Geh mal durch einen Biomarkt, da komme ich aus dem Kopfschütteln über die Preise gar nicht raus. Nicht nur bei Lebensmitteln, auch bei Putzmitteln und vielen anderen Produkten des alltäglichen Lebens.
Auch bei sehr günstigen Händlern wie DM-Drogerie, sind Bioprodukte in der Regel deutlich teurer.
Aber klar, wenn man bei den konventionellen Produkten mal Kosten mit einrechnet, die die Umweltbelastung betreffen, dann könnte es bei vielen Produkten schon wieder anders aussehen. Wünschenswert wäre es, finde Konzepte immer gut, die nach dem Verursacherprinzip funktionieren. Wer Umwelt belastet, soll auch dafür bezahlen.
Wir wollten beruflich mal Luftpolsterumschläge umstellen auf eine Variante, die mit Zellstoff gefüllt war. Wäre Faktor 3 teurer gewesen, haben wir gelassen. Wie haben auch mal versucht, 1 Jahr beim Büroversender Memo zu kaufen, der recht ökologisch orientiert ist. Haben wir wieder gelassen, war einfach zu teuer, teils Faktor 2.
Es gibt nicht nur Vermögende, der Durchschnitt besitzt nichts bis nicht viel, davon ein großer Anteil Rentner. Die würde es treffen, daher halte ich davon nichts. Die Vorstellung, dass jegliches Vermögen umverteilt werden soll, kann ich nicht nachvollziehen. Viele mit Rücklagen haben sich das vom Mund abgespart und sich eingeschränkt. Das steht nicht einfach für die Allgemeinheit zur Verfügung.
Die habe ich noch nicht durch gerechnet, aber es ist in der Tat manchmal so, dass ein scheinbar umweltfreundliches Produkt nur schon wegen dem Preis und damit wegen anderer verpasster Chancen nicht so umweltfreundlich ist, wie man meint.
Ich habe mich mal mit den Mitarbeitern von eaternity etwas ausführlicher unterhalten, die seit Jahren nichts anderes machen, als Produkte auf ihre Umweltfreundlichkeit hin zu prüfen. Obwohl das alles ausgebildete Wissenschaftler sind und die sich wirklich grösste Mühe geben, möglichst genau zu rechnen, bleibt dennoch bei "Rückwärtsrechnen" von fertigen Produkt eine erheblich Restungenauigkeit. Deswegen halten ich es für erheblich einfacher und präzieser, "von der Quelle" oder wie die EU sagt "upstream" zu rechnen.
Wenn der Vorschlag oben konsequent umgesetzt wäre, wäre es auch für mich beim Einkauf deutlich einfacher:
Billiger ist dann auch immer besser für Klima!
Auch deshalb versuche ich diesen Vorschlag breiter bekannt zu machen.
Die Studien dazu sagen, das im Durchschnitt das Gegenteil der Fall ist. Die 10% mit dem geringsten Einkommen hätten einen Netto Kaufkraftgewinn von durchschnittlich 20%.
Und meine persönliche Erfahrungen bestätigen dies. Ich stehe seit mehr als 10 Jahren regelmässig an einem Marktstand, bei dem sich Bürger über Umweltfragen informieren können. Da kommen natürlich die unterschiedlichsten Menschen und auch viele Rentner. Ab und zu rechnen wir mit denen ihre persönliche Situation durch und in den meisten Fällen verursachen die unterdurchschnittlich viele Klimagasemissionen und würden daher profitieren.
Ab und zu kommen auch Menschen vorbei, aus deren Fragen man schlissen kann, dass diese etwas mehr Einkommen und Vermögen haben. Wenn jemand auf die Frage antwortet, wie viele Halogenlampen er noch im Einsatz hat, antwortet: "ach ja und im Pool sind sicher auch noch mal 30", dann kann man wohl davon ausgehen, dass dieser über überdurchschnittlich viel Vermögen verfügt und sich eher weniger um die Klimaproblematik kümmert. Diese Menschen bringt man wohl am leichtesten dazu, für die von ihnen verursachten Schäden aufzukommen, indem die dafür zahlen. Ja, im ersten Moment könnte man sagen: die zahlen einfach und das stört die nicht im geringsten und alles bleibt so, wie es ist. So einfach ist es aber nicht, denn die Menge ist ja begrenzt und so würde der Betrag, der gezahlt werden müsste immer weiter steigen, bis auch die reichen umdenken müssen. Und das Geld würde unter anderem an die Rentner verteilt werden.
Es gibt Zahlen (bzw. Vermutungen), daß die reichsten 5% die Hälfte der Umweltschädigungen verursachen. Riesenvilla und Privatjet kosten dann halt mehr. Porsch kostet mehr, Logan weniger. Jeder kann es sich so einrichten daß das Geld reicht.
Das gilt insbesondere, wenn es dem Finanzfeudalismus an den Kragen geht: Kreislaufläden in jedem Dorf, NL machts uns schon lange vor. Wer wenig hat, kann sich bei der hergebrachten Art zu wirtschaften das unbrauchbare Telefon kaum ersetzen, dafür werden 1 Jahr alte zerschreddert und eingeschmolzen. wird das aber zurechtgemacht und wieder verwendet, wird der Reichtum unserer Volkswirtschaften viel weniger gegen kurzlebige chinesische Billigprodukte hergeschenkt. Ein Teil des gesparten Geldes geht in die lokale Wertschöpfung, ein anderer bleibt dir zur Verfügung.
Wenn in einer Studie gegendert wird, bin ich damit schon durch. Da weiß ich bereits, wo das herkommt.
Jegliche Umverteilungsfantasien und Übergriffigkeiten lehne ich ab, da es am Ende tatsächlich nur das normale Volk trifft. Man braucht nur die jüngere Vergangenheit genauer analysieren. Ausnahmslos alle "Maßnahmen", die zu "mehr Gerechtigkeit" führen sollten, haben unter dem Strich genau das Gegenteil bewirkt. Das ist hier nichts anderes und wird am vermeintlichen Ziel selbst nichts ändern. Die angesprochenen 10% sind die mit Mindestlohn. Der Rest zahlt dann für irgendwelche ideologischen Ziele, die nie erreicht werden können. Solange von den Beträgen irgendwas "einbehalten" wird, ist das am Ende nichts anderes, als eine versteckte Steuer, egal wie man das nennt.
Beispiel:
Man hat ein Kontingent von 1 000 000kWh. Diese werden mit einem Netz und fixen Netzgebühren sowie Rücklagen und Ausbaukosten für kleine Bereiche mit 100 000€ veranschlagt. Dann sind die fixen Gebühren 10ct die kWh. Und dann gibt es die Stromkosten für die 1 Mio. kWh. Gemittelt 10ct die kWh aufs Jahr gerechnet.
Nun kommen die Steuern etc. weg. Und das geht deswegen, weil der Stromverbrauch bei Privatverbrauchern bei ca. 25% des Gesamtstromverbrauchs im Land liegt (in Österreich und Deutschland z.B.). Nun wird LOKAL PV gebaut, also in der letzten Netzebene. Das bedeutet die Nutzung des Netzes wird geringer nach außen hin. Die Folge:
900 000kWh aber die Kosten sind quasi gleich. 100 000€. Ergo sind nun die Netzkosten für eine gekaufte 1kWh bei 11,1ct. Je mehr also gekauft wird, umso höher schlagen die Netzkosten zu Buche, weil deren Kosten kaum gedrückt werden können. Weil das System dabei eben bleibt eine Grundgebühr und dann Mengenrabatte. Irgendwann muss nur noch 100 000kWh bezogen werden, aber beispielsweise nur im Winter. Und dann muss diese Menge vorgehalten werden und dann sind es 1€ Netzgebühren pro kWh. Vorher hat man also 10 000kWh bezogen und zahlte 2000€.
Jetzt sind es nur noch 1 000kWh und die kosten 1100€.
Ja das ist weniger als 2000€ aber die Relation ist einfach nur verrückt. Man muss es also schaffen umzusteigen und gleichzeitig einen Ausgleich machen. Indem man den letzten Stromverbrauch irgendwie anders deckt. Akkus, Saisonspeicher oder eben anderweitig. Aber der Netzanschluss kostet letztlich dann zuviel. Was auch ginge wäre dann eben ein Vertrag mit der höheren Netzebene nur für bestimmte Monate als Kontingent. Wenn dann mehr gebraucht wird eine "Strafzahlung". Die Menge ist ja GERINGER als vorher, das Netz ist also auch nicht überlastet, da vorher die 10 fache Menge eingekauft wurde.
Eigentlich wäre das in einer Demokratie ein "no-brainer", aber derzeit bietet das Internet / smartphone / social media gute Möglichkeiten zur Überwachung und Kontrolle der 90%. Der Wissenschaftzweig der Agnotologie untersucht, wie man durch Wissen, nicht Wissen erzeugen kann. Jedes mal, wenn zum Beispiel das Thema Klimageld im Internet aufgebracht wird, kommen "andere Foristen" und lenken von dem Thema ab (siehe oben). Die hier war eher plump, aber wenn die Moderation nicht so konsequent durchgegriffen hätte, wäre die Diskussion trotzdem versandet.
Danke noch mal an die Moderation.
Ein wesentlicher Grund dürfte die Aufmerksamkeitökonimie sein. Eigentlich wäre es ja, ganz einfach, "wir" müssten uns nur auf die "wesentlichen" Informationen beschränken, die nach wie vor vorhanden sind, und uns nicht ablenken lassen. Die technischen Grundlagen dafür stehen uns zum Beispiel mit debian und LineageOS kostenlos zur Verfügung, nur nutzen viele diese nicht. Ich messe dieses "Ablenken", indem ich die 36 Millionen Zeit Online Kommentare auswerte. Eine Erkenntnis ist, dass die Wahrscheinlichkeit, nach mehr als 48 Stunden eine Antwort zu erhalten, von etwa 5% vor 10 Jahren auf unter 2% gefallen ist. Das zeigt aus meiner Sicht, dass die Ablenkung erfolgreicher geworden ist.
... sollte auch der Konsum sozialer Netzwerke für Erwachsene limitiert werden.
Bedeutet: theoretisch müsste sich das Klimageld in einer Demokratie leicht durchsetzen, aber derzeit können die Mächtigen das erfolgreich verhindern, indem sie "das Volk" ablenken.
P.S.: Wer den republik Artikel gerne ganz lesen möchte, kann sich an mich wenden. Ich bin bereit, das zu sponsern.
Ich kann gerne noch andere Studie zu dem Thema heraussuchen. Die Ergebnisse sind die gleichen.
Was ist denn "das normale Volk"? Bin ich auch Teil vom "normalen Volk"? Und wenn es das gäbe, wer sind dann die anderen?
Wenn Sie sie das angesehen hätten, dann hätten Sie gesehen, dass die meisten nichts zahlen und vor allem die Reichen zahlen, wie auch " tageloehner" schon ausgeführt hat.
Er wird dasselbe meinen was ich immer meine. Für mich sind die Endkunden wichtig, die Bürger ganz am Ende, in der letzten Strom-Netzebene. Der Verbraucher.
Nun ist es aber nicht so, dass dieser Verbraucher der einzige Verbraucher ist. Sondern er wird also "der Verbraucher" dargestellt um die Kosten dorthin zu solidarisieren, während als Ausgleich an anderer Stelle die Gewinne eingestreicht werden. Das ist durchaus ok, es ist jedoch nicht ok wenn man eben weiss, dass 25% des Verbrauchs nur bei diesem Endkunden sind. Und damit letztlich auch nur 25% der Umweltbelastung. Nun werden diese 25% gesenkt, indem im letzten Abnahmepunkt EE erzeugt wird. Die Belastung der Umwelt durch diese 25%, selbst wenn sie wegen Wärmepumpen und E-Autos stagnieren würde, sinkt. Aber die Kosten steigen.
Das ergibt keinen Sinn vom Umweltaspekt und vom Verursacherprinzip. Wenn also ganz am Ende der Umstieg nur von privaten Haushalten finanziert werden muss, obwohl sie selbst nur einen Bruchteil an Verschmutzung etc. beitragen, dann gilt "das normale Volk".
Wieder ein Beispiel: Die Leute sollen vom Plastik- und Kunststoffmüll weg. Bis zu einem gewissen Grad kann man das. Und dann geht das eben kaum mehr, weil es abgepackt ist. Aber anstatt nun moralisch dem Endkunden das zu sagen, weil der will das gar nicht, ich bezweifel, dass "das normale Volk" Plastikmüll WILL - anstatt nun den Ladenbesitzern und den Unternehmen den Plastikmüll vorzuhalten wird das dem Verbraucher vorgehalten. Wieso kein Obst in Wachstüten? Oder eben abbaubare Biosäcke? Wenn nun 3 Paprika eine Haltbarkeit von 3 Wochen haben, wieso ist dann die Kunststoffverpackung drum? Usw. usf.
Da sind wir bei WINs Argumenten. Es geht auch anders, es kostet dann aber eben fast immer mehr und das muss man sich erst einmal leisten können.
Wenn man das nun alles umlegt, dann zahlt ein normaler Haushalt am Jahresende fiktiv 10 000€ mehr, bekommt 12 000€ als Klimageld zurück. Dumm nur wenn die Nachfolgeregierung das abschafft, dann bleiben nämlich die 10 000€ aber man bekommt nichts mehr. Mehrbelastung: 10 000€. Selbst wenn man das nun koppelt, also "Klimabesteuerung geht nur einhergehend mit Klimageld", wie oft in der Vergangenheit wurden Gesetze geändert und damit "das normale Volk" mehrbelastet?
Interessantes Argument. Man führt etwas sinnvolles nicht ein, weil die Hälfte davon missbraucht werden könnte? Die Nachfolgeregierung könnte auch einfach nur die eine Seite einführen. Und wir leben in einer Demokratie: jeder kann mitbestimmen, was eingeführt wird und was nicht.
Wenn wir in Ö und D direkte Demokratie hätten dann ja. Andernfalls siehst du die Prozedere sehr direkt hier beim Youtube-Kanal von Herrn Schmitz. Theoretisch kann man alles sehr schnell und ergiebig durchführen. Es passiert eben nur nicht oder man muss explizit einen riesigen Teil der Bevölkerung davon überzeugen damit eine Umfrage o.ä. stattfindet.
Gewählte Volksvertreter jedoch entscheiden für den Bürger, mit Koalitionen können Punkte die vorher klar ausgewiesen waren verändert werden sodass sie im Laufe der Zeit nutzlos oder kontraproduktiv sind. Siehe Riester-Rente in Deutschland.
Das kann jeder selbst mitbestimmen. Genau deshalb bringe ich hier ja den Vorschlag mit dem Klimazoll. Bedeutet das, dass der Vorschlag an sich gut wäre, wenn er als Paket umgesetzt würde und nicht mehr grundsätzlich verändert werden würde?
Ja, das ist in der Tat derzeit so. Vor ein paar Jahren war das in der Vernehmlassung und man hätte damals relativ leicht eine Anpassung in Gang setzen können. Ich habe damals versucht, Menschen zu motivieren, auf eine Anpassung zu drängen. Ich musste aber in den meisten Fällen erst mal erläutern, was ein Klimazoll überhaupt ist.
Es wäre auch jetzt noch möglich, dass anzulassen. Aber wenn das niemand will, wird es in der Tat "versickern". Es liegt an uns, dies zu ändern. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Wobei bei einem beidseitigen und vollständigen Klimazoll könnte es für Deutschland sogar auf einem negativen Betrag raus laufen. Von daher halte ich die Umsetzung des Klimageldes für vordringlicher.
Edit: Wir sollten den Unterlassungseffekt mehr nutzen, um langfristig die "richtigen" Entscheidungen zu treffen.
@Moderation
Ich habe das hier gestern überflogen und stand zunächst mal unter Schock.
Nach einer Nacht Drüber schlafen möchte ich mal anmerken, dass das hier ziemlich verstörend auf mich wirkt.
Hier lesen viele Leute mit, auch die von der anderen Seite. Solche Beiträge senken auch deren Hemmschwelle und Captain Future wird Euch, wenn der Wind sich dreht, gerne eine Rechnung für Watt Peak der Solarmodule machen. Ganz gerecht versteht sich. 10% Zahlen und 90% profitieren.
@dd3et
Mich verstört vor allem die Inhaltslosigkeit deiner Post sowie die fehlende Fähigkeit, sich auf etwas ausserhalb deiner Denkwelt überhaupt einzulassen.
Kritische Beiträge in der Sache kannst du hier gerne machen, so wie viele andere das hier auch tun, aber sowas wie in deiner Post kannst du auch gerne bei dir behalten.
Und um deine Zweifel auszuräumen: das schreibe ich als Admin. Direkt an dich.
Dafür bekommst du auch einen warnenden Zeigefinger von mir. Keine allgemeinen Schubladen bitte für diejenigen, die mit dir ernsthaft in der Sache diskutieren.