Hi Forum, wir sind gerade im Entscheidungsprozess ob wir uns eine LWWP oder mehrere Split Llwp holen um unser Haus zu heizen.
Zurzeit haben wir noch unsere Buderus ecomatic 2000 Öl Heizung. In unseren drei Etagen befinden sich insgesamt 8 Niedertemperatur Heizkörper von 1978.
Ich hatte mal gelesen, die Lebensdauer diese Heizkörper beträgt 15-20 Jahre. Damit wären unsere schon weit hinter ihrer Lebensdauer.
Lässt sich anhand der Fotos schon sagen, dass sie auf jeden Fall getauscht werden müssen, sollten wir eine LWWP einbauen?
Der Youtuber "Fachwerker" hat empfohlen die Heizkörper zu testen und eine Vorlauftemperatur von 55° einzustellen. Dann zu schauen ob die Heizkörper die Temperatur über ein paar winternächte halten können.
Wir haben noch keine Winternächte aber ich habe mal die Vorlauf Temperatur auf 40° gestellt, die Thermostate auf 5 gestellt und es wurde warm. Nicht billig aber etwas über 22°
Ich weiß nicht ob diese Info nun weiter hilft aber ich wollte es euch nicht vorenthalten.
Da es auf das Verhältnis von Heizlast/Raumgröße zu Heizkörper ankommt, kann man mit den Bildern überhaupt nichts sagen. Kann auch genauso gut sein, dass der 1 lagige kleine Heizkörper das 1,3 qm Gaste-WC, was keine Aussenwand hat, trotzdem heizen kann.
Du kannst einfach die benötigte VL Temperatur bei verschiedenen AT aufnehmen, dann kann man schon ganz gut abschätzen, wo man im Winter bei NAT ungefähr landet. Dass du in den nächsten 10 Jahren für ein paar Tage am STück die NAT erreichst, ist sowieso fast ausgeschlossen.
Wenn Du so bei offenem Ventil 22 Grad hast, ist das Learning, dass die VL Temp noch runter kann. Gibt auch Rechner für die Heizleistung verschiedener Heizkörper abhängig von der Temperatur. Dann bräuchte man noch die Heizlast der einzelnen Räume
ich mag keine Heissluftgebäse wie PC Lüfter auf Heizkörpern oder Splittklima. Habt ihr mal nen Kachelofen oder IR Heizung erlebt ? Das ist ne schöne Wärme, halt Strahlungswärme und 22 Grad ist da voll ok. Deswegen würde ich immer Heizköper nehmen und wenn nötig halt vergrössern, zur Not als 33er, aber nie nen Lüfter draufbauen.
Heizkörper heizen hauptsächlich durch Konvektion. Der IR-Anteil ist eher klein speziell bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Mit einem Lüfter unterstützt man die Konvektion. Hält man die Luftgeschwindigkeit niedrig gibt es keinen Zug und hat auch das Geräusch im Griff.
Was ist das für ein Ventil unten rechts auf dem Bild mit den Stiefeln?
Was ist die Rücklauftemperatur an der Heizung? Zwecks mittlerer Temperatur.
Sind die Heizkörper bis unten gut durchgewärmt oder nur im oberen Teil?
Ich habe mit WP auch noch solche Heizkörper in 3 Räumen als 2-lagig verbaut. Meine sind über 40 Jahre alt. Bei einem Raum habe ich einen 3fach Lüfter untergebaut (läuft mit 5V-hört und spürt man nicht), dann hat es für den Raum gereicht.
Wie schon geschrieben wurde, kennt keiner deine Räumlichkeiten und Wärmebedürfnis.
Bei den jetzigen Temperaturen 40°C Vorlauf ist noch nicht so prickelnd mit 22°C Raumtemperatur. Ich bin derzeit bei 33°C Vorlauftemperatur bei 10°C Außentemperatur.
Zum Test sollte auch noch gehören, ob deine Heizkörper rauschen, wenn du die Umwälzpumpe ordentlich schneller drehen lässt. Die WPs brauchen ordentlich Durchfluss um mit möglichst geringer Spreizung die Wärme ins Haus zu bringen.
Mit ca. 2.000l Öl würde ich nach Schweizer Formel mal eine 9kw-WP raten. Da bist du mit 5K Spreizung schon bei ca.1.550l/h bzw. 25l/min. Das ist schon ordentlich und braucht auch vernünftige Rohre zu den Heizkörpern.
Wenn du auf LWWP gehen willst, musst du ausreichenden Heizleistung mit möglichst niedrigen VL Temperaturen hinbekommen. Die 55 °C sollten eher die Obergrenze sein, wenn es mal richtig kalt ist. Selber kalkuliere ich mit 40°C VL bei ca. 0 °C Tagesmitteltemperatur außen. Die Tagesmitteltemperatur nehme ich von einer nahe gelegenen DWD-Wetterstation um saubere statistische Vergleichswerte zu haben. Einfach mal probieren. Deine Heizkörper sind das, was man 1978 als “Niedertemperatur” bezeichnet hat. Ich fürchte ein paar Heizkörper wirst du tauschen müssen. Mein Empfehlung zur Kalkulation von Heizkörpern.(s.u.) Grüße
Kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen. Es wirft doch niemand alle 20 Jahre die Heizkörper raus. Altbauten haben 50-70 Jahre alte Heizkörper. Es gibt erstmal keine Gründe, Heizkörper nach einer bestimmten Zeit zu wechseln.
Wenn du auf LWWP setzen willst, mach im Winter Tests, also mal schauen, wie weit du mit der Vorlauftemperatur z.B. bei 0 Grad Außentemperatur runter kannst, wenn alle HK komplett offen sind und welcher Raum schwächelt und mehr Heizfläche braucht. Bei LWWP wäre schon gut, wenn du bei 0 Grad auf 35-40 Grad runter kommen würdest.
Hallü @Janneb
auf dem letzten Bild sieht es so aus, als müsste der Heizkörper gereinigt werden. Hab mir eine Art Maxi “Flaschenbürste” gekauft. Damit kann man zwischen den Platten reinigen.
Ansonsten sehe ich kein Rost oder sonstige Auffälligkeiten, die auf ein Ende der Lebensdauer der Heizkörper hinweisen. Ob sie für deine Zwecke ausreichen, sieht man natürlich nicht. Dein Versuch, mit abgesenkter VL das zu testen, ist goldrichtig; doch der Test mit VL 55 Grad macht wenig Sinn, denn das ist viel zu hoch.
Auf Bild 2 sehe ich ein 2 Platten Konvektor. Den kannst du mit mehreren 80mm Lüftern “pimpen”. Die passen drunter und blasen Luft von unten nach oben (zwischen den Platten). Das bringt was. Bei denen mit nur einer Platte wird das weniger effektiv sein.
Hab selbst einen Versuch vor 2 Jahren gemacht und war bei VL 42 Grad und 0 Grad außen noch so gerade auf 20,5 Grad innen gekommen. Das ist für einen effektiven LWWP Betrieb zu hoch.
Die Lüfter wurden mit regelbaren Steckernetzteilen gespeist und da meine “Regierung” sehr ruhebedürftig ist, durften sie nur sehr langsam (leise) laufen. Das Ergebnis meines Tests war, dass die Geräuschempfindlichkeit meiner Liebsten gegen Klima Split und gegen Lüfter an den Heizkörpern spricht. Es bleibt also bei Pelletheizung, denn der ist die VL fast egal.
Versuch es gern mal mit den Lüftern und einer deutlich gesenkten VL. Dann wirst du merken, ob es warm wird und der Rest der Familie damit leben kann. Ich hatte PC Lüfter “Arctic silent P8” im Einsatz. Die bekommt man im 5er Pack für rund 20 €.
Wir haben uns nicht für LWWP entschieden, aber wollen uns jede Möglichkeit einmal anschauen.
Falls wir uns im Winter nicht schon für Klimageräte entschieden haben, werde ich mal ein paar Testläufe starten sobald es kalt wird.
Ein bisschen grätscht uns da unser Bundesland HH rein, weil uns hier ab 2026 Stromdirektheizungen verboten werden. Da fallen auch IR Heizungen drunter.
Das würde mehr für eine LWWP sprechen.
Aber vielen Dank für den wertvollen Input erstmal, jetzt weiß ich wie ich unsere Voraussetzungen für eine LWWP prüfen kann.
Ich will gar niemanden zu irgendwas anstiften, aber da würde ich drauf ka**en. Wer kontrolliert das? Und ein IR Panel unter der Decke könnte auch als Beleuchtung durchgehen. Sicher bemerkt man an meinem Text dass ich ziemlich angek**zt bin von dieser völlig praxisfernen Reglementierungswut. Bau doch jetzt schon mal zwei drei Panels in den betroffenen Räumen ein dann haben sie Bestandsschutz
Wir haben 2016 im Rahmen unserer Kernsanierung und mit Blick auf den eventuellen, späteren, Einsatz einer LWWP alle alten Heizkörper raus geschmissen und wo immer es möglich war größere, also von Typ 21/22 auf Typ33 oder aber zumindest immer einen Typ höher (Vorflur wo die Haustür ist passt nichts größeres als Typ21) eingebaut. Und, wo immer es möglich war wurden sie auch breiter. Wenn die HK in der Küche/Esszimmer unter den Fenstern vorher exakt Fensterbreite hatten stehen sie jetzt auf beiden Seiten rund 20cm über. Das wirkt u.U. ein bisschen klobig, aber mit geschickter Einrichtung fallen die optisch nicht mehr so ins Gewicht. Preislich lagen wir damals bei rund 1500€ pro Geschoss für alle Heizkörper.
Dabei sind die HK jetzt im Vergleich zu vorher ca. um das 1,4fache überdimensioniert. 1,4fache im Bezug zu der jeweiligen Heizlast des Raumes bei angenommener NAT von -10°C und der Heizleistung des HK bei einer Vorlauftemperatur von max. 40°C und einer Spreizung von 5K.
Dies kam uns dann auch bei der weiteren Nutzung der Gas-Brennwerttherme zu Gute. Wir fahren also schon seit Jahren mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen. Hier ist es nur wichtig zu wissen, das man sich dann von “innerhalb von 10min ist ein Raum von kühl auf Solltemperatur” verabschieden muss. Die Heizkurve der Gastherme ist so flach, das es mehr Sinn macht die Räume 24/7 auf Nenntemperatur zu halten, ohne jegliches Theater mit irgendwelchen Nachtabsenkungen. Durch die flache Heizkurve werden aber Überschwinger, die aufgrund der Hysterese der Thermostate entstehen, vermieden. Bzw. die Thermostate kommen ihrer eigentlichen Aufgabe wesentlich näher => Störgrößen wie Personen die sich im Raum befinden, oder elektr. Geräte die zusätzliche Wärme eintragen, oder Sonneneinstrahlung auszugleichen. Ein Thermostat ist nicht dazu da die Solltemperatur des Raumes einzustellen sondern Störgrößen auszugleichen.
Zugegeben, nach dem hydraulischen Abgleich war der Prozess die Heizkurve zu optimieren relativ aufwendig, brachte aber an Schluss schon mal 18% Gasersparnis im Vergleich zu vor der Sanierung. Ware Wunder hab ich an der Stelle für unseren Altbau mit vollkommen ungedämmten Wänden nicht erwartet, aber die Richtung war schon mal gut.
Sieht mir nach einem RTL für eine Fußbodentemperierung aus. Oder man mißbrauchte es um den Volumenstrom drosseln zu können.
Nach einer kurzen Google-Suche scheint das nur festinstallierte Stromdirektheizungen zu betreffen. Vermutlich geht es primär darum, daß man nicht mehr das ganze Haus mit Nachtspeicheröfen oder mit Elektro-Fußbodenheizung heizt.
Ein Haus mit LLWPs zu heizen, und gegebenenfalls in einzelnen Räumen mit Infrarotpanels oder Elektroheizkörpern zuzuheizen dürfte da nich gegen den Geist des Gesetzes verstoßen.
Ist ein Infrarotpanel, was mit einem Stecker in der Steckdose steckt, fest installiert? Ist es fest installiert, wenn es zwar mit Halterungen an der Wand verschraubt ist, man es aber jederzeit aus der Halterung herausheben kann? Ich würde da jede Grauzone ausnutzen. Zudem das wohl eh keiner Kontrollieren kann, solang primär mit einer Wärmepumpe (egal welcher Art) geheizt wird, und man das auf entsprechenden Formularen mit gutem Gewissen angeben kann.
Es geht doch hier im Kern um die Entscheidung Klima oder LWWP.
Und da sind ordentlich montierte Heizkörperlüfter deutlich leiser als Klimainnengeräte.
Ich habe auch die Arctic Silent 80mm vollflächig aber akustisch entkoppelt unter den 22 HK. Dabei passiert es, das ich vergesse den Lüfter auszuschalten wenn die HZ aus ist (Übergangszeit).
Das Argument Geräusch ist also keins. Selbst die gelegentlichen Strömungsgeräusche der Heizkörper sind (bei mir) lauter.
Das hatte ich mit preiswerten Bimetall Schaltern, die an den Vorlaufrohren befestigt waren, gelöst. Das Empfinden von Geräuschen ist sehr individuell (mich hat es auch nicht gestört) und es hängt auch von den Umgebungsgeräuschen ab. In stiller Nacht auf dem Lande nimmt man anderes wahr, was in der Großstadt im allgemeinen Hintergrund Rauschen untergeht. Einen Test (der Mitbewohner) darf ich daher empfehlen.