Altanlage, älter 20 Jahre, teilweise als Balkonkraftwerk mit Kleinspeicher ( 2 - 4 kWh) betreiben

Liebe Forengemeinde,
zum Thema habe ich konzeptionelle Fragen (ich habe hier noch nichts konkretes gefunden).

  1. Ü-20 Anlagen Volleinspeisung können mit “Jahresmarktwert Solar” nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden Weiterbetrieb von Ü20-Anlagen .
  2. Ideal wäre nun ein Umbau auf Eigenversorgung mit Überschusseinspeisung (Aufwand gering, Elektriker notwendig)
  3. Man könnte das selber vorbereiten und der Elektriker könnte beim Umbau auf Eigenverbrauch gleich den Smartmeter, der bereitliegt, einbauen. Wäre für den Elektriker ein gern gesehener kleiner Zusatzverdienst.
  4. Wenn man mit den Leistungsdaten an den Strings hin kommt, was würde dagegen sprechen?

Ist es nun technisch möglich an einem Teil der Anlage (bis zu 2000 Wp Generatorleistung) ein Balkonkraftwerk mit Speicher (2000 - 4000 Wh) zu betreiben?

Vorteil: kein neuer Hybridwechselrichter, kein großer Umbau der Bestandsanlage, wirtschaftlich gut darstellbar, nachhaltige Verwendung älterer Module, Elektriker nicht oder nur teilweise notwendig.

Nachteil: möglicherweise Änderung der Verschaltung einiger Module um auf brauchbare Anschlusswerte für Balkonkraftwerke zu kommen.

Freue mich über zielführende Beiträge.

LG

Solarrex

PS: habe Bekannte, die haben je 3 - 4 kWp Anlagen, die 2024 / 25 ausgelaufen sind.

Machen kann man alles. Allerdings unterschätzt du vermutlich den Teil „Elektriker“. Wenn du einen an der Hand hast, der das gerne für dich macht, dann prima. Wenn nicht, wird’s eventuell schwierig bzw. teuer.

Natürlich kann man auch ca. 2kWp der Module auf einen BKW-Umrichter klemmen, und den in die nächste Steckdose einstecken. Bei einer vorhandenen 3kWp-Anlage wird das wohl das einfachste sein.

Oliver

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Das mit dem Abzweigen eines 2 kWp-Teils geht halt nur, wenn es jetzt schon so verkabelt ist. Denn du wirst ja nicht extra aufs Dach steigen wollen, Module hochnehmen, neu verkabeln, zusätzliche Kabel in den Keller ziehen…

Ok,
prima, grundsätzlich scheint das ja machbar. Ermutigend.
Elektriker an der Hand: Es müsste doch sowieso einer vorbei kommen, um auf Eigenverbrauch umzustellen. Machen das die neuen Zähler (mME) nicht sowieso automatisch?

Ich denke ich gehe das mal an und hoffe ich kann positives berichten.

Plan:

  1. Dokumentation Ist-Zustand
  2. 2 oder 4 Strings Leistungswerte feststellen
  3. Infrage kommenden Balkonkraftwerke - Systeme mit Speicher bestimmen, mit Entscheidung für ein System
  4. Feststellen ob die Strings verändert werden müssen oder bleiben können (beste Lösung zu 3)
  5. Feststellen ob Anlagenumbau auf Eigenverbrauch notwendig ist (ist nicht immer der Fall)
  6. Machen (oder auch nicht, wenn nicht machbar)
  7. Hoffentlich staunen und freuen

LG
Solarrex

Denn du wirst ja nicht extra aufs Dach steigen wollen, Module hochnehmen, neu verkabeln, zusätzliche Kabel in den Keller ziehen…

Stimmt leider. Bin gespannt. Die Module haben auch fast vergesse Daten.
Z.B. solon peg 190 s (schätze Herstellung etwa 2003)

Elektrische Daten

Nennleistung (Wp): 190

Spannung im MPP (V): 24,1

Strom im MPP (A): 7,9

Leerlaufspannung (V): 30,5

Kurzschlussstrom (A): 8,6

Elektriker kommen niemals „einfach so“ vorbei.

Oliver

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aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man muß bitten und betteln bis einer kommt der die Anlage in Betrieb nimmt.

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Elektriker kommen niemals „einfach so“ vorbei.

gut gesagt, hört sich an als ob Elektriker wie eine Erscheinung sind :sweat_smile:

Ich meine, der muss doch vorbei kommen um eine Altanlage von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umzustellen? Warum soll er dann nicht den Shelly 3 EM oder Shelly 3 Pro EM einbauen, der da liegt.

Das mit den neuen Smartmetern ist sowieso ein Witz. Ich habe nun 2 Smartmeter vom Messstellenbetreiber verpasst bekommen. Die Zugangsdaten habe ich aber nur für einen bekommen.
Für den PV-Produktionszähler nicht. Da sagt der Messstellenbetreiber sie hätten noch technische Probleme :sweat_smile: (ich denke die wollen gucken ob ich betrüge, hatte vor der Flut eine Inselanlage DIY in Betrieb, jetzt BKW, schmälert zwar meine Rendite, ist mir aus Prinzip aber schnuppe).
Wie auch immer, warum komme ich als Zahler / Zwangsmieter nicht auf einfache Weise an meine Daten? Das würde die Geschichte einfacher machen … Aber für die falsche Seite (Kunde).

Die üblichen Balkonkraftwerk-Speicher-Lösungen arbeiten oft mit 1-4 Modulen, die einzeln angeschlossen werden, also nicht als String. Und zusätzlich bindest du dich an ein nicht offenes System, was die Akkuauswahl betrifft.

Ich würde daher zu einem AC-gekoppelten Akku in der Victron-Welt raten. Also ein beliebiger 48V Selbstbauakku, ein Multiplus2 und ein Smartmeter VM-3P75CT im Zählerschrank.

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Die einfachste Variante ist, einen AC SAX Speicher zu installieren.

Dazu wird auch ein SM nachgerüstet.

Der vorhandene WR wird einfach mit am Hauszähler angeschlossen.

Keine weitere Änderungen ist notwendig - soweit der ZS es hergibt.

Das Problem bei Umstellung auf Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung, ist vermutlich oft eine nach TAB notwendige Ertüchtigung......

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Falsch! Ich habe im Verein schon Dutzenden beim Aufbau von Balkonkraftwerken mit und ohne Speicher geholfen. Nur 1 BKW (EcoFlow) hatte für jeden String einen Anschluss. Allerdings kann man, wenn die Werte stimmen, auch da bis 500 W DC an den String legen.

Der Growatt Noah 2000 lässt an einem String bis zu 900W zu.

Nennspannung 51.2V
Max. Ladestrom 40A
Empfohlene PV-Eingangsleistung 2×900W Max.
Max. PV-Eingangsspannung 60V
MPPT-Spannungsbereich 16V-60V
Max. Eingangsstrom 26A+26A
MPPT-Kanäle 2
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Das Probmel bei Umstellung auf Eigenverbrauch mit Uberschusseinspeisung, ist vermutlich oft eine nach TAB notwendige Ertüchtigung......

Scheint mir kein Problem zu sein. Man nimmt ja nur Module weg!
Laut Clearingstelle darf man das (Leistung reduzieren, um z.B. unter irgendwelche Grenzen zu kommen)

Siehe auch hier: https://www.sfv.de/u20-anlagen

Ja kann man machen.....

Statt Leistungsfähigkeit ne Kastration :hugs:

Die PV hat genug eingespielt, auch den ZS anzupassen - ob Notwendig dazu besteht zu prüfen, wäre doch der erste Gedanke

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Nochmal, ein Elektriker muss gar nichts, und kommt auch, wie jeder andere Handwerker, nicht einfach so vorbei.

Du musst einen Elektriker beauftragen, die Anlage auf Eigenbedarf umzubauen, und dazu all das andere, was du noch so gemacht haben möchtest. Ruf halt den nächsten an, und lass dir ein Angebot machen.

Oliver

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Genau, nur für den Eigenverbrauchsumbau brauche ich den Elektriker – für das DIY Balkonfraftwerk brauche ich den nicht, da ich dazu (noch) physisch in der Lage bin.

Nochmal:

  1. Netzbetreiber über die Umstellung von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch informieren.

  2. Elektriker beauftragen und auf Eigenverbrauch incl. Shelly 3 EM umbauen lassen (wenn er den Shelly nicht einbaut, dann ist er der falsche Elektriker)

  3. Elektriker meldet das an Netzbetreiber (glaube ich, ist so vorgesehen)

    That’s it.

Genau :wink:

Oliver

Ein Smartmeter mit direkte Messung ist mitunter einfacher zu installieren.

Diese murksigen Shelly - hab ich s
auch schon verbaut, das ist nicht so wirklich Elektrotechnik. Die zusatzliche Absicherung und so weiter, kann Zeit und Geld ohne Gegenwert verschlingen.

Habe Bekannten mitunter erklärt - ich mache das nicht. Oder "Reiß den Rotz ab, mach neu..."

Auch bei der Installation vom SAX Smartmeter habe ich mir das ohne Klammern gewünscht, da es so viel einfacher zu installieren ist und zudem viel ordentlicher......

Falsch! Ich habe im Verein schon Dutzenden beim Aufbau von Balkonkraftwerken mit und ohne Speicher geholfen. Nur 1 BKW (EcoFlow) hatte für jeden String einen Anschluss. Allerdings kann man, wenn die Werte stimmen, auch da bis 500 W DC an den String legen.

MPPT-Spannungsbereich 16V-60V

Genau das meinte ich: die MPPT-Spannung darf nur bis 60V sein, das reicht bei (aktuell üblichen) Modulen nur für ein einziges in Reihe. Was die Nutzung eines vorhandenen Dachstrings unnötig erschwert.

Genau das meinte ich: die MPPT-Spannung darf nur bis 60V sein, das reicht bei (aktuell üblichen) Modulen nur für ein einziges in Reihe. Was die Nutzung eines vorhandenen Dachstrings unnötig erschwert.

Stimmt bei EcoFlow Eco Stream, aber nicht unbedingt bei anderen Batterien.
Da werden 2 Module oft parallel geschaltet. Also 2 X 450 W = 900 W , Strom verdoppelt sich dann auf z.B. 22 A, Spannung bleibt wie bei einem Modul.

Aktuelle Module spielen in der Frage auch keine Rolle.

Die einfachste Variante ist, einen AC SAX Speicher zu installieren.

Gerade eingefallen: passt nicht zur Fragestellung. Es geht um ein DIY-Balkonkraftwerk, bei der teile der vorhandenen Altinstallation sinnvoll als BKW genutzt werden könnten.