Alte Heizkörper für LWWP

Die Kosten für neue Heizkörper sind selten das Problem. Das entscheidende Problem ist häufig der benötigte Platz, der nicht vorhanden ist.

Oliver

halten fast ewig.. kürzlich einen von 1972 ausgetauscht - der war durchgerostet. Das ist erst bei der Druckspülung aufgefallen.

Die Druckspülung habe ich gemacht und unglaublich viel Schlamm aus dem System von 1962 rausgespült - wenn der in den Heizkörpern war (wo sonst?) ist die aktive Fläche des Heizkörpers jetzt viel viel größer, weil das Wasser überall hin kann. Als Vorbereitung zur Umstellung auf eine LWWP Heizung…

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Wie macht man sowas? Muß man dazu die Heizkörper aufschrauben, um vor Ort den Dreck rauszulassen oder kann man das vom Heizungskeller aus zentral machen?

Ich habe das zentral vom Heizungskeller aus gemacht. Man kann die Geräte dazu mieten, oder besser, es bauftragen, sofern man unsicher ist.

Hier ein Beispiel:

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Mach als Erstes mal die Fensterbank über dem Heizkörper weg.
Die Lebensdauer der Heizkörper hängt davon ab, wie oft Du das Wasser wechselst.
Jedes eingingen von frischem, d.h. sauerstoffhaltigem Wasser sorgt für Korrosion.
Auch von außen können die rosten, also Lackschäden beheben.
Wenn der Heizkörper tropft, ist er hinüber.

M.E. auch eine gute Methode um seine Heizkörper kaputt zu machen.

Das Problem / der Schaden hatte der Heizkörper eh und wäre über kurz oder lang eh ausgefallen.

also empfiehlst du das Wasser über eine Patrone nachzufüllen, also demineralisiert und eben nicht direkt aus der Wasserleitung?

Der zeitliche Zusammenhang beweist ja, dass dem nicht so ist.
Die Elemente sind oft verspannt und nicht für Drücke aus dem Hochdruckreiniger ausgelegt.
Hier ist mal der Heizkörper an so einer Stelle verschweißt worden:

Ob das heutzutage noch ein Heizungsbauer macht, sei mal dahingestellt.

Es bringt auch nichts Stellen mit “Schlamm” durch stehendes sauerstoffhaltiges Wasser zu ersetzen.
Immer wenn Du frisches Wasser einträgst, oxidiert der Heizkörper von innen weiter, bis der
Sauerstoff gebunden ist. Alles in Ruhe lassen, ist am besten. Ich ärgere mich immer wieder
wenn ich zwecks Wartung oder Umbau Heizungswasser ablassen muss um es dann mit
Leistungswasser nachzufüllen. Am liebsten würde ich das auffangen und wieder zurück pumpen.

Sinnvoll ist eine Dekantierer mit Magnet im Rücklauf.

Damit kenn ich mich nicht aus.

Mal eben ausgerechnet, wieviel Eisen sich eigentlich so mit dem gelösten Sauerstoff oxidieren liese:
Bei 20 Grad lösen sich 9 mg/Liter Sauerstoff, also 900 mg auf sagen wir 100 Liter. Wenn wir aus Eisen Fe2O3 machen wären das etwa 2g Eisen für den Sauerstoff, der sich in 100 Litern Wasser maximal löst. Wenn es nur zu zweiwertigem Eisen oxidiert wird entsprechend etwas mehr.

Das ist interessant und ich habe mich mit der KI beraten.
Erstmal kommt das Leitungswasser mit ca 10 Grad rein.
Bei Erwärmung gast der Sauerstoff aus. Man ist also gut beraten solche
Arbeiten im Winter zu machen, weil höhere Vorlauftemperatur.
Mit Wärmepumpe hat man da die A-Karte gezogen.
Da müsste man dann tatsächlich entgastes Wasser einfüllen oder damit Leben,
dass die Eisenteile etwas an Material einbüßen.
Laut KI reichen schon 60 Grad aus um das Gröbste an Gas aus dem Wasser zu entfernen.
In meinem Fall ist eine Gastherme gleichzeitig Durchlauferhitzer. Das bedeutet, dass
immer mal ein Teil des Heizungswassers in einem kleinen Kreislauf hoch erhitzt wird.
An der Pumpe ist ein automatischer Entlüfter eingebaut. Das ist eine gute Entgasungsanlage.

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Wieviele Heizkörper hast du denn schon gesehen, die durch neues sauerstoffhaltiges Wasser durchgerostet sind?

Tatsächlich hatte ich das bei meinen Eltern erlebt. Ich will aber nicht ausschließen, dass der
Heizkörper von außen durchgerostet ist. Das ist ja auch bei Wasserleitungen in der Regel
so, dass diese eher von außen rosten. Von innen her auch. Wer kennt nicht das braune Leitungswasser in alten Installationen das kommt, wenn man nach dem Urlaub Wasser aufdreht.
Und Boiler rosten ja bekanntermaßen von innen nauch außen, obwohl heiß.
Vielleicht gibt es da ja noch Aspekte, die wir nicht kennen.
Jedenfalls ist es gut das Heizungswasser nicht zu erneuern und möglichst wenig frisches einzutragen.

Sehe ich auch so. Selbst wenn das Wasser wirklich entsprechend mit Sauerstoff gesättigt wäre und vor dem nächsten Heizen durchreagieren könnte, ist die Menge denke ich nicht kritisch.

Aber davon abgesehen, dann müssten die alten Boiler alle komplett durchgerostet gewesen sein. Permanent. Weil dort immer wieder neues Leitungswasser hinzukommt und im Boiler dann steht, erhitzt wird, und kaltes wieder reinkommt.

Die haben aber doch zumindest ne Email-Schicht?

Und eine Schutzanode. Oder sind gleich ganz aus Edelstahl.

Oliver

Ja, jetzt. Aber früher nicht. Dann wären die alle permanent rostig gewesen und auseinander gefallen. Die meisten die ich kaputt gesehen habe waren voller Kalkablagerungen. An Rost hab ich bisher nur ganz ganz wenige krepieren sehen. Also ist die Frage, wie das bei Heizungen aussieht.

Wenn kein Zeitdruck besteht, kann man die Wärmepumpe auch erstmal direkt an den Heizkreis anschließen und einfach ausprobieren.

Wenn sich dann herausstellt, dass der COP mit 2,5 oder so zu niedrig ist, kann man immer noch umbauen oder optimieren.

So sieht man wenigstens konkret, wie viel Energie und Geld man durch die Anpassung tatsächlich spart.

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