Allerdings liegt es nicht an den VNB sondern an der Politik die gesetzlichen Vorschriften zu ändern. Das die Energieerzeuger, nicht VNB!!!! aber kein Interesse daran haben es auf die Agenda zu bringen ist genauso klar. Also Eigeninitiative und die Diskussion befeuern
Ok. Danke. Habe jetzt die Intention verstanden.
Und woher weiß man, ob die Stromerzeugung sauberer oder dreckiger ist? Man kennt den Börsenpreis oder das was einem der Stromanbieter abnimmt. Der Börsenpreis ist aber leider kein Indiz dafür ob Strom dreckiger oder sauberer generiert wurde. Beispiel: Wenn im Norden viel Strom über Windkraft generiert wird, dieser aber wegen fehlender Nord-Süd-Trasse nicht nach Bayern oder Baden-Württemberg kommen kann, ist der Strompreis in Bayern trotzdem niedrig, auch wenn der Strom zu hohen Teilen aus Braunkohlekraftwerken oder Gaskraftwerken generiert wird, die angeworfen werden, um das Netz stabil zu halten, weil jemand im Süden den Strom günstig einkauft. Wenn man also nur nach dem Strompreis geht und beispielsweise im Süden der Republik wohnt, könnte die "naturdienliche" Entnahme des Stroms genau das Gegenteil bewirken. Leider ist das kein Einzelfall, wie man leider denken mag.
Was wir hier dringend brauchen ist ein Strompreis, der abhängig davon ist, ob Strom dreckig oder sauber generiert wird. Dazu müsste man erst mal die Strompreise in DE in Zonen einteilen wie das auch in vielen europäischen Ländern der Fall ist.
Oder gibt es irgendwelche Echtzeit-Datenbanken, die angeben, welche Kraftwerke gerade wie viel Strom generieren und wie die Emissionen dieser Kraftwerke sind? Da müsste man die einzelnen Kraftwerke nach der Emission gewichten und einen Index generieren. Und zwar unabhängig vom Strompreis.
Wie macht Du das? Wie stellst Du fest, wann der Strom sauberer ist und wann er dreckiger ist?
Meiner ist immer sauber in SH. Jedenfalls in meiner Ecke von SH.
Schau doch mal in den ersten Beitrag im Thread, der Einfachheit halber beziehe ich mich auf die Stromampel.
Die Realität ist etwas komplexer, aber irgendwo muss man auch anfangen ![]()
Danke. Du nutzt also die Stromampel und gibt die Entladezeiten manuell an. Das hört sich doch erst mal gut an.
Dann bräuchte man jetzt etwas besseres als die Stromampel, die je nach Standort andere Ergebnisse generiert. Und auch aktuelle Werte von den Kraftwerksbetreibern bekommt. So wie ich das lese basieren die Ampelfarben auf einem Vergleich mit dem Mittelwerte des monatlichen Anteils der Erneuerbaren Energien des gleichen Monats der letzten fünf Jahre.
Werden die Werte am Ende des Tages an die Realität angepasst? Wenn ja, hast Du mal die Vorhersagedaten mit den an dem Tag wirklich eingetroffenen Daten verglichen?
Habe soeben aber gefunden, dass es für die Ampel auch eine API gibt: Energy-Charts API
Als Ergebnis bekommt man neben den entsprechenden Timestamps die einzelnen Ergebniswerte bei Nutzung der API:
-1: Red (grid congestion) 0: Red (low renewable share) 1: Yellow (average renewable share) 2: Green (high renewable share)Ergebnis von soeben ist eine JSON-Struktur, die einfach zu verarbeiten ist:
{"unix_seconds":[1713045600,1713046500,1713047400,1713048300,1713049200,1713050100,1713051000,1713051900,1713052800,1713053700,1713054600,1713055500,1713056400,1713057300,1713058200,1713059100,1713060000,1713060900,1713061800,1713062700,1713063600,1713064500,1713065400,1713066300,1713067200,1713068100,1713069000,1713069900,1713070800,1713071700,1713072600,1713073500,1713074400,1713075300,1713076200,1713077100,1713078000,1713078900,1713079800,1713080700,1713081600,1713082500,1713083400,1713084300,1713085200,1713086100,1713087000,1713087900,1713088800,1713089700,1713090600,1713091500,1713092400,1713093300,1713094200,1713095100,1713096000,1713096900,1713097800,1713098700,1713099600,1713100500,1713101400,1713102300,1713103200,1713104100,1713105000,1713105900,1713106800,1713107700,1713108600,1713109500,1713110400,1713111300,1713112200,1713113100,1713114000,1713114900,1713115800,1713116700,1713117600,1713118500,1713119400,1713120300,1713121200,1713122100,1713123000,1713123900,1713124800,1713125700,1713126600,1713127500,1713128400,1713129300,1713130200,1713131100],"share":[98.5,101.3,104.5,106.4,107.7,109.6,110.8,111.3,108.7,108.4,108.1,106.7,106.7,105.2,104.7,103.8,103.5,103.2,99.8,98.4,96.4,96.1,94.4,93.6,93.8,93.9,93.0,91.7,92.1,92.0,92.4,92.8,95.5,92.4,94.3,97.2,99.3,101.5,104.9,107.7,108.8,111.3,113.9,115.9,117.5,119.2,121.8,124.0,125.2,127.6,131.2,132.7,135.1,138.5,139.1,141.1,143.5,142.8,143.3,141.6,139.5,138.9,136.0,131.7,129.5,125.5,120.6,115.0,107.7,103.1,97.5,90.0,81.7,75.0,68.2,63.0,57.3,53.3,49.7,46.5,44.0,42.9,41.3,40.1,38.6,37.6,36.6,35.6,34.5,33.8,33.4,32.9,33.0,33.0,32.8,32.6],"signal":[2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,2,1,1,1,1,1,1,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0],"substitute":false}Die Ergebnisse signal geben als die Farben (siehe oben) an. Was share genau aussagt bzw. wie es berechnet wird, habe ich noch nicht gefunden. Der Anteil erneuerbarer Energien wäre logisch. Aber dann könnten ja eigentlich keine Werte über 100 rauskommen, was aber der Fall ist. Seltsam.
Bei der kann man sogar die Postleitzahl angeben. Habe mal testweise bei der API als Standort Hamburg, Köln und München angegeben. Leider waren alle Ergebnisse komplett identisch. Der Standort wird also wohl zumindest derzeit nicht berücksichtigt. Bei der API steht auch dazu:
"postal_code" is an optional input parameter, which will consider the local grid state (e.g. transmission line overload) in future implementations.Also noch nicht realisiert.
Mittels der API müsste man mit relativ geringem Aufwand dies bei Victron-Systemen umsetzen können. Idee: Man gibt dem DESS (dynamic ESS) statt dem Strompreis einen selbst generierten virtuellen Stromtarif pro kWh, die man auf Basis der Farben berechnet. Also macht man beispielsweise den Strom künstlich teuer, wenn die Farbe rot ist (bei der API der Wert 0) und billig, wenn die Farbe Grün (Wert 2) ist. Man muss dann nur aufpassen, dass das Victron-System nicht munter Strom in die Akkus lädt, wenn die Ampel grün ist. Aber das geht vermutlich. Habe mir das DESS noch nicht genau angesehen.
Ich denke, nur der Stromdealer bzw. Netzbetreiber verfügt über ausreichend aktuelle Daten über alle Netzebenen. Solange man die nicht ausm Zähler direkt abrufen kann, isses ne halbe Sache. Denn es kann z.B. sein, die Stromampel ist rot und dein Nachbar überfüllt gleichzeitig deinen Trafo, weil er mal schnell seine 100kWh an Tibber verkauft von 12 bis 14 Uhr.
Tibber kauft keinen Strom.
Das kannst du aus manchem Stromzähler sogar auslesen: die Netzspannung, die sagt dir, wie das Netz vor der Haustüre gerade ausgelastet ist
@e-t0m Das sagt noch nichts aus über die 20kV-Leitung, und die 110kV-Leitung hinterm Trafo, oder die Belastung der Region. ein paar wenige können netzdienlichkeit versuchen, aber wenns viele machen, wird das ganze vielleicht instabil. Die Idee ist ja super, nur hakts am Netzmanagement, welches das steuern muss.
@tageloehner Geht es jetzt um den nächsten Trafo oder die HV-Ebenen dahinter? Entscheide dich.
Hier ging es jedenfalls NIE um NETZdienlichkeit, sondern immer um NATURdienlichkeit - gibt natürlich große Überschneidungen, aber der Focus sollte klar sein.
Was ist mit Übertragungsverlusten?
Die gibts! Oder worauf willst du hinaus?
@e-t0m Die steigen mit der netzbelastung, die Leitungen warm machen nützt der Natur auch nicht. Früher wurden die Leute nervös, wenn der Netzverlust bei über 3% war, mittlerweile sind 6% der Durchschnitt. Es weiß aber nur der Netzbetreiber, ob grade 3% oder 12% der eingespeisten Leistung in Wärme aufgehen. Das kann über alle Ebenen zusammengerechnet werden, und das muss am Anschluß auslesbar sein. Erst dann wirds gut, denke ich
Die sind am geringsten, wenn ich mich lokal selbst versorge.
Dann betreffen die Verluste der großen Übertragungsnetze meinen Strom nicht = naturdienlich
Leider nicht ganz - vielleicht könnten die Leitungen deinen Strom brauchen, um Übertragungsverluste z.B. von Norwegen nach Bayern zu verringern. Wir am letzten Meter wissen das ja nicht
[quote data-userid="6567" data-postid="198888"]Deshalb gibt es vorerst nur ein kleines (feines) Update: der Timer für die Akku-Entladung kennt jetzt auch wiederkehrende Regel
...
Bitte bedenken, dass der direkte Verbrauch von der PV immer voll durchgeschoben wird - aus Gründen der Effizienz und Akku-Schonung.
[/quote]
Ausnahmsweise zitiere ich mich mal selbst, der Beitrag ist noch nicht sehr alt und doch schon veraltet.
Jetzt kann man die Akkuentladung prozentual zum Höchstwert einstellen.
Und nach dem gleichen Prinzip auch die Einspeiseleistung der/s Inverter.
Dabei geht es um die Frage:
Wann sollte man die Einspeiseleistung reduzieren, um selbst produzierten Strom in den Akku zu speichern und dafür "halbwegs sauberen" Strom einkaufen?
Das Speichern in den Akku unterliegt Verlusten, auch die müssen berücksichtigt werden.
In ertragsschwachen Zeiten freut sich der Akku evtl. sogar über ein bisschen mehr Ladung?!
Mittlerweile ist der Strompreis ein brauchbares Maß für Dreck. Dazu die eigenen Bedingungen wie Speichergröße, Notfallreserve, Wandlungs-/Speicherverluste, Verbrauch.
Ich will dieses Jahr möglichst automatisiert erreichen:
Bei absehbar leerer Batterie notfalls zum niedrigsten Preis den Minimalbedarf bzw. Eigenverbrauchsprognose nachfüllen - oder:
Bei absehbar halbwegs voller Batterie UND niedriger Eigenverbrauchsprognose zum höchsten Preis einspeisen.
Heute hätte ich also ein Fenster von 2h zum Strom verkaufen, und ein Fenster von 3h zum aufladen:
Dazu Verbrauchssteuerung: 11-12 Uhr Boiler + Waschmaschine + kochen
@tagelohner: Während Du deinen Beitrag geschrieben hast, habe ich gerade den neuesten Timer gebastelt:
# 0000-00-00 for daily repeating, space separated # battery discharge percentage # date time | ac inverter power percentage 0000-00-00 06:00 100 100 0000-00-00 09:00 70 90 0000-00-00 10:00 50 70 0000-00-00 11:00 30 50 0000-00-00 13:00 10 50 0000-00-00 15:00 50 70 0000-00-00 16:00 70 90 0000-00-00 17:00 100 100 0000-00-00 23:00 10 100
Das entspricht ziemlich genau deiner Formulierung! ![]()
Die Schwierigkeit sehe ich darin, das man verschiedene PV-Erträge nicht so statisch abbilden kann.
PS: Habe gestern meinen Code für tibber und tasmota auf github gepackt.
Wenn ich alles beisammen habe, kann ich zu meinen "Wunsch- Stromdealer" wechseln. Der hats mittlerweile geschafft, eine api bereitzustellen: json hard coded timetable ist so 80er ![]()
@tageloehner Ja klar, das ist aber nur die Schnittstelle um die PV zu regeln.
Das geht per Hand und starr, aber lässt sich natürlich auch intelligent verwenden! (was noch nicht fertig ist)
Update:
Der Thread ist fast ein Jahr alt und ich kann endlich mal wieder Substantielles beitragen:
Ein 7-Tages-Lastprofil, erzeugt aus Volkszähler-Daten mit dem script profiler.py.
Das Bild ist nur die Illustration des Ist-Zustandes. Die zugrundeliegende Regelung soll damit nicht bewertet werden!


