantwortung, wie du beschrieben hast, steht, dann wird er dafür auch die nötigen Vorkehrungen treffen.
Für alle die nicht in einer solchen Lage sind, sollte es keinen Zwang geben sondern die freie Entscheidung möglich sein.
Wenn du zB. vermietest bist du als Vermieter schon an gewisse Versorgungspflichten gebunden, da wird es wahrscheinlich nicht ohne die erwähnte Redundanz gehen.
Wenn es jedoch keinen sachlichen Grund für einen Hausanschluß gibt, warum sollte ich ihn dann installieren lassen und mich dem ganzen anderen Wahnsinn unterwerfen ohne Not?