Es trifft logischerweise jeder seine eigenen Entscheidungen, aber ich würde auf keinen Fall so etwas wie Sax-Speicher kaufen und auch nichts von anderen kleinen Anbietern, sofern die Konfiguration über eine Cloud erfolgt. Derzeit versuchen massenweise kleine Anbieter in den Speichermarkt zu kommen. Man muss das dann im Einzelfall untersuchen, aber häufig erfolgt die Konfiguration/Steuerung über eine Cloud-Lösung. Falls der Anbieter in 2 Jahren nicht mehr existiert und dann logischerweise niemand mehr für die Cloud-Infrastruktur bezahlt, dann ist das alles tot. Und von den kleinen Anbietern werden viele nicht überleben.
Wenn ich bei Sax gucke: Die haben nicht mal eine lokal laufende App, sondern nur eine Webapp, also letztlich eine Website. Die ist mit Vue 2 erstellt, das 2023 End of life hatte. Es gibt keine Updates, Patches für Vue 2 mehr, nichts mehr. Das ist eine tote Basis. In Sachen Sicherheitseinstellungen bekommen die nicht mal absolute Basics auf die Reihe, z.B. ist der Host bei Hetzner, auf dem das läuft, unverschlüsselt zu erreichen:
Deren Webserver Software nginx 1.24 ist über end of life hinaus. Sie verstoßen gegen Datenschutzvorgaben und deren Datenschutzerklärung ist irreführend und falsch.
Nach meinem Eindruck wissen die in Sachen Software überhaupt nicht, was sie da tun. Ich weiß sonst nichts über die Firma und deren Produkte, aber mutmaßlich läuft es wie bei so vielen. Man frickelt was zusammen. Hauptsache es funktioniert irgendwie. Sicherheit, Datenschutz, Software-Wartung, ... spielt alles keine Rolle.
Das hat Zendure mittlerweile umgestellt. Mit der Shelly 3em pro und dem Ecotracker ist eine lokale Kommunikation möglich. Das habe ich bei mir auch gleich so eingerichtet. Die Kommunizieren innerhalb meines WLan-Netzes. Eine Cloud-Anbindung ist nicht mehr erforderlich
Beim SAX ist gar keine Konfiguration notwendig - anschließen einschalten fertig. Es ist keine Cloud/LAN oder so Kram notwendig. Funktioniert out of the BOX.
Mit einer Leistung von 4kW kompensiert der schon ganz ordentlich Spitzen weg - saugeil.
Seit inbetriebnahme steht der Bezugszähler still. Bei der installierten PV vermutlich 10..12Monate im Jahr.
Habe ich mir mal angeschaut. Das ist wirklich top.
Aber der Preis ist mir viel zu hoch. 3800,- Euro für 5,8kwh, das hole ich bei meiner Konstellation niemals rein. Da kann der noch so effizient sein.
Auch wenn der SAX es bei mir schaffen würde, 2 Monate länger zu laufen als der Zendure, würde das max 400Kw ausmachen, was eine Mehrersparnis von 100,- Euro im Jahr ausmachen würde. Da spare ich lieber die zusätzlichen 2400,- Euro.
Aber es mag für andere durchaus passen. Und die Mühe mit Einrichten der App hat man eigentlich nur einmal. Danach schaut man halt nur in die App, um zu gucken, was da alles so passiert und rauskommt.
Ich habe übrigens seit ein paar Tagen den Marstek Venus E in Betrieb
Bin mega zufrieden, auch mein Netzversorger-Verbrauchszähler steht seither absolut still
habe knapp 1500 Euro bezahlt, und alles funktioniert soweit super. Ich ziehe täglich ca. 3-4 kWh aus dem Akku, genau wie erwartet. Gemessen per separatem Shelly EM. Teilweise springt der Marstek auch mal unter tagsüber ein, generell sind die 2.500 Watt sehr praktisch, weil so z.b. auch Abends die Spülmaschine etc, oder tagsüber mal Verbrauchsspitzen gut abgefangen werden.
Wenn jemand noch weitere Fragen zum Marstek hat, beantworte ich gerne
Ist im Prinzip gleich, wie Zendure. Man hat dann halt einen 60kg Ding auf Rollen da stehen.
Da das System auch direkt über eine Steckdose angeschlossen und betrieben wird, sind die 2500 Watt an einer Phase ins Haus nicht legal. Habe irgendwo auch gelesen, dass Marstek bei der App die Auswahlmöglichkeit 800Watt oder 2500 Watt zum Entladen herausgenommen hat. Wer das noch haben möchte, muss sich eine ältere Version der App besorgen.
Wer an einer Phase mehr als 800 Watt ins Hausnetz vom Speicher abgeben will,
braucht einen Elektriker, der dann eine separate Leitung mit Absicherung für den Speicher verlegt und das dann bescheinigt. Der Netzbetreiber wird diese Bescheinigung haben wollen, wenn man mehr als 800 Watt, bei der Anmeldung angibt. Kommt aber auch auf den Netzbetreiber an. Klar kann in der Regel eine Steckdose, die an einer Phase hängt das ab, aber ich weiß nicht wieviel Verbraucher mit wieviel Steckdosen an dieser einen Phase schon dran hängen.
Passiert dann was, dann guckst du schon dumm aus der Wäsche, wenn der Sachverständige den Grund findet. Das bezahlt dir dann niemand.
Ich kann mit 800 Watt gut leben. Ich brauche auch nicht unbedingt abends die Waschmaschine oder Geschirrspüler anmachen. Dazu habe ich abends überhaupt keine Lust, um mich um solche Dinge zu kümmern.
ich habe mir eine separate Leitung mit eigenem LS (Leitungsschutzschalter) mit einer einzigen Aufputzsteckdose gelegt. Da hängt der Marstek dran. Für die Leistung und meine Nutzung eh schon übertrieben. Aber so ist es ausgeschlossen, dass man auf die Sicherung noch weitere Verbraucher draufhängt.
Bei mir entlädt der Marstek Nachts konstant ca. 300-400 Watt. Spitzen von 2k sind selten und kurz.
Sehr sauber umgesetzt. So macht das auch Sinn und ist sicher.
Aber einfach mal an die Steckdose anschließen 2400 Watt einstellen und freuen, wenn der Herd ordentlich Strom zieht, dass der Speicher das abfängt, halte ich für fahrlässig.
Wenn dann zufällig die Speichersteckdose an der gleichen Phase hängt, die der Herd oder ein anderer Verbraucher gerade richtig belastet, dann kann die Hausleitung sehr heiß werden und plötzlich fackelt es irgendwo.
Also ich weiß beim besten Willen nicht, welche Herdplatte an welche Phase hängt, oder die Waschmaschine, Geschirrspüler, Heizung, Backofen, Licht, der Gamer-PC von Sohnemann, Der Airfryer, der mal eben 2400 Watt saugt, jede der 50 Steckdosen im Haus.
Jede Phase im Haus ist mit einem LS mit 16 Ampere abgesichert. 16Ax230V macht 3600 Watt. Als Reserve sind noch mal 600 Watt für die Hausleitung vorgesehen, so dass 4200 Watt als max Belastung ausgelegt ist. Selbst die Freigabe auf 800 Watt für Balkonkraftwerke wird von manchen Experten kritisch gesehen.
Also einfach machen, weil ich das so einstellen kann, ist keine gute Idee. Und wenn man sich die Leitungen von vielen Häusern und Mietwohnungen aus den 50er und 60er Jahre anguckt, oh Gott oh Gott.
Ich mag jetzt als Spielverderber erscheinen, aber ich halte nichts davon in Jubelschreie zu verfallen, nur weil man was einfach machen kann. Das lässt den geneigten Leser den Eindruck hinterlassen, ist doch nichts dabei,... alles gut.
Und da du selber schreibst, dass es nur selten zu diesen Spitzen von 2000 Watt kommt, stellt sich der Sinn dieser Möglichkeit sowieso. Natürlich ist es schön, wenn das auch mit abgefangen wird, aber was macht das am Ende der Rechnung überhaupt aus? Die Jagd nach dem perfekten Ergebnis rechtfertigt ja nun nicht einen Aufwand, der im keinem Verhältnis steht.
Zumal, wer eine große PV-Anlage besitzt schmeißt sowieso das meiste seines Ertrages für einen Appel und Ei dem Netzbetreiber hinterher, weil man schlicht den Ertrag nicht verwenden kann, den man da produziert. Auch der Netzbetreiber ist nicht glücklich, weil auch der mit der Überkapazität nichts anfangen kann. Große Energiespeicher werden erst jetzt so langsam gebaut, damit man diese Überkapazitäten zumindest teilweise zwischenspeichern kann.
Weil durch die hohe Einspeisung ins Hausnetz und gleichzeitig der große Stromverbrauch eines Verbrauchers und einer starken Wanddämmung, die kritische Leitertemperatur um 150 °C erreicht wird.
Um das nochmal klarzustellen. Wer weiß, was er da tut und die Voraussetzungen passen, der kann das für sich auch so entscheiden.
Aber eine Warnung, vorsichtig zu sein und nicht einfach machen, ist immer angebracht, weil eben erst die Voraussetzungen im Einzelfall betrachtet werden müssen. Das kann jahrelang gutgehen und nichts passiert.
Was @lala100 meint, ist dass der LS in so einem Fall eventuell nicht mehr richtig funktioniert.
Normalerweise weiß der LS immer, wie viel Strom über die Leitung (meistens 3x 1,5mm2) gezogen wird. Wenn aber "von hinten" zusätzlich Strom kommt, könnte die Leitung überlastet werden, ohne dass der LS auslöst.
Das könnte unter Umständen schon ein problem geben, und ich kann die 800W Regel auch nachvollziehen. Wenn man das berücksichtigt, kann man so ein BKW oder Akku an absolut JEDE Steckdose stecken und fertig.
Entscheidend bzw. kritisch ist doch, eher daß ggf. die 2000 Watt die der Akku liefert zusätzlich zu dem kommt, was über die 16A LS geht, entweder weil hinter der Sicherung entsprechend viele Verbraucher hängen (vielleicht auch mal ausnahmsweise, wenn jemand die große Kreissäge rausholt um Holz zu machen ...) oder einfach ein Gerät Mist baut und entsprechend Strom zieht. Ob da jetzt ein gefüllter Ziegelstein oder Ytongstein ne Rolle spielt, kann ich nicht beurteilen. So ein Akku jenseits 800 Watt käme mir jedenfalls nur hinter eine eigene Leitungs-Sicherung wo keine Verbraucher dran hängen.
So ist es.
Die 600 und nun 800 Watt-Grenze hat man sich ja nun nicht einfach so ausgedacht oder um den Verbraucher zu ärgern. Und selbst die 800 Watt sind umstritten, wegen eben der Überlastungsgefahr.
Wie gesagt, wenn es vernünftig gemacht wird mit eigener Leitung und LS ist doch alles gut.
Nur eben diese Meinung, einfach einstecken und ab geht die Post, das halte ich für nicht vernünftig und sollte man meines Erachtens auch nicht so stehen lassen.
Da sind wir einer Meinung.
Wenn man eine passende Installation hat, und weiß, wie die aufgebaut ist, sind die 2kW kein Problem. Hat man das nicht, oder weiß man das nicht, dann sollte man die Finger davon lassen.
Dafür brauchts aber keine hanebüchend unsinnige technische Märchenstunde.