Komischer Vorschlag die Defizite in dem Konzept zu übergehen.
Ala "ist nicht praktikabel also gehen wir auf Nummer sicher und zahlen mehr"
Genauso wie du es in den Sätzen danach schreibst
Komischer Vorschlag die Defizite in dem Konzept zu übergehen.
Ala "ist nicht praktikabel also gehen wir auf Nummer sicher und zahlen mehr"
Genauso wie du es in den Sätzen danach schreibst
Das ist kein Fehler, sondern ein Feature. Wenn Firmen den Verkaufspreis für ein Produkt festlegen, machen die im Prinzip das gleiche. Die Rechnen auch nicht ganz genau aus, was exakt der Preis für das Produkt sein sollte, sondern die Rechner nur genau aus, was der Mindestpreis für das Produkt sein sollte und schätzen dann, zu welchen Preis sie das Produkt realistisch verkaufen können. Genau das gleiche sollten wir beim Klimazoll auch machen. Nur das die Firmen nicht das Produkt verkaufen, sondern Ihre Klimazollberechnung. Ist diese zu tief, wird ein Konkurrent sich beschweren und es kommt zu langwierigen und teuren Diskussionen und wohl möglich noch zu einem Gerichtsverfahren. Ist der Klimazoll zu hoch, hat die Firma zu viel bezahlt und ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Bei Im- und Export wird also jeder versuchen, das optimale Verhältnis zwischen Rechenaufwand und Genauigkeit zu treffen und genau das ist ja das Ziel.
Und wieso sollte man nicht alle Emissionen begrenzen und die Grenze auch wirklich ohne Ausnahme umsetzen? So weit mir bekannt, ist der Grund die fehlende Berechnung für einen vollständigen und beidseitigen Klimazoll.
Ich hab ne Firma und setzte den Klimazoll auf 0
Und jetzt?
Klagen?
Dein Ansatz begrenzt nix. Er besteuert und versucht dann über einen Preis zu lenken.
Die fehlende Berechnung ist nicht der Grund. Es ist eine Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen.
Das ist viel zu theoretisch und praxisfern.
Ja, dann wird man verklagt werden.
Ja, es ist an mir, zu zeigen, dass es praxistauglich ist. Bin seit 30 Jahren dran und ist bald fertig. Wirklich!
Das steht sich entgegen
Du tust mir Leid. Aber es ist deine Entscheidung mit was du dein Leben füllst und verbringst
Ich bin jedenfalls aus dem Thema raus... Und jetzt gleich im Bett ![]()
N8
Den Trolls ist gerade langweilig, da stürzen sie sich auf den Thread. Wir arbeiten dran, das einzudämmen.
Hier ist ein Problem, das aus Brüssel kommt bzw. den Lobbyisten dort. Das Prinzip CO2-Zertifikate ist eine gigantische Betrugsmaschine. Dem größeren Teil Politiker ist das entweder nicht wichtig oder davon wird auf irgendeine Weise profitiert. Da spielt die Trägheit des bestehenden Systems rein. Eine halbwegs ernsthafte Bewertung der realen Umweltkosten wenigstens als Gegenüberstellung zum bestehenden System halte ich wohl für eine gute Idee.
Leider steht aber einer Realisierung dieser Kosten entgegen, daß Moderation gelöscht immer noch an weiteren Freihandelsverträgen feilt, die so eine Bewertung verunmöglichen.
Verwarnung. Carolus
Ich habe von abnehmenden Grenznutzen geschrieben.
Was das mit deinem Text über Lobbyisten, Politikern oder Frau Moderation gelöscht zu tun hat verstehe ich nicht. Überhaupt kann ich deinen Gedanken in dem Beitrag nicht folgen
*) auch wenn ich die Frau jetzt nicht besonders mag glaube ich das der Begriff den du da wählst nicht passend ist.
Garnicht erst drauf einsteigen. Danke Carolus
Ich wohne in der Schweiz und versuche Klimaschutz auch hier umzusetzen. "Die Politiker" sind hier weniger das Problem zumal ich selbst in der Lokalpolitik für Umweltthemen tätig bin. Wir überarbeiten gerade, was wie viel auf Stufe der Gemeinde gefördert wird. Auch wenn das Budget mit nicht einmal 100'000 pro Jahr nicht sehr gross ist, so wäre es doch gut, die Steuergelder möglichst effizient einzusetzen. Ich berechne dafür die CO2-eq Einsparung pro eingesetztem Förderfranken. Natürlich müssen wir dafür grobe Annahmen treffen, aber es wäre dennoch gut, wenn wir möglichst viele Fakten möglichst effizient berücksichtigen könnten.
Wenn der Vorschlag oben umgesetzt wäre, wäre das erheblich leichter.
Muss Dir nicht Leid tun, ist ja mein Leben und jeder hat an anderem "Spass". Mein "Spass" ist, den Vorsatz, anderen nicht zu schaden, in die Praxis umzusetzen.
Es ist nicht mit CO2 allein getan. Eine Deponie zu vermeiden ist auch viel wert, aber wie kann man diesen Wert erfassen?
Hier in Österreich wirst mit diesen Themenbereich bestenfalls ignoriert. Es gibt ein paar wenige, die der Grossindustrie Förderungen geben wollen und ein paar "grüne startups" fördern, aber Projekte, die in die Breite gehen, sind scheinbar nicht gewünscht. Man braucht sich ja nur Eisenrieglers Projekt anschauen, nicht mal im rotgrünen Wien wurde ihm geholfen.
Positivste Reaktion bis jetzt "ja schön vielleicht irgendwann".
kleinigkeiten mach ich bei Freunden und Bekannten, aber die grossen Weichenstellungen für den ganzen EWR müssen angestossen werden. Auch mit 100.000 Fr kann man nicht unsere Art zu wirtschaften breit auf Nachhaltigkeit umstellen.
Die Kombination Kreislaufladen, re-use der Güter welche bislang am Mullplatz landen, Reparatur und Verleih, vielleicht noch Dorfladen, mit der Summe kann man das vermutlich in 2-3 Gemeinden pro Jahr anschieben bis es wirtschaftlich trägt.
Man müsste sich anschauen wie es in NL finanziert wird. Die haben das schon mehr als 2.000 mal aufgebaut.
Wie viel kommt natürlich auf die Deponie an und die Waren, die entsorgt werden. Hier in der Schweiz gibt es für alle Elektrowaren zum Beispiel einen vorgezogener Recyclingbeitrag. So weit mir bekannt, deckt der etwas die Kosten, was ich aber nicht im Detail geprüft habe.
Vermutlich hat man aus der 900 Millionen teuren Sanierung einer Deponie etwas gelernt. Was nicht bedeutet, dass jetzt alles gut ist, aber dies ist ein Anhaltspunkt, um die Kosten zu schätzen.
Richtig. Aber dennoch gilt es, das Geld so gut wie möglich einzusetzen. Und dafür müsste man theoretisch alle Möglichkeiten der Förderung ermitteln und für jede einzelne, eine Nutzen/Kosten-Schätzung machen. Derzeit haben wir das für etwa 20 mögliche Massnahmen. Die Kreislaufwirtschaft ist mit etwa 2'000 Franken pro Jahr dabei und ganz grob sparen wird dadurch zwischen 5 und 20 t CO2-eq. Mit etwa 200 Franken pro t ist das eine der günstigeren Massnahmen. Begrenzt wird die eher vom fehlenden "manpower", denn es braucht dafür starke und durchsetzungsfähige Frauen, die wir zum Glück haben, aber deren Kapazität ist begrenzt.
Wir habe ein Reperaturkaffee im Dorf auch betrieben von Freiwilligen, aber ehrlich gesagt, habe ich mich darum wenig gekümmert, denn ich hoffe, andere sind dort aktiv.
Ich versuche mich derzeit auf die Berechnung (auch der Blaubeeren) zu konzentrieren, um möglichst keine Chance zu verpassen.
Ja das ist gut. Der Schlüssel liegt in der Integration der Leistungen. Habt ihr förderungen für beruflich, gesundheitlich eingeschränkte? Eine Umstellung des wirtschaftens muss ja auch bezahlte Arbeit erzeugen, dass man von leben kann. In kleinen gemeinden reichts aber vermutich nur für ne 16Stunden-Stelle oder mit Glück 2 davon, daß man verschiedenes Wissen nutzen kann. Bei unserm Mullplatz ließe sich theoretisch wenigstens 30% super verwerten (als fast neuwertig aufarbeiten), leider steht dem die gier von ein paar wenigen Entscheidern hier entgegen.
Repair cafes mach ich auch mal mit wenns in der nähe ist
Ja, haben wir, aber damit habe ich eher weniger zu tun. Ich bin nur in der beratenden Arbeitsgruppe für Umwelt und Energiefragen. Und damit habe ich bereits mehr als genug zu tun, denn ich versuche ja noch nebenbei die Zukunft zu bauen.
... und aktuell ein Beispiel für die Klimazoll Berechnung einer Blaubeeren Schale.
Erkläre doch bitte mal, wie ein Unternehmen wie z. B. Thyssen Krupp nun Celd für den erzeugten CO2 Ausstoß bezahlen soll, und gleichzeitig international wettbewerbsfähig bleiben soll.
In der Realität wird der Stahl in Asien gekauft, CO2 Ersparnis ist nicht mal +-Null.
Wenn in Deutschland zum Beispiel Aluminium mit Windkraft erzeugt wird und in Australien das Aluminium mit Kohlestrom produziert, dann wird beim Export durch den CBAM die Differenz zurückerstattet. Das kann dazu führen, dass das Aluminium aus Deutschland günstiger auf dem Weltmarkt verkauft werden kann, als das Aluminium aus Australien.
Ich kann gerne dazu eine Beispielrechnung erstellen, wenn gewünscht.
Schau dir doch bei Interesse mal an, wer derzeit die höchsten Investionen in erneuerbare Energien tätigt.
Deutschland ist es nicht. Mit dem bisherigen Modell wäre es auch kontraproduktiv.
Um dein Beispiel abzuändern:
Vergleiche doch bitte chinesischen Stahl, per erneuerbarer Energie produziert, mit dem deutschen Stahl.
Und noch etwas: Niemand, der sich nicht an der Importsteuer beteiligt, interessiert es, ob der Stahl in Australien mit Energie aus Kohle erzeugt wurde, solange der Weltmarktpreis stimmt.
Grundsätzlich sind das ja alles lobenswerte Modelle. Nur ist die Welt in den Klimazielen nicht globalisiert. Nur im Handel.
Alles tolle Ideen, aber niemand bekommt alle an einen Tisch und gekauft wird beim billigsten.
Diese ganze Problematik bekommt kein Land alleine für sich gelöst. Und niemand, wirklich niemand hat bisher einen Plan auf den Tisch gelegt, wie man die globale Industrie zu einem Umdenken bewegen kann. Und gleichzeitig nicht das eigene Land zu ruinieren.
Die Schwierigkeit besteht offensichtlich darin, gleichzeitig alle, und gemeint ist ALLE , dazu zu bringen, das anzuwenden, egal ob es zu ihrem Vorteil oder Nachteil ist.
Ja, genau deshalb ja der Klimazoll, wie ich ihn beschrieben habe. Wenn man davon ausgeht, dass die Produktion von Aluminium normalerweise bei 1 Euro pro kg kostet und 50% der Kosten durch den Strom verursacht werden und der Preis für überschüssigen Windstrom bei 10 cent liegt, in Australien der Kohlestrom bei 3 cent und pro kg Aluminium 16 kWh benötigt werden, dann kostet das "Windstrom"-Aluminium 2.1 Euro. Wenn der Preis für die t CO2 bei 280 Euro liegt und Windstrom noch 4 kg CO2 pro kg verursacht, dann wird beim Export 1.12 Euro zurückersattet. Das Deutsche "Windstrom"-Aluminium kostet dann im Klimazoll-Ausland 0.98 cent. Also leicht günstiger, als das aus Australien. Das Aluminium aus Australien kosten dann aber in Deutschland wegen dem Klimazoll von 5.6 Euro 6.58 Euro. Damit wird verhindert, dass Kohlestrom Aluminium nach Deutschland importiert wird.
Soll ich noch mal versuchen, die Rechnung übersichtlicher darzustellen?