Akku für meine Dach-PV

ich hatte bei dem AC Speicher ja eingangs ein wenig Bedenken wegen dem Wirkungsgrad, immer mal wieder wurden da ja Aussagen getroffen dass ein AC Speicher da sehr im Nachteil wäre. Jetzt wo er läuft, kann ich das eigentlich nicht bestätigen. ich ziehe bis zu 5kWh pro Tag aus dem Akku (lädt zwischendurch nach), und bei den in meiner Region sehr hohen Strompreisen rechnet sich das durchaus.

Zudem muss man eines Bedenken: Mein PV Wechselrichter hat ja 10.000W Leistung. Bei dem typischen Nachtverbrauch von 200-300W wäre der bestimmt in einem ganz schlechten Bereich vom Wirkungsgrad her. Ja, der Marstek hat zwei zusätzlich Umwandlungen AC/DC, aber dafür bestimmt einen deutlich besseren Wirkungsgrad des Wechselrichters.

Fazit: Die AC Speicher sind nicht so schlecht, wie oft behauptet wird. Und bei einer Bestandsanlage einen noch guten WR austauschen ist halt auch nicht gerade wirtschaftlich bzw. effizient. ich denke für mich war das so nun eine gute Lösung :slight_smile:

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Das kommt halt vor allem drauf an, wer was und warum behauptet.

Fakt ist aber schon, daß direkt am Wechselrichter angebundene HV-Speicher einen deutlich höheren Wirkungsgrad des Systems erreichen.

Oliver

Füge mal eine Übersicht von meinem Zendure bei.
Demnach, wenn ich mich nicht vertue, liegt der bei ca 75 Prozent.
Das sind die Werte direkt aus der App.
Ca. 5 kWh verschenkt in einer Woche. Die 42 Cent tun mir nicht weh.
Der wird auch gerade mal bis ca. 40 Prozent über Nacht entladen. Ist halt gerade eine optimale Zeit für PV-Anlagen.

Das mag schon sein, und das sind halt 25% Verlust. Ein DC-gekoppelter HV-Speicher ist da sehr viel besser.

Oliver

Gar keine Frage. Da wird wohl nur einmal gewandelt. Beim AC halt zweimal, oder?
Ist mir auch bewusst und will das nicht schönreden. Technisch gesehen, geht das bestimmt besser.
Nur ist für mich der Wirkungsgrad auch keine heilige Kuh. Um 10 Prozent mehr Wirkungsgrad zu erreichen, hätte ich ca. 100 Prozent mehr ausgeben müssen. Und die 10 Prozent erbringen bei 8,2 Cent nicht mal 1 Cent je kWh, die mir das mehr einbringt.

Da ich einen Huawei-WR habe, wäre ich auch auf einen Huawei-Speicher angewiesen. In einem anderen Forum wird aber zumindest bei dem Huawei-Speicher gemeckert, dass bei sehr niedriger Grundlast der Wirkungsgrad auch sehr schlecht sei. Ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht.
Kann durchaus sein, dass andere Hersteller wesentlich bessere Lösungen haben.

Ich denke aber auch, dass sich bei diesem Thema technisch sich noch einiges tun wird.

Mein Venus E hängt an einem eigenen Shelly PM Mini v3. Habe ihn jetzt einige Tage in Betrieb, und die Effizienz sieht ziemlich gut aus, finde ich.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der kleinere WR für den Hausverbrauch einen vorteilhaften Wirkungsgrad hat. Mein grosser PV-WR wäre bei einem Nachtverbrauch von 250 Watt bei 2,5% Leistung.

Genau das. Am Ende geht es um Kosten. Der Wirkungsgrad ist dabei eine wichtige Variable in der Formel, aber nicht die einzige.

Angenommen man hat einen 10 kWh AC-NV-Speicher der einen 10% schlechteren Wirkungsgrad als DC-HV-Speicher hat und im Mittel speichert man 8 kWh pro Tag ein. Im Sommer haben die meisten PV-Überschuß und verlieren dann mit dem ineffizienten Speicher zusätzliche 0,8 kWh zu 0,08 Euro Einspeisevergütung. Im Winter meinetwegen zu 0,25 Euro Netzkosten. Dann summiert sich das über 15 Jahre auf 900 Euro. Wenn der AC-NV-Speicher aber 2.000 Euro billiger ist, dann wäre das trotzdem ein gutes Geschäft. Und rechnet man die Kapitalkosten vernünftig ein, fällt die Rechnung noch weit besser aus.

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Also ich hab den ganz oben eingangs erwähnten Zendure SolarFlow 2400AC mit 4 Batteriemodulen (11,52kW) für rund 3400 bestellt. Kommt dann im Juni.
Der wird dann unweit vom Stromkasten an eine eigens verlegten Steckdose an einer eigenen Sicherung installiert.
Zur Steuerung wird der Shelly Pro 3EM zum Einsatz kommen.

Und sollten die 2400W Lade- und Entladeleistung kein Problem darstellen...
Sollten die 2,4kW nicht reichen, kommt nochmal nen 2. Hauptmodul und die Batterien werden aufgeteilt und das ganze ebenso separat installiert.
Dann sind auch bis zu 4,8 kW Spitzenlast nett.
Max sind 3 Tower und somit 7,2kW Spitzenlast.

Macht bei meiner PV-Anlage von ebenfalls 4,8 kW zwar nur bedingt Sinn, aber das soll ggf nochmal per dynamischen Tarif für günstigere Ladung (z.B. im Winter) ergänzt werden.

Mit einem Hauptmodul + den 4 Batterien sollte inkl. Berücksichtigung des Sofortverbrauchs bei Erzeugung am Ende gut 75-80% bei mir an Eigenverbrauch rauspurzeln.

(Wenn ich mich in meiner Auswertung nicht verrechnet habe oder falsche Gedanken hatte)

10% Wirkungsgrad - oder eher bis 20% im Vergleich zum Mitbewerber ist dann interessant, wenn es drauf ankommt.

So werden aus 200 Tagen dann 240Tage, an denen ein Zähler steht - wie auch immer man das abzuschätzen versucht...

240 zu 200Tage ist ein erkennbarer Unterschied. Die 42 Cent sehe ich da eher nicht als belanglos. Es sind potentiell 20% mehr vom Kuchen auf der Gabel.

"Hey Chef - mir doch egal, zahlst Du mir 20% weniger..." - habe ich ja noch nie gehört :wink:

Es wird eh noch "Spannend" wie sich das mit den Strompreisen entwickelt. Momentan ist das kaum vorhersagbar. Wissen oder berechnen können zu meinen - ist eine Irritation. Das hat die aktuelle Vergangneheit gelehrt. Was nun auf uns zukommt - ungewiß.

Also, mein Speicher wird geladen, sobald von der PV-Anlage Überschuss von meiner 9,6kW/h-Anlage produziert wird. In der Zeit von März bis September/Oktober erzeuge ich mehr als genug Überschuss am Tag, den nicht entleerten Speicher im Laufe des Tages wieder zu füllen.
Meistens sind in meinem bescheidenen Speicher von gerade mal 3,84kW/h noch 30-40 Prozent drin, so dass gerade mal so um die 2,5kW/h nachgeladen werden muss.
Ob ich für diese Energie 10 Prozent von meinen Überschuss mehr opfern muss, ist mehr ehrlich gesagt, total egal. Das merke ich gar nicht.
Im Winter wird der Speicher dann wohl auch öfter komplett leer sein.
Ich habe mir meine Werte in der Zeit von November bis Februar angeschaut und musste feststellen, dass ich selbst einen kleinen 5kW/h Speicher gerade mal so 20-25 von den 120 Tagen, diesem mit dem Überschuss hätte wieder vollladen können.
Das mag auch mit Sicherheit der extrem schlechten Wetterlage in 2024 zu tun haben, aber es zeigt mir, dass gerade in dieser Zeit, selbst kleine Speicher, egal, wie effiktiv sie sind, kaum zu gebrauchen sind.
Da könnten wohl eher die Flextarife bessere Ersparnis bringen.

Solange der Speicher einfach nur rumsteht und wartet, frisst er nur Energie. Und im Winter steht er zu 80 Prozent unnütz da. Dann lieber abschalten und warten, bis die Voraussetzungen besser sind oder eben selbst Hand anlegen und manuell einschalten, wenn es passt.
Das ist bei so einem separaten AC-Speicher schnell und einfach erledigt.
Wenn ich einen Huawei DC-Speicher am Wechselrichter dran hätte, dann sähe die Prozedur wie folgt aus:
" Um einen Huawei SUN2000 Stromspeicher (LUNA2000-Serie) auszuschalten, sollten Sie zuerst über die SUN2000-App oder SmartLogger einen Herunterfahrbefehl ausführen. Danach den AC-Schalter zwischen SUN2000 und dem Stromnetz sowie alle DC-Schalter ausschalten"

Wer macht das wiederholt freiwillig? Ist mir viel zu umständlich.

Je kleiner die PV-Anlage im Verhältnis zur Speichergröße ist, desto wichtiger wird natürlich auch der Wirkungsgrad, weil man prozentual mehr vom möglichen Überschuss in den Speicher bringen muss.
Bei einem Verhältnis von 2:1 oder 3:1 spielt das keine Rolle. Es geht nur darum, seinen Verbrauch außerhalb der Funktionszeit der PV-Anlage zu decken und der schwankt bei mir zwischen 3 und 8 Kw pro Tag im Jahr. Wobei die 8 Kw im Winter anfallen und da hilft mir ein großer oder effiktiverer Speicher auch nicht, weil nix vom Dach kommt, um diesen zu füllen. Da würde wohl nur helfen, die PV-Anlage nochmal mit doppelt so viel Leistung aufzustocken. Aber dafür fehlt mir der Platz.

Genauso ist es - nahezu alle Speicher sind mit sich selbst mehr beschäftigt, als daß die Energie nutzbar gemacht wird. Das fällt immer dann ins Gewicht, wenn die Sonne nicht so aktiv war/ist.....

Eigentlich, so mein Gedanke, hat man den Speicher um den Zähler möglichst hohe Stillstandszeiten zu erhaschen........

Aber dazu gibt es viele Ideen

also ich bekomme den 5,12 kWh Venus-E momentan kaum leer über Nacht.
Wenn es richtig heiß wird im Sommer, kann ich dann noch Kühlung laufen lassen, müsste locker reichen mit den kurzen Nächten.

Joo, so ein Klima-Splitgerät habe ich auch mit 3 Innengeräten. Die lasse ich immer den ganzen Tag laufen. Dadurch bleiben die Räume per se kühl, das Mobiliar und die Wände können somit die Wärme von draußen nicht aufnehmen. Nur im Schlafzimmer muss das Gerät nachts dann aus, weil Frauchen meckert, wegen dem kleinsten Geräusch, was so ein Ding macht. :man_shrugging:

Aber komisch, da mache ich mir auch keine Gedanken über die entgangene Einspeisevergütung :thinking:

Hallo Zusammen,

ich finde die Diskussion hier spannend, weil auch ich darüber nachdenke, für meine 9.6 kWp Anlage mit SolarEdge HDWave Hybridwechselrichtern eine Batterie nachzurüsten.

Für meinen Wechselrichter gibt es derzeit leider ausser der (vom Formfaktor) zu großen SolarEdge Home Battery keine gute DC gekoppelte Variante, weswegen ich auch bei einer AC Kopplung gelandet bin.

Die Wärmepumpe und eine Sauna sind dreiphasig angeschlossen (ist das überhaupt relevant?).

Ich ziehe derzeit eine Tesla Powerwall (Empfehlung von ChatGPT) und die Fenecon Home Battery in Betracht. Je mit ca. 12 kWh. Beides ist schon ziemlich teuer, finde ich mit ca. 10-13KEUR.

Habt ihr da Empfehlungen was davon besser ist, oder gibt es noch Alternativen? Gerne solche, die wenig Platz erfordern, da es in unserem Hausanschlussraum mittlerweile schon ziemlich voll an den Wänden ist.

Vielen Dank!
Matthias

Wechselrichter gegen LV Hybrid tauschen und passende Batterie mit 15,2 kWh kaufen = 5.000€ wäre eine Option, wenn nicht die PV-Module mit SE Optimierern versehen sind...

Vergiss ChatGPT zu dem Thema. Die Tesla Powerwall ist auf dem deutschen Markt ein absoluter Exot.
Überschlagsrechnung: Wenn Du mit 12 kWh an 365 Tagen im Jahr netto 10 kWh pro Tag in die Batterie speicherst, kommst Du über 15 Jahre rechnerisch auf 54.750 kWh bei der Batterie. Bei meinetwegen 12.000 Euro an Kosten kostet Dich das Speichern einer kWh 22 Cent. Realistisch mit 3% Verzinsung gerechnet, hast Du 27 Cent/kWh Speicherkosten.

Das rechnet sich niemals. Und diese Rechnung ist noch geschönt. Im Winter hast Du kaum PV-Strom, den Du in der Batterie puffern kannst und auch mit dynamischem Stromtarif hast Du nicht jeden Tag eine Spreizung bei den Strompreisen, bei der abzüglich Wirkungsgradverlusten das Speichern von Netzstrom rentabel ist. Am Ende sind es eher 2.500 KWh pro Jahr, die Du durch die Batterie ziehst.

Das Tool hier rechnet Dir nicht die Rentabilität der Batterie aus, aber es rechnet Dir nebenbei aus, wie viel Strom von der PV und wie viel Strom aus dem Netz (bei dynamischem Stromtarif ) Du bei Deinem Verbrauchsprofil realistischerweise durch die Batterien ziehen wirst:

Lange Rede, kurzer Sinn: Batterie ist zur Eigenverbrauchsmaximierung sinnvoll, aber nicht zu den o.g. Preisen. Da liegst Du ja bei 1000 Euro/kWh Speicherkapazität. Es gibt billigere HV-Batterien und sehr viel billigere NV-Batterien, wo Du teils bei 150 Euro/kWh liegst (dann plus WR/Ladegerät).

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Danke für die Idee! Habe gerade nachgesehen und habe Optimierer von SolarEdge verbaut. Gleichzeitig hatte ich eben auch darüber nachgedacht die Wechselrichter zu tauschen, aber das wird dann vermutlich schwieriger, richtig?
Viele Grüße,
Matthias

Der Aufwand die SE-Optimierer loszuwerden dürfte zu hoch werden, außer Du kannst das selbst machen.

Ansonsten bist du wie bei Apple in der Blase gefangen.

  1. Die verbauten Optimierer müssten zu einem neuen SE Wechselrichter kompatibel sein, der macht nur Sinn, wenn Du eine höhere Auswahl an passenden Akkus zu niedrigeren Preisen bekommst
  2. Du musst nach einem kompatiblen Akku suchen, der genau auf Deinen Wechselrichter passt.

Welchen SE WR und Optimierer hast Du genau, vielleicht haben andere noch weitere Ideen?

Oder
3. Niedervolt-ESS mit AC-Kopplung, 48V LFP Akku (15kWh unter 2000€) und Wechselrichter (z.B. Victron Multiplus 2, unter 1000€.oder Deye, oder...)

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Das sind die genauen Daten für die Solaranlage:

  • SolarEdge SE5000H-RWS00BNO4
  • SolarEdge SE5000H-RW00BNV4
  • SolarEdge Optimierer P370-5RM4MRM

Direkt kompatible Akkus gibt es leider nur mit LG Chem Resu oder direkt SolarEdge StorEdge) erstere gibt es fast nicht mehr und die Zellchemie ist nicht LFP, letztes ist zu groß für meinen Hauswirtschaftsraum.