Update: Frage zurückgezogen, ich hab's verstanden.
Meine Antwort: Nein, mache ich nichts.
Der aktuelle Stand ist, das der Aufwand des Versorgers, den Regelungsaufwand zu betreiben, in den Strompreis eingerechnet ist.
Und dass mithilfe der Verbraucher nicht gefördert und somit auch nicht erwünscht ist.
Sonst würde man z.b. netmetering erlauben und sogar fördern, wie nordische Länder und andere das tun. BKW (ohne Speicher) sind nämlich in hohem Masse netzdienlich.
Ja eben, das ist ein kleiner legaler Beitrag, wie man ohne eigene Verluste (die Energie ist ja bereits im Akku), ganz komfortabel ein wenig die Welt retten kann!
Die Politik wird uns nicht retten! Das müssen wir selber tun.
Ich verstehe dein Argument, aber ich teile es nicht. Aus zwei Gründen:
Zum einen wird es nicht gelingen, gegen den Willen der Politik dieses Thema ernsthaft voranzubringen. Kann man genau sehen, wir schwarz rot das Thema EEG Jahrzehnte nicht gefördert, sondern durch russisches Gas ersetzt hat.
Zum anderen ist Akkustrom nicht mehr besonders grün oder EEG, weil der Verschleiß und damit der CO 2 Rucksack den ehemals umweltfreundlichen Panelstrom in hochgradig CO2 belastet verwandelt hat.
Deswegen habe ich keinen Akku, solange es geht, und dann aus Eigennutz Akku, wenn man mich dazu zwingt.
PS: ich sehe es auf jeden Fall als naturdienlich an, wenn man selbsterzeugen (EE) Strom verbraucht.
Rein rechnerisch wirst Du den EE-Anteil an Deinem Stromverbrauch so tatsächlich erhöhen. Aber: An der Menge des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen änderst Du unterm Strich doch nichts. Es wird dadurch nicht mehr Wind- oder PV-Strom erzeugt. Und der Gesamtverbrauch bleibt auch gleich. Landesweit gesehen neutrale Bilanz, würde ich sagen.
Einen ökologischen Nutzen sehe ich nur dann, wenn der fossil erzeugte Strom, den Du so zu einer anderen Tageszeit beziehst, dann aus einem Kraftwerk mit besserer CO2-Bilanz stammt. Beispiel: Wenn die Energieampel gelb ist, führt ein Einspeisen aus Deinem Akku dazu, dass ein Gaskraftwerk weniger erzeugen muss. Wenn sie dagegen auf rot steht, dann führt Einspeisen aus dem Akku vielleicht dazu, dass ein Kohlekraftwerk weniger erzeugen muss.
Unter den Annahme, dass fossile Kraftwerke bei steigendem Strombedarf immer nach steigendem "Schmutzigkeitsgrad" zugeschaltet werden, könntest Du tatsächlich etwas bewirken, z.B. indem effektiv mehr Strom aus Gas und weniger aus Kohle erzeugt wird.
Kohlekraftwerke sind sehr Träge in der Regelung bzw. lassen sich nicht innerhalb Stunden abschalten und müssen deshalb sogar laufen, wenn zu viel Strom im Netz ist. Es ist also nicht so, das bei 100% Windquote die anderen einfach wegfallen würden, stattdessen wird die Erzeugung durch Wind gedrosselt! Wenn der EE Strom nicht ausreicht, dann kann das aber nur mit fossiler Energie ausgeglichen werden. Mit Kohle wiederum träge, mit Gas sehr flink und in großem Maßstab.
Stark vereinfacht zusammengefasst hat eine naturdienliche Entladung des Akkus diese Effekte:
Bei sehr viel EE im Netz wird die EE weniger gedrosselt, da höherer Verbrauch. An der Produktion durch andere Kraftwerke ändert das nichts.
Bei sehr wenig EE im Netz wird weniger fossile Energie erzeugt, da geringerer Verbrauch.
Komplett abschalten geht wirklich nicht so schnell, aber in der Leistung etwas hoch- und herunterregeln lassen sich die innerhalb einiger Stunden schon. Nimm' einfach Deine Beispieldaten vom 8.10. weiter oben. Um 12:45 Uhr etwa 7 GW aus Kohle, um 19:00 etwa 11 GW aus Kohle. Binnen gut 6 Stunden die Leistung um 50% hochfahren geht also durchaus.
Den Fall, dass Wind- oder PV-Anlagen abgeregelt werden, weil schon zu viel Strom im Netz ist, wirst Du aber nur haben, während die Stromampel auf grün steht. Soweit ich verstanden habe, willst Du Akku-Entladezeit aber zwischen gelben und roten Phasen verschieben. Da wird in beiden Fällen dann ein fossiler Erzeuger gegenregeln.
Davon ausgehend, das im Winter (bei kleinen Anlagen) nur wenige kWh im Akku landen, würde ich jegliche Akku-Entladung in die tiefroten Bereiche schieben.
Den Eigenverbrauch würde ich nach Möglichkeit immer direkt von der PV abdecken, um den Wirkungsgrad hoch und den Akku-Verschleiß niedrig zu halten.*
Update: Meine Einspeiseregelung hat jetzt eine Timerfunktion zur programmierten Akkuentladung, derzeit im Test.
*Update 2: Der Direktverbrauch wurde herausgenommen, da ein negativer Effekt auf den Akku nicht zu befürchten ist. Laut neuester Erkenntnisse der Forschung.
@oliverso Die Anzahl der Sonnenstunden muss wohl nur bei großen PV-Anlagen einbezogen werden, die auch im Winter öfter mal zur Selbstversorgung ausreichen. Dann muss man wohl auch das eigene Lastprofil mit einbeziehen.
Die Daten von der Stromampel sind leider nicht direkt zugänglich, deshalb frage ich ja nach Ideen. ?
Im Grunde könnte man auch die Preise der Day-Ahead-Aktion nehmen, das wird sich nicht stark unterscheiden und wäre gleichzeitig eine Vorbereitung für ein Ladegerät mit variablem Stromtarif.
Mh, mein Plan ist es, den Akku nicht mehr zu entladen wenn die Spannung unter 48 fällt (Range ist bei mir 44-54) und wenige PV KWh am Tag produziert wurden.
Dann über die Tibber API den aktuellen Strompreis auslesen und wenn der Preis einen gewissen Wert übersteigt, den Akku entladen.
So spare ich Geld und es ist netztdienlich.
Das mit der Tibber API muss ich aber noch umsetzen.