Du rechnest zu optimistich. Das würde bedeuten, dass du die 4,5 Kw alle 364 Tage im Jahr nutzen kannst und zwar vollständig. Das kriegst du nie hin. Von November bis Februar kannst du froh sein, in diesen 120 Tagen 40 bis 50 mal den Speicher zu füllen. Und für die Spitzenzeit von Mai bis Juli unterstellst du, dass du trotz deiner 10Kw-PV-Anlage noch 4,5 Kw am Tag Netzbezug ohne Speicher hättest. Ist das so?
Das passt bei den mir bekannten Familien so nicht. Die Fernseher und Computer werden abends nicht ausgemacht, wenn die PV-Anlage keine Leistung mehr bringt. Man muss also mit mehr als der Grundlast rechnen, wie hoch die auch immer ist.
Wie die Gewohnheiten in einem Haus sind, ist sehr unterschiedlich.
Am besten zeichnet man seinen Verbrauch über den Tag auf uns ermittelt so die Speichergröße. Habe schon jahrelang vor Installation der PV-Anlage meinen Stromverbrauch geloggt und das Resultat war, dass ein 10 kWh Speicher nicht ausreicht, um an einem typischen Tag über die Nacht zu kommen.
Stimmt. Das ist sehr individuell. Wer eine hohe Grundlast durch Dauerfernsehen und PC von gleichen mehreren Geräten im Haus hat und dann noch das durchzieht bis in die Nacht hinein, kommt damit im Leben nicht hin.
Dann muss auch der Speicher größer sein, keine Frage.
Dazu muss aber dann auch die PV-Anlage passen. Wenn die den Speicher nur ein halbes Jahr gänzlich voll machen kann, nutzt mir der Speicher auch nicht viel.
Die Grundlast würde schon eine Menge der Leistung der Anlage auffressen und es bliebe um so weniger, den Speicher zu füllen.
Spätestens ab Herbst würde es dann sehr schwierig werden, den Speicher sinnvoll zu nutzen, da die gekaufte Menge an KW einfach zu selten aufgefüllt zur Verfügung steht.
Das wäre dann verschwendetes Geld.
Eine 20-Kw Anlage bietet halt mehr Reserven im Verhältnis zum Verbrauch als eine 10 Kw-Anlage, was die Häufigkeit der Auffüllung eines größeren Speichers entgegenkommt und somit den Speicher rentabler macht.
Zusätzlich kann ich das Zeitfenster weiter ausdehnen, wo die Anlage Strom produziert, was zumindest der Abdeckung der Grundlast entgegenkommt.
Natürlich sollte sich jeder sofort eine 30kWp-Anlage aufs Dach bauen. Ist vom Ertrag her und auch den Kosten pro kWp einfach die beste Lösung.
Ist halt blöd, wenn die nicht drauf passt.
Oliver
Das ist auch Ansichtssache und muss jeder für sich selbst berechnen. Kommt auch darauf an, wie schnell sich der Speicher amortisieren soll und ob das überhaupt für einen relevant ist. Die Speicherpreise sind mittlerweile so stark gefallen, dass es m.E. immer weniger relevant wird.
Der Strombezug vom Verteilnetzbetreiber ist halt sehr teuer. Da rechnet sich bei vielen der Speicher gut.
Bei mir rechnet sich der Speicher schon, wenn ich von März bis Oktober (8 Monate) keinen Strom mehr einkaufen muss (klar gibt es marginale Regelverluste bei der Nulleinspeisung, die ich hier mal wegfallen lasse). Nett ist dann in den anderen Monaten zumindest teilweise nachts den Speicher zu nutzen. Diesen Februar hat das schon gut funktioniert. Da stört nicht, dass er nicht jeden Tag voll wird.
Richtig. Klar im Vorteil ist natürlich derjenige, der einen hohen Verbrauch hat. Je mehr ich verbrauche, um so mehr kann ich über den Speicher sparen und um so schneller rechnet er sich. Ich brauche durch den kleinen nutzbaren 3,5 Kw Speicher auch schon von März bis September praktisch keinen Netzbezug. Weil wir halt wenig verbrauchen. Da würde eben ein doppelt so großer Speicher nicht wirklich Sinn machen, da in dieser Zeit die zusätzlichen KW nur nutzlos gespeichert sind und nicht genutzt werden. Für die übrige andere Jahreshälfte müsste ich dann mindestens 150 mal von den 180 Tagen die zusätzlichen 3,5 Kw genutzt werden damit ich dann 150 Euro zusätzlich einspare. Also dürfte für mich die 3,5 Kw extra etwa nur 1500 Euro kosten, wobei ich nicht glaube, dass ich die 150 mal tatsächlich schaffe, besser gesagt verbrauche.
Mittlerweile bekommt man die 48V-Speicher mit 15 kWh schon für 1600 EUR (z.B. Felicity). Wer ein solches System aufbaut und einen hohen Stromverbrauch nachts hat, rechnet da nicht lange. Klar die Hochvolt-Speicher kosten da noch das Doppelte für gerade mal 10 kWh.
So pauschal sollte Mensch da nicht rangehen , ich war froh eine 40 kWh Batterie zu haben die mich 40 Euro pro kWh Speicherkapazität gebraucht gekauft und 13 Jahre "gedient" zwar nie ausgeschöpft aber 2-3 Tage hat die Mir auch ohne Sonne das Haus versorgt . Aber gut andere Batterie technologie und ohne Netzanschluss , aber trotzdem ist eine Speichergrössen Wahl nicht so einfach zu veralgemeinern
Da mich die Frage nach einer Aufstockung des Speichers im Vehältnis zu meinem Verbrauch beschäftigt hat, habe ich mal eine Aufstellung des Netzbezuges ohne Speicher und mit Speicher für die relevanten Monate gemacht.
Grunddaten zur PV-Anlage und zum Verbrauch:
9,6Kw-PV-Anlage, Jahresstromverbrauch ca. 3200 Kw, Monatlich zwischen 250 und 300 Kw, keine Wärmepumpe, keine Wallbox.
Speichersystem Zendure Hyper 2000 mit 2x AB2000S (3,84Kw), nutzbar 3,5 Kw.
Die Frage war nun, wie hoch der Nutzen für mich wäre, wenn ich einen zusätzlichen Speicherblock AB2000S für ca 550,- Euro kaufen würde und wie lange bräuchte ich, bis sich dieser bei angenommen 30 Cent/Kwh armortisiert.
Hier nun die Aufstellung, wieviel ich mit den 3,5Kw, bzw mit 5,2Kw noch aus dem Netz beziehen würde, gegenüber dem monatlichen Netzbezug ohne Speicher und die daraus gewonnene Ersparnis, bzw. bei Aufstockung die zusätzliche Ersparnis:
August: 3,5kw = 17Kw vom Netz statt 122 = 31 Euro Ersparnis
.............5,2Kw = 3Kw vom Netz statt 122 = 4 Euro zusätzliche Ersparnis
September: 3,5kw = 42Kw vom Netz statt 137 = 28 Euro Ersparnis
....................5,2Kw = 8Kw vom Netz statt 137 = 10 Euro zusätzliche Ersparnis
Oktober: 3,5Kw = 92Kw vom Netz statt 187 = 28 Euro Ersparnis
...............5,2Kw = 58Kw vom Netz statt 187 = 10 Euro zusätzliche Ersparnis
November: 3,5Kw = 134Kw vom Netz statt 190 = 16 Euro Ersparnis
...................5,2Kw = 118Kw vom Netz statt 190 = 4 Euro zusätzliche Ersparnis
Dezember: 3,5kw = 225Kw vom Netz statt 260 = 10 Euro Ersparnis
...................5,2Kw = 220Kw vom Netz statt 260 = 1 Euro zusätzliche Ersparnis
Januar: 3,5kw = 173Kw vom Netz statt 224 = 15 Euro Ersparnis
.............5,2Kw = 163Kw vom Netz statt 224 = 3 Euro zusätzliche Ersparnis
Februar: 3,5kw = 103Kw vom Netz statt 172 = 20 Euro Ersparnis
...............5,2Kw = 73Kw vom Netz statt 172 = 9 Euro zusätzliche Ersparnis
März: 3,5kw = 50Kw vom Netz statt 153 = 30 Euro Ersparnis
..........5,2Kw = 13Kw vom Netz statt 153 = 11 Euro zusätzliche Ersparnis
April: 3,5kw = 14Kw vom Netz statt 93 = 23 Euro Ersparnis
.........5,2Kw = 11Kw vom Netz statt 93 = 1 Euro zusätzliche Ersparnis
Interessant ist, dass die Aufstockung nur in den Übergangsmonaten September/Oktober und Februar/März bei mir halbwegs etwas bringt. Bei den Wintermonaten Nov./Dez./Jan. liegt der Zusatzgewinn im niedrigen einstelligen Eurobereich.
Für die Monate Mai, Juni, Juli, habe ich mir die Aufstellung gespart, da die Aufstockung dann praktisch keinerlei Mehrnutzen bringt.
Somit würde ich bei derzeitigen 30 Cent je Kw etwa 40-50 Euro im Jahr sparen, wenn ich mir einen AB2000S für ca. 550,- Euro anschaffen würde.
Vermute, dass kW und Kw jeweils kWh sein sollen?
Klar lohnt sich das für Dich nicht. Wenn Du in dern Sommermonaten bei Deinem geringen Nachtverbrauch schon jetzt mit dem kleinen Speicher über die Nacht kommst, ist logisch, dass sich außerhalb der Monate kein zusätzlicher Speicher lohnt.
Insbesondere da der AB2000S ziemlich teuer pro kWh ist.
Die Ausgangssituation ist halt bei höherem Nachtverbrauch und bei Nutzung eines normalen 48V-Speichers eine ganz andere, da dieser pro kWh viel günstiger ist und bei solchen kleinen Kapazitäten erst gar nicht startet.
Habe das hier auch deswegen so mal ausgewertet, weil ich glaube, dass es durchaus viele Leute gibt, die ähnliche Voraussetzungen wie ich haben und über die vernünftige Größe des Speichers nachdenken im Verhältnis zu den Kosten. Wann lohnt es sich mehr auszugeben und wann nicht und was bringt das ganze.
Vor allem sieht man klar, dass ein größerer Speicher in den Wintermonaten praktisch Verschwendung ist und selbst ein kleiner Speicher bei meinem geringen Verbrauch gerade mal 10 bis 25 Prozent vom Netzbezug abdecken kann. Was wird das dann erst bei höherem Verbrauch?
Ich habe mir ja den Marstek Venus E gekauft, in dem Bild seht ihr einmal die Monatsauswertung von diesem Juni. Aus dem Venus E habe ich immerhin 112 kWh entladen, also ein ganz erheblicher Teil (1/4) meines Gesamtstromverbrauchs von 434 kWh. Ich bin zufrieden ![]()
Kannst Du was zu sagen, wie Du zu diesen Zahlen gekommen bist? Bei mir wurden über die letzten 12 Monate 29% aus dem Netz, 33% aus der 14 kWh DIY-Batterie und 38% direkt von der PV geliefert (8.8 kWp Ost/West, 4550 kWh Verbrauch). Wüßte allerdings nicht, wie ich das für ne andere Akkugröße ermitteln sollte - muß mich wohl noch mehr mit HomeAssistant beschäftigen ...
Habe mir aus dem Wechselrichter zunächst aus den Monatsdaten des Vorjahres 2024 ab April bis April 2025 die Daten herausgeschrieben, wie viel ich an Netzbezug insgesamt hatte, ohne Speicher. Die PV-Anlage war aber schon da. Da hatte ich noch keinen Speicher.
Anschließend habe ich mir jeden Tag des Monats angeschaut und die Überschusseinspeisung ins Netz der PV mit dem Verbrauch des Tages verglichen.
Wurde zum Beispiel am Tag insgesamt zwar nur 8Kwh Überschuss eingespeist und der Netzbezug außerhalb der Betriebszeit der PV-Anlage lag für den Tag bei 5 Kwh, dann habe ich die 3,5Kwh bei dem kleinen Speicher und 5Kwh, statt möglichen 5,2Kwh aus dem größeren als nutzbar aus dem Speicher angerechnet. Lag der Überschusswert nur bei 1Kwh habe ich es gar nicht erst angerechnet.
Als Vergleich für diese Rechnung habe ich die Monate Mai und Juni diesen Jahres mit Speicher an schlechten Tagen verglichen und festgestellt, dass das so schon gut hinkommt.
Das war eine ziemliche Kleinstarbeit, aber es hat sich doch gelohnt.
Da sieht man den Unterschied zum Verbrauch. Laut meiner App wurden 63 kWh aus dem Speicher genutzt.
Das ist aber auch deswegen so niedrig, weil der Speicher im Juni praktisch nur bis ca. 30-35 Prozent entladen wurde, bevor die PV-Anlage ihn wieder geladen hat.
Hier mal meine Übersicht:
Habe gerade mal 257kWh Gesamtverbrauch. Davon konnte ich satte 97 Prozent mit der PV-Anlage und des Speichers abdecken.
Als Vergleich der Juni 2024
Etwas höherer Monatsverbrauch. Das liegt aber daran, weil wir Juni 25 eine Woche weg waren. Die Überschussmenge ist aber identisch.
Die 6 kWh im Juni sind der Trägheit des Speichersystems geschuldet, weil dieser bei Peaks, wie z.Bsp. Wasserkocher erst nach 20-30 Sekunden einspringt.
Ja versuchen sie das mal auf lokal zu konfigurieren. Das ist schon abenteuerlich.
- HEMS einstellen mit Speicher und Shelly
- HEMS auflösen ohne den Shelly zulöschen
- H2k einzeln konfigen und den Shelly als Meszstelle aus der Liste auswählen. Man bekommt den Shelly sonst nicht hinein.
Dann kann man die Wolke bzw. den INet-Zugang kappen (Fritzbox unter Heimnetz). Das Problem ist dann, dass man da keinerlei Einstellungen mehr machen kann, weil WLAN lokal keine Daten an die APP liefert und mit Blauzahn nur rudimente von Einstellungen zugänglich sind.
Das ist Stand irgendwann Juni 2025 mit einem Update. Den Anderen habe ich nun nicht geupdated (grauenvolles Wort) bzw. aufgefrischt und der geht natürlich noch lokal, es wird Alles angezeigt und ist konfigurierbar. Nun brauche ich die Hilfe, den einen wieder zurückzusetzen bzw. abzufrischen. Leider läuft der ohne die Auffrischung sehr ineffizient (hoher Eigenverbrauch).
Kann der AnkerACSpeicher ( frei IM Haus an einer x-beliebigen Steckdose angeschlossen ) den SAX-Speicher ersetzen wenn es nur um die Speicherung des überschüssigen Stroms aus der PV-Anlage geht, der von dieser bei vollem PV-Speicher ins Hausnetz eingespeist wird ? ….
Speicher lohnen sich nicht für Rentner … statt dessen lieber tagsüber den Strom verbrauchen.
Bei mir: 11,5 kwp O/S/W Anlage mit hoch aufgelöster Aufzeichnung Verbrauch/Einspeisung:
Mit meinem eigenen Akku-Simulator komme ich auf keine 150€ Ersparnis pro Jahr … da lohnt sich gar nix mehr.
(Habe aber trotzdem jetzt den Marstek bestellt und habe mir schon das ECO-Tracker Interface auf meinen DIY IR Reader programmiert).
Kleine Frage: wie liest du den Marstek aus? (Laden/Entladen kann ich über das ECO Tracker Interface selber steuern, aber die Speicherdaten?)
Danke.
Wie das?
Der normale, berufstätige Mensch verlässt tagsüber die Wohnung und kommt erst abends heim. Damit ist der Haupt-Stromverbrauch dann, wenn kein Sonnenertrag kommt.
Du hast zwar die heimische Grundlast (Telefon/WLAN, Kühlschrank, Tiefkühler, Standby), aber wenn du keine Wärmepumpe hast, keinen Heizstab für den Warmwasserspeicher, dann verschenkst du deinen Solarstrom dem Netz.
Was ist also hier die Basis deiner Überlegungen in Hinblick auf “bestmöglich”?


