Hallo zusammen, ich möchte mich mal informieren über die beste Lösung einen Speicher ac- gekoppelt an einem Kleinwasserkraftwerk zu betreiben. Habe das Netz schon durchforstet und komme da irgendwie nicht weiter.
Zu meiner Person ich bin Elektriker im Starkstrom Bereich und habe mit Verdrahtung planlesen usw keine Probleme.
Nur mit den Fachbegriffen in der Elektronik usw habe ich leichte Defizite ??
Ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig Weiter helfen.
Hintergrund meiner Idee ist das meine Turbine Strom erzeugt den ich um ca 8 Cent/verkaufen muss, und wenn ich zb das Auto lade ich teilweise den Strom teuer einkaufen muss.
Da wäre auch schon meine erste Frage: rentiert sich meine Idee in absehbarer Zeit?
Ich hoffe auf ehrliche Antworten und danke schonmal im voraus.
Eine ständige Leistung von 1 - 4,6 kW sollte man nicht verschenken.
Das einfachste wäre das Auto damit zu laden und jede Nacht einfach dran zu hängen, dann ist es jeden Tag nahezu voll.
Es spricht auch nichts dagegen eine größere Li-ion Batterie als Hausspeicher damit zu laden. Ich nehme an, dass dein Generator Drehstrom (3 Phasen) erzeugt?
Die müßten natürlich erst gleichgerichtet und herunter- oder herauftransformiert werden, eben passend für den Akku, aber dass wirst Du sicher selber wissen ?
Sollte das nicht einfach wie bei einer PV mit separatem Wechselrichter gehen? Ein Multiplus-2 hängt unabhängig vom Rest am Netz und entnimmt diesem kontrolliert durch einen EM24 Zähler Energie um damit die Akkus zu laden oder wenn Mangel ist wieder einzuspeisen. Natürlich nicht mehr einspeisen aus dem Akku als für den Eigenbedarf nötig ist, nicht um damit Vergütung zu bekommen. Gibts da irgendwelche finanz/steuerrechtlichen Argumente dagegen?
Hallo Paddy mein Generator ist ein 7,5 kW asynchron Drehstrommotor.das stimmt.
Nach meinen Recherchen im Netz wäre ich auf einem Hybrid Wechselrichter gekommen, da evtl auch mal eine PV auf ein Dach kommen soll.
Was ich nicht gefunden habe ist ein Regelbares Ladegerät das sich von 0-5kw regeln lässt und mit dem Wechselrichter und dem Akku bzw. BMS kommuniziert.
Das ich dein Energiemessgerät in der Zuleitung Brauch ist mir auch klar. Nur was funktioniert da am besten zusammen ?
Mit Programmierung und Protokollen usw. Bin ich etwas überfordert.
Mann kann das nicht, braucht er auch nicht, das macht der Multiplus alleine. Allerdings natürlich nur im Rahmen seiner Möglichkeiten, also bei einem Multiplus 5000 bis 4kW Einspeise- und ca. 3,4kW Ladeleistung, und auch nur, bis die Batterie voll oder leer ist.
Bei Netztparallel spielt das ja auch keine Rolle ob er 4KW oder 4,6KW kann. Erst recht wenns nur ein paar Tage im Jahr sind wo max 4,6KW zur Verfügung stehen.
Eine 16S 280Ah ist damit in weniger als 4 Stunden voll.
Es geht ja kein Strom verloren, die Übrigen 600 Watt wrden wohl sowieso im Haus verbraucht oder fliesen direkt ins Auto.
ich habe auch ne Turbine die ca 1-6 kW liefert. Bei mir läuft auch ein asynchron Motor.
ich habe mir dann einen SMA Sunny Island 6 und 14 kW Pylontech Accus gekauft. Der Shm 2.0 erkennt Bedarf und Überschuss. Habe alles Netzparallel angeschlossen.
Funktioniert ganz gut.
Da durch regelschwankungen immer etwas eingespeist wurde habe ich mir jetzt noch eine 3 kW Pv dazugebaut, außerdem war das Wasser im Sommer schon mal knapp.
Ich würde mir das aber tatsächlich noch mal genau durchrechnen, wenn das "sich lohnen" eine Rolle spielen soll.
Da die WKA ja durchgehend Strom liefert, nicht wie eine PV nur tagsüber, ist der ganze betriebene Aufwand nur für die Ladung des Autos und kurze Spitzen. Was hast Du denn überhaupt für einen Verbrauch aus dem Netz?
Und man muss auch sagen, dass so eine Anlage (WR, Speicher, Zubehör) schon noch ein ordentliches Invest ist. Mit signifikanter Speichergröße (und die brauchst Du ja zum Laden des Autos) ist man da ganz schnell jenseits der 4k für einen "normalen" 14kWh Speicher und dann geht es weiter.
Wenn ich jetzt einen Strompreis von (langfristig) 30ct zugrunde lege, die 8ct verlorene Einspeisevergütung abziehe, dann kostet Dich der Strom zum Laden aus dem Netz 22ct mehr. Und da sind die Wandlungsverluste für den Akku nicht nicht abgezogen die auch gerne um die 15-20% liegen. Für 4k Euro bekomme ich also über 18.000kWh Strom gekauft. Das ist schon mal ordentlich...
Dazu kommt, Du hast im Winter hohen Überschuss, im Sommer nur eine geringe Leistung. Im Winter könntest Du dann wahrscheinlich auch ohne Akku das Auto über Nacht laden. Im Sommer musst Du selbst überblicken, wie viel Überschuss mit der geringeren Leistung noch bleibt. Das reduziert die Wirtschaftlichkeit halt alles.
Hast Du Dir da mal die Zahlen schon zusammen gezogen? Würde mich tatsächlich auch interessieren, wie weit man mit so einer WKA im Vergleich zur PV kommt. Richtig gut ist ja die erhöhte Erzeugung im Winter. Genau richtig für eine Wärmepumpe. Wenn Geld investiert werden kann/soll, wäre das u.U. der lohnenswertere Einstieg.
Ich kann natürlich nur von meiner Situation aus gehen, aber da lohnt es sich.
Keine Einspeisevergütung und aktueller Strompreis ist 38ct.
Da ich stark schwankenden und generell hohen Verbrauch habe, hat der 14 kW Speicher der seit Anfang des Jahres in Betrieb ist bis jetzt jeden Tag einen Durchsatz geschafft. Gut bei viel Überschuss hat dann mein Nachbar sein E-Auto zb bei mir geladen.
Ich finde das gerade bei einer kleinen, aber dafür durchgängigen Erzeugung, ein Speicher durchaus sinnvoll ist da er sehr schön die Verbrauchsspitzen vom Auto, kochen…abfängt und in der Zeit mit weniger Verbrauch wieder geladen wird.
Hast Du das denn auch tatsächlich mal gerechnet? Würde mich mal interessieren das auch mit Zahlen (insb. Verbrauchswerten) hinterlegt zu haben. Wobei das auch wirklich ganz andere Voraussetzungen sind. Wobei der Verbrauchspreis wahrscheinlich nicht in der nächsten Zeit auf dem Niveau bleiben wird. Aber aus Deinen Werten bedeutet das ja tatsächlich 16ct Differenz zu meinen angenommenen Zahlen.