Alte Heizungen erhalten [abgetrennt]

Interessant, wie die Grundsatzfrage nach dem Erhalt fossil betriebener Heizungsanlagen mit Populismus und Korrelationen, die eigentlich nur Koinzidenzen sind, befeuert wird.

Wir wohnen in einer Siedlung mit Doppelhäusern, Baujahr 1953. Seit der Erschließung der Grundstücke ist das Stromnetz hier nicht ausgebaut worden. Jedes Gebäude ist mit 3x35A am Hausanschluss abgesichert, je Doppelhaus geht eine 5x10mm² Versorgungsleitung rein, die beide Gebäude mit Strom versorgt.

Unser Wohn-/Esszimmer wurde bis in die 2000er Jahre im Essbereich mit einer 3x50W Esstischlampe beleuchtet. Dazu 1x40W und 1x25W an zusätzlichen Lichtquellen um den Essplatz, damit man nicht in einer Lichtinsel sitzt. Im Wohnbereich eine sog. Mutter-Kind-Leuchte mit 1x50W und 1x300W (vermutlich nur 200W genutzt) dimmbar, dazu in zwei Raumecken 3x40W und 1x60W. Das macht 645W für die Beleuchtung in einem einzigen Raum.
Für jeden Gang in den Keller wurden 5x60W an Treppen- und Flurbeleuchtung geschaltet. In der Küche wurden allein für die Beleuchtung mit 2x25W in der Dunstabzugshaube, 100W Deckenbeleuchtung und nochmal 50W zur Beleuchtung der Arbeitsfläche weitere 200W nur für die Beleuchtung gebraucht.
An einem typischen Dezemberabend wurden also beim Vorbereiten des Abendessens zeitgleich in allen Häusern der Siedlung über mehrere Stunden pro Haushalt nur für die Beleuchtung möglicherweise 700W benötigt und immer wieder mal 300W zu- und wieder abgeschaltet. Es kam hier nie jede Stunde zu irgendwelchen Engpässen in der Stromversorgung.

Heute, nachdem alles auf LED umgestellt ist, werden für die Beleuchtung des Wohn-Esszimmers ca. 100W benötigt, die Küche kommt mit ca. 60W aus. Die durch Bewegungsmelder geschaltete Beleuchtung der Durchgangsräume und Treppen ist von 300W auf 45W geschrumpft und bleibt nicht unnötig an, weil man wegen voller Hände nicht an den Schalter kam und sowieso gleich nochmal in den Keller muss. Soll heißen, wir haben durch Umstellung der Beleuchtung 540W eingespart, die Modulation von 300W auf 45W reduziert. Ich weiß also, dass meine Hausversorgung im Winter um 800W entlastet wurde, die bislang problemlos dauerhaft zur Verfügung standen.

Durch die Anschaffung weiterer Energie sparender Geräte wurde die Grundlast des Gebäudes weiter gesenkt. Wer also mit der Zeit gegangen ist, hat den Strombedarf im Wohngebäude, meistens unbemerkt, drastisch reduziert. Das, was früher für Beleuchtung draufgegangen ist, steht heute also potenziell z.B. für eine WP zur Verfügung.

Ich war, während der Planung und Umstellung der Haustechnik, paranoid und neugierig und habe für alle neu hinzugekommenen Großverbraucher (Wallboxen, Klimageräte) Zwischenzähler eingebaut und überwache die Gesamtlast, um bei Überschreiten der 35A gezielt und automatisch Großverbraucher abzuschalten. Ich bin bis heute auf keiner Phase auch nur in die Nähe der Abschaltung gekommen. Und das, obwohl es hausintern immer wieder Diskussionen gibt, wie sinnvoll das parallele Einschalten von Waschmaschine, Wäschetrockner und Spülmaschine wohl ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die für dieses Jahr geplante WP wird einhergehen mit dem gleichzeitigen Abbau der (noch funktionierenden) Gasheizung, obwohl ich über den Erhalt als Backup nachgedacht habe. Die Gründe sind so einfach wie einleuchtend.

  1. Bei einer "Dunkelflaute" funktioniert die Gasheizung ebenfalls nicht, weil keine Pumpe läuft.
  2. Die "Standkosten" mit Grundgebühr Gasanschluss (ein Propangasflasche als Backup ist auch nicht billiger), Wartung und Schornsteinfeger und dem Risiko, dass zumindest unser Modell nach monatelangem Stillstand nicht anspringt, sind rausgeschmissenes Geld.
  3. Ich habe kein Backup für unsere Gasheizung angeschafft, obwohl durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine die Gasversorgung massiv gefährdet war. Das hätte ich konsequenterweise tun müssen, wenn ich jetzt ein Backup für die WP haben wollte.
  4. Das Verbrennen fossiler Energieträger mit stark schwankendem Wirkungsgrad hat keine Zukunft und wird nie zu einer Reduzierung von CO2-Emissionen führen. Auch Holz ist keine "grüne" Alternative, weil niemand von uns zu Lebzeiten die Kompensation durch neu gepflanzte Bäume erleben wird.
  5. Unser Gebäudeenergiebedarf ist prädestiniert für den Einsatz einer WP.
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Nur bei Gasleitung.

Mit einem Gastank (oder großen Flaschen) kostet es bei mir gerade mal 42€ pro Jahr für den Schorni (84€ alle 2 Jahre).

Wartung entfällt, für mich, bei nur gelegentlicher Nutzung.

Das ist mir die Alternative zur Wärmepumpe allemal wert. Eine PV mit Akku liefert auch im Kernwinter genügend Strom für den alternativen Gasheizungsbetrieb ( 1 kWh pro Tag).

Letzten Winter hatte ich sie nur mal für 2 Tage im Herbst an, damit sie vor dem Schornsteinfeger mal durchgeblasen wird.

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Ist auch eine Möglichkeit, nach 5 Jahren Stillstand einen porösen Dichtring am Gasanschluss in Kauf zu nehmen und unkontrolliert Propan in den Heizungsraum strömen zu lassen. Im ungünstigsten Fall wird es dann noch einmal richtig warm bevor es ganz kalt und dunkel wird.

Typisch "german Angst" abgesehen davon das sie jeden Winter ein paar Tage laufen wird.

Ach ja, meine Autos sehen seit Jahrzehnten auch keine Durchsicht ... welche Horrorgeschichte haste dazu?

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@jogobo

An anderer Stelle sind im Vergleich vor zu Jahrzehnten Geräte und Stromverbrauch im Haushalt hinzugekommen, die durchschnittliche Last pro Haushalt ist über die letzten Jahrzehnte ziemlich stabil.

Der Hausanschluss ist nicht der kritische Punkt, der kann sehr großzügig dimensioniert werden, weil über viele Haushalte gemittelt nie alles gleichzeitig läuft.

Guck dir die Spitzenlast von Deutschland an, das sind 80 GW oder 80 Millionen kW bei 80 Millionen Einwohnern. Das ist nur ein kW pro Person für alles, nicht nur Haushalte auch die Industrie und Supermärkte sind damit abgedeckt.

Schon am Ortstrafo für 100 Haushalte wird massiv gemittelt, weil die meisten Geräte nicht gleichzeitig laufen.

Da gibt es eigentlich nur eine große, wichtige Ausnahme: elektrische Heizungen. Deren Bezu erfolgt in Kältewellen sehr gleichzeitig und hat damit einen enormen Effekt auf die Kosten für das Netz und Back-up.

Bisher werden diese Kosten auf die Allgemeinheit verteilt in Deutschland, in anderen Ländern gibt es schon Leistungspreise oder verbreitete Nutzung von flexiblen Preisen.

Das kann auch ganz schnell in Deutschland eingeführt werden und zur finanziellen Abstrafung von Wärmepumpen ohne Backup führen.

Du sparst für seltenes Backup übrigens keinen Brennstoff, wenn du die Verbrenner Heizung rausschmeißt. Das wird nur verlagert von der Backup Heizung zum Backup Kraftwerk, und bei großer Kälte, spätestens dann wenn du einen Heizstab zuschalten musst, ist die Verbrenner Heizung effizienter als Kraftwerk plus elektrische Heizung.

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  1. kein problem schafft eine kleine powerstation so ne pumpe und ne gasheizung zu betreiben

  2. das sind bei mir unter 200eur im jahr (gasleitung und schorni kommt alle 3 jahre) wenn ich die nicht nutzen würde, peanuts.

  3. es wurde hier zu lande auch kein backup angeschafft obwohl die ölversorgung durch den amerikanischen angriffskrieg auf den irak gefährdet war

  4. das verstromen von öl, gas und kohle im winter für eine wp mit enormen verlusten und co2 emissionen, das umwandeln des stroms wieder in wärme hat keine zukunft.

  5. dann ist es auch optimal für eine modulierende moderne gasbrennwert therme

ich habe mir das genau ausgerechnet was es kosten würde gasbrennwert vs wp die mehrkosten der wp würden um die 60-80 jahre brauchen bis die kosten bei mir wieder raus sind so lange halten die teile nichtmal... und ich erst recht nicht.

würde eine gasheizung bei einer gasleitung immer der wp vorziehen

Voltmeter hat übrigens eine reine Insel, also keinen Stromanschluss. Der Strom kommt allein von der eigenen PV Anlage, die im Kernwinter natürlich sowieso nicht reicht für die Heizung. Da dass aber ein sehr Energie effizienter Neubau ist und viel PV Strom doch verheizt werden kann, ist der Gasverbrauch sehr niedrig. Hätte jeder in Deutschland so einen niedrigen Verbrauch wie Voltmeter würde mit etwas Wasserstoff gestrecktes heimisches Biomethan aus Abfällen nachhaltig ausreichen. Da müsste kein Erdgas importiert werden.

Die wichtigsten Gründe zusammen gefasst, warum man die Gasheizung drin lassen sollte:

  1. Man tut etwas für die Allgemeinheit und die Umwelt, weil man so Netzausbau und Backup Kosten begrenzen hilft. Netzentgelte von 25 Cent fahren die Energiewende gegen eine Wand.

  2. Die Allgemeinheit könnte die Kosten für Back-up und Netz irgendwann auf die Verursacher umlegen. Dann kostet der Betrieb der Wärmepumpe ohne Backup richtig in Kältewellen. Mit Backup ist man flexibel und kann flexibel switchen zwischen Gas und Strom.

  3. Man hat Backup im Fall eines Stromausfalls bei großer Kälte oder wenn die Wärmepumpe kaputt ist. Das ist ein Bonus, den ich nicht zu hoch hängen würde, aber ganz unter den Tisch fallen lassen, sollte man es auch nicht.

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hinzu kommt bei mir dass ich mit der split klima in der übergangszeit heize und die gasheizung nur dann läuft wenn der strom eh aus kohle und gas erzeugt werden würde.

ein backup zu haben ist nie verkehrt ich habe drei heizmöglichkeinten: gas, split klima, und ww speicher heizstab.

dez-jan läuft die gasheizung feb-april die split klima und ab april der heizstab bis oktober und dann wieder die splitklima, gasheizung usw.

alles hat seine daseins berechtigung

ich würde vermutlich anders entscheiden hätte ich keine gasleitung liegen, dann hätte ich wahrscheinlich eine wp denn eine gasheizung mit gastank wäre dann viel zu teuer aber dann wäre man auch ein paar jahre autark mit nem großen tank...

was mache ich wenn meine gasheizung im winter defekt wird?

reparieren lassen, wenn das nicht zeitnah möglich ist dann baustromkasten hinstellen an meine hak anschließen und die split klima laufen lassen. wenn das auch nicht zeitnah möglich ist hab ich noch ne kleine holz notheizung mit improvisiertem schornstein nach draußen co wächter und die lüftungsanlage läuft ja sowieso.

@uschi

Wie lange reicht dein Gastank? Ich meine mich zu erinnern, dass das ziemlich lange war.

da wird aber unterschlagen, dass es eine WP ist und kein Heizstab.

mit dem gastank kann man schon nen trick 17 anwenden

wenn man den neu hat so auslegen dass der 10 jahre reicht dann kurz vor ablauf der tankprüfung nochmal voll machen und wieder 10 jahre laufen lassen so kann man die tankprüfung dann nur alle 20 jahre machen, ob das sinvoll ist steht auf nem anderen blatt geschrieben.

dann hat man auch für die nächsten 10 jahre keine gaspreiserhöhung und kann so gut planen

das heilige co2 wird aber trotzdem rausgeblasen dafür

was ist effezienter?

das gas direkt zu verheizen

oder es mit verlusten zu verstromen dann die energie über hunderte km mit umwandlungsverlusten ins haus zu speisen nur um diese im winter mit 400% effezienz wieder in wärme umzuwandeln?

natürlich vorausgesetzt man hat ne gasleitung liegen sonst bleiben ja nicht viele alternativen

[quote data-userid="478" data-postid="209276"]was ist effezienter?

das gas direkt zu verheizen

oder es mit verlusten zu verstromen dann die energie über hunderte km mit umwandlungsverlusten ins haus zu speisen nur um diese im winter mit 400% effezienz wieder in wärme umzuwandeln?[/quote]

Da hilft doch die Mathematik weiter. Nehmen wir an, die lokale Gasheizung arbeitet mit einer Effizienz von 100%. 1 kWh Wärme aus 1 kWh im Gas gespeicherter Energie.

Ein 400 km entferntes Gaskraftwerk arbeitet dagegen mit einem Wirkungsgrad von 40%. Aus einer kWh Gas werden 0,4 kWh Strom. Auf den 400 km verlieren wir 24% (110 kV) von 0,4 kWh = 0,096 kWh. Mittel- und Niederspannungsverluste vernachlässige ich mal, schließlich geht die Hochspannungsleitung ja auch nicht direkt in meinen Hausanschluss. Bleiben also rund 0,3 kWh Strom, die bei meiner WP landen. Nehme ich die von Dir vorgeschlagenen 400% Effizienz der WP, bekomme ich aus den 0,3 kWh Strom 1,2 kWh Wärme. Macht also 20% weniger CO2 als lokale Verbrennung.

Nehmen wir ein Kombikraftwerk mit Gas- und Dampfturbinen, geht der Wirkungsgrad auf bis zu 60% nach oben. Reduzieren wir die Entfernung des Kraftwerks zum Ort des Verbrauchs, wird die Bilanz noch besser. Gehen wir davon aus, dass die Transformation in der Energieerzeugung hin zu regenerativen Quellen funktioniert, wird das ganze zu einem No-Brainer.

Ich hatte ja weiter oben schon erläutert, dass die historische Entwicklung der Verbraucher hin zu Energiespargeräten Kapazitäten im Versorgungsnetz frei gemacht hat. Der Ausbau der Nord-Süd-Trasse muss sowieso kommen, wenn BW und Bayern nicht mittelfristig abgespalten werden sollen. Ich wäre auch dafür, Energie dort zu erzeugen, wo sie benötigt wird.
Das Gejammere nach Abschaltung der letzten Atommeiler war deshalb so groß, weil diejenigen, die am lautesten geschrien haben, weder in Sichtweite eines AKWs wohnen noch in der Nähe eines Endlagers. Wenn man bei der Beseitigung des Grubenwassers von Ewigkeitskosten spricht, was wäre dann der richtige Zeitbegriff für die Entsorgung radioaktiver Abfälle?

Bis dahin könnte Gas auch so teuer geworden sein, dass es finanziell keinen Unterschied macht. Auch Gasnetze müssen unterhalten werden. Ich bezweifle, dass sich da viel tut hinsichtlich der Kosten.

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Etwa so wie Voltmeter beschrieben hat: 4000L kurz vor Ablauf des 10 jährigen TÜV vollgemacht und geschätzte weitere 10 Jahre genügend Gas.

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@jogobo

Propan kann man ohne Gas-Netz lagern, dazu kommt:

Es ist ein Unterschied, ob man etwas behält und nur das minimal nötige macht, um es zu erhalten (das bestehende Gasnetz, die bestehende Gasheizung) oder ob man etwas neu baut (die Gasheizung Nummer 2 als Backup für Gasheizung Nummer 1, das bestehende Stromnetz massiv ausbauen).

In Norwegen hat man von Anfang an für viel Stromverbrauch geplant und ist entsprechende Kompromisse eingegangen, zum Beispiel liegen da sehr viele Freileitungen.

In Norwegen ist für Häuser Backup sogar faktisch vorgeschrieben über die Bauordnung (mit ein paar Ausnahmen, Passivhaus Standard oder so).

Bei der Vergleichsrechnung ist der Fall Kältewelle im Dezember oder Januar relevant, also ein Zeitpunkt, zu dem Backup Kraftwerke gebraucht werden und die Wärmepumpe keine 400% schafft. GuD ist für Einsatz in 1% der Stunden extrem teuer.

Im Vergleich zu anderen Verbrauchern kann elektrische Wärme eine viel höhere Gleichzeitigkeit haben. Das gilt nicht für 11 kW Durchlauferhitzer für Warmwasser, es gilt aber sehr wohl für Raumheizung und da haben Wärmepumpen eine besondere Verbrauchskurve. Die ist nicht linear wie bei einfachen Elektroheizungen (pro Grad Kälte x Watt), sondern eher quadratisch.

Wenn man die Spitzenlast abschneiden kann, braucht man fast keinen Brennstoff und kann doch die Systemkosten für Netz und Back-up Kraftwerke massiv senken. Und der wenige Brennstoff, den man braucht, der ist sogar eine Einsparung gegenüber der Verbrennung im Kraftwerk.

Du hast einen entsprechenden Punkt vergessen.

Die leitungs Kapazität und Energie Knappheit im Winter, wenn viele gleichzeitig in einem Gebiet die wp laufen lassen weil es kalt ist oder der heizstab zur kurzfristigen ww bereitung angeht, dann ist Schicht im Schacht.

Deswegen trägt jede andere Heizmethode zur netzstabilität bei.

Wir haben doch nur noch wenig Kraftwerke mit gesicherter Leistung.

woher stammen diese Verlustangaben?

hier geht man von 6% aus, also fast vernachlässigbar:

Ich glaube nicht, dass man durch den bewussten Erhalt von Gasheizungen den Netzausbau billiger gestalten wird. Oder machen Netzbetreiber Umfragen: wie lange wollen sie noch mit Gas heizen? Ok, dann wählen wir den neuen Ortstrafo 20% kleiner aus, Strassenzug X, Y und Z scheinen noch für längere Zeit mit Gas heizen zu wollen, hatten sie zumindest 2024 in der Umfrage so angegeben.

(Ich weiß aber ehrlicherweise auch nicht, nach welchen Kriterien und Prognosen welche Form von Netzausbauten geplant werden).

Von welcher Energieknappheit im Winter sprichst Du da genau? Fehlender Solarstrom? Die Ertragreichsten Monate für Windenergie waren 12/22 mit 19 TWh und 01/23 mit 17 TWh.
Die fehlende Nord-Süd-Trasse hatte ich schon eingeräumt. Das ist aber immer ein Thema, wenn Produktionsstandorte verlegt werden. Egal, ob ein altes KW abgeschaltet und irgendwo anders ein neues ans Netz geht, oder eben ein disruptiver Technologiewandel eine angepasste Infrastruktur erforderlich macht. Wenn der Föderalismus dazu führt, dass sich einzelne Bundesländer dem Zubau regenerativer Energiequellen verweigern können, fände ich es nur gerecht, wenn die Kosten für die zusätzliche Infrastruktur (eben Netzausbau) dort eingetrieben werden. Kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher lassen sich auch deutlich kostengünstiger realisieren.

Es spricht doch auch nichts dagegen, in Gebieten, in denen die technischen Möglichkeiten einer WP bei häufig auftretenden Witterungsbedingungen nicht ausreichen, auf andere Wärmequellen als eine WP zu setzen. Deshalb ist aber das Verbrennen fossiler Energieträger trotzdem kein nachhaltiger Schritt. Egal ob über eine Bestandsinstallation und neu. Solange die Diskussion im Kern immer noch darum geht, dass Verbrennung ein Teil der Lösung und nicht Teil des Problems ist, kommen wir sowieso keinen Schritt weiter.

Das gab es vor 30 Jahren mit elektrischem Licht genauso. Überall in Deutschland ist es im Dezember um 17:00 Uhr dunkel. Mit klassischen Glühbirnen wurden da pro Haushalt locker 0,5 bis 1 kW (bei manchen Lichtfetischisten auch noch mehr) dauerhaft verbraten. Gleichzeitigkeit ist auch kein Problem, denn Gleichzeitigkeit ist planbar. Das Problem sind die Spitzen. Und um die Kirche im Dorf zu lassen: genauso wenig wie wir 40.000.000 PKWs mit Verbrennungsmotor von heute auf morgen gegen E-Autos austauschen, genauso wenig werden wir 43.000.000 Haushalte von heute auf morgen auf WPs umstellen.

Komischerweise passiert, wenn Tesla einen Ladepark mit 32 neuen Superchargern in Betrieb nimmt, oder EnBW 16 neue 300kW-Lader an der Autobahn in Betrieb nimmt, in den umliegenden Ortschaften genau gar nichts. Auch nicht zur Hauptreisezeit, wenn die Auslastung ausnahmsweise mal richtig hoch ist. Selbst in der angrenzenden Raststätte flackert deshalb nicht das Licht. Offensichtlich gibt es Kapazitäten und Reserven, über die niemand wirklich spricht.

Der benötigte Heizwärmebedarf richtet sich nach dem Wärmeverlust des Gebäudes, der neben dem Wärmedurchgangskoeffizienten der Gebäudehülle maßgeblich von der Temperaturdifferenz außen zu innen bestimmt wird. Während man bei einer reinen Elektroheizung für eine höhere Raumtemperatur oder gesunkene Außentemperatur im Verhältnis 1:1 mehr Strom in Wärme umwandeln muss, ist der Mehraufwand bei einer Wärmepumpe abhängig vom COP. Im ungünstigsten Fall wird mit Heizstab zugeheizt, was der einfachen Elektroheizung entspricht. In welchen Fällen wäre der WP-Betrieb also energetisch schlechter als die Elektroheizung?

von hier. 6% auf 100 km bei 110 kV.

Wind und Sonne setze ich ohne entsprechende Speicher mit 0kwh an, da diese energieform ohne Speicher nutzlos ist.

Was glaubst du passiert bei mir im Winter wenn ich statt 48kwh nur 0.48kwh habe?

Richtig, dann habe ich die deutsche Energie Wende bei mir live.

Du kannst es an den redispatchmaßnamen sehen, im Sommer platzt das Netz aus allen nähten und im Winter wird Gas und Kohle verstromt das es nur so knallt.

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