Amortisation Wärmepumpe für Heizung

Hallo

Ich wollte mir eine Wärmepumpe zu legen und dachte ich rechne mal wann sich diese amortisiert.
Wir haben ein altes Haus das momentan mit Gas beheizt wird
Wir brauchen 18400kwh

Gasheizung Luft-Wasser-Wärmepumpe
Ø Energiebedarf Heizen pro Jahr 18400 18400
Energieträger Gas Strom
Wirkungsgrad 1:1 1:3,5 Jahresarbeitszahl
Energieverbrauch (Energiebedarf/Wirkungsgrad) 18400 5257,142857
Preis pro kWh 0,09 0,3148
Energiekosten pro Jahr 1656 1654,948571

 

 

Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 sind die VerbrauchsKosten genau gleich(- excl. Investitions/Reparatur…..Kosten)
d.h. bei dem momentanen Gas und Strompreis-Verhältnis rechnet sich das nicht
Hab ich da was falsch gerechnet?
Herzlichen Dank
MIchael

Wirkungsgrad Gas ist eher 0,9, evtl. auch noch geringer.
Ggf. Entfall Gas Grundgebühr und Schornsteinfeger.
Günstigeren Strompreis suchen

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Schau mal, ob du bei deinem Versorger evtl. einen Sondervertrag für WP-Strom bekommst. Mein Bruder zahlt bspw. nur 18 Cent/kWh. Da sieht die Berechnung deutlich positiver aus.
Ansonsten sehe ich das wie du, bei deiner Berechnung/Annahmen ist die Ersparnis eher gering.

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Wirkungsgrad von Gas kann noch deutlich niedriger sein. Also durchaus in Bereichen 20-30%. Und Wärmepumpe mit JAZ von 3,5 ist auch nicht mehr so Stand der Technik. Da rechnet man bei einem gut umgesetzten System eher mit >4.

Insgesamt sind die Einsparungen derzeit aber eher gering, also vielleicht 10-20 %. Insofern rechnet sich ein Wärmepumpe bei den derzeitigen Gaspreisen in vielen Fällen nicht. Also zumindest nicht, wenn man alles machen lässt und dann vielleicht nach Förderung noch 20-25 Tausend Euro bezahlt.

In deinem Szenario wirst du vielleicht 300-500 Euro sparen können pro Jahr.

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Du hast ja meist noch eine Gas-Grundgebühr. Ein Bekannter hat einen sanierten Albau aus 1900...
Den seine Wärmepumpe hat in der letzten Heizsaison 500kWh Strom benötigt - Kachelofen macht es möglich. Der hat etwas soviel Geld für Strom ausgegeben, was etwa der Grundgebühr des Gas-Hausanschlusses entspricht...

Hast du eine PV-Anlage?

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Du solltest die Brennstoffkosten für die nächsten zb 15 Jahre mit einrechnen. Denk an den ETS2. Je nach Studie soll der 2030 bei 150-300€/Tonne CO2 kosten.

Ausserdem solltest du die Anschaffungskosten mit einrechnen und die Förderung bei WP berücksichtigen

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Danke für Eure Antworten
Wenn man mit Förderung kalkuliert ist es komplett unwirtschaftlich, da man die Förderung nur bekommt wenn es Fachhandwerker installieren und dann bleiben immer noch 20000€ übrig.
Diese Subventionierung von Handwerkern, die damit überteuerte Preise ansetzen können, ärgert mich immer wieder.

Meine Idee war daher eine WP (Mono) selbst zu installieren und diese bivalent zu nutzen.

Fotovoltaik habe ich nicht.
Und auch Holz für den Kachelofen kostet Geld und das nicht zu knapp. Dies brauchen wir ohnehin und soll in die Rechnung nicht einfließen.

Die Grundgebühr für das Gas liegt bei ca 180€/Jahr ist damit kein besonders großer Faktor. Auch die Schornsteinfegergebühr von ca100€/Jahr würde (zumindest zunächst) nicht wegfallen, da ich die Gasheizung behalten würde falls der Winter besonders kalt ausfällt.

DIe Idee mit dem WP Strom ist gut- eine schnelle REcherche gibt hier immerhin 25ct/kwh.
schon etwas besser. Allerdings braucht man wohl einen gesonderten Zähler der wahrscheinlich auch wieder kostet.

Aber prinzipiell habe ich also richtig gerechnet...
Ich glaube momentan warte ich noch etwas bis das Gas/Strom verhältis etwas günstiger wird und hoffe darauf, dass sich die Wärmepumpentechnologie noch etwas verbessert.

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Förderung gibt es auch auf Eigenbau, du brauchst nur einen Energieberater, der das unterschreibt.
WP kann man so auslegen, dass sie ohne Gasheizung auskommen.
Es wird keine bahnbrechenden Verbesserungen bei WP finden, Modelljahr 2025 oder 2026 verbraucht nicht plötzlich 20% weniger Strom.
Sanier das Haus, damit du mit geringen VL Temperaturen auskommst, dann ist die JAZ über 4 und man spart doppelt.
Gasgebührt und Schornsteinfeger machen dann ca. 20% der Stromkosten aus, damit die Gasheizng evtl. mal 1-2 Wochen im Jahr läuft.
Prinzipiell richtig gerechnet, nur überall mit falschen Zahlen und teilweise Sachen nicht berüchsichtigt.
Rechne es doch nochmal richtig aus.

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bitte dann auch die zukünftigen regierungen mit einbeziehen die diesen schwachsinnszuschlag wieder abschaffen werden

bei der unaufhaltsam voranschreitenden deindustrialisierung und wirtschaftskrise wird es andere rahmenbedingungen geben

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du hast es im großen und ganzen richtig berechnet
klar manche wp sind effezienter aber der strompreis wird auch mit der zeit steigen nicht nur der gaspreis

Zumindest bist du nicht unter Zeitdruck, wenn du keine Förderung willst. Wenn die Gasheizung noch gut funktioniert und Ersatzteile beschaffbar sind, kann man entspannt abwarten.

Blöd ist es, wenn auf einmal die Gasheizung im Winter kaputt geht und man sehr schnell Ersatz braucht. Ist gerade einem Bekannten passiert, der hat dann für 6000 Euro wieder eine neue Gasheizung einbauen lassen. Hätte er Zeit gehabt, wäre es wohl eine Wärmepumpe geworden.

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Ja, das stimmt, dafür benötigst du einen zweiten Zähler für eine gesonderte Abrechnung, den du bezahlen musst.

ja da würde evtl eine split klima als backupheizung sinn machen

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Jain, nicht zwangsweise.
Bitte nachlesen, was aktuell mit Modul 1 und Modul 3 möglich ist.

Gaspreise werden nicht nur durch ETS2 steigen (was btw kein diktierter Preis ist, sondern ein Marktpreis, der sich durch Angebot und Nachfrage nach Emissionsrechten zusammensetzt), sondern insbesondere auch durch steigende Netzentgelte. Da ist sie Rechnung ganz einfach: wenn die anfallenden Kosten für das Netz, selbst wenn diese konstant blieben, auf weniger bezogene kWh verteilt werden (aufgrund von milderen Wintern, thermischen Sanierungen und Heizungstausch), steigt das Netzentgelt für jede verbleibende kWh (außerdem kann KANU 2.0 die Netzentgelte nochmal mehr verteuern).
Ergo: aus den 9ct heute werden ganz marktlich bis 2030 locker 13-15ct.

Bitte das bei einer neuen Investitionsentscheidung berücksichtigen (aber die steht ja aktuell nicht notwendigerweise an).

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Wenn man alles nur unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet, ist das zur Zeit so.

Wenn Du ein verantwortungsvoller Mensch bist, willst Du von Deinen Nachfahren in ein paar Jahren vielleicht nicht gefragt werden, warum Du nicht rechtzeitig gegen die Klimafolgen gehandelt hast, um dann zu antworten: "Weil es sich nicht gerechnet hat."

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Gasheizung Luft-Wasser-Wärmepumpe
Ø Energiebedarf Heizen pro Jahr 18400 15640
Energieträger Gas Strom
Wirkungsgrad 0.85 4
Energieverbrauch (Energiebedarf/Wirkungsgrad) 15640 3910
Preis pro kWh 0.09 0.25
Nebenkosten 280 0
Energiekosten pro Jahr 1936 977.5

Da ergeben sich ca.1000€ Ersparnis pro Jahr. Wenn man die nach Förderung für 4000€ eingebaut bekommt, ist es ein nobrainer.
In der Berechnung fehlen sogar noch 50-100€ Stromkosten der Gasheizung.

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Thais Rechnung ist realistisch.

Aber ein Problem bleibt.
Strom, gerade zu Zeiten des WP Bedarfs, wird in Zukunft auch deutlich teurer werden. Einfach weil die WP dann Energie braucht, wenn immer mehr Leute das brauchen und dann noch wenig Sonne und gelegentlich auch wenig Wind verfügbar ist. Die Richtung der aktuellen Gesetzgebung zielt genau dahin ...

Lösung:
Zur Zeit sind Solarmodule noch spottbillig und ohne Mwst.
Also ein paar Paletten kaufen und auf dem Grundstück unterbringen.
Für den wichtigen Winter ist flach in JEDE Himmelsrichtung auch sehr gut.

Warum nicht 3 Klimasplits einbauen und langsam verschieben? Im Übergang mit PV-Strom (sofern verfügbar) und günstigem Strom heizen. COP bis 6 möglich. Und später dann wenn es zu kalt wird/ist Gas nutzen. Dann wird auch kein COP mehr von 3 erreicht wenn es so kalt ist (und je nach Heizvorlauf/Rücklauftemperatur).

Die paar Tage im Jahr wo es WIRKLICH kalt wird......