Der SOC bleibt bei mir auf 99% während diesem "tingeln". Ich habe leider nur ein Logging auf den SOC und die Battery Leistung. Hier ein Auszug aus der Battery Leistung wo man es schön sieht:
So sieht das dann aus. Der Springt zwischen ~+50 Watt und -50 Watt (ich logge nur wenn sich der Wert um min. 50 ändert) hin und her. Und kommt nicht zur Ruhe. Das macht er so lange bis die Sonne weg ist.
Nein, keine der Parameter in der config.ini sind dynamisch. Sie werden nur nach einem Neustart des VenusOS oder nach einem Neustart des Service ( /data/etc/dbus-serialbattery/reinstall-local.sh) übernommen. Ich kann dir aber gleich sagen, dass LINEAR_LIMITATION_ENABLE keinen Einfluss auf das Verhalten mit dem ständigen Wechsel zwischen laden und entladen hat. Ist bei mir auch so und ich habe schon diverse Einstellungen ausprobiert, nichts schuf hier Abhilfe.
Wenn es sich wirklich um einen ständigen Wechsel zwischen laden und entladen handelt erzeugt das dummerweise jede Menge Mikrozyklen. Man könnte jetzt mal mit einer guten DC Strommesszange messen ob es wirklich hin und her schwingt.
Andererseits ist auch die Strommessung innerhalb des JK BMS nicht so der Knaller bzw. wenn es sich um ein 150A BMS handelt kann dies unmöglich im 500mA Bereich genau messen.
Ich sag mal vorsichtig das hängt echt mit der FLOAT_CELL_VOLTAGE zusammen. Er entlädt bis er die erreicht hat damit er dann wieder laden kann. Der Sinn des entladens erschließt sich mir aber nicht.
Jein, ich denke der Multiplus sieht ja nur eine maximale Spannung die er halten will, wenn er darunter fällt läd er. Warum er dann entläd wenn er etwas darüber ist kann ich mir auch nicht erklären ? Vielleicht hängt es auch damit zusammen dass er sich selbst aus der DC Seite versorgt?
Was mich mal brennend interessieren würde: Wie verhält es sich denn wenn man mit der internen Multiplus Logik läd?
Also wenn unter Settings der Battery Monitor auf serialbattery steht, macht der MP dass, was der serialbattery-Treiber durch Charge Voltage Limit (CVL) vorgibt..
Was man mal schauen könnte, ob es einen größeren Spannungsunterschied gibt, was der MP misst ggü. dem was vom BMS direkt kommt..
Edit: hat mal wer versucht, dass JK BMS direkt via CAN zu verheiraten mit dem Cerbo/VenusOS?
@mdkeil hmm nicht ganz. Er entlädt ja aktiv. Zumindest schaut es so aus. Und er lädt auch nach sobald er diese Float Spannung erreicht hat und nicht erst bei einem bestimmten SoC.
Ich bin jetzt nicht der Profi auf dem akku Gebiet aber sollte die Spannung nach der Beendigung der Ladung nicht von alleine sinken?
Wie ist das eigentlich bei euch wenn ihr eine Leistungsentnahme zwischen 100% und 90% habt. Lädt er dann auch gleich wieder voll sobald Überschuss da ist?
@chris4711 ja, er versucht ja immer die Float Spannung zu halten. Was @mdkeil beschrieben hat ist das Umschalten auf die höhere Absorption Voltage, das geschieht ja immer wenn ein bestimmter SOC Wert unterschritten wurde (das Umschalten von Absorbtion auf Float siehst du ja in meinem Bild von gestern).
Ich vermute mal dass es normal ist und die Enlade-Spikes auch vorhanden sind wenn man die interne Multiplus Logik verwendet (zumindest habe ich noch nirgends das Gegenteil gesehen), sieh auch hier: ESS: short discharge pulses in float - VictronEnergy
Ja das ist tatsächlich so. Habe das venus OS nochmal ohne den serial battery installiert. Da schaut es ähnlich aus. Kann sich da jemand was drunter vorstellen?
Threat wieder eingeschlafen ?
So wie ich das sehe, gibts noch keine wirkliche Lösung.....
Ich hatte schon einmal überlegt ob man nicht die Ladegrenze einfach auf sagen wir 98% setzt und er dann das gleiche macht wie bei erreichtem Soc beim Entladen. Leistung wird runter gefahren und es wird auf Leerlauf geschaltet....das wäre auch beim Laden das gewünschte Ergebnis...
@chris4711 Das weiß ich bisher leider nicht....war nur ein Gedankengang, der so vermutl. funktionieren würde....denn beim Entladen und min-Soc funktionierts ja auch
Mit Blick auf das Balancen halte ich das für keine gute Idee. Für das Balancen ist immer noch ein kleiner Ladestrom über eine gewisse Zeit, sagen wir mal 1h, erforderlich. Wenn das Laden bei z.B. 98% abrupt beendet wird, sinken die Zellspannungen relativ schnell wieder unterhalb des Schwellwerts für das Balancieren ab sodass meiner Meinung nach nicht ordentlich balanciert werden kann.
Leider habe ich aktuell keine einsatzfähige Strommesszange sonst wäre es doch ein Leichtes einfach mal zu messen ob auch wirklich das passiert was einem die Visualisierung bzw. die Remotekonsole vorgaukelt. Will sagen, wechselt das System denn WIRKLICH immer zwischen laden und entladen hin und her? In meinem kleinen System hab ich keinen Shunt verbaut, sonst hätte ich da schon mal ein OSZI dran geklemmt und geschaut wie die Stromrichtungen liegen wenn er vermeintlich pendelt. Eventuell ließe sich das aber auch mit einem Multimeter testen ob die Gesamtspannung direkt am Akku tatsächlich immer zwischen Ansteigen und Sinken taktet....
Wird eventuell auch prinzipiell viel zu viel Wert auf den SOC als Absolutwert gelegt? Viel wichtiger sind doch die Spannungen, also Gesamtspannung und Zellspannungen. Grob gesagt, bei 3,2V * 16 ist der Akku leer und bei 3,38 -3,4V ist er voll - ganz gleich was der SOC in % sagt.
Mir ist es mittlerweile wurscht ob da 100% oder 98% steht, wenn mein JK BMS bei 3,46V * 16 = 55,36V angekommt ist wird der Ladestrom stark reduziert aber immer noch so hoch gehalten dass ordentlich balanciert werden kann, nach 60min wechselt das System in float und alles ist gut.
Leider fehlt mir aktuell wegen Planung und Aufbau der großen Anlage die Zeit sonst würde ich gern messtechnisch noch einiges mal unternehmen aber aktuell schaffe ich das leider nicht. Ich würde jedenfalls nicht immer alles glauben was einem die "Digitaltechnik" so darstellt, einfach kritisch hinterfragen und ggfs. prüfen.
So, bei mir war heute der Akku zum ersten mal leer ? Hier schwingt es bei mir auch mit +/- 1A hin und her, allerdings ist der DCL auch nicht ganz auf 0 und hier gibt es ja keine Spannungsgrenze wie beim Laden (CVL). Der SOC war bei mir dann bei 11%.
Ich habe jetzt versuchsweise mal die Funktion "shut-down on SOC" auf dem MP2 aktiviert:
...ich hoffe es kommt dann zu keiner Unterbrechung am AC-OUT?
...wie macht Ihr das? Verwendet Ihr auch die Funktion oder lasst Ihr es einfach mit einem kleinen DCL stehen?
Edit: Ich sehe gerade im Venus OS gibt es die Einstellung "SOC Mindestwert Entladung", den habe ich jetzt mal auf 20% gesetzt, mal sehen ob der wirkt?
Mal eine blöde Frage: Warum sollte ich den nicht bis 0 runter fahren?
Der SOC stimmt eh nicht und würde dann zurück gesetzt werden. Die minimalen Spannungen sind auch im serial battery und bms konfiguriert. Oder übersehe ich da etwas?
@chris4711 weil dann der MP2 das Entladen nicht abschaltet, der Serial-Treiber begrenzt den zulässigen Entladestrom nur auf annähernd 0, d.h. es wir immer ein klein wenig entladen und wieder geladen (mein Problem oben ja)